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Ein Psychiater erklärt, warum es gar kein Burnout gibt:
10 Thesen zu Stress und Überforderung

Die Überforderung des Menschen in der heutigen Arbeitswelt ist gegenwärtig ein heftig diskutiertes Thema. Burnout ist sogar als Ursache für Berufsunfähigkeit anerkannt. Nun sagt ein Psychiater: «Alles Quatsch» und gibt Tipps wie «Reden mit Oma».

Stress und Burnout sind in aller Munde und aus der gegenwärtigen Diskussion um Zeitmanagement und Work-Life-Balance nicht mehr wegzudenken. Es gibt ungezählte Bücher und Experten, die darüber Auskunft geben können. Als prominentes Beispiel hat Miriam Meckel ein Buch über dieses Thema geschrieben (mehr dazu hier und hier). Und es gibt, als Antithese sozusagen, sogar das «Boreout», also Stress durch Unterforderung. Heute würde vermutlich jeder sagen: Klar, Burnout ist eine ernstzunehmende Krankheit.

Ist Burnout eine Krankheit?

Das Landgericht München zumindest hat diese Haltung vertreten. 2006 erklärte es in einem Grundsatzurteil Burnout zum Fall für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Geklagt hatte ein Manager, dessen Versicherung zunächst nicht zahlen wollte und der nach dreijährigem Rechtsstreit schließlich Recht bekam. Psychische Erkrankungen und nervliche Belastungen gelten als eine der Hauptursachen für Berufsunfähigkeit. » weiterlesen

Wie man verhindert, dass einem Zeit gestohlen wird II/II:
Tipps für den Umgang mit zeitintensiven Kollegen

Notorisch schwätzende, nörgelnde oder schnell ausrastende Kollegen können einen immensen Zeitverlust verursachen. Wie gehen wir am besten mit ihnen um? Klarheit, Anerkennung und Gelassenheit sind die Eckpfeiler der Strategie.

Im ersten Teil meines Beitrags habe ich berichtet, wie ich persönlich Leuten entgehe, die mir zu viel von meiner kostbaren Zeit stehlen. Heute soll es darum gehen, wie man dieses Problem in Unternehmen, mit Mitarbeitern und Kollegen löst. Corinne Maier hat in ihrem Buch Die Entdeckung der Faulheit (Affiliate-Link) ziemlich zynisch folgenden Tipp gegeben:

Raus aus der Schusslinie

«Nehmen Sie niemals und unter keinen Umständen einen verantwortungsvollen Posten an…Wählen Sie… in den größten Unternehmen die überflüssigsten Stellen: Beratung, Gutachten, Forschung, Untersuchung. Je nutzloser Sie sind, umso weniger kann man Ihren ‘Beitrag zur Schöpfung von Reichtum im Unternehmen’ quantifizieren. Meiden Sie operative Posten wie die Pest. Ideal ist es, sich aufs Abstellgleis befördern zu lassen…»

Das klingt nun ziemlich allgemein, scheint allerdings die optimale Lösung, um den Zeitdieben zu entgehen: Man begibt sich einfach aus deren Schusslinie. Leider klappt das nicht immer. Was dann? Ein paar Tipps für den Umgang mit zeitintensiven Kollegen. » weiterlesen

Wie man verhindert, dass einem Zeit gestohlen wird I/II:
Der Zeitdieb profitiert von Deiner Höflichkeit

Wer kennt das nicht: Ständig wollen alle was von uns und stehlen uns kostbare Zeit. Verhindern kann das nur, wer auf Tunnelblick umstellt und uninteressante Anfragen radikal abblockt. Auch wenn einem dadurch auch mal eine spannende Gelegenheit oder sogar ein Auftrag entgehen kann.

Wir hatten es hier im Blog schon öfters davon, wie man mit zeitfressenden E-Mails umgeht (zum Beispiel hier, hier und hier). Darüber, welches Problem eigentlich dahinter steckt, wird hingegen selten gesprochen. Denn das Problem am Computer sitzt ja bekanntlich zwischen Rückenlehne und Tastatur, also im Kopf des Menschen, der da kommuniziert. Und das betrifft eben nicht nur E-Mails, sondern die gesamte Kommunikation.

Telefonate ohne Ziel und Zweck?

Ich muss nur daran denken, wie oft ich im Rahmen meiner Tätigkeit als Blogger um ein Telefonat gebeten werde, wofür es in der Regel keinen Grund gibt – außer dass mein Gegenüber glaubt, es könne mich am Telefon noch besser von seinem Standpunkt überzeugen. Vielleicht ist den Leuten auch gar nicht klar, was sie nun wirklich wollen, und sie tun sich dementsprechend schwer damit, ihr Anliegen kurz und prägnant in Worte zu fassen. » weiterlesen

Aufgabenverwaltung:
Mit dem arbeiten, was da ist

Tools zur Aufgabenverwaltung sind toll – können aber zum Zeitfresser werden: Zuviele Features, zu komplizierter Aufbau. Selbst ist die Frau: Karin Friedli hat sich ein System für die To Do’s gebaut – im E-Mail-Programm.

Gastautorin Karin Friedli arbeitet bei Blogwerk AG.

«Digitale Aufgabenverwaltungen haben einen Fehler – sie funktionieren nicht» stellte Thomas Mauch vor einiger Zeit an dieser Stelle fest. Und sprach mir damit aus der Seele. Wie ich endlich dauerhaft produktiv und organisiert wurde.

Ich habe sie natürlich ausprobiert: Remember The Milk, Workflowy, Things, Thinking Rock, Wunderlist, Orchestra, Teuxdeux und wie sie alle heissen. Fein säuberlich dokumentierte ich jeweils den Status Quo meiner Aufgaben und fasste gute Vorsätze, auf dass alles gut werde und mir die Arbeit leichter und organisierter von der Hand gehe. Und ich mochte sie, fast alle. Thinking Rock ist super durchdacht, Wunderlist ist irrsinnig hübsch, Remember The Milk hat coole Features. Allein, geholfen hat das nie auf Dauer. Ungezählte Anläufe und einige Jahre später war ich irgendwann letztes Jahr genau so weit wie zuvor.

Geholfen hat am Ende nur eins: gnadenloser Pragmatismus. Was hilft mir wirklich, mein Zeug zu erledigen? Und wie mache ich mir das so einfach wie nur irgend möglich?

Eine Applikation mehr ist mir eine zuviel

Ich benutze heute keine zusätzliche Aufgabenverwaltung mehr, sondern nur noch meinen E-Mail-Account (ich arbeite mit Google Apps, aber man kann sich das mit jedem anderen Webmail oder Client einrichten). Meine Inbox wird bei jeder Kontrolle vollständig geleert nach den folgenden Kriterien: » weiterlesen

Konflikte vermeiden verringert die Produktivität:
Schwindeln tötet Effizienz

Ehrlichkeit währt vermutlich nicht nur am längsten, sie macht auch produktiv. Effektives Zusammenarbeiten profitiert von Direktheit und Offenheit.

Das soll nun kein moralinsauerer Artikel werden über ethische Verantwortung und die Pflicht, die Wahrheit zu sagen. Tatsächlich bin auch ich, bei aller Wahrheitsliebe, mittlerweile davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft ohne die kleinen Notlügen, die unser zwischenmenschliches Miteinander angenehmer gestalten, wahrscheinlich nicht funktionieren würde. Denkt Euch mal, Ihr würdet die Leute morgesn mit einem: «Mensch siehst du heute wieder daneben aus, wohl die ganze Nacht gesoffen.» begrüßen, statt einfach freundlich zu sagen «Das Kleid steht dir aber gut». Was glaubt Ihr , was passieren würde? Eben!

Schwindeln tötet Effizienz

Tatsächlich will ich auf einen ganz anderen Aspekt aufmerksam machen: Darauf, wie die Produktivität unter den großen und kleinen zwischenmenschlichen Flunkereien leidet – und dass das Schwindeln im Hinblick auf die Produktivität auch zu einem großen Problem werden kann. Das habe ich kürzlich gerade mal wieder am eigenen Leib erfahren. » weiterlesen

Any.Do:
Task Manager aus der Android Welt

Any.DO ist ein simpler und kostenloser Task Manager für Android-Geräte. Inzwischen wurde das Produktangebot um eine iOS-Version und ein Chrome-Plugin erweitert.

von Michael Hadorn, Software-Entwickler bei unserem Verlag, der Blogwerk AG.

Any.DO zu nutzen gehört inzwischen zu meinem gewohnten Tagesablauf, privat wie auch bei der Arbeit. Seit ca. 4 Monaten verwende ich Any.DO auf meinem Android Gerät (Samsung Galaxy Nexus) und seit ungefähr einem Monat gibt’s auch ein Chrome Plugin, so dass die Tasks direkt am Computer verwaltet werden können. Es gibt’s übrigens auch für die Apple-Smartphone-Welt eine Version für iOS. » weiterlesen

Erreichbar, verfügbar oder zeitsouverän:
Handy und E-Mails –
abschalten oder nicht?

Unser Hirn kann mit Unerledigtem nicht umgehen. Ständige Erreichbarkeit stört deshalb die Konzentration und die Produktivität.

Über Miriam Meckels Glück der Unerreichbarkeit hatte ich gerade geschrieben, um dann kürzlich auf Zeit Online genau zu diesem Thema interviewt zu werden. Meine These dabei: Man muss gar nicht immer erreichbar sein, sondern kann Handy oder Laptop mit gutem Gewissen auch mal abschalten.

Immer erreichbar, aber nicht verfügbar?

Nun machte mich Leser «Lumpenhund» in seinen Kommentaren auf einen interessanten Aspekt aufmerksam: Es gibt einen Unterschied zwischen Verfügbarkeit und Erreichbarkeit. Lumpenhund schrieb dazu:

«Ein häufiges Problem beim Thema Zeitmanagement ist die mangelnde Unterscheidung zwischen Erreichbarkeit und Verfügbarkeit. Das ist eine ganz zentrale Fragestellung für die eigene Zeitsouveränität.
Ich bin immer erreichbar, entweder per E-Mail oder auf meinem AB. Und wenn jemand eine Nachricht hinterlässt, die ich als sehr dringlich einstufe, melde ich mich auch schnell.
Aber ich bin eben nicht immer verfügbar. Keiner kann von mir erwarten, dass ich sofort springe, wenn er pfeift. Ich entscheide schon ganz gerne selbe, auf welchen Platz meiner Prioritätenliste das Anliegen einer anderen Person kommt.»

Ich habe ihm in meiner Antwort grundsätzlich recht gegeben – schließlich sind wir tatsächlich frei, einfach nicht zu reagieren. Und doch dürfte diese Unterscheidung für viele Menschen reine Theorie sein. Denn die Praxis sieht leider so aus: Wenn wir eine E-Mail bekommen, wollen wir antworten. Wenn das Telefon klingelt, wollen wir abnehmen. Aber warum ist das so? » weiterlesen

Miriam Meckel und ihr Glück der Unerreichbarkeit II/II:
Was tun gegen Burnout?

Burnout-Situationen können verhindert werden – bedingen aber eine Änderung unseres Verhaltens. Konkrete Massnahmen dafür können überraschend einfach sein.

Im ersten Teil des Beitrags ging es um Miriam Meckel und ihre Versklavung durch die moderne Technik, die sie in ihrem Buch Das Glück der Unerreichbarkeit (Affiliate-Link) beschreibt. Doch beim Lesen von Meckels Buch scheint immer wieder durch, dass das eigentliche Problem nicht die Technik, sondern vor allem unser Umgang mit ihr ist: Denn vereinfacht gesagt ist das Grunddilemma unser Wunsch nach Liebe, gesellschaftlicher Anerkennung und Erfolg.

Burnout aus Angst vor dem Unbeliebtsein?

Sarina Pfauth hat Meckels Problem in der Süddeutschen Zeitung treffend analysiert:

Wie kann sich jemand überhaupt nach einem Burn-out zurückziehen, wenn er zuvor in einem solchen Geschwindigkeitsrausch gelebt hat? … Will so jemand in die offensichtliche Bedeutungslosigkeit eines kleinbürgerlichen Lebens verschwinden? Nein. Will Goldmund nicht mehr Narziss sein? Nein.

Und Meckel gibt das in einem Spiegel-Interview, das sie später nach ihrem Burnout – und nach Erscheinen eines weiteren Buches zum Thema – gab, selbst zu:

Ein Burnout entsteht ja auch dadurch, dass Sie dauernd alles schlucken und niemanden verletzen wollen, dass man anderen ständig erlaubt, in einen einzugreifen.

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Miriam Meckel und ihr Glück der Unerreichbarkeit I/II:
Wie entsteht Burnout?

Unsere heutige Arbeits- und Lebenswelt verlangt einiges von uns ab. Technologie wirkt dabei nicht immer nur unterstützend, sondern macht viele von uns auch zu Getriebenen.

Wer den Lebenslauf von Miriam Meckle liest, der wundert sich nicht, dass sie an Burnout erkrankte: Zunächst Journalistin, im Jahr 1999 jüngste Lehrstuhlinhaberin Deutschlands, 2001 Staatssekretärin und Regierungssprecherin von Nordrhein-Westfalen, heute Professorin und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen.

Burnout – nicht nur für Promis

Doch Burnout überfällt nicht nur besonders erfolgreiche Promis: Nach Untersuchungen deutscher Betriebskrankenkassen ist jeder zweite Arbeitnehmer in unserem Land von Burnout bedroht. Burnout ist ein Prozess, der sich über Wochen und Monate, manchmal über Jahre hin erstreckt und durch Dauerstress ausgelöst wird. Alleinerziehende Mütter mit Vielfachbelastung, Selbständige ohne die Möglichkeit, zu delegieren oder Hausfrauen, die Familie, Haushalt, Kinder und womöglich die Pflege der Eltern managen, dürften mindestens in gleichem Maße bedroht sein wie erfolgreiche Manager oder Prominente wie Miriam Meckel. Burnout trifft die Fleißigen. Die, die brennen für das, was sie tun. Denn, nur wer gebrannt hat, kann ausbrennen.

Ein Faktor aber, der in den letzten Jahren zunehemend aktuell wird, ist die Überforderung durch die moderne Technik und das Gefühl, ständig und rund um die Uhr auf Abruf bereit stehen zu müssen. Hier noch eine E-Mail, da noch ein Tweet, da eine SMS. Ständig hat man das Gefühl, antworten und kommunizieren zu müssen. Und die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen immer mehr. » weiterlesen

Firmenlenker und Startup-Gründer:
Das verzerrte Bild von
Arbeitszeit und Erfolg

Dass mit Marissa Mayer eine schwangere Frau den Chefsessel eines börsennotierten Konzerns erklimmt, sorgt für viel Diskussionsstoff. Doch würde im öffentlichen Bewusstsein Erfolg nicht mit langen Arbeitszeiten gleichgesetzt werden, gäbe es diese Debatte nicht.

Eine schwangere Frau wird Chefin eines Fortune-500-Unternehmens? Im deutschsprachigen Raum wäre dies unvorstellbar.” So oder ähnlich fielen am Dienstag vielerorts die Reaktionen auf die Berufung von Google-Managerin Marissa Mayer als CEO von Yahoo aus. In dieser Woche begann die 37-Jährige ihre Tätigkeit bei dem angeschlagenen US-Internetkonzern, im Oktober soll ihr erstes Kind auf die Welt kommen.

Gerade wir Deutschen neigen traditionell zu einem selbstkritischen Blick, weshalb das Fazit, hierzulande wäre eine derartige Personalie zumindest bei großen Konzernen mit akutem Handlungsdruck ein Ding der Unmöglichkeit, nahe liegt. Doch was dabei nicht unter den Tisch fallen sollte: Natürlich ist die Causa Mayer auch in den USA ein Novum und Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Das Wall Street Journal debattiert, inwieweit Mayers Schwangerschaft ihre Führungsfähigkeiten beeinträchtigen wird, TechCrunch-Autorin Sarah Perez sorgt sich darum, dass Mayers Plan, nach der Geburt sofort an ihren Schreibtisch zurückzukehren, andere werdende Mütter unter Druck setzt, und Forbes untersucht, welche rechtlichen Aspekte bei der Bekanntmachung der Schwangerschaft des CEO eines börsennotierten Unternehmens zu beachten sind.

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