149 Artikel in der Kategorie Zeitmanagement auf imgriff.com.

Am Wochenende:
Morgenroutine entwickeln

Das zweite Projekt fürs Wochenende: Diesmal geht es darum, eine Routine für den Morgen zu entwickeln. Das kann am Wochenende leichter sein, durchgehalten wird dann ab Montag – oder auch ab Mittwoch, dem 1. August, wenn man eher mit symbolischen Zeitpunkte arbeiten möchte.

Damit es nicht so schwerfällt, hilft es, sich die neue Routine nur für die nächsten zehn Tage vorzunehmen. Hat man die erstmal geschafft, kann man leichter die nächsten zehn Tage dranhängen.

Ein paar Anregungen für die Morgenroutine:

  • Früher aufstehen, wacher sein. Das muss nicht zwingend 5:30 Uhr heißen, sondern einfach: Früher als sonst; früher als es nötig wäre, um pünktlich zur Arbeit zu kommen. 30 Minuten früher zum Beispiel wirken wie ein Wunder im Gegensatz zum Stress, der üblicherweise die Zeit zwischen Aus-dem-Bett-quälen und Ins-Auto-(U-Bahn, Bus, …)-quälen füllt.
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Nur elf Minuten

Und noch ‘ne Studie: Eine Wissenschaftlerin hat bei einer Beobachtung in zwei “Hightech-Firmen” herausgefunden, dass sich die Mitarbeiter dort durchschnittlich nur 11 Minuten am Stück ein und derselben Aufgabe widmen können, bevor sie durch Mails, Anrufe, Kollegen oder ähnlichen Terror unterbrochen werden.

Das schreibt Spiegel Online und bezieht sich dabei auf einen Artikel der New York Times. Wenn man bedenkt, dass es eine knappe Viertelstunde braucht, bis man nach einer Ablenkung wieder mit voller Konzentration weiterarbeitet, überraschen einen auch nicht mehr die jährlich fast 590 Milliarden Dollar, die die hilflosen Multitasking-Versuche in Amerika laut Untersuchungen kosten. Eine ganze Forschungsdiziplin sei darum entstanden, heißt es bei Spiegel Online, die “Interruption Science”.

Na schön, gegen klopfende Kollegen kann man sich nicht immer wehren (außer man nutzt eher unkollegiale Kopfhörer-Tricks) – aber im Kampf gegen nervende Kommunikationstechnik gibt es doch bewährte Waffen: Abbestellen, ausblenden, abstufen, auf Info-Diät gehen. Ja, lesen die denn kein imgriff.com lifehacker.com, die Interruption Scientists?

» Hier entlang zum SpOn-Artikel mit einer halbinformativen Grafik und perfiden Ablenkungslinks mitten im Text. Und das hier dürfte übrigens der New-York-Times-Artikel sein, in dem es um die Wissenschaftlerin Gloria Mark und ihre Studie geht (nur nach Registrierung lesbar). Der Artikel ist vom 16. Oktober 2005. Die Spiegel-Autorin wurde offenbar ganz schön oft abgelenkt und unterbrochen beim Schreiben …

Wählen sie 1 für Mensch

gethumanEin neuer Computer, ein neues Handy, ein neues Technikspielzeug. Damit ist es ja immer so eine Sache. Einerseits macht die Neuanschaffung viel Freude, andererseits benötigt man viel Zeit und Nerven, wenn einmal etwas nicht klappt und man auf die Hilfe des Kundendienstes angewiesen ist.

Ich zum Beispiel habe mich bei meinem alten Arbeitgeber fünf Monate lang mit dem Medion-Support wegen eines kaputten Laptops herumgeschlagen. Es gibt nun wirklich produktivere Tätigkeiten, als in der Warteschleife einer Telefonhotline Kenny G zuzuhören. Oftmals ist es auch so, dass, wenn man endlich einmal einen “Call Center Agent” (so nennt man diesen Beruf wohl) am Telefon hat, dieser einem auch nicht wirklich weiterhelfen kann (“Ich erstelle rasch ein internes Ticket, sie hören wieder von uns”).

Der Unternehmer Paul English hatte irgendwann mal genug von Kundendienst-Mitarbeitern, die ihn schlecht behandeln, und hat deshalb die gethuman-Bewegung gegründet. Erklärtes Ziel dieser Bewegung: Kunden sollen mit mehr Würde und Respekt bedient werden. Einerseits gibt gethuman genervten Kunden verschiedene Tipps, andererseits führen sie auf der Website eine Datenbank, in der beschrieben wird, wie man bei 500 Hotlines US-amerikanischer Firmen am schnellsten einen echten Menschen an die Strippe kriegt (so oft wie möglich die 0 zu drücken, scheint in vielen Fällen zum Erfolg zu führen).

Wenn es so etwas nur für den deutschsprachigen Raum gäbe …

» gethuman.com

Ein produktiver Autor – Lesetipp

Leo von zen habits ist einer der produktivsten Autoren der amerikanischen Produktivitätsblogosphäre. Er schreibt jeden Tag für sein eigenes Blog, produziert pro Woche ca. sieben Artikel für andere Blogs und macht das alles neben seinem Vollzeitjob. Nicht zu vergessen seine Frau und seine sechs Kinder.

Nun hat Leo in zwei Artikeln verraten, wie er das alles geregelt bekommt:

Der Produktivitäts-Navigator

Eine weitere Sammlung von Tipps zum Thema Produktivität hat vor wenigen Tagen Marc Andreessen veröffentlicht, ehemals einer der Gründer von Netscape. Unter anderem geht es auch ums frühe – oder besser gesagt: richtige – Aufstehen.

Netscape? Die Älteren unter uns werden sich erinnern: Der Browser Mosaic und sein Nachfolger Netscape Navigator, der Browserkrieg, die Zeitrechnung vor Google Geburt. Den Navigator findet man heute nur noch auf einigen vergessenen Rechnern in Universitäts-Rechenzentren, solchen, bei denen man dann auch vergeblich den USB-Anschluss für die Präsentation sucht.

Marc Andreessen jedenfalls, einer der Gründer von Netscape und ehemaliges Internet-Wunderkind, hat ein brandneues Blog und damit auch gleich einen Hit gelandet: The Pmarca Guide to Personal Productivity. 13 Tipps, sein persönliches Set an Produktivitätstipps, das sicher nicht für jeden funktionieren wird. Das sieht man schon am allerersten Tipp:

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Der Morgen danach

Warum Nachtarbeiter weniger produktiv sind und Frühaufstehen nichts mit einer Uhrzeit zu tun hat

Dieser Artikel führt den Artikel ?Wie man Frühaufsteher wird? weiter.

morningIch bin fasziniert von eurer Resonanz auf den Artikel zum Frühaufstehen. Das Thema scheint viele sehr zu interessieren. Die einen fühlen sich motiviert, es neu anzugehen. Andere fühlen sich angegriffen, weil sie selbst nur schwer morgens aus dem Bett kommen. Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Frühaufstehen nun etwas mit den Genen oder doch mehr mit Disziplin zu tun hat.

Hier sind einige persönliche Gedanken von mir zu diesem Thema, die zum Teil auf Kommentare eingehen und zum anderen die Sache noch einmal etwas grundsätzlicher betrachten:

Die zentrale Frage, die bei dem Thema immer wieder auftaucht, ist, wie sehr Frühaufstehen etwas mit Veranlagung oder mit Disziplin zu tun hat. Ich glaube, dass der Grad da sehr schmal ist. Ich selbst z.B. habe lange gedacht, dass bei mir nichts geht, wenn ich vor 8 Uhr aufstehe. Das war meine Schlüsselzeit. Heute habe ich wenig Probleme um 5:30 Uhr aufzustehen. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht andere gibt, bei denen es tatsächlich so ist, dass sie praktisch unmöglich vor einer bestimmten Uhrzeit fit sind.
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Kurzfristig produktiv

Mit diesen 20 Tipps holt man auch aus kurzen Zeiträumen, die plötzlich frei werden, das beste heraus.

Es soll sie ja geben, diese Tage an denen man weniger zu tun hat und keine Aufgabe ansteht. Plötzlich sieht man sich mit zwei Stunden freier Zeit konfrontiert und weiß nicht, was man damit machen soll. Der heiße imgriff-Tipp: Spaß haben, sich in die Sonne legen, mit Freunden einen Kaffee trinken gehen oder einfach nichts tun.

Dann gibt es aber auch kurze Zeiten so zwischen fünf und 20 Minuten, die plötzlich frei werden. Z.B. wenn ein Termin ausfällt, das Flugzeug Verspätung hat oder man sonstwie warten muss. Lifehack.org hat 20 Möglichkeiten zusammengestellt, wie man diese kurzen Zeiten produktiv nutzen kann:

  • Lesen. Ich lese ungern längere Artikel am Rechner und drucke sie mir deswegen aus. So habe ich immer eine Mappe mit Artikeln dabei und kann die bei Bedarf hervorholen.

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Mehr zu T4HWW

Wie erwartet ist die Produktivitätsblogosphäre voll mit Artikeln über Tim Ferriss? The 4-Hour Workweek. Hier sind einige Links:

  • * LifeDev: Interview mit Tim Ferriss
  • * LikeItMatters: Audio-Interview mit Tim Ferriss
  • * WebWorkerDaily: Ausgewogenerer Artikel zum Buch (Ferriss meldet sich in den Kommentaren zu Wort)
  • * Unclutterer: Artikel über Ferriss? Ideen zum Entrümpeln
  • * Problogger (Part 1 & 2): Ausführliches Interview mit Fokus auf den Prozess des Buchschreibens

Johannes Kleske ist freier Webworker und lebt in Karlsruhe. Er wartet noch immer auf Amazon, um das Buch endlich selbst zu lesen.

The 4-Hour Workweek:
Der nächste Produktivitätshype

Ja, ganz richtig gelesen, da oben steht “The 4-Hour Workweek” (T4HWW), zu deutsch: Die 4-Stunden-Arbeitswoche. Das ist der Titel eines Buches von Timothy Ferriss, das heute erscheint und schon bald in allen Diskussionen in der Produktivitätsszene und darüber hinaus auftauchen wird.

Ferriss stellt in dem Buch radikale Ideen und Thesen zur Vereinfachung des Lebens auf und präsentiert einen Ansatz, den er Lifestyledesign nennt. Grundsätzlich geht es ihm darum, aus dem scheinbar vorgegebenen Lebensverlauf von Arbeit und Rente auszusteigen und nicht bis zum Ruhestand zu warten, um all die Dinge zu tun, die man wirklich tun will.

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