Simone Janson

Simone Janson ist Journalistin, Autorin des Bestsellers «Die 110%-Lüge. Wie Sie mit weniger Perfektion mehr erreichen» und betreibt mit www.berufebilder.de das führende deutsche Blog für Beruf und Bildung. Ihre Themen sind, neben Jobsuche und Bildung, vor allem eigenständiges Arbeiten und Arbeitsorganisation, berufliche Selbständigkeit und Existengründung, mobiles Arbeiten und moderne Kommunikation sowie zunehmende Vermischung von Privat- und Berufsleben. Um Zeitmanagement in Social Media geht es auch in ihrem aktuellen Buch «Nackt im Netz».

Simone lebt und arbeitet in Berlin oder unterwegs. Als überzeugte Antipräsentistin ist sie stets auf der Suche nach dem idealen mobilen Büro: Leicht und klein genug für Handtasche oder Reiserucksack, aber dennoch praktisch genug, um möglichst viele Arbeitsgänge erledigen zu können. Gefunden hat sie es bisher noch nicht, aber die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt.

Simone ist erreichbar unter simone [punkt]janson [at]blogwerk [punkt]com.

 

Alle 65 Artikel von Simone Janson auf imgriff.com:

Wie Verallgemeinerungen uns das Leben vermiesen

Natürlich ärgern wir uns gelegentlich über Kollegen. Wenn daraus aber verallgemeinerte Urteile werden, ist das kontraproduktiv.

“Kollegin X ist immer total unfreundlich, die kann mich absolut nicht leiden” oder “Was sind das für total unfähige Idioten im Nachbarbüro, die kriegen nichts auf die Reihe”. Mal ehrlich: Denkst Du sowas auch manchmal – und das nur, weil die Kollegin Dich auf dem Flur nicht gegrüßt hat, oder weil der Kollege im Nachbarbüro eine wichtige E-Mail versemmelt hat?

Eigentlich ärgern wir uns in solchen Momenten nicht darüber, dass die Kollegin grundsätzlich einen schlechten Charakter hat.

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Widerstände aus dem Weg räumen

Leider ist es nicht nur von uns selbst abhängig, ob wir alles so produktiv umsetzen können, wie wir es uns vorgenommen haben. Denn Chefs und Kollegen können uns das Leben manchmal ganz schön schwer machen. Ein paar Anregungen zum Umgang mit solchen Hürden.

Es gibt zwei Wege, mit Widerständen umzugehen, die einen daran hindern, seine Ziele zu erreichen und produktiv zu arbeiten: Die erste ist die Dampfwalzen-Methode, mit der Du alles platt machst, was sich Dir in den Weg stellt – erfordert ein großes Ego, starke Nerven und ist langfristig nicht besonders erfolgreich (außer Du bist der Chef oder unkündbar), weil Du damit Chefs und Kollegen vor den Kopf stößt. Das kann schnell nach hinten losgehen. Die andere Methode ist subtiler, erfordert aber auch rhetorisches Geschick.
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Hitzige Diskussionen entschärfen

Stell Dir vor, Du sitzt in einem Meeting, und alle reden hitzig drunter und drüber. Zeitverschwendung. Statt darauf zu hoffen, dass der Moderator eingreift, solltest Du an dieser Stelle besser selbst aktiv werden.

Ein Meeting, in dem nur engagiert, aber wenig konstruktiv gestritten wird, ist ärgerlich und wird in aller Regel nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Besser als still dabeizusitzen und zuzusehen, wie die Zeit verrinnt, ist es, elegant zu unterbrechen: Greife mit einigen Bemerkungen, die Du ganz beiläufig in den Raum wirfst, dem Moderator unter die Arme, und lenke so die Diskussion wieder in ruhigere Bahnen. Dadurch kommen die anderen Teilnehmer von selbst dazu, die Diskussion konstruktiv fortzusetzen. Dazu einige Beispiele:

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Wenn zwei sich streiten, ist das selten produktiv

Wo mehrere Menschen zusammenarbeiten, kann es schnell zu Konflikten kommen: Manchmal reicht es schon, dass man unterschiedlicher Meinung ist. Manchmal ist es einfach Antipathie. Und sehr häufig brechen bei Meinungsverschiedenheiten Konflikte auf, die schon länger schwelen.

Doch Streitereien und sinnlose Diskussionen verhindern produktives Arbeiten. Wenn in Meetings statt sachlicher Argumente persönliche Attacken ausgetauscht werden, verhindert das eine Lösung des Problems. Und wenn über Wochen hinweg Sticheleien die Büroatmosphäre vergiften, ist das nicht nur für die “Kontrahenten” unangenehm. Daher ist sinnvoll, mit Konflikten richtig umzugehen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Konflikte sofort offen ausgetragen oder schnellstmöglich beigelegt werden. Mitunter ist das gar nicht möglich. Aber es gibt eine Reihe von Handlungsalternativen, die man in so einem Fall beherzigen kann.

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Entscheiden im Team

Sich alleine für oder gegen etwas zu entscheiden, das Für und Wider abzuwägen und schließlich die Entscheidung zu fällen, kann schon schwer genug sein. Wirklich mühsam wird es aber erst, wenn es gilt, gemeinsam mit anderen eine Entscheidung zu diskutieren und zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Darum wird in vielen Firmen gar nicht erst versucht, Gruppenentscheidungen zu treffen. Nach der Devise “Viele Köche verderben den Brei” trifft meisten einer, in der Regel der Chef, die Entscheidung und stellt die anderen vor vollendete Tatsachen. Meetings, die der ideale Ort wären, Probleme auszudiskutieren, sind nicht selten reine Show-Veranstaltungen. Das eigentlich Wichtige wird hinter verschlossenen Türen gesagt.

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Wie man Entscheidungen unter Zeitdruck fällt

Ohne Zweifel: Wichtige Entscheidungen sollten gut überlegt sein. Aber oft hat man schlicht nicht die Zeit dafür. Wie also fällt man unter Zeitdruck am besten eine Entscheidung?

Wenn Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben, braucht man Ruhe, um Informationen zu sammeln und diese gegeneinander abzuwägen. Das gilt besonders dann, wenn die Entscheidung nicht nur für das eigene Leben gilt, sondern auch Auswirkungen auf andere hat – zum Beispiel auf die Familie oder auf Mitarbeiter, für die man Verantwortung trägt.

Das Problem ist nur: Nicht immer hat man die nötige Zeit, eine Entscheidung in Ruhe zu fällen. Da steht plötzlich der Chef in der Tür und will wissen, wie man in dieser oder jener Angelegenheit entschieden hat. Oder es ergeben sich neue Situationen, und man muss ganz spontan eine Entscheidung fällen. Bauchentscheidung sind indes nicht Jedermanns Sache. Darum hier ein paar Tricks, wie man mit Entscheidungen unter Zeitdruck umgehen kann:

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Im Gehaltsgespräch:
Tipps und Tricks, um den Chef zu überzeugen

Auch wenn Du ein Erfolgstagebuch geführt, den richtigen Zeitpunkt für das Gespräch abgewartet und Dich auch sonst optimal vorbereitet hast: Ein Spaziergang ist ein Gehaltsgespräch nie. Denn kein Chef rückt gerne mehr Geld raus. Da braucht’s ein paar rethorische Tricks.

Manche Chefs lernen sogar per Seminar, Gehaltswünsche ihrer Mitarbeiter abzulehnen, und viele reagieren schon fast automatisch ablehnend. “Ich will mehr Geld!” – wenn Du so mit der Tür ins Haus fällst, hast Du ohnehin schon verloren. Der Chef schaltet dann sofort auf Widerstand. Besser: Bitte den Chef um ein Gespräch über Deine Weiterentwicklung und Perspektiven im Unternehmen: “Ich möchte mit Ihnen gerne über meine Entwicklung sprechen.” Wenn Du von Beginn an zeigst, dass Du für mehr Geld auch mehr leisten willst, ist der Chef gleich milder gestimmt. Wenn Du mit Aufzeichnungen belegen kannst, dass Du bisher schon viel geleistet hast, ist das ebenfalls gut.

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Tipps für die Gehaltsverhandlung:
Mehr Geld für Leistung

Wer was leistet, soll auch was kriegen. Eigentlich. Denn leider ist gute Bezahlung heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Da hilft nur eines: Selbst ist der Mann – oder die Frau, je nachdem. Aber ein paar Dinge sollte man beachten, wenn man den Chef um mehr Gehalt bittet.

Erstmal: Vorbereitung ist alles! Schreib genau auf (zum Beispiel in einem “Erfolgstagebuch“), was Du alles für die Firma geleistet hast – je früher Du damit anfängst, desto besser. Am besten sind Zahlen, die das belegen. Und: Du musst Dir auch selbst klar machen, was Du wert bist. Am besten übst du die Gehaltsverhandlung zu Hause im Rollenspiel.

Dann ist es eine Frage des Timings: Der beste Zeitpunkt ist dann, wenn Du die besten Argumente hast, also etwa nach erfolgreichem Abschluss eines Projekts, oder wenn die letzte Gehaltserhöhung schon eine Weile zurück liegt. Aber auch bei guter Wirtschaftslage, wenn der Chef gut gelaunt aus dem Urlaub zurückkommt oder gerade selbst erfolgreich war, ist ein psychologisch guter Zeitpunkt. Wenn das nicht zutrifft, warte lieber noch ein wenig.

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Produktiver werden durch ein freundliches “Nein!”

Immer “Ja” zu sagen, wenn Freunde, Kollegen oder Chefs um etwas bitten, ist der einfachste Weg – aber einer, der sich mit der Zeit rächt. Ein freundliches “Nein” bei der ein oder anderen Anfrage hilft – und zwar allen Beteiligten.

Tatsache! Es gibt nicht nur ?Ja?, man kann auch mal ?Nein? sagen.
Tatsache! Es gibt nicht nur ?Ja?, man kann auch mal ?Nein? sagen. (Bild: istockphoto.com/hidesy)

Viele Menschen meiden ein klares “Nein” wie der Teufel das Weihwasser. Der Grund: Es hat fast immer Konsequenzen, anderen Menschen einen Wunsch oder eine Bitte abzuschlagen. Der andere könnte sauer werden. Oder verletzt sein. Und gerade im Berufsalltag kann es besonders unangenehm werden, wenn man Kollegen oder gar Chefs vor den Kopf stößt. Was also tun, wenn der Büronachbar mal wieder fragt: “Herr …, könnten Sie mir bitte diesen kleinen Gefallen tun?” oder der Boss befiehlt: “Frau …, könnten Sie noch das und das für mich erledigen?”

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Tipps für den Kontowechsel:
Für jeden das richtige Konto

Angebote für Girokonten gibt es viele. Bei Filialbanken vor Ort und bei Direktbanken im Internet, mit hohen (bis 170 Euro im Jahr!), geringen und manchmal sogar gar keinen Gebühren. Da fragt man sich unweigerlich, ob man nicht zu viel für sein Girokonto bezahlt – so ging es jedenfalls mir kürzlich. Wir haben ein paar Tipps für den Kontowechsel.

Sollte ich wirklich den Aufwand auf mich nehmen und mein Girokonto wechseln? Das wollte gut überlegt sein. Als ich mich näher mit dem Thema beschäftigte, merkte ich zudem schnell: Es gibt auch zahlreiche Lockangebote, die erstmal super klingen, bei denen aber manchmal spätere Folgekosten zu Tage treten.

Das Automatennetz - eines der Kriterien für die Wahl einer Bank
Das Automatennetz – eines der Kriterien für die Wahl einer neuen Bank [Bild: Keystone/Martin Ruetschi]

Grund dafür, dass ich mich schließlich doch zum Wechseln entschloss, war der Ärger über meine bisherige Bank: Nicht nur, dass ich dort jeden Monat einen bestimmten Geldeingang vorweisen musste, um mein Konto kostenlos führen zu dürfen (als Freiberufler mit unregelmäßigen Honorarzahlungen ein bisschen schwierig), die Bank bot auch nur ein dürftiges Geldautomatennetz und schlechte Erreichbarkeit. Das war ursprünglich mal anders gewesen, aber mit der Zeit war der Service immer schlechter geworden. Aber wie heißt es so schön: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Erst als ich mich so richtig über einen Fehler der Bank geärgert hatte, entschloss ich mich zum Wechsel.

Was will ich?

Hat man den Entschluss gefasst, muss man sich erstmal darüber klar werden, was man genau will: Nicht jedes Konto ist auch für jeden geeignet, denn jeder erwartet einen anderen Service von der Bank. Also erstmal eine kleine Checkliste machen – etwa so:

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