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Dinge geregelt kriegen:
Der Versuchung widerstehen können

Selbstkontrolle und eine «Can do»-Einstellung sind entscheidend für den beruflichen Erfolg. Wie man dazu kommt? Vernünftig essen, genug schlafen und nicht gehorsam sein.

Wieso gibt es Menschen, die mehr erledigt kriegen als andere? Rosabeth Moss Kanter, Professorin an der Harvard University und Buchautorin glaubt an die einfache Erklärung: Diese Leute tun immer etwas. Sie würden nie stehen bleiben, schreibt Kanter, sie würden die Initiative ergreifen und nicht warten, bis ihnen gesagt wird, was sie zu tun hätten.

Dahinter sieht sie vier grundlegende Prinzipien, die zu einer solchen Haltung verhelfen – nicht so sehr praktische Tipps als vielmehr Einstellungsfragen, die unternehmerisches Denken und Handeln ausmachen.

1. Kleine Erfolge zählen. Kanters Studien zeigen, dass die eigene Einschätzung, wie erfolgreich ein Vorhaben enden wird, darüber entscheidet, wieviel Bemühungen wir reinstecken. Rechnen wir mit einem am Ende gelungenen Projekt, arbeiten wir mehr dafür. Der Weg dahin ist gepflaster mit kleinen Erfolgen: Ein gelungenes Kundengespräch, eine innovative Lösung für ein Teilproblem – kleine Erfolge, die wir schätzen und auch ein wenig feiern müssen. » weiterlesen

Kommunikation:
Richtig Feedback geben

Um produktiv zusammen zu arbeiten, ist gegenseitiges Feedback Voraussetzung. Einige Tipps und Regeln, damit Deine Rückmeldungen gut ankommen und das gewünschte Resultat zeigen.

Aus Rückmeldungen von anderen Personen lernen wir häufig am meisten. Als Kollegen, Vorgesetzte oder Freunde stehen wir auch in der Pflicht, Feedback zu geben – das ist nicht immer ganz einfach. Einige praktische Regeln helfen dabei und erhöhen die Chancen, dass die Rückmeldung vielleicht etwas in Gang setzt.

Dabei geht es vor allem darum, klar und verständlich zu kommunizieren. Nur nicht kuscheln hat Simone hier vor einigen Tagen deshalb gefordert. Klar, verständlich und zielorientiert – denn schliesslich geht es darum, dass Fehler in Zukunft vermieden werden können. Hier haben wir fünf konkrete Tipps zur Formulierung von Feedback zusammengetragen. » weiterlesen

Prokrastination:
3 Wege, Dinge geregelt zu kriegen

Kontrolliertes Prokrastinieren, eigenbestimmtes Arbeiten und die Versuchung des Aufschiebens erkennen und bewusst damit umgehen – drei Wege, Dinge erledigt zu kriegen.

Prokrastination ist das, was Studenten machen, wenn sie an ihrer Diplom-Arbeit schreiben sollen: das kann dann von Wäsche bügeln über Einkaufen bis Pflege des Rollenspiel-Forums alles bedeuten, was genau NICHT mit ihrer Studienarbeit zu tun hat. Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, das uns alle befällt. Die einzige Ausnahme zu dieser Regel scheint Anna Sommerer zu sein, die Prokrastination zum Inhalt ihrer Studien-Arbeit gemacht hat.

1. Die Art, wie ich prokrastiniere, spielt keine Rolle
An mir selber kann ich feststellen, dass Prokrastinieren ein fester Bestandteil meines (Arbeits)-Lebens ist, egal welcher Prokrastinations-Art ich gerade fröne. Anfangs dachte ich, die Art und Weise, wie ich prokrastiniere, spielt eine Rolle. Also habe ich seinerzeit einfach den größten Zeitfresser aller meiner Ablenkungen identifiziert und abgeschafft – und hoffte damit, die Zeit zu gewinnen, die ich vorher dieser Ablenkung opferte. Wie ich heute weiss, hat Prokrastination nicht nur in dieser Hinsicht sehr viel mit Sucht zu tun. » weiterlesen

Feedback:
Der direkte Vergleich macht
uns produktiver

Regelmässiges Feedback steigert die Produktivität. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob die Rückmeldung positiv oder negativ ist. Hauptsache, der Mitarbeiter weiss, wo er mit seiner Arbeitsleistung steht.

Egal welchen Job man ausführt, Manager wollen, dass man seine Aufgaben motiviert und effizient erledigt. Ein beliebtes Tool, um die Mitarbeitenden bei Laune zu halten, ist das so genannte Performance Feedback, bei uns auch bekannt als Mitarbeitergespräch. Einmal im Jahr sitzt man mit dem Vorgesetzten zusammen und lässt seine Arbeitsleistungen beurteilen.

Feedback ist gut und recht, aber was bisher nicht erforscht wurde, ist wann und welche Art von Feedback die Produktivität tatsächlich steigert. Fragen wir «Captain America» oder Francesca Gino von der Harvard Business School und Bradley R. Staats von der University of North Carolina. Die beiden führten in der japanischen Shinsei Bank ein Experiment durch und veröffentlichten ihre Erkenntnisse in der Studie Driven by Social Comparisons: How Feedback about Coworkers’ Effort Influences Individual Productivity.

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Glück:
Action for Happiness

Lord Richard Layard will für mehr Glück kämpfen. Der Ökonomieprofessor der London School of Economics hat im Internet die Action for Happiness-Bewegung ins Leben gerufen.

Unser Glücksempfinden, so sagt die Forschung, liegt zu etwa 50% in unseren Genen und 10% werden durch äussere Umstände wie Einkommen o.ä. bestimmt. Ansonsten wird unser Glücksgefühl vor allem durch unsere eigenen täglichen Handlungen bestimmt. Für Layard Grund genug, die Leute von einer Lebenshaltung zu überzeugen, mit der wir mehr für unser Glück tun. In einem Gespräch mit der ZEIT meinte Layard:

In den USA gibt es seit 60 und in Deutschland seit 40 Jahren trotz enormer Einkommenssteigerung keine nennenswerte Zunahme von Glück und Zufriedenheit. Mit unserem Projekt wollen wir glücksorientiertes Denken fördern.

Action for Happiness soll die weltweite Plattform für diese Idee einer säkularen Ethik werden. Jeder, der etwas für das Glück auf dieser Welt tun will, kann Mitglied werden. Die Organisation bietet Materialien und Infos rund um das Thema an. Konkrete Tipps sollen helfen, glücksförderndes Verhalten in unserem Alltag umzusetzen. Auch bei uns wird man zu dem Thema fündig: 10 Schlüssel zum eigenen Glück haben wir hier beschrieben.

Prokrastination:
Aufschieben ohne schlechtes Gewissen

Anna Sommerer hat ein Prokrastionations-Set entwickelt. Die Grundidee: Den Hang zum Aufschieben nicht bekämpfen, sondern intelligent damit umgehen.

von Katja Schönherr, freie Journalistin aus Zürich

Anna Sommerer (@ponyhut) hat es akzeptiert: Sie neigt nun mal zum Prokrastinieren und hat keine Lust mehr, dabei jedes Mal ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Sie zählt sich zu den «Aktiven Prokrastinierern», einem Aufschieber-Typus, der laut dem Forscherduo Jin Nam Choi und Angela Hsin Chun Chu den Stress regelrecht sucht und unter Zeitdruck besonders gut arbeiten kann.

Anna sagt, sie habe schon viel erledigen können, während eine andere Sache eigentlich dringender war. Sie wünscht sich, dass die Aufschieberitis nicht mehr verteufelt wird und «Betroffene» die Zeit, in der sie etwas hinauszögern, geniessen können. Deshalb hat die Produktdesignerin für ihre Bachelor-Arbeit an der Hochschule Niederrhein in Krefeld ein Prokrastinations-Set entwickelt. «Ich möchte besonders Studierende erreichen und ihnen zu einem guten Gewissen verhelfen, während sie prokrastinieren. Ich möchte nicht sagen, dass Prokrastination für alle und immer gut ist, aber in einem gewissen Rahmen ist sie es eben schon.»

Vor ein paar Tagen hat die 23-Jährige Bilder ihrer Bachelor-Arbeit bei «Design made in Germany» eingestellt. Auf Twitter wurde das Set schnell gelobt. Wir stellen die einzelnen Elemente und die jeweilige Idee dahinter kurz vor. » weiterlesen

Pausen:
Surfen auf Arbeit macht produktiv

Leute, die während der Arbeit im Web surfen, sind produktiver und leistungsfähiger. Sagt eine Studie.

Don J.Q. Chen und Vivien K.G. Lim von der National University of Singapore haben eine Studie gemacht: Drei Gruppen erhalten eine erste Aufgabe, darauf folgt eine kurze Unterbrechung und anschliessend gibt es eine zweite Aufgabe zu erledigen.

Die erste Gruppe erhielt während der Unterbrechung einen kleinen Task zu erledigen. Mitglieder der zweiten Gruppe durften tun, was sie wollten, ausser im Netz zu surfen und die dritte Gruppe durfte sich in der Pause im Netz tummeln. » weiterlesen

Frust vermeiden:
Von Urlaub auf Arbeit umstellen

Für die meisten von uns ist die Urlaubszeit vorbei – der erste Arbeitstag steht an: Tipps für den erfolgreichen Wiedereinstieg.

Wir waren dieses Jahr an der Ostsee. Wer’s nicht mitbekommen hat, wie es dort war: nächstes Jahr haben wir keinen Bock auf so viel Regen. Ich glaube, wir buchen Schottland oder südliches Norwegen. Jetzt sind wir jedenfalls wieder da und es wartet die Umstellung von der völligen Entsagung bei Mails, Telefon und Internet zum Hamsterrädchen, das auf Arbeit wartet.

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Mt. Shasta – Ort der Kraft

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sucht der Mensch nach etwas, an das er noch glauben kann. Die einen finden zu Gott, andere gründen eine Gang, Dritte konvertieren zum Buddhismus und wieder andere glauben an die Kraft von Mt. Shasta – einem magischen Berg im Norden Kaliforniens.

Mt. Shasta, das gleichnamige Dorf, ist ein Eldorado für jeden, der auf dem Weg dorthin seine Aura verloren hat. Ich dachte in San Francisco treffe ich auf Hippies und Eso-Freaks, nein, Mt. Shasta ist der „Place to believe“. Kein Wunder finden sich in dem kleinen Dorf Kräuterhexen, Kristallkugelleser, Aurafotografen, selbsternannte Gurus und jede Menge Hipsters. Die Gegend von Mt. Shasta umfasst die grössten Energiefelder der Welt und beherbergt etliche Ufo-Landestellen – Besucher aus dem All finden hier jederzeit einen Parkplatz. Es scheint, als warten die Bewohner nur darauf, entführt zu werden.

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Schneller, besser und effizienter werden:
Datensammler als Selbstoptimierer

Kürzlich habe ich hier über das Ende des Zeitmanagements geschrieben: Weniger Effizienzsteigerung, mehr Gelassenheit durch ein selbstbestimmteres Leben. Nun habe ich in der Süddeutschen über die Anhänger der Quantified-Self-Bewegung gelesen und festgestellt: Es scheint Leute zu geben, die genau das Gegenteil tun: Mehr Effizienz durch Selbstoptimierung mit technischen Hilfsmitteln. Eine andere Zukunftsvision?

Auch wenn der Günder der Website Quantified Self, der  Journalist Gary Wolf  (der schon das Wired Magazin mitbegründet hat) in Berkley, Californien, lebt, neben San Fransico, der Keimzelle, scheint New York die heimliche Hauptstadt der Quantified-Self-Anhänger zu sein: Während die Mitgliederzahlen in anderen Städten zwischen 80 und 300 pendeln, gibt es in New York 650 Mitglieder. Und das passt auch ins Bild: New York ist die Stadt, in der kein Jogger je eine Pause an der Ampel einlegen würde (sondern auf der Stelle weitertrippelt), in der Obst und Salat in kleinen Portionen als Fast Food verkauft wird. Und es ist die Metropole, die sich auch sonst durch eine besonders rege Geschäftigkeit auszahlt, die sich spürbar auch auf den eigenen Pulsschlag auswirkt.
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