Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT & THE HUFFINGTON POST. Zudem betreibt sie mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

Darüber hinaus hat Simone mehr als 20 Bücher geschrieben – darunter den Produktivitäts-Bestseller «Die 110%-Lüge. Mit weniger Perfektion mehr erreichen», der in mehrere Sprachen übersetzt wurde, oder den Social-Media-Guide «Nackt im Netz» – und hat an Lehrwerken und Hochschulveröffentlichungen mitgewirkt. Mit ihrer Akademie hilft sie Unternehmen zeitsparend, zu einem Thema die passenden Seminare, Experten und originelle MICE-Locations zu finden.

Simone lebt und arbeitet in Berlin oder reist um die Welt und interviewt Menschen zu innovativen Ideen und neuen wie traditionellen Berufsbildern, durch die sie den digitalen Wandel unserer Arbeitswelt dokumentiert. Als überzeugte Antipräsentistin ist sie stets auf der Suche nach dem idealen mobilen Büro: Leicht und klein genug für Handtasche oder Reiserucksack, aber dennoch praktisch genug, um möglichst viele Arbeitsgänge erledigen zu können. Gefunden hat sie es bisher noch nicht, aber die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt.

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Alle 163 Artikel von Simone Janson auf imgriff.com:

Streit frisst Ressourcen:
Konflikte am Arbeitsplatz lösen und vermeiden

Wie Studien zeigen, gehören Streit und Konflikte zu den größten Zeitfressern im Job. Wer also produktiver arbeiten will, tut gut daran, Konflikte zu vermeiden oder zumindest schnell zu lösen.

Eine Studie von CPP zu Konflikten am Arbeitsplatz zeigte 2008, dass amerikanische Mitarbeiter 2,8 Stunden pro Woche mit Konflikten am Arbeitsplatz verbringen. Das kostet die Unternehmen 359 Milliarden US-Dollar bezahlte Arbeitsstunden, wenn man von einem durchschnittlichen Stundenlohn von 17,96 US-Dollar ausgeht. In Stunden ausgedrückt entspricht das 385 Millionen Arbeitstagen.

2012 wies KPMG Deutschland in seiner Konfliktkostenstudie II nach, dass Konfliktfälle in deutschen Unternehmen Kosten von 60.000 bis 3 Millionen Euro pro Jahr verursachen. Handfeste Gründe also, sich auch unter dem Geschichtspunkt von Effizienz und Produktivität mit dem Thema Streit und Konflikt auseinanderzusetzen. Wie löst man Konflikte oder sorgt dafür, dass diese gar nicht erst entstehen? » weiterlesen

Manipulative Chefs:
So stehlen sie unsere Zeit

Manche Chefs haben einen Schönheitsfehler: Sie beuten unsere Arbeitskraft aus, und wir merken es nicht mal. Wie genau stellen sie es eigentlich an, uns mehr abzuverlangen, als wir zu geben bereit sind?

Ein Satz hat sich mir vor einiger Zeit ins Gedächtnis eingebrannt: «Sie können nur Geld verdienen, wenn andere für Sie arbeiten», sagte DM-Gründer Götz Werner 2010 auf der re:publica. Man kann diese Aussage nun als den Regelfall eines hierachischen Arbeitsverhältnisses interpretieren, in dem Aufgaben organisiert, delegiert und verteilt werden müssen.

Man kann aber auch den potentiellen Sarkasmus hinter dieser Aussage wahrnehmen und sich fragen, welche psychologischen Mechanismen hier wirksam werden. Was bedeutet es genau, andere für sich arbeiten zu lassen? Wie werden Menschen überzeugt, Dinge zu tun, die sie eigentlich nicht mal tun wollen? » weiterlesen

Besser arbeiten dank Kritik:
Jedes Feedback bringt mich weiter

Konstruktive Kritik kann helfen, die eigene Arbeitsweise zu verbessern. Dennoch ist sie gerade im perfektionistischen Deutschland – und in der ähnlich gelagerten Schweiz – wenig beliebt. In den USA sieht das anders aus: Dort herrscht eine erfolgreiche Feedback-Kultur. Wie wird man auch hierzulande durch Kritik produktiver?

Kürzlich habe ich in meiner Kolumne in der Tageszeitung «Die Welt» über die amerikanische Feedback-Kultur geschrieben. Ein Thema, das in Deutschland offenbar gerade aktuell ist: Kurz darauf berichtete auch Annette Milz im Medium-Magazin von der amerikanischen Innovations- & Feedback-Kultur im Silicon Valley.

Die USA: Meister im Feedback-Geben

Mir ist in Texas – dessen Hauptstadt Austin nicht umsonst auch als Silicon Hills bezeichnet wird - aufgefallen, dass es dort gang und gäbe ist, von Kunden Feedback zu verlangen. Es wird sogar aktiv nachgefragt. Selbst in Restaurants soll man Feedbackbögen ausfüllen – etwas, das in Deutschland und der Schweiz immer noch Seltenheitswert hat. » weiterlesen

Weg mit der Fremdbestimmung:
7 Tipps für eine selbstbestimmte Arbeitsorganisation

Was uns Stress verursacht, ist nicht zu viel Arbeit, es ist fremdbestimmte Arbeit. Und oft steuern uns gesellschaftliche Konventionen und die Meinung anderer mehr, als uns selbst bewusst ist. Was können wir dagegen tun?

Vor einiger Zeit hat ausgerechnet der Papst des Zeitmanagements, Lothar Seiwert, das Zeitmanagement für tot erklärt (Affiliate-Link). Denn er hat erkannt: Wir leben nicht stressfreier, wenn wir unsere Zeit möglichst effizient organisieren. Sondern wenn wir selbstbestimmt arbeiten statt fremdbestimmt. Oder kurz: Wer tut, was ihm Spaß macht und was er vor sich und anderen vertreten kann, lebt und arbeitet besser. » weiterlesen

Gemeinsam durch dick und dünn:
Wie Outdoor-Erfahrungen die Zusammenarbeit verbessern

Zusammenhalt macht stark. Das wissen auch große Unternehmen und verbinden zunehmend Teambuilding-Maßnahmen mit ungewöhnlichen Outdoor-Erfahrungen. Was kann der Einzelne aus solchen Erlebnissen ziehen? Eine persönliche Erfahrung.

Teambuilding in ungewöhnlichen Outdoor-Umgebungen und unter extremen Bedingungen scheint für Personal-Abteilungen gerade ein Trend-Thema zu sein: Die Metro schickt junge Führungskräfte in die Antarktis, die Deutsche Bahn veranstaltet Überlebens-Trainings in der Natur, um Teams zusammenzuschweißen, und Daimler geht laut Facebook-Seite mit seinen Trainees bei eisigen Temperaturen im März klettern.

Verbessern ungewöhnliche Aktionen tatsächlich die Zusammenarbeit?

Dabei stellt sich die Frage: Sind solche Aktionen kaum mehr als ein netter PR-Gag von Firmen, oder verbessern die ungewöhnlichen Bedingungen tatsächlich die Zusammenarbeit in der Gruppe? Kommt dies auch der Produktivität des Einzelnen zugute? » weiterlesen

Eine Frage der Kommunikation:
10 Tipps für richtiges Delegieren

Die Fähigkeit, Aufgaben an andere abzugeben, ist entscheidend für den persönlichen Erfolg. Doch nicht immer klappt das reibungslos und ohne Missverständnisse. Tipps, wie man Aufgaben und Ziele an andere richtig kommuniziert.

Die Idee zu diesem Artikel kam mir, als ich kürzlich über die ehemalige isländische Staatschefin Vigdís Finnbogadóttir schrieb. Sie verriet mir ihr Geheimnis, wie man Kind und Karriere unter einen Hut bekommt: Organisation. Man müsse mit anderen kooperieren und sich Hilfe suchen.

Genau da wurde mir klar, wie wichtig die Fähigkeit, Arbeit an andere abzugeben, für den eigenen Erfolg ist. Alle Diskussionen um Zeitmanagement-Tools, Hilfsmittel und To-Do-Listen sind hinfällig, wenn man Aufgaben, die man selbst nicht mehr schafft, nicht abgeben kann. Oder um es mit dm-Gründer Götz Werner, der genau das auf der Republica 2010 sagte, ein wenig provokativ auf den Punkt zu bringen: «Sie verdienen nur Geld, wenn andere für Sie arbeiten.» » weiterlesen

Wie uns gesellschaftliche Konventionen beeinflussen:
Facebook und andere Zwänge

Dass wir uns im Beruf so oft unter Druck gesetzt fühlen, liegt auch daran, dass wir in vielen Fällen impliziten gesellschaftlichen Erwartungshaltungen genügen wollen – obwohl wir selbst vielleicht anderer Meinung sind. Das zeigt sich nicht zuletzt bei der Social-Media-Nutzung im Job.

Social Media ist allgegenwärtig – und genau deshalb fühlen sich Viele zunehmend genervt und überfordert davon. Bei imgriff.com haben wir uns mit dem Thema immer wieder auseinandergesetzt: In meinem Beitrag zu der Frage, ob das Internet ineffizient macht, habe ich z.B. berichtet, wie schnell man im Internet vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen kann und in den unendlichen Wahlmöglichkeiten den Überblick verliert. Corinne Dubacher hat einen Selbstversuch gewagt, einen Tag lang auf Social Media verzichtet – und beschrieben, was sie stattdessen gemacht hat.

Und selbst eingefleischte PR-Experten wie Sachar Kriwoj, Leiter Digital Public Affairs bei E-Plus, sehen Social Media und vor allem Facebook zunehmend kritisch, bezeichnen es gar als «das Ende der Bescheidenheit». » weiterlesen

Freiheit überfordert auch:
Zu viele Wahlmöglichkeiten machen unproduktiv

Demokratie und Internet bringen viele Freiheiten mit sich – darunter die Freiheit, wählen zu können. Nicht nur politisch, sondern auch ganz allgemein: Jeden Tag aufs neue können und müssen wir Entscheidungen treffen. Heute möchte ich die Frage stellen: Kann zu viel Wahlfreiheit unproduktiv machen? Und was bedeutet das im Arbeitsleben?

Ich gestehe ein, dass man mir nachsagt, ich würde andere Menschen gerne überfordern. Zum Beispiel wenn ich einen Vortrag halte oder auch bei der Gestaltung meiner Website. Mittlerweile ist es besser geworden; ich habe eingesehen, dass weniger mehr ist. Aber nur widerwillg. Denn eigentlich ist mein Anspruch, meinem Leser oder Zuhörerer die größtmögliche Menge an Informationen zu bieten und ihm die größtmögliche Wahlfreiheit zu lassen.

Ich bin daher immer ein wenig entsetzt, wenn ich merke, dass die Leute das gar nicht wollen, sondern die Informationen am liebsten in vorselektierten Häppchen genießen. Den Aufwand des Entscheidungsprozesses wollen sie gerne mir überlassen. » weiterlesen

Meetings ohne Chef-Allüren:
Den Selbstdarstellern keine Bühne bieten

Viele gehen rein, wenig kommt raus – so die landläufige Meinung über Meetings. Ganz unrecht haben die bösen Zungen nicht, leider. Dass Meetings oft scheitern, kann an vielen Faktoren liegen. Einer davon, den wir hier näher beleuchten wollen, ist der Hang zur Selbstdarstellung einzelner Teilnehmer. Doch was kann man dagegen tun?

Was haben wir bei imgriff.com nicht alles über Meetings geschrieben. Wie man sie effizienter gestaltet, wie man sie zielgerichtet vorbereitet; wie Prominente wie Marissa Mayer oder Waren Buffett ihre Meetings organisieren, u.v.m.

Einen Aspekt allerdings haben wir bislang etwas vernachlässigt: Dass viele Meetings schlicht am Faktor Mensch kranken. Denn statt als Ort für einen produktiven, offenen Austausch zu dienen, werden Meetings allzu oft von denjenigen Kollegen und Chefs als Bühne missbraucht, die einen Hang zum Vielreden und zur Selbstdarstellerei haben. » weiterlesen

Staatschefin und alleinerziehende Mutter:
Wie vereinbart man Kind und Karriere?

Frauen und Mütter in Führungspositionen; die Vereinbarkeit von Kind und Karriere ist etwas, an dem sich in Deutschland nach wie vor die Geister scheiden. Die ehemalige isländische Staatschefin Vigdís Finnbogadóttir war 16 Jahre lang im Amt und alleinerziehende Mutter. Ihr Tipp: Selbstbewusstsein und Organisation.

Im März habe ich auf der ITB die ehemalige isländische Staatschefin Vigdís Finnbogadóttir interviewt. Sie war 1980 nicht nur weltweit die erste Frau, die demokratisch in ein solches Amt gewählt wurde – sie war auch allein erziehende Mutter. Klar, dass ich bei unserem Gespräch auch genau diese Frage spannend fand, die gerade in Deutschland immer wieder für Diskussionen sorgt: Wie bekommt man Kind und Karriere unter einen Hut?

Die Antwort war einfach – und auf den ersten Blick ein wenig unbefriedigend: «Organisation» sagte Vigdís Finnbogadóttir, und: «Ich habe mir Hilfe gesucht». Unbefriedigend deshalb, weil das aus dem Mund einer Staatschefin einfach klingt. Svenja Hofert hat letztes Jahr in einem sehr treffenden Artikel analysiert, warum Frauen wie zum Beispiel Marissa Mayer – deren Anti-Home-Office-Attitüde wir hier ausgiebig diskutiert haben – kein Rollenvorbild sind: Weil sie Geld haben und sich daher auch genug Hilfe leisten können. » weiterlesen