Simone Janson

Simone Janson schreibt als Kolumnistin für «Die Welt» und für verschiedene Fachmagazine. Zudem betreibt sie mit über 50 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

Darüber hinaus hat Simone mehr als 20 Bücher geschrieben – darunter den Produktivitäts-Bestseller «Die 110%-Lüge. Mit weniger Perfektion mehr erreichen», der in mehrere Sprachen übersetzt wurde, oder den Social-Media-Guide «Nackt im Netz» – und hat an Lehrwerken und Hochschulveröffentlichungen mitgewirkt.

Simone lebt und arbeitet in Berlin oder reist um die Welt und interviewt Menschen zu innovativen Ideen und neuen wie traditionellen Berufsbildern, durch die sie den digitalen Wandel unserer Arbeitswelt dokumentiert. Als überzeugte Antipräsentistin ist sie stets auf der Suche nach dem idealen mobilen Büro: Leicht und klein genug für Handtasche oder Reiserucksack, aber dennoch praktisch genug, um möglichst viele Arbeitsgänge erledigen zu können. Gefunden hat sie es bisher noch nicht, aber die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt.

Simone Janson in den Social Media:

Simone ist erreichbar unter simone [punkt]janson [at]blogwerk [punkt]com.

 

Alle 117 Artikel von Simone Janson auf imgriff.com:

Wie uns gesellschaftliche Konventionen beeinflussen:
Facebook und andere Zwänge

Dass wir uns im Beruf so oft unter Druck gesetzt fühlen, liegt auch daran, dass wir in vielen Fällen impliziten gesellschaftlichen Erwartungshaltungen genügen wollen – obwohl wir selbst vielleicht anderer Meinung sind. Das zeigt sich nicht zuletzt bei der Social-Media-Nutzung im Job.

Social Media ist allgegenwärtig – und genau deshalb fühlen sich Viele zunehmend genervt und überfordert davon. Bei imgriff.com haben wir uns mit dem Thema immer wieder auseinandergesetzt: In meinem Beitrag zu der Frage, ob das Internet ineffizient macht, habe ich z.B. berichtet, wie schnell man im Internet vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen kann und in den unendlichen Wahlmöglichkeiten den Überblick verliert. Corinne Dubacher hat einen Selbstversuch gewagt, einen Tag lang auf Social Media verzichtet – und beschrieben, was sie stattdessen gemacht hat.

Und selbst eingefleischte PR-Experten wie Sachar Kriwoj, Leiter Digital Public Affairs bei E-Plus, sehen Social Media und vor allem Facebook zunehmend kritisch, bezeichnen es gar als «das Ende der Bescheidenheit». » weiterlesen

Freiheit überfordert auch:
Zu viele Wahlmöglichkeiten machen unproduktiv

Demokratie und Internet bringen viele Freiheiten mit sich – darunter die Freiheit, wählen zu können. Nicht nur politisch, sondern auch ganz allgemein: Jeden Tag aufs neue können und müssen wir Entscheidungen treffen. Heute möchte ich die Frage stellen: Kann zu viel Wahlfreiheit unproduktiv machen? Und was bedeutet das im Arbeitsleben?

Ich gestehe ein, dass man mir nachsagt, ich würde andere Menschen gerne überfordern. Zum Beispiel wenn ich einen Vortrag halte oder auch bei der Gestaltung meiner Website. Mittlerweile ist es besser geworden; ich habe eingesehen, dass weniger mehr ist. Aber nur widerwillg. Denn eigentlich ist mein Anspruch, meinem Leser oder Zuhörerer die größtmögliche Menge an Informationen zu bieten und ihm die größtmögliche Wahlfreiheit zu lassen.

Ich bin daher immer ein wenig entsetzt, wenn ich merke, dass die Leute das gar nicht wollen, sondern die Informationen am liebsten in vorselektierten Häppchen genießen. Den Aufwand des Entscheidungsprozesses wollen sie gerne mir überlassen. » weiterlesen

Meetings ohne Chef-Allüren:
Den Selbstdarstellern keine Bühne bieten

Viele gehen rein, wenig kommt raus – so die landläufige Meinung über Meetings. Ganz unrecht haben die bösen Zungen nicht, leider. Dass Meetings oft scheitern, kann an vielen Faktoren liegen. Einer davon, den wir hier näher beleuchten wollen, ist der Hang zur Selbstdarstellung einzelner Teilnehmer. Doch was kann man dagegen tun?

Was haben wir bei imgriff.com nicht alles über Meetings geschrieben. Wie man sie effizienter gestaltet, wie man sie zielgerichtet vorbereitet; wie Prominente wie Marissa Mayer oder Waren Buffett ihre Meetings organisieren, u.v.m.

Einen Aspekt allerdings haben wir bislang etwas vernachlässigt: Dass viele Meetings schlicht am Faktor Mensch kranken. Denn statt als Ort für einen produktiven, offenen Austausch zu dienen, werden Meetings allzu oft von denjenigen Kollegen und Chefs als Bühne missbraucht, die einen Hang zum Vielreden und zur Selbstdarstellerei haben. » weiterlesen

Staatschefin und alleinerziehende Mutter:
Wie vereinbart man Kind und Karriere?

Frauen und Mütter in Führungspositionen; die Vereinbarkeit von Kind und Karriere ist etwas, an dem sich in Deutschland nach wie vor die Geister scheiden. Die ehemalige isländische Staatschefin Vigdís Finnbogadóttir war 16 Jahre lang im Amt und alleinerziehende Mutter. Ihr Tipp: Selbstbewusstsein und Organisation.

Im März habe ich auf der ITB die ehemalige isländische Staatschefin Vigdís Finnbogadóttir interviewt. Sie war 1980 nicht nur weltweit die erste Frau, die demokratisch in ein solches Amt gewählt wurde – sie war auch allein erziehende Mutter. Klar, dass ich bei unserem Gespräch auch genau diese Frage spannend fand, die gerade in Deutschland immer wieder für Diskussionen sorgt: Wie bekommt man Kind und Karriere unter einen Hut?

Die Antwort war einfach – und auf den ersten Blick ein wenig unbefriedigend: «Organisation» sagte Vigdís Finnbogadóttir, und: «Ich habe mir Hilfe gesucht». Unbefriedigend deshalb, weil das aus dem Mund einer Staatschefin einfach klingt. Svenja Hofert hat letztes Jahr in einem sehr treffenden Artikel analysiert, warum Frauen wie zum Beispiel Marissa Mayer – deren Anti-Home-Office-Attitüde wir hier ausgiebig diskutiert haben – kein Rollenvorbild sind: Weil sie Geld haben und sich daher auch genug Hilfe leisten können. » weiterlesen

Das Traumbüro für Arbeitsverweigerer II/II:
10 Tipps für die unproduktive Büroeinrichtung

Wer immer eine gute Ausrede parat haben möchte, warum er seine Arbeit nicht gebacken kriegt, sollte sein Büro so unproduktiv und chaotisch wie möglich einrichten. Dieser zweite Teil des Beitrages gibt konkrete und praktische Tipps.

Du bist unproduktiv aus Überzeugung? Du möchtest der Welt beweisen, dass Du täglich heldenhaft darum kämpfst, die Dinge auf die Reihe zu kriegen, aber alles hat sich gegen Dich verschworen und Du schaffst es einfach nicht? Wo und wie Du auch immer arbeitest: Du solltest dir einige Arbeitsmittel anschaffen bzw. Systeme verwenden, die Dich bei der optimalen Arbeitsverweigerung und bei deiner Desorganisation aufs Trefflichste unterstützen. » weiterlesen

Das Traumbüro für Arbeitsverweigerer I/II:
Wie man das Chaos vorprogrammiert

Seit Marissa Mayers Anti-Home-Office-Offensive wird heftig darüber diskutiert, ob man besser zu Hause oder im Büro arbeitet. Dabei haben wir einen Aspekt bisher sträflich vernachlässigt: Auch die Einrichtung des Arbeitsplatzes spielt eine wichtige Rolle für die Organisation. Gesetzt den Fall, die Yahoo-Mitarbeiter wären zu Hause wirklich untätig gewesen – sie hätten garantiert die folgenden Tipps beherzigt.

Studien zufolge macht ein Großteil der Mitarbeiter in Unternehmen nur noch Dienst nach Vorschrift. Unproduktivität nach Plan also auch im Home Office? Dem findigen Prokrastinierer bieten sich da allerlei Möglichkeiten.

Vielleicht kennst Du den alten Spruch: Wer seine Buchhaltung im Griff hat, hat auch seine Firma im Griff! Diese Aussage lässt sich umkehren: Wer im Job garantiert nichts gebacken kriegten möchte, sollte schön dafür sorgen, dass er den Überblick über Termine, Adressen, Kunden, Projekte, die Finanzen und die Buchhaltung verliert. Dann hat er auch immer gleich die passende Ausrede parat, warum er immer noch nicht fertig ist mit dem Auftrag. » weiterlesen

Ein Erfahrungsbericht:
Angst überwinden macht produktiv

Was hat Extremsport mit dem Job zu tun? Viel! Denn bei beidem hat man Angst, die man überwinden muss. Und das setzt am Ende oft ungeahnte Produktivkräfte frei. So ging es mir jedenfalls, als ich vergangenen Sommer Canyoning machte. Um meine Erfahrungen dabei geht es heute.

Vergangenen Sommer habe ich in Baie-Saint-Paul in der kanadischen Provinz Quebec Canoyning gemacht. Wikipedia schreibt über Canyoning, dass es das Begehen einer Schlucht von oben nach unten sei. Das ist eine heftige Untertreibung: De facto kletterten wir, gesichert durch ein Seil, einen Felsen hinunter, über den ein Wasserfall floß. Erschwert wird die Klettertour dadurch, dass man den Felsen unter dem Wasser nicht sieht, dass die Steine glitschig sind – und dass natürlich ständig Wasser von oben kommt.

Um es kurz zu machen: Ich hatte Angst. Ich bin kein Extremsportler, nicht mal sonderlich sportlich. Ich wandere gerne, fahre Kajak und jogge neuerdings, aber geklettert war ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie. Freiwillig hätte ich das wohl nicht gemacht, allerdings war ich auf Pressereise und es gehörte zum Programm, also dachte ich «Sei kein Frosch». » weiterlesen

Wie man eine schräge Idee mit guter Planung umsetzt:
7 Tipps für eine strukturierte Existenzgründung

Es gibt viele originelle Ideen mit echtem Potential, die im Sande verlaufen. Oft sind fehlendes Durchhaltevermögen und ein Mangel an Struktur und Planung der Grund. Ein Gründer erzählt, wie er seine anfangs ziemlich verrückte Idee Schritt für Schritt umsetzte – und gibt praktische Tipps zum strukturierten Vorgehen.

Berlin ist, so scheint mir manchmal, die Stadt der 1.000 Ideen, eine verrückter als die andere. Leute, die Großes vorhaben, trifft man an jeder Straßenecke. Indes scheitert es häufig an der Umsetzung: Nachdem stundenlang über eine Idee geredet wurde und man sie sich in den glühendsten Farben ausgemalt hat, stellt irgendjemand die Gretchenfrage: «Und wie sieht es mit der Finanzierung aus?» Dann herrscht auf einmal Schweigen, Schulterzucken – und die gute Idee verläuft häufig im Sand. » weiterlesen

Yahoo-CEO Marissa Mayer verbannt das Home Office II/II:
7 Gründe pro & contra

Yahoo-Chefin Marissa Mayer verlangt von allen Mitarbeitern, ihr Home Office aufzugeben und im Unternehmen zu arbeiten. Was sind die Gründe für diesen überraschenden Schritt – auch im Hinblick auf die gesellschaftlichen Folgen?

Vergangene Woche ist ein Memo von Marissa Mayer, CEO von Yahoo aufgetaucht. Darin fordert sie Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, auf, ab Juni wieder im Büro arbeiten – oder aber zu kündigen. Geleaked wurde das Dokument durch mehrere wütende Yahoo-Mitarbeiter.

Darüber, dass eine solche Maßnahme auch gesellschaftlich fatale Signale aussenden könnte, habe ich bereits geschrieben. Denn als jüngste Frau an der Spitze eines Fortune-500-Unternehmens ist Marissa Mayer ein Rollenvorbild als Karrierefrau und Mutter.  » weiterlesen

Yahoo-CEO Marissa Mayer verbannt das Home Office I/II:
Trendwende oder Rückschritt?

Der Wandel der Arbeitswelt scheint unaufhaltsam – hin zu mehr Flexibilität, Eigenständigkeit und Kollaboration auch über längere Distanzen hinweg. Doch nun verkündet ausgerechnet die jüngste Frau, die jemals die Leitung eine Fortune-500-Unternehmens übernahm, dass die Home-Worker ins Unternehmen zurückkehren sollen. Eine Trendwende?

Was haben wir bei imgriff.com nicht alles über den Wandel in der Arbeitswelt, neue Arbeitsformen und die Art, sich digital neu zu organisieren, geschrieben! Über den IBM-Manager, der im Home Office auf Gran Canaria arbeitet. Über Gunter Duecks Thesen vom digitalen Wandel der Berufe. Über Studien, laut denen jedem Mitarbeiter in ein paar Jahren nur noch ein Teil eines Schreibtischs zur Verfügung steht und das klassische Büro zum Auslauf-Modell wird. Und über die Möglichkeiten, sich dank Internet kollaborativ zu organisieren.

Wieder «Seite an Seite arbeiten»

Und nun dies: Wie Kara Swisher auf allthingsd.com meldete, verkündete Yahoo-CEO Marissa Mayer in einem internen Memo, dass die Yahoo-Mitarbeiter zukünftig wieder Seite an Seite im Unternehmen arbeiten sollen und nicht mehr in ihren Home Offices. Ihre Begründung: Mehr Produktivität. So steht in dem Memo: » weiterlesen