474 Artikel in der Kategorie Organisation auf imgriff.com.
Frauen und Mütter in Führungspositionen; die Vereinbarkeit von Kind und Karriere ist etwas, an dem sich in Deutschland nach wie vor die Geister scheiden. Die ehemalige isländische Staatschefin Vigdís Finnbogadóttir war 16 Jahre lang im Amt und alleinerziehende Mutter. Ihr Tipp: Selbstbewusstsein und Organisation.
Im März habe ich auf der ITB die ehemalige isländische Staatschefin Vigdís Finnbogadóttir interviewt. Sie war 1980 nicht nur weltweit die erste Frau, die demokratisch in ein solches Amt gewählt wurde – sie war auch allein erziehende Mutter. Klar, dass ich bei unserem Gespräch auch genau diese Frage spannend fand, die gerade in Deutschland immer wieder für Diskussionen sorgt: Wie bekommt man Kind und Karriere unter einen Hut?
Die Antwort war einfach – und auf den ersten Blick ein wenig unbefriedigend: «Organisation» sagte Vigdís Finnbogadóttir, und: «Ich habe mir Hilfe gesucht». Unbefriedigend deshalb, weil das aus dem Mund einer Staatschefin einfach klingt. Svenja Hofert hat letztes Jahr in einem sehr treffenden Artikel analysiert, warum Frauen wie zum Beispiel Marissa Mayer – deren Anti-Home-Office-Attitüde wir hier ausgiebig diskutiert haben – kein Rollenvorbild sind: Weil sie Geld haben und sich daher auch genug Hilfe leisten können. » weiterlesen
Vor ungefähr einem Jahr habe ich hier auf imgriff.com über die Eisenhower-Methode fürs Aufgabenmanagement geschrieben. In den Kommentaren habe ich anschliessend mit einigen Lesern darüber nachgedacht, ob wir die Methode mit Crowdfunding zu einer App machen könnten. Mittlerweile ist unabhängig von unserer Idee eine Eisenhower-App fürs iOS erschienen. Ich habe sie getestet.
Wie Du eisenhowerst
Das Eisenhower-Diagramm beruht auf der Erkenntnis, dass Aufgaben dringend und/oder wichtig, unwichtig und/oder nicht dringend sind. Demzufolge hat das Eisenhower-Diagramm zwei Achsen (wichtig/unwichtig und dringend/nicht dringend), aus denen sich vier Quadranten ergeben. In diese vier Quadranten lassen sich all Deine Aufgaben einordnen, und sofort weisst Du, wie Du damit umgehen musst:
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wichtig UND dringend – Quadrant 1: Sofort selber erledigen (anders gesagt: Deine To-Do-Liste für heute)
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wichtig, aber nicht dringend – Quadrant 2: Entscheide, wann Du diese Aufgaben als Nächstes erledigen wirst
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unwichtig, aber dringend – Quadrant 3: Aufgaben, die Du delegieren solltest (falls möglich)
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unwichtig, nicht dringend – Quadrant 4: direkt in die Tonne damit » weiterlesen
Wer immer eine gute Ausrede parat haben möchte, warum er seine Arbeit nicht gebacken kriegt, sollte sein Büro so unproduktiv und chaotisch wie möglich einrichten. Dieser zweite Teil des Beitrages gibt konkrete und praktische Tipps.
Du bist unproduktiv aus Überzeugung? Du möchtest der Welt beweisen, dass Du täglich heldenhaft darum kämpfst, die Dinge auf die Reihe zu kriegen, aber alles hat sich gegen Dich verschworen und Du schaffst es einfach nicht? Wo und wie Du auch immer arbeitest: Du solltest dir einige Arbeitsmittel anschaffen bzw. Systeme verwenden, die Dich bei der optimalen Arbeitsverweigerung und bei deiner Desorganisation aufs Trefflichste unterstützen. » weiterlesen
Ein kostenloses, genial einfach zu bedienendes Collaboration Tool, mit dem man Projekte effizient führt, und dank dem alle Beteiligten ihre Aufgaben, Dokumente usw. mit links im Griff behalten? Ja, aber…
«Nächste Woche wird mein Kollege Marcel Widmer Euch an dieser Stelle Anwendungsbeispiele für Trello präsentieren», kündigte Patrick Mollet am Freitag in seinem Blogpost über Trello an.
Was vielversprechend klingt, war weit schwieriger, als ich mir das ursprünglich gedacht habe: Einen Blogartikel schreiben über ein Tool, das einem – wie die Praxis zeigt – nicht besonders liegt, ist eine Herausforderung. Aber auch eine Chance, Pros und Contras wohlwollend-kritisch aufzuzeigen.
Vor- und Nachteile
Um es vorweg zu nehmen: Ich glaube nicht daran, dass die mittlerweile über 1 Million User von Trello längerfristig mit dem Tool arbeiten werden. Denn aus meiner Sicht überwiegen die Nachteile. » weiterlesen
Die moderne Industriegesellschaft hat eine wahres Komplexitätsmonstrum geschaffen. Mit der Digitalisierung ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um Simplizität in den Mittelpunkt zu stellen.
Die wachsende Zahl digitaler Nomaden – Menschen, die ortsunabhängig arbeiten und leben – schätzt einen minimalistischen, simplistischen Lebensstil schon länger. Je mehr materielle und immaterielle Verpflichtungen mit dem aktuellen Schaffensort verknüpft sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser nicht verlassen werden kann.
Doch das Streben nach Simplizität ist nicht mehr nur etwas für junge oder junggebliebene «Informationsarbeiter» auf Welterkundungstour. Nicht zuletzt seit Apple mit iPhone und iOS gezeigt hat, wie die Reduzierung um unnötigen Ballast und komplizierte Eigenschaften eine Produktkategorie von einem Nischenphänomen in ein globales Mainstreamereignis mit weitreichenden Folgen verwandeln kann, steht die konsequente Vereinfachung zunehmend im Fokus vieler Unternehmen sowie Individuen.
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Bild: stock.xchng/gerard79
Seit Marissa Mayers Anti-Home-Office-Offensive wird heftig darüber diskutiert, ob man besser zu Hause oder im Büro arbeitet. Dabei haben wir einen Aspekt bisher sträflich vernachlässigt: Auch die Einrichtung des Arbeitsplatzes spielt eine wichtige Rolle für die Organisation. Gesetzt den Fall, die Yahoo-Mitarbeiter wären zu Hause wirklich untätig gewesen – sie hätten garantiert die folgenden Tipps beherzigt.
Studien zufolge macht ein Großteil der Mitarbeiter in Unternehmen nur noch Dienst nach Vorschrift. Unproduktivität nach Plan also auch im Home Office? Dem findigen Prokrastinierer bieten sich da allerlei Möglichkeiten.
Vielleicht kennst Du den alten Spruch: Wer seine Buchhaltung im Griff hat, hat auch seine Firma im Griff! Diese Aussage lässt sich umkehren: Wer im Job garantiert nichts gebacken kriegten möchte, sollte schön dafür sorgen, dass er den Überblick über Termine, Adressen, Kunden, Projekte, die Finanzen und die Buchhaltung verliert. Dann hat er auch immer gleich die passende Ausrede parat, warum er immer noch nicht fertig ist mit dem Auftrag. » weiterlesen
Was in Unternehmen längst Alltag ist, mag im privaten Bereich auf den ersten Blick vielleicht noch etwas sonderbar scheinen: das Abstimmen und Teilen von elektronischen Kalendern. Wie wir das in meiner Familie lösen und wie einfach das geht? Ein Praxisbericht.
Sobald mehrere Personen bei der Festlegung von Terminen involviert sind und der Abstimmungsbedarf zunimmt, helfen elektronische, synchronisierte Kalender enorm. Das gilt für Projektteams und Abteilungen in Unternehmen genauso wie für Organisationen und Gruppen im öffentlichen oder privaten Bereich.
Dieses System lässt sich auch ausgezeichnet in Familien nutzen. Dabei geht es – anders als in Unternehmen – nicht darum, gemeinsame Termine der Familienmitglieder untereinander festzulegen (das schaffen wir zum Glück noch immer ohne Planung), sondern die Termine ausserhalb der Familie auf jene der anderen Familienmitglieder abzustimmen.
Meine Familie musste lange mit den Nachteilen von Zeitplanbuch, Wandkalender & Co. leben. Bis wir eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Lösung gewagt haben. » weiterlesen
Was hat Extremsport mit dem Job zu tun? Viel! Denn bei beidem hat man Angst, die man überwinden muss. Und das setzt am Ende oft ungeahnte Produktivkräfte frei. So ging es mir jedenfalls, als ich vergangenen Sommer Canyoning machte. Um meine Erfahrungen dabei geht es heute.
Vergangenen Sommer habe ich in Baie-Saint-Paul in der kanadischen Provinz Quebec Canoyning gemacht. Wikipedia schreibt über Canyoning, dass es das Begehen einer Schlucht von oben nach unten sei. Das ist eine heftige Untertreibung: De facto kletterten wir, gesichert durch ein Seil, einen Felsen hinunter, über den ein Wasserfall floß. Erschwert wird die Klettertour dadurch, dass man den Felsen unter dem Wasser nicht sieht, dass die Steine glitschig sind – und dass natürlich ständig Wasser von oben kommt.
Um es kurz zu machen: Ich hatte Angst. Ich bin kein Extremsportler, nicht mal sonderlich sportlich. Ich wandere gerne, fahre Kajak und jogge neuerdings, aber geklettert war ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie. Freiwillig hätte ich das wohl nicht gemacht, allerdings war ich auf Pressereise und es gehörte zum Programm, also dachte ich «Sei kein Frosch». » weiterlesen
Schnelllesen, eine obskure Technik? Oder muss man dafür ein Genie sein? Weder noch. Unser Gehirn liefert alle Voraussetzungen, um ungefähr doppelt so schnell zu lesen, wie wir uns gewohnt sind. Wenn wir erst begreifen, was uns bremst, und dann regelmässig trainieren, steht uns diese praktische Fertigkeit offen.
«Speed Reading» ist eine Schnelllese-Technik. Mit ihr schafft man es, überdurchschnittlich schnell zu lesen, ohne beim Textverständnis Abstriche zu machen.
Kernstück des Schnelllesens: Mehrere Wörter werden als Sinngruppe zusammengefasst, als Block gelesen und verstanden. Das erhöht logischerweise das Lesetempo. Und führt dazu, dass wir den Inhalt des Textes besser verstehen, weil zu langsames Lesen das Textverständnis schädigt – wir erinnern uns an die Schulzeit, als wir lesen lernten. » weiterlesen
Nachdem wir letzte Woche mit Mailstrom eine Sortierhilfe für die Inbox vorgestellt haben, ist heute Cloze an der Reihe: Cloze verwendet einen Algorithmus, um E-Mails und Interaktionen auf Social Networks zu analysieren und in einem intelligenten Feed darzustellen. Was die App alles ermittelt, ist faszinierend – und erschreckend zugleich.
Aktuell gibt’s einen regelrechten Hype um Apps und Tools, die bei der Bewältigung der Mailflut behilflich sein wollen. Bekanntestes Beispiel ist die Mailbox-App, welche diese Woche für 50-100 Millionen Dollar (je nach Quelle) von Dropbox gekauft wurde. Cloze geht noch einen Schritt weiter: Das Tool integriert zusätzlich die Feeds von Facebook, Twitter sowie LinkedIn und will dem User die Kontrolle über die verschiedenen News-Quellen zurückgeben.
Der Cloze Score
Nach dem Login kann man mehrere Mail-Accounts hinzufügen und Cloze den Zugriff auf Facebook, Twitter und LinkedIn erlauben. Bei mir wurden 21’785 Nachrichten (seit 2009) indexiert und analysiert, 5’201 Kontakte importiert und 72 «Key People» identifiziert. » weiterlesen