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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Stimmt, aber manchmal versuchen wir, Unangenehmes so lange aufzuschieben, bis es sich von alleine erledigt. Wir haben eine Methode und zehn Tipps gegen die «Aufschieberitis».
Aufschieben ist durchaus normal. Wer hat noch nie beim Wecker auf den Snooze-Knopf gedrückt, um das lästige Aufstehen wenigstens für ein paar Minuten aufzuschieben?
Problematisch wird das Aufschieben nur dann, wenn man regelmäßig und ständig aufschiebt. Diese «Aufschieberitis», die man dann Prokrastination nennt, kann viele Gründe haben und auch eine Strategie gegen eine (vermeintliche) Blamage oder gegen Kritik sein oder tieferliegende Ursachen haben:
- Negative Bewertung: Dinge werden nicht nur registriert, sondern regelmäßig negativ bewertet («Das ist mir zu viel», «Das schaffe ich nicht», «Das habe ich nicht verdient»). Unangenehmes wird so zu Unerträglichem oder Unmöglichem.
- Motivationslosigkeit/Unlust
- Angst: Angst vor Versagen, vor Ablehnung – aber auch Angst vor Erfolg.
- Perfektionismus
- Selbstwertstörung
Schnell kann man in einen Teufelskreis geraten: Aus Perfektionismus oder Versagensangst schiebt man auf. Darauf folgt die Selbstkritik und häufig auch ein Selbstwertverlust. Man setzt sich einem noch größeren Druck aus, was zu noch mehr Versagensangst und damit wieder zu Aufschieben führt.
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A propos “intelligentes Lesen“: Acht Gründe dafür, dass auch das Lesen von Belletristik nicht nur schön, sondern auch nützlich sein kann, hat Ali Hale im Blog “Dumb Little Man” aufgeführt. Vier davon helfen dabei, Fähigkeiten zu entwickeln, die einen beruflich weiterbringen, vier weitere beziehen sich eher auf die private persönliche Entwicklung.
Eight Reasons to Read Fiction (dumblittleman.com)
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Leo Babauta, von dem wir schon “
Zen To Done” (ZTD) kennen, hat ein neues E-Book herausgebracht: The Essential Motivation Ebook, frei übersetzt also:
Alles, was Du über Motivation wissen musst. Wie schafft man es, genügend Energie zu finden, um seine Ziele zu erreichen oder die unangenehmen Dinge des Lebens zu erledigen? Das soll das Buch in 25 Kapiteln auf 112 Seiten vermitteln. Die einzelnen Kapitel sind durchgehend pointiert geschrieben und geben häufig sehr konkrete Tipps – Leo preist das Buch auch als guten Begleiter für die Zen-To-Done-Methode an, schließlich sei es viel einfacher, so ein Organisationssystem durchzuhalten, wenn man motiviert ist.
Eine Auswahl der Kapitel aus dem Inhaltsverzeichnis:
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Ortswechsel = Produktivität. Auf diese simple Formel kann man bringen, was Nico Luchsinger in seinem Blog beschreibt. Weil er bei seiner Abschlussarbeit nach Monaten in der Bibliothek nicht mehr weiterkam, seine Motivation für den immergleichen Tagesablauf auf dem Tiefpunkt war, beschloss er, für ein paar Tage lang den Ort zu wechseln. Eine Woche im Schweizer Bergort Filzbach wirkte Wunder: Das Lesen und Schreiben hatte sich gegenüber den Wochen zuvor nicht verändert und ging doch wieder leicht von der Hand. Zur Nachahmung empfohlen:
» Changing places (halbluchs.posterous.com)
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Wer eine schlechte Gewohnheit loswerden oder eine neue, gute lernen will, der kann sich positiven Druck schaffen, indem er sein Vorhaben möglichst öffentlich verkündet. Soweit die Theorie und der oft gehörte Rat. Dass es in der Praxis aber möglicherweise ganz anders ausschaut, erklärt Derek Sivers in seinem Blog. Das Problem (von mehreren Studien bestätigt) sei, dass schon die Ankündigung guter Vorsätze und großer Pläne für ein so gutes Gefühl sorge, dass die Motivation, die Sache auch tatsächlich anzupacken, geringer wird.
Ich halte beide Theorien für plausibel. Hat einer von Euch diese – oder die gegenteilige – Erfahrung gemacht?
» Shut up! Announcing your plans makes you less motivated to accomplish them. (sivers.org, gefunden bei Lifehacker)
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Geld scheint ein guter Anreiz zu sein, etwas zu tun – wirkt aber meistens nicht langfristig, sondern motiviert nur für kurze Zeit.
Kennt Ihr die Geschichte über den alten Mann, der ständig von den Kindern geärgert wurde? Das ging ihm natürlich bald auf die Nerven, aber er hatte eine gute Idee. Als ihn die Kinder das nächste Mal ärgerten, sagte er zu ihnen: “Wenn ihr morgen wiederkommt und mich ärgert, dann gebe ich jedem von euch 1 Euro.”
Natürlich kamen die Kinder am nächsten Tag erneut und ärgerten ihn nach allen Regeln der Kunst. Da sagte er zu ihnen: “Wenn ihr morgen wieder kommt und mich ärgert, dann gebe ich jedem von euch 50 Cent.” Auch am nächsten Tag standen die Kinder wieder da und nervten. Da sagte der Mann: “Wenn ihr morgen wiederkommt und mich ärgert, dann gebe ich jedem 20 Cent.” Die Kinder sahen sich an, überlegten kurz und meinten dann: “Nee, für so wenig Geld machen wir das nicht.” Und der Mann hatte seine Ruhe.
Eine schöne Geschichte, die zeigt, wie man Menschen demotivieren kann, und wie wenig Geld als Motivator wirkt. Rein rational hätten die Kinder den Mann natürlich weiter ärgern müssen. Immerhin hätten sie so ihr “Einkommen” steigern können. Glücklicherweise funktionieren wir aber nicht immer rein rational, sondern haben auch noch Werte, Einstellungen und einfach auch ein wenig Menschliches in uns.
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Vor ein paar Monaten habe ich über zehn Routinen geschrieben, die dabei helfen, erfolgreicher zu werden. Hier kommen sieben weitere Erfolgsgeheimnisse.
Die Routinen aus meiner ersten Liste sind sehr konkret, und Du kannst Du gleich umsetzen. Die heutige Liste ist eine Ergänzung dazu – sie ist eine Ebene höher angesiedelt und allgemeiner gehalten. Die Umsetzung liegt deshalb alleine bei Dir. Falls sie Dir gelingt, bist Du Deinem Erfolg ein gutes Stück nähergekommen.
- Bleib positiv: Ob Du denkst, Du kannst etwas, oder auch nicht: Du wirst immer recht haben. Das hat schon Henry Ford gewusst (“If you think you can do a thing or think you can’t do a thing, you’re right.”). Die eigene Einstellung zu ändern, ist nicht immer ganz einfach, aber möglich: Beobachte Dich selber und sobald Du merkst, dass Du negativ denkst oder sprichst, dann mach einen bewussten Stopp und formuliere es anders.
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Ich kann jetzt noch nicht mit dem Konzept anfangen, erst muss ich den Schreibtisch aufräumen. – Ich würde ja jetzt eigentlich gerne ins Fitness-Studio, muss mich aber erst anmelden, und das dauert bestimmt ewig, dafür habe ich heute keine Zeit. – Ich wollte noch meine Großeltern anrufen, aber ich warte noch, bis ich genau weiß, wann ich sie über die Feiertage besuchen werde.
Ausreden. Solche und ähnliche Ausreden und Entschuldigungen dafür, dass man etwas gerade nicht machen kann, kennt vermutlich jeder hier. Produktivitäts-Superheld Leo Babauta will uns diese Ausreden ausreden. Und er weiß auch, wie das geht:
How to kill your excuses (zenhabits.net)
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Der japanische Autor Haruki Murakami hat ein Buch über das Laufen geschrieben – auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick handelt es sich um Betrachtungen seiner Arbeit, seines Schreibens und Lebens.
Haruki Murakami hat einen Produktivitäts-Ratgeber verfasst. Obwohl sich der
japanische Literat (“Wilde Schafsjagd”, “Kafka am Strand”) vermutlich gegen diese Bezeichnung wehren würde.
What I talk about when I talk about running (Affiliate-Link) sind seine Memoiren als Läufer; Murakami betreibt den Sport seit 30 Jahren, hat 25 Marathons hinter sich. Ein Jahr lang, 2005/2006, hat er seine Gedanken zum Laufen aufgeschrieben.
Einordnen lässt sich dieses Lauftagebuch nicht: Eine Biographie ist es nicht, weil es nur einen kleinen Ausschnitt aus seinem Leben darstellt. Eine “Lauffibel” kann es auch nicht sein, dazu fehlen die Grundlagen, Trainingspläne oder medizinisches Wissen. Und ein herkömmlicher Produktivitäts-Ratgeber ist es – ehrlich gesagt – auch nicht: Der Autor gibt uns keine Checklisten, keine Tools, keine Take-aways und keine “In sieben Schritten zu …”-Versprechen.
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Einigen von Euch wird sicher schon die massenhafte Verwendung des Wörtchens “fail” – gesteigert auch gerne mal zu “epic fail” – im Netz aufgefallen sein. Es handelt sich dabei um ein “Meme” (was das ist, weiß Wikipedia), bei dem misslungene Aktionen, Handlungen, Produkte oder Werke kommentiert werden. Die Älteren unter uns werden sich an TV-Sendungen wie “Pleiten, Pech und Pannen” oder “Bitte lächeln” erinnern, “fail” ist häufig eine Online-Fortsetzung dieser Komik, wie etwa das populäre Failblog zeigt.
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