Teamarbeit wird virtueller, die technologischen Möglichkeiten (kollaborative Tools, Videokonferenzen etc.) auf der einen und die Vorteile (kein Pendeln, geringere Kosten etc.) auf der anderen Seite sorgen dafür. Und doch sind die Beispiele für diesen Trend meist solche Teams oder Firmen, die von Anfang an via Internet zusammengearbeitet haben statt gemeinsam im zentralen Büro; nicht selten auch aus der Not heraus, sich kein Büro leisten zu können. Wo sind die Unternehmen, die sich vom realen zum virtuellen Office entwickeln? Wenn doch alles so prima klappt, müsste das doch ständig vorkommen.
Die Redaktion des US-Wirtschaftsmagazins Inc. machte sich genau diese Gedanken – und geht den einzig konsequenten Schritt: Die Redakteure werden einen Monat lang die Büros nicht betreten, sondern virtuell zusammenarbeiten. Natürlich nicht zum Selbstzweck, sondern als Recherche. Im Aprilheft soll die Story dazu erscheinen. Bis dahin werden die neu Getrennten regelmäßig über ihre Erfahrungen bloggen.
«Es geht nicht an mich» sagen manche, wenn sie eine Mahlzeit einfach nicht runterkriegen. «Es geht nicht an mich» könnte ich über Google Wave sagen, eines der neuesten Tools von Google, das irgendwann einmal die Kommunikationsform E-Mail ablösen soll (mehr über Wave).
Wir haben bei Blogwerk gerade ein Mini-Projekt in eine Wave geschoben, einfach, um das mal produktiv zu testen – und ich habe schon zu dem Zeitpunkt nicht mehr durchgeblickt, als nur ich selbst Material in die neue Wave gefüllt hatte, als also noch gar nicht die anderen Beteiligten kommentiert, editiert, ergänzt hatten. Noch immer fehlen auch all die begeisterten Blogposts und Tweets, die man von all den Bloggern und Twitterern erwartet hätte, die den Dienst in diesem frühen Stadium testen.
Immerhin, einer ist begeistert: Max Klein, Internetunternehmer in allen Gassen, schreibt, dass Google Wave nicht weniger als seinen Arbeitsalltag revolutioniert habe. Es führe sogar dazu, dass er sich mit seinen Auftragnehmern, Partnern und Kunden weniger zoffe als in den zuvor genutzten Skype-Chats.
Etwas zum Lachen für alle, die etwas mit Projekten und Projektmanagement zu tun haben (wer nicht?): Der «Project Cartoon» entlarvt, wie Projekte wirklich ablaufen. Teamarbeit ist eben nicht ganz einfach …
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag (und manchmal auch erst mittags) ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Das recht beliebte Notiz-Tool Evernote, das wir hier getestet haben, hat eine neue Funktion bekommen: Notizbücher lassen sich “sharen”. Man kann entweder nur bestimmte Personen (per E-Mail-Adresse) einladen oder die Aufzeichnungen generell freigeben, außerdem lässt sich zwischen Nur-Lesen- und Bearbeitungs-Rechten differenzieren; letzteres ist allerdings nur Benutzern mit kostenpflichtigem Pro-Account möglich.
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Unerwartete Einsichten: Der Soziologe Sudhir Venkatesh begleitete zehn Jahre lang eine Gang in Chicago und lernte viel über das Führen einer Organisation.
Im Herbst 1989 verirrt sich ein indischstämmiger Soziologiestudent mit Pferdeschwanz und Batik-T-Shirt in die “Robert Tayler Homes” in Chicago, Illinois. Sudhir Venkatesh ist getrieben von seinem Ehrgeiz, den Alltag der Armen und Ausgeschlossenen zu erforschen. Die “Robert Taylor Homes” sind das größte Wohnprojekt in den USA, ein Ort, an dem Frauen ihren Körper für weniger als 20 Dollar für eine Stunde Sex vermieten, die Hälfte der Jugendlichen Drogen handelt und nicht einer der Bewohner Steuern zahlt.
Hier will Venkatesh mit einem statistischen Fragebogen erfassen, wie es so ist, das Leben am unteren Ende der Gesellschaft. Und fällt gleich am ersten Tag der Gang in die Finger, die dort mit Drogen handelt:
Kaffeepausen bei der Arbeit sind wichtig, sagen Betriebspsychologen und Ärzte. Meiner Erfahrung nach helfen sie vor allem auch dabei, ein Team produktiv und effizient zu machen.
Kosteneinsparungen und Effizienzpotenziale sind in vielen Firmen zur Zeit en vogue. Mein Beitrag dazu ist ein ganz humaner Vorschlag: Die obligatorische Team-Kaffeepause. Die nämlich ist ein häufig unterschätzter Kommunikationskanal und ein wirksames und kostengünstiges Instrument zur Teamentwicklung. Zwei Voraussetzungen sind dazu notwendig, die zunächst etwas anachronistisch anmuten.
Erstens: Die Kaffeepause ist für alle Teammitglieder obligatorisch. Einzig Krankheit oder wichtige Meetings werden als Entschuldigung für Abwesenheit akzeptiert. Und zweitens: Sie findet zu fixen Zeiten statt, vormittags und nachmittags. Ich weiß, in Zeiten von Starbucks und On-the-go-Warmhalte-Tassen wirkt das seltsam, es ist aber unabdingbar. Dafür erntet man zu Beginn schräge Blicke, teilweise müssen neue Teamkollegen extra dazu motiviert werden. Aber es lohnt sich und wird sich nach kurzer Zeit verselbständigen: Zum Start der obligatorischen Kaffeepause braucht es etwas Druck und Werbung, nach zwei Monaten wird sie nicht mehr wegzudenken sein.
Aus dem Parkinsonschen Gesetz lässt sich Wichtiges für den Arbeitsalltag lernen: Termine für delegierte Aufgaben sollte man so knapp wie möglich ansetzen. Neue Mitarbeiter nicht vorsorglich einstellen. Und Meetings ganz genau planen.
Cyril Northcote Parkinson war ein britischer Marinehistoriker und Publizist, der der Nachwelt mehr als 60 Bücher hinterlassen hat. Das bekannteste ist sicherlich Das Parkinsonsche Gesetz, eine Sammlung von Essays aus den 50er Jahren (das eigentliche Essay zum Parkinsonschen Gesetz, 1955 im “Economist” erschienen, ist als englischsprachiges PDF online).
Das Parkinsonsche Gesetz trug ihm den Ruf ein, einer der bedeutendsten Forscher seiner Zeit auf dem Gebiet der öffentlichen Verwaltung zu sein.
Worum geht es beim Parkinsonschen Gesetz?
Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht (Work expands so as to fill the time available for its completion).
In Diskussionen werden die Themen am ausführlichsten diskutiert, von denen die meisten Teilnehmer Ahnung haben (The matters most debated in a deliberative body tend to be the minor ones where everybody understands the issues).
Als Beispiel für das erste Postulat dient Parkinson eine alte Frau, die zum Schreiben einer Postkarte wahrscheinlich einen halben Tag benötigt (Postkartenauswahl, Text verfassen, Gang zum Briefkasten etc.) – während ein Manager das in drei Minuten hinter sich bringt.
Aus dem Parkinsonschen Gesetz können wir Einiges für die Organisation unserer Arbeit lernen:
Man kann sich nicht immer aussuchen, mit wem man zusammenarbeitet. Mal ist der Chef ein Choleriker, mal der Geschäftspartner arrogant, mal der Kollege aufdringlich und mal der Kunde eine Diva. Sieben Tipps dazu, wie man am besten mit solchen Menschen umgeht, den Kontakt aufs Nötigste beschränkt und dennoch höflich bleibt, gibt es bei lifehack.org:
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Die Kollegen von netzwertig.com haben mal aufgeschrieben, mit welchen Tools sie arbeiten – und wie sie ihnen helfen, produktiver zu werden. Alte Bekannte wie Evernote, Mindmeister und Instapaper sind auch dabei:
Passend dazu noch der Hinweis auf einen ganz ähnlichen Artikel, in dem ich beschrieben habe, mit welchen Tools wir hier bei Blogwerk kommunizieren und organisieren:
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Mit einem einzelnen unangenehmen Kollegen kann man sich noch gut arrangieren, wenn der Chef aber ein Tyrann ist, wird es schwierig. Jochen Mai hat 20 typische Verhaltensweisen böser Bosse gesammelt und rät zu externer Beratung, sollten einem fünf oder mehr dieser Punkte nur allzu bekannt vorkommen.
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Paul Reifferscheid, Journalist und «Terminkalender-Anhänger», und Kathrin Passig, Autorin und «Verfechterin von Disziplinlosigkeit», über GTD. » weiterlesen
«Schöner arbeiten, besser leben» ist unser Motto. Wir befassen uns mit all den großen Konzepten, kleinen Tricks und neuen Tools, die Euch produktiver machen. » weiterlesen