Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT & THE HUFFINGTON POST. Zudem betreibt sie mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

Darüber hinaus hat Simone mehr als 20 Bücher geschrieben – darunter den Produktivitäts-Bestseller «Die 110%-Lüge. Mit weniger Perfektion mehr erreichen», der in mehrere Sprachen übersetzt wurde, oder den Social-Media-Guide «Nackt im Netz» – und hat an Lehrwerken und Hochschulveröffentlichungen mitgewirkt. Mit ihrer Akademie hilft sie Unternehmen zeitsparend, zu einem Thema die passenden Seminare, Experten und originelle MICE-Locations zu finden.

Simone lebt und arbeitet in Berlin oder reist um die Welt und interviewt Menschen zu innovativen Ideen und neuen wie traditionellen Berufsbildern, durch die sie den digitalen Wandel unserer Arbeitswelt dokumentiert. Als überzeugte Antipräsentistin ist sie stets auf der Suche nach dem idealen mobilen Büro: Leicht und klein genug für Handtasche oder Reiserucksack, aber dennoch praktisch genug, um möglichst viele Arbeitsgänge erledigen zu können. Gefunden hat sie es bisher noch nicht, aber die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt.

Simone Janson in den Social Media:

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Alle 164 Artikel von Simone Janson auf imgriff.com:

Resilienz:
Die Fähigkeit, Scheitern in Produktivität zu verwandeln

Scheitern ist nie schön, aber immer lehrreich. Denn nur aus Fehlern lernen wir für unsere Arbeit und das Leben. Zuerst sind Misserfolge meist ein Schock. Die Fähigkeit, positiv damit umzugehen, wieder aufzustehen und weiterzumachen nennt sich Resilienz. Aus ihr erwächst ungeahnte Produktivität.

Bill Stilwell bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Kürzlich las ich ein geniales Zitat des irischen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Samuel Beckett (1906 – 1989):

«Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.»

Er brachte damit treffend auf den Punkt, was ich in zahlreichen Artikeln auch thematisiert habe: Dass es kein Problem ist zu scheitern. Dass man aber danach wieder aufstehen und besser weitermachen sollte – selbst wenn man Gefahr läuft, noch einmal zu scheitern. Oder anders ausgedrückt: Irgendetwas lernt man immer dabei. » weiterlesen

Holm Friebes neues Lob der Faulheit:
Wie viel Prokrastination ist gesund?

Alles wäre besser, wenn wir nur fauler wären und nicht ständig aktionistisch Placebo-Arbeit verrichten würden, sagt Bestseller-Autor Holm Friebe. Ich habe da so meine Zweifel – auch wenn viele von Friebes Gedanken gut sind, muss man doch differenzieren. Ein Kommentar.

Patrick Feller bei flickr.com (CC BY 2.0)Faulheit und Produktivität – wie passt das zusammen? Offenbar sehr gut, denn das Thema Faulheit haben wir schon öfter beim imgriff.com besprochen – zuletzt etwa Patrick Mollet, der offen zugab: «Ja ich bin faul – und deshalb bin ich produktiv». Das Thema liegt im Trend: Neulich hat sich etwa der Journalist und Autor Holm Friebe intensiv damit befasst. » weiterlesen

Das Dilemma mit dem Entrümpeln:
Nur nicht den Überblick verlieren!

Marcel Widmers Beitrag «Warum das Aufbewahren nur ganz selten schlau ist» hat mich an einen ganz besonders stressigen Tag erinnert: Meinen letzten Umzug. Zwar war damals nicht der überschüssige e-Plunder das Problem, sondern jede Menge andere Dinge, vor allem Unmengen an Büchern.

Quinn Dombrowski bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Die Sache war die: Ich hatte mich glatt in der Menge der umzuziehenden Gegenstände verschätzt. Und da das ganze Zeug auf einmal mit dem Umzugswagen die Reise von Bonn nach Berlin antreten sollte, wäre das um ein Haar schief gegangen.

Der Reihe nach. Marcel benennt als erste Maßnahme das Ausmisten von besonders heimtückischen Verstecken:

«Zuerst werde ich die Sachen aus allen e-Gerümpel-Kisten zusammentragen und in weiteren heimtückischen Verstecken wie Schreibtischschubladen oder Fotoschrank nach weiteren Dingen suchen, die ich entweder bewusst aufbewahren oder als Ballast loswerden will.» » weiterlesen

Die Grenzen der Verständigung bei Konflikten:
Warum die Kommunikation kein Allheilmittel ist

Kommunikation gilt als Allheilmittel bei Konfliktsituationen im Team. Was dabei gerne übersehen wird: Nicht immer führt sie auch zum Ziel. Ständige Auseinandersetzungen mit den immer gleichen Menschen zum immer gleichen Thema strapazieren die Nerven aller Beteiligten und schaden der Produktivität eines Teams.

Thunderchild7 bei flickr.com (CC BY 2.0)Was mir kürzlich aufgefallen ist: Wir schreiben bei imgriff.com ständig darüber, wie man Menschen motivieren, überzeugen und zu mehr Produktivität verhelfen kann – mit den passenden Kommunikationstools zum Beispiel. Wir geben Tipps, um besser verstanden zu werden, zum richtigen Delegieren von Arbeitsanweisungen und dazu, wie man andere in Konfliktsituationen z.B. von der eigenen Meinung überzeugen kann.

Eines lassen wir bei all den schönen Tipps gerne außer Acht: Manchmal sind auch die besten Kommunikations-Tricks schlicht verschwendete Liebesmüh. Einfach weil der Adressat unserer Bemühungen grundsätzlich viel zu weit von unserem eigenen Standpunkt entfernt ist und uns gar nicht verstehen kann. Oder uns zwar versteht, aber unserer Auffassung schlicht nicht folgen will. » weiterlesen

Wie Entscheidungsvermeidung funktioniert:
Immer sind die anderen schuld

Jeden Tag, ja jede Stunde, müssen wir Dutzende von großen und kleinen Entscheidungen treffen, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen und so besser zu arbeiten. Manchmal sind wir jedoch so überfordert davon, dass wir die Entscheidungen hinauszögern oder regelrecht vermeiden. Und oft sind wir uns dieses Mechanismus nicht mal bewusst.

netzwertig.com-Redaktionsleiter Martin Weigert hat kürzlich in seinem hervorragenden Artikel «Die dunkle Seite der Daten» die Problematik aufgegriffen, warum Menschen in der Regel lieber kurzfristige, aber vielleicht schädliche Entscheidungen treffen, statt die langfristigen Konsequenzen abzuschätzen und daraufhin vernünftig zu handeln. Die Gründe hierfür liegen im Fehlen von Willenskraft und Selbstdisziplin – und in der Manipulation durch Medien und Marketing-Maschinerien. So schreibt Weigert:

«Je stärker Willenskraft und Selbstdisziplin sind, desto eher richten wir unser Handeln an langfristigen Zielen aus. Je schwächer sie ausgebildet sind, desto stärker lassen wir unser Agieren von kurzfristigen Interessen und uralten Instinkten beeinflussen. Willenskraft erfordert erheblichen Energieaufwand, weshalb jeder Mensch früher oder später Augenblicke der ‘Schwäche’ erlebt.» » weiterlesen

Eingefahrene Denkmuster aufbrechen:
Besser arbeiten mit einer positiven Einstellung

Einfach mal etwas wagen! Julia Malchow, die mit ihrem kleinen Sohn eine Reise in der Transsibirischen Eisenbahn unternahm, macht’s vor. Ihr Beispiel lässt sich wunderbar aufs Arbeitsleben übertragen. Auch hier stossen positives Denken und Mut oft auf Widerstände und Vorurteile.

Es gibt diese Tage, an denen man sich nur mal kurz bei Facebook einloggt, um über den Schwachsinn, den man gerade im Internet gefunden hat, zu lästern. Und an denen man dann in seiner Timeline wirklich geniale Artikel findet, die ganze Denkweisen aufbrechen können. Sodass man am Ende beschließt, über beides zusammen einen Blogpost zu schreiben. Genau so ein Tag war heute.

Seid doch einfach optimistischer!

Der Reihe nach: Mal abgesehen von der Absurdität, dass Coca-Cola ausgerechnet in Berlin ein sogenanntes Happiness-Institut unterhält (natürlich als PR-Gag, wozu soll es sonst gut sein?), hat dasselbe Unternehmen nun in einer Befragung von über 1.000 Deutschen herausgefunden: 37 Prozent der Befragten wären gerne optimistischer. Bei den Frauen sind es sogar 41 Prozent. Das sagt sehr viel über die Stimmung in unserem Land aus. Und ich dachte spontan: Na, dann seid es doch einfach! » weiterlesen

Produktivität ganz persönlich:
«Wie lange ich arbeite, ist meine eigene bewusste Entscheidung»

Fionnuala Meehan ist nicht nur Sales Director von Google Ireland, sondern spricht dank Schule und einem Studienjahr in Freiburg auch fließend Deutsch. Studiert hat die Irin Europäische Studien, danach arbeitete sie 5 Jahre lang in der Kundenbetreuung der Best Western Hotels, wechselte dann für weitere 5 Jahre zu AOL und ist nun seit 8 Jahren bei Google. Fionnuala ist verheiratet und hat drei Kinder.

Was tust Du als Erstes, wenn Du Deinen Arbeitstag – zuhause oder im Büro – startest?
Fionnuala Meehan: Ich fange nicht zu Hause an, sondern im Zug – und zwar mit den E-Mails. Denn über Nacht sind zahlreiche E-Mails aus Mountain View eingetroffen, die ich erstmal abarbeite. Wenn ich um 8 Uhr ins Büro komme, habe ich meist Meetings mit den Kollegen von Google in Indien, denn das ist dort Mittagszeit und deshalb ein guter Zeitpunkt dafür. Die Meetings mit den Kollegen aus den USA finden hingegen nachmittags statt. » weiterlesen

Warum wir oft nicht sagen, was wir meinen:
Zeit verlieren mit ungenauer Kommunikation

Eine klare Ansage ist das, was die meisten eigentlich wollen und die wenigsten richtig hinbekommen. Woran liegt es, dass wir oft nicht sagen, was wir meinen, sondern lieber herumdrucksen?

Es passiert immer wieder – im Alltag, im Job, in der persönlichen Beziehung: Wir sagen A, meinen eigentlich B und sind dann irritiert, dass unser Gesprächspartner gar nicht erst versteht, was wir wollen und am Ende vielleicht sogar C tut. Das Ergebnis sind häufig Zickereien, Streit und Machtspielchen, die unnötig Zeit kosten. Besser wäre es doch, gleich zu sagen, was wir eigentlich meinen, oder? » weiterlesen

Arbeiten, wo andere Urlaub machen:
Funktioniert das wirklich?

Digitales Nomadentum und Arbeiten auf Reisen sind grade schwer in. Den Traum, da zu arbeiten wo andere Urlaub machen, scheinen Viele zu haben. Doch ist diese Arbeitsform wirklich so paradiesisch, und wie kann das funktionieren?

Medien leben davon, Träume zu verkaufen. Daher boomen im deutschen Fernsehen gerade Auswanderer-Sendungen über Leute, die sich im Ausland eine neue Existenz aufbauen wollen. In der «Zeit» erscheinen Artikel über Reise-Blogger. Und auch das eher konservative Medium-Magazin berichtete zuletzt mehrseitig über die Journalistin Meike Winnemuth, die bei Günther Jauch ein beachtliches Sümmchen gewonnen hatte und dann ein Jahr auf Weltreise war.

Freiheit bei schlechter Bezahlung?

Ab ins Paradies also und alles toll – wie man das organisiert, wissen wir ja spätesten seit «The 4-Hour Workweek» (Affiliate-Link) von Timothy Ferriss, über das auch imgriff.com damals ausführlich berichtet hat. Oder? » weiterlesen

Kommissar Zufall verbessert das Arbeiten:
Wie zufällige Begegnungen die Kreativität beflügeln

Neue Ideen und Kreativität fallen nicht vom Himmel. Eher werden sie von anderen Menschen inspiriert – oft auch zufällig. Solche Zufälle lassen sich zwar nicht steuern, aber man kann einiges dafür tun.

Kürzlich blieb ich auf dem Weg von Kopenhagen nach Italien in München stecken. Schuld daran war ein Unwetter, das den ganzen Flugverkehr im Raum München außer Kraft setzte. Aufregung wegen der ungeplanten Terminänderung war fehl am Platze: Aus dem unfreiwillige Zwischenstopp wurde eines der witzigsten Netzwerk-Treffen, die ich je hatte. Denn in dem Hotel, in dem die Fluggesellschaft uns untergebracht hatte, trafen Leute zusammen, die sonst wahrscheinlich nie zusammengefunden hätten:

Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts, Solar-Energie-Aktivisten aus Bremen und spanische Geschäftsleute. Und da es nichts anderes zu tun gab als zu warten, blieb uns quasi nichts anderes übrig als uns zu unterhalten. Was mir persönlich eine ganze Reihe neuer Ideen einbrachte. » weiterlesen