Simone Janson

Simone Janson schreibt als Kolumnistin für «Die Welt» und für verschiedene Fachmagazine. Zudem betreibt sie mit über 50 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

Darüber hinaus hat Simone mehr als 20 Bücher geschrieben – darunter den Produktivitäts-Bestseller «Die 110%-Lüge. Mit weniger Perfektion mehr erreichen», der in mehrere Sprachen übersetzt wurde, oder den Social-Media-Guide «Nackt im Netz» – und hat an Lehrwerken und Hochschulveröffentlichungen mitgewirkt.

Simone lebt und arbeitet in Berlin oder reist um die Welt und interviewt Menschen zu innovativen Ideen und neuen wie traditionellen Berufsbildern, durch die sie den digitalen Wandel unserer Arbeitswelt dokumentiert. Als überzeugte Antipräsentistin ist sie stets auf der Suche nach dem idealen mobilen Büro: Leicht und klein genug für Handtasche oder Reiserucksack, aber dennoch praktisch genug, um möglichst viele Arbeitsgänge erledigen zu können. Gefunden hat sie es bisher noch nicht, aber die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt.

Simone Janson in den Social Media:

Simone ist via Kontaktseite zu erreichen.

 

Alle 118 Artikel von Simone Janson auf imgriff.com:

Yahoo-CEO Marissa Mayer verbannt das Home Office I/II:
Trendwende oder Rückschritt?

Der Wandel der Arbeitswelt scheint unaufhaltsam – hin zu mehr Flexibilität, Eigenständigkeit und Kollaboration auch über längere Distanzen hinweg. Doch nun verkündet ausgerechnet die jüngste Frau, die jemals die Leitung eine Fortune-500-Unternehmens übernahm, dass die Home-Worker ins Unternehmen zurückkehren sollen. Eine Trendwende?

Was haben wir bei imgriff.com nicht alles über den Wandel in der Arbeitswelt, neue Arbeitsformen und die Art, sich digital neu zu organisieren, geschrieben! Über den IBM-Manager, der im Home Office auf Gran Canaria arbeitet. Über Gunter Duecks Thesen vom digitalen Wandel der Berufe. Über Studien, laut denen jedem Mitarbeiter in ein paar Jahren nur noch ein Teil eines Schreibtischs zur Verfügung steht und das klassische Büro zum Auslauf-Modell wird. Und über die Möglichkeiten, sich dank Internet kollaborativ zu organisieren.

Wieder «Seite an Seite arbeiten»

Und nun dies: Wie Kara Swisher auf allthingsd.com meldete, verkündete Yahoo-CEO Marissa Mayer in einem internen Memo, dass die Yahoo-Mitarbeiter zukünftig wieder Seite an Seite im Unternehmen arbeiten sollen und nicht mehr in ihren Home Offices. Ihre Begründung: Mehr Produktivität. So steht in dem Memo: » weiterlesen

Wie die Digitalisierung unser Arbeiten verändert II/II:
Chancen und Risiken der Flexibilisierung

In einer Expertenrunde diskutierte ich kürzlich über Vor- und Nachteile des kompetenzbasierten Arbeitens. Dabei wurden die Chancen, aber auch die Risiken dieser neuen Arbeitsform deutlich. Zu den Nachteilen gehört etwa die ständige Selbstvermarktung, aber auch fehlende Akzeptanz.

Wenn wir über kompetenzbasiertes Arbeiten reden, dann fällt vielen Gunter Dueck ein, ehemaliger IBM-Manager und Mathematik-Professor, der mit seinem Vortrag auf der re:publia 2011 für Aufsehen sorgte. Nach seiner Prognose werden sehr viele Berufe ihre Bedeutung verlieren, weil wir dank Internet viel mehr selbst erledigen können – etwa Fahrkarten kaufen oder Informationen recherchieren.

Schon heute, so sagte Dueck ein wenig sarkastisch, weiß ja so mancher Patient, der zwei Stunden im Internet gesurft ist, mehr als sein Arzt. Was übrig bleibt, sind die schwierigen Beratungs- und Verwaltungsaufgaben, für die Deutschland mehr Fachkräfte braucht. » weiterlesen

Wie die Digitalisierung unser Arbeiten verändert I/II:
Die Kompetenzen stehen im Vordergrund

Die Strukturen unserer Arbeitswelt verändern sich durch Digitalisierung und Globalisierung gerade entscheidend. Die Folge sind neue Arbeitsformen und wechselhafte Erwerbsbiografien, in denen Chancen, aber auch Risiken liegen. Die klassische Laufbahn wird ersetzt durch lebenslanges Lernen. Wie sollen Politik und Gesellschaft darauf reagieren?

Im Rahmen eines Forschungsprojektes der stiftung neue verantwortung mit dem Titel «Politik der Arbeit» war ich kürzlich zu einer Expertenrunde eingeladen. Ziel des Projekts ist es, für Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften Ideen, Konzepte und Handlungsempfehlungen für den Wandel der Arbeitswelt zu entwickeln. Die stiftung neue verantwortung e.V. versteht sich als partizipativer Think Tank. Zur Entwicklung neuer Ideen und Lösungsansätze zu den wichtigsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen bringt sie Vordenker und Praktiker aus verschiedenen Bereichen und Disziplinen an einen Tisch. » weiterlesen

Kollaboratives Arbeiten im Netz:
Fluch oder Segen?

Kollaboratives Arbeiten im Internet ist an sich eine tolle Sache: Es kann die Gemeinschaft fördern und durch gemeinsam erarbeitete Erkenntnisse zu besseren Lösungen führen – Stichwort Schwarmintelligenz. Mit den falschen Kommunikationsmitteln kann es jedoch zur Qual werden. Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit kollaboratives Arbeiten im Netz funktioniert?

imgriff.com und Blogwerk sind hervorragende Beispiele für die Ergebnisse kollaborativer Arbeit: Die Redakteure und Autoren sitzen nicht nur in der Schweiz, sondern sind, ob Freelancer oder fest angestellt, über den ganzen Erdball verstreut. Die Kommunikation läuft zum größten Teil via E-Mail, aber auch über soziale Netzwerke oder Tools wie hojoki.

Ein gutes Beispiel also, wie das Internet auch über große räumliche Entfernungen die Chancen der vernetzten Kooperation nutzt, um gemeinsam ein Projekt zu stemmen. Das Internet fördert auch mehr als jedes andere Medium vor ihm Innovationen und schafft damit eine der Grundbedingungen für erfolgreiche Unternehmen.

Neue Kommunikationsmittel lösen Ängste aus

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Bei meinen Vorträgen zu Internet und Social Media stelle ich immer wieder fest, wie groß die Ängste vor den neuen Kommunikationsmitteln sind – und wie groß dementsprechend der Aufklärungsbedarf ist. » weiterlesen

Die Fragmentierung der sozialen Kommunikation:
Wird Google Facebook überleben?

Während Netzaktivisten – etwa hier bei Carta - das Ende des freien Internets durch Facebook befürchten, sehen alte Hasen die Situation gelassener und kritisieren vor allem das Hype-Geschäftsmodell von Facebook. Aus ihren Reihen hört man: Google wird Facebook überleben, u.a. weil sich unsere Kommunikationstools immer weiter fragmentieren. Stimmt diese These?

Kürzlich hatte ich ein spannendes Treffen mit Gerhard Kenk. Er betreibt sein Blog Crosswater Job Guide schon seit 2000 und ist der dienstälteste deutsche Jobbloger. Mit Informationstechnologie beschäftigt er sich jedoch schon wesentlich länger: Gut 30 Jahre lang arbeitete er zuvor in der IT-Industrie. Er hat in dieser Zeit so einige Trends und Hypes kommen und gehen sehen. » weiterlesen

Das Internet und unser Image II/II:
Wie echt sind Identitäten im Netz?

Ist die Kommunikation im «realen» Leben besser und echter als diejenige im Internet? Um diese Frage ging es iersten Teil dieses BeitragsNatürlich ist es im Internet einfacher, sich hinter einer Rolle zu verstecken. Mindestens ebenso viel zur Verfälschung trägt allerdings die Wahrnehmung des Gegenübers bei.

Amina Abdallah Araf al Omari war 2011 die Vorzeigebloggerin aus dem durch das Regime unterdrückten Syrien: Die lesbische junge Frau berichtete direkt von den Unruhen in ihrer Heimat. Bis sie von syrischen Polizeikräften abgeholt wurde und verschwand, wie in ihrem Blog zu lesen war. Aber all das stimmte gar nicht. In Wirklichkeit hatte ein 40-jähriger verheirateter weißer Amerikaner, der im schottischen Edinburgh studierte, sich als Amina ausgegeben. Er wollte mit dem Fake-Blog die Dissidenten in Syrien unterstützen. Am Ende verriet ihn die IP seiner E-Mail-Adresse. » weiterlesen

Das Internet und unser Image I/II:
Sind Internetnutzer Idioten?

Sollen Internetnutzer das Private streng vom Öffentlichen trennen, oder sollen sie im Gegenteil ihr Innerstes nach aussen kehren? Keins von beidem ist ideal. Das Erfolgsmodell heisst: Vergiss die unbedarfte «Authentizität» – kultiviere die Inszenierung.

In seinem Gastbeitrag «Mehr Lebensqualität dank Smartphone, E-Mail, Chat & Co.» hat Benjamin Wagener die Frage aufgeworfen, warum denn elektronische Kommunikation weniger Wert sein soll als direkte Kommunikation, nur weil der Blickkontakt und die bewusste Wahrnehmung des Gegenüber fehlen. Sein Gegenargument: Auch im realen Leben erhalten, so Wagener, viele Leute eine Fassade aufrecht. Wagener meint sogar:

«Was bringen da also direkter Kontakt, die Nuancen der Stimme usw., wenn diese Vorteile inhaltlich nicht genutzt werden? Ich behaupte: Viele hat erst die relative Distanz des Internet dazu gebracht, sich überhaupt erst zu öffnen und anderen anzuvertrauen, weil sie hinter der Tastatur entspannter kommunizieren können, wenn sie nicht den Blicken des anderen ausgesetzt sind.» » weiterlesen

Angst vor der Internetsucht:
Warum abschalten keine Lösung ist

Die Angst vor Internetsucht und Überforderung durch die moderne Technik geht um. Ist einfach abschalten eine Lösung? Kaum. Was hilft, ist ein kluger Umgang mit der Technik.

Hier auf imgriff.com habe ich in den vergangenen Wochen in einigen Blogposts das Thema Überforderung und Stress durch das Internet und neue Technologien diskutiert (zum Beispiel hier, hier und hier).

Die Vielzahl an Kommentaren und zum Teil heftigen Reaktionen zu den Artikeln zeigt, wie groß das Interesse an diesem Thema ist.

Es beschäftigt zum Beispiel auch Katharina Borchert, die als preisgekrönte Bloggerin mit «Lyssas Lounge» bekannt wurde. Seit 2006 war sie Online-Chefredakteurin der WAZ-Gruppe, seit 2010 ist sie nun Geschäftsführerin bei Spiegel Online. Internet und Social Media sind ihr Leben.

Um runterzukommen, fährt sie immer wieder in den afrikanischen Busch – ohne Empfang. Drei Tage leidet sie, dann merkt sie, wie gut ihr die selbst auferlegte Internet-Abstinenz tut; für ihr inneres Gleichgewicht und um den Kopf freizubekommen, wie sie der Journalistin Iris Ockenfels für das medium magazin erzählt.

Nun hat nicht jeder die Zeit und das Geld, gleich nach Afrika zu entschwinden. Es gibt daher Leute, die sich mit Freunden zusammentun, um sich vor dem eigenen Online-Wahn zu schützen. Allerdings nicht in Form eines Gesprächskreises, in dem man gemeinsam über das eigene Suchtverhalten lamentiert und dann zu Hause weitermacht: Nein, es wird tatsächlich etwas unternommen. » weiterlesen

Die Zukunft der Arbeit und Consumerization:
Das Büro als Auslaufmodell

In baldiger Zukunft wird der Arbeitsplatz noch flexibler und mobiler. Die Arbeitsgeräte werden kleiner, vielseitiger und persönlicher. Davon sind IT-Entscheidungsträger überzeugt. An der Consumerization führt für Unternehmen bald kein Weg mehr vorbei.

Vor einiger Zeit habe ich hier über meine persönlichen Wunsch-Arbeitsgeräte der Zukunft geschrieben: Klein und leicht sollten sie sein, eben ideal für die Handtasche, gleichzeitig aber so leistungsfähig wie ein normaler, großer Desktop-PC.

Vor etwas über einem Jahr wurde ich von den Herstellern für die Idee einer Art Mary-Poppins-Tasche, die auf Wunsch das passende Gerät zu Tage fördert, noch verlacht. Heute zeigen diverse aktuelle Studien, dass ein Gerät, das sich flexibel unseren Wünschen anpasst, mehr als eine Wunschphantasie ist. Die Zukunft der Arbeit ist viel flexibler, als sich das offenbar Viele, vor allem auch Hersteller, vorstellen können.

Sechs Endgeräte und zwei Drittel Schreibtisch

Folgt man dem «Workplace of the Future»-Report des IT-Unternehmens Citrix Systems, so kommen im Jahr 2020 auf einen Mitarbeiter sechs Endgeräte und zwei Drittel Schreibtisch. Für seine Untersuchung hat Citrix 1.900 hochrangige IT-Entscheider in 19 Ländern befragt. Die stellen klar: Bis zum Jahr 2020 werden Unternehmen weltweit ihre Büroflächen um rund 14 Prozent reduzieren. » weiterlesen

Falscher Umgang mit dem Internet:
Trägt Mensch oder Technik die Schuld?

Das Internet verändert unser Kommunikationsverhalten einschneidend und vielleicht nicht immer zu unserem Vorteil. Die Frage, über die dabei gerne gestritten wird, lautet: Ist die Technik schuld an der Problematik – oder sind wir Nutzer es?

Kürzlich flogen bei imgriff.com die Fetzen. Leser Benjamin Wagener und ich haben uns einen kleinen Schlagabtausch über ein Thema geliefert, das in Internetkreisen immer immer wieder gerne diskutiert wird: Nämlich die Frage, ob denn nun das Internet schuld ist an der Verrohung der Kommunikationssitten – oder der User selbst. (Die Blogposts dazu hier, hier und hier.)

Naja, erstmal ging es doch um die grundsätzlichere Frage: Hat sich die Kommunikation denn überhaupt verändert, sind die Sitten also verroht und war früher alles besser – oder nicht?

Ich übertreibe ganz bewusst: Benjamin Wagener hat zu diesem Thema einen intelligenten Gastbeitrag geschrieben, in dem er viele Punkte differenziert beleuchtet. Beim Lesen habe ich öfter mal zustimmend mit dem Kopf genickt. » weiterlesen