Simone Janson

Simone Janson ist Kolumnistin für DIE WELT & Kooperationspartner des F.A.Z.-Instituts. Sie wirkt u.a. redaktionell mit bei einem Magazin zur Zukunft der Arbeit. Zudem betreibt sie mit über 100 Fachleuten das Blog http://berufebilder.de, laut ZEIT ONLINE eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung und Karriere in Deutschland. Sie ist Beraterin und Referentin für Agenturen und Unternehmen wie die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, Ärzteverbände oder diverse Hochschulen.

Darüber hinaus hat Simone mehr als 20 Bücher geschrieben – darunter den Produktivitäts-Bestseller «Die 110%-Lüge. Mit weniger Perfektion mehr erreichen», der in mehrere Sprachen übersetzt wurde, oder den Social-Media-Guide «Nackt im Netz» – und hat an Lehrwerken und Hochschulveröffentlichungen mitgewirkt. Mit ihrer Akademie hilft sie Unternehmen zeitsparend, zu einem Thema die passenden Seminare, Experten und originelle MICE-Locations zu finden.

Simone lebt und arbeitet im Rheinland oder reist um die Welt und interviewt Menschen zu innovativen Ideen und neuen wie traditionellen Berufsbildern, durch die sie den digitalen Wandel unserer Arbeitswelt dokumentiert. Als überzeugte Antipräsentistin ist sie stets auf der Suche nach dem idealen mobilen Büro: Leicht und klein genug für Handtasche oder Reiserucksack, aber dennoch praktisch genug, um möglichst viele Arbeitsgänge erledigen zu können. Gefunden hat sie es bisher noch nicht, aber die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt.

Simone Janson in den Social Media:

Simone ist via Kontaktseite zu erreichen.

 

Alle 188 Artikel von Simone Janson auf imgriff.com:

Produktivität ganz persönlich:
Yahoo-Deutschland-Chef Steffen Hopf im Interview

Steffen Hopf

Steffen Hopf

Als Managing Director von Yahoo Deutschland verantwortet Steffen Hopf das Geschäft von Yahoo in Deutschland. In der Position des Country Commercial Directors ist der 38-Jährige zudem für alle Vermarktungsaktivitäten und die strategische Ausrichtung des Verkaufsteams von Yahoo Deutschland verantwortlich.

Was tust Du als Erstes, wenn Du Deinen Arbeitstag – zu Hause oder im Büro – startest?

Ich versuche immer, meinen Tag mit einer positiven Einstellung beginnen. Um mich gedanklich auf den Tag vorzubereiten, checke ich noch zuhause auf dem Smartphone E-Mails, den Kalender und das Wetter. Dann gönne ich mir immer noch ein paar Minuten für die neusten Tumblr-Einträge, die mich unterhalten und nicht selten für ein Lächeln sorgen. Im Büro werden zuerst die bereits anwesenden Kollegen begrüßt – ich zähle eher zu den Early Birds –, bevor ich dann mit einem Kaffee richtig in den neuen Arbeitstag starte.

Wodurch zeichnet sich Dein Arbeitsstil aus?

Wichtig ist für mich, Aufgaben in ihren Kontext zu setzen und zu erklären, warum diese so wichtig sind. Bei Teamprojekten kommt es auf eine gemeinsame und konkrete Zielsetzung an. Erst wenn alle an einem Strang ziehen, wird das bestmögliche Ergebnis erzielt.

Ich habe vollstes Vertrauen in meine Mitarbeiter und gebe ihnen den nötigen Freiraum, ihre Arbeit eigenverantwortlich und selbständig zu erledigen und vor allem auch ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. Meine Aufgabe sehe ich darin, genau darin mein Team zu bestärken und Hilfestellungen nur dann zu geben, wenn es nötig ist. Für Motivation muss ebenfalls immer Zeit sein. Ich bin ein großer Verfechter offener, transparenter Kommunikation, das A und O einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.
Zudem ist mein Büro nahezu papierlos und das Gros meiner Aktivitäten lässt sich wunderbar online erledigen – ob E-Mails, Video-, Telefonkonferenzen oder Echtzeitkorrespondenz via Yahoo Messenger, alles am liebsten direkt, effektiv und effizient. Ein persönliches Gespräch ist dennoch unerlässlich, gerade bei komplexeren Themenstellungen mit mehreren Beteiligten oder wenn Konflikte und Missverständnisse aus der Welt geschafft werden müssen.

Welche Auswirkungen hatte die vieldiskutierte Abschaffung des Homeoffice auf die Produktivität und Zusammenarbeit bei Yahoo?

Die Folgen der Abschaffung der vollständigen Telearbeit sind durchwegs positiv. Besonders die Teamarbeit profitiert davon: Entscheidungen können so schneller getroffen werden, die Qualität der Arbeit wird gesteigert.

Wie – durch welche Tools und Methoden – steigerst Du Deine Produktivität?

Produktivität ist keineswegs an den Schreibtisch gebunden, im Gegenteil – daher nutze ich viel mein Smartphone und Tablet. Um die Produktivität zu steigern, sind Teilen & Feedback essentiell. Hierzu gehören Best Practice-Cases genauso wie Learnings. Nicht weniger wichtig ist, den Überblick zu behalten und Vorgänge und Prozesse effektiv zu dokumentieren; hier helfen Tools wie z.B. Salesforce. Um dringende Fragen zu klären, aber auch um mich selbst und Kollegen zu motivieren, hilft ein direkter, persönlicher Austausch oft mehr als ein endloser E-Mail-Thread.

Was tust Du, wenn Deine Produktivität nachlässt?

Wenn ich merke, dass meine Produktivität nachlässt, mache ich schlicht eine kurze Pause. Hierfür verlasse ich auch meinen Schreibtisch und denke an etwas komplett anderes. Oft reicht dann ein kurzer Moment, um abzuschalten und die Kraftreserven wieder aufzutanken.

Wo arbeitest Du am produktivsten?

Meinen Arbeitsplatz habe ich so gestaltet, dass ich hier sehr produktiv sein kann: aufgeräumt, ohne jegliche Ablenkung. Daneben kann ich am Flughafen sehr produktiv und konzentriert arbeiten. Während andere die Atmosphäre vielleicht als Ablenkung empfinden, steigert das hektische Treiben vielmehr meine Produktivität.

Arbeitsplatz von Steffen Hopf

Arbeitsplatz von Steffen Hopf

Wie viele Stunden schläfst Du pro Nacht?

Durchschnittlich schlafe ich sechs bis sieben Stunden pro Nacht.

Was fällt Dir sonst noch zum Thema Produktivität ein?

“Don’t reward and measure effort, but outcome” – Produktiviät und Erfolg sollten nicht am Aufwand gemessen werden, sondern immer an konkreten Ergebnissen.

Die größten Stressfaktoren auf Geschäftsreisen:
6 Tipps für entspannteres Reisen

Laut einer Studie klagen 55 Prozent der Befragten über stressige Geschäftsreisen. Was kann man tun, um diese entspannender zu gestalten? Einige Tipps.

Scott Swigart bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Ich habe kürzlich wieder mal miterlebt, wie stressig eine schlecht geplante Reise enden kann: Zu einer Konferenz erschien der Mitarbeiter eines Unternehmens reichlich spät aufgrund von Zugverspätungen. Dann stellte sich heraus, dass von dem Hotel, das er vor Ort gebucht hatte, eher abzuraten ist. Ein anderes Hotel in der Umgebung konnte er im firmeninternen Buchungssystem nicht finden. Da war guter Rat teuer – und der Stress groß.

55 Prozent klagen über Stress auf Geschäftsreisen

Im April hat der Deutsche Reiseverband die Studie Chefsache Business Travel 2014 herausgegeben, wonach sich 55 Prozent der reisenden Geschäftsführer, Fach- und Führungskräfte über den Stress auf Geschäftsreisen beklagen. » weiterlesen

Motivation unter extremen Bedingungen:
Reinhold Messner im Interview

Im August habe ich auf Schloss Sigmundskron in Bozen, Südtirol, den Extrembergsteiger Reinhold Messner interviewt – hier gibt es auch ein Video-Interview mit Reinhold Messner. Der Südtiroler bestieg als erster alle 14 Achttausender und durchquerte die Antarktis, Grönland und die Wüste Gobi zu Fuß. Zudem ist er ehemaliger Politiker, Buchautor und Redner bei Manager-Seminaren.

Reinhold Messner

Reinhold Messner

Was motiviert Menschen zu extremen Leistungen?
Man kann anderen Menschen Motivation nicht aufzwingen, z.B. durch Geld. Die ganzen Motivationsgurus und Motivationsseminare sind daher rausgeschmissenes Geld. Motivation steckt viel mehr in uns, man kann sie nur wecken und dann staunen.

Ich bin grundsätzlich nur mit Leuten losgegangen, die dieselbe Motivation haben wie ich selbst. Beispiel Antarktis-Durchquerung: Wenn meine Mitstreiter nur durch Geld motiviert worden wären, hätten sie wohl möglich nach einer Woche aufgegeben. Das wäre schlicht unmöglich gewesen. » weiterlesen

Ist Neues ausprobieren Zeitverschwendung? Checkliste zum Umgang mit neuen Tools

Ständig gibt es neue Tools, die uns mehr Produktivität und ein besseres Leben versprechen. Wenn wir die alle ausprobieren wollten, kämen wir zu nichts mehr – oder?

Auf dieses Thema hat mich kürzlich ein Beitrag von Shel Holtz gebracht: Auf Ragans PR-Daily schrieb er über “7 reasons to try out new tools—without wasting time“. Zu deutsch: 7 Gründe, neue Tools auszuprobieren, ohne dabei Zeit zu verlieren.

Der Titel klang vielversprechend, aber defacto war der Beitrag ein Plädoyer dafür, neue Tools auszuprobieren und zeigte vor allem die Vorteile solcher Tests auf – z.B. dass man mit einem neuen Tool neue Reichweite und neue Nutzergruppen erreichen könnte, was natürlich stark davon abhängt, um welche Tools es sich handelt. » weiterlesen

Wie umziehen beim Aufräumen hilft:
5 Tipps zum radikalen Ausmisten

Umzüge sind eine gute Gelegenheit, das zu tun, was man eigentlich immer mal wieder tun müsste: Ausmisten – und zwar radikal, auch bei liebgewonnen Gegenständen. Wie geht man das richtig an?

Im kommenden Herbst möchte ich umziehen. Es wird ein größerer Umzug in eine andere Stadt werden. Und ich möchte dabei ganz sicher eines: Ein Chaos vermeiden, wie ich es beim letzten Umzug hatte – darüber habe ich hier schon berichtet.

Rechtzeitig planen

Mein Problem damals war, dass ich schlicht den Überblick über mein Hab und Gut verloren hatte. Damit das nicht mehr passiert, habe ich rechtzeitig mit der Planung angefangen – nämlich bereits beim Einzug. Ich habe dafür gesorgt, dass sich nichts Unübersichtliches im Keller ansammelt und ich auch in der Wohnung den Überblick behalte. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich immer wieder Dinge entsorgt habe. Der Gedanke, dass man irgendwann wohl wieder umziehen werde, motiviert dabei immens.

Dennoch sammeln sich in ein paar Jahren doch mehr unnötige Gegenstände an, als man vielleicht geglaubt hat. Daher ist es nötig, wenn der Umzug näher rückt, noch einmal radikal auszumisten – und zwar auch gerade da, wo es vielleicht wehtut. » weiterlesen

Wie Du hypereffizient wirst:
Die 18 besten Tipps

Wie wird man hypereffizient? Indem man sich besser organisiert – und das in allen Bereichen: nicht nur bei Arbeit und Technik, sondern auch beim Essen oder der Kleiderwahl. Die besten Tipps dazu.

Katie Brady bei flickr.com (CC BY 2.0)Unsere Gesellschaft will immer weiter, immer mehr, immer schneller. Wir müssen und wollen hypereffizient werden. Das muss weder schlecht noch in jedem Fall stressig sein: Es macht ja auch bis zu einem gewissen Grad Spaß, sich selbst zu beweisen, dass man mithalten kann.

Hypereffizienz – je einfacher, desto besser

Doch wie geht das nun mit der Hypereffizienz? Alles noch schneller erledigen, noch mehr Stress und Hektik? Das muss gar nicht sein: » weiterlesen

Wie man ein Meeting überlebt:
Mehr oder weniger ernstgemeinte Tipps

Meetings – viele gehen rein, wenig kommt raus, heißt es landläufig. Da liegt es nahe, sich darüber Gedanken zu machen, wie man die Zeit am sinnvollsten herumbringt. Auch wenn natürlich jeder, der produktiv arbeiten möchte, weiss: das Problem »langweilige Meetings« bei der Wurzel zu packen verlangt nach einem radikaleren Ansatz.

Bild: Niels Heidenreich bei flickr.com (CC BY 2.0)Kürzlich stieß ich im Meetingraum des 25hours-Hotel in Zürich West auf eine lustige Marketing-Idee, die bei genauerer Betrachtung gar nicht so lustig ist: Auf den Tischen waren Tagungsunterlagen mit 10 Sprüchen verteilt, die verschiedene Tätigkeiten vorschlugen, wie man die Zeit in einem Meeting mehr oder weniger sinnvoll herumbringt.

Einige Tipps sind naheliegend, andere nicht ganz ernst gemeint und wieder andere schlicht schwachsinnig -  um so vermeintlich witziger, sie auf den Tischen eines Tagungs-Hotels zu finden. » weiterlesen

Die 10 Jobs mit der besten Work-Life-Balance:
Arbeiten Digitalos ausgeglichener?

Die zehn Berufe mit der besten Work-Life-Balance – wer würde sie nicht ausüben wollen? Doch beim genaueren Hinsehen fragt man sich, ob nicht etwa das coole Image Vater des Gedankens ist. Und ist nicht in jedem Beruf etwas mehr Work-Life-Balance möglich – sofern man nur »Nein« sagen kann?

Lars Plougmann bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Ich bin ja misstrauisch, was Statistiken angeht, vor allem dann, wenn gar nicht klar ist, wie die Zahlen überhaupt zustande kamen. Daher erstaunte mich auch die kürzlich bei Mashable veröffentlichte Umfrage: Glassdoor, eine US-Plattform, auf der Mitarbeiter anonym ihre Unternehmen und Chefs beurteilen können, sammelte ein Jahr lang Bewertungen und hat daraus eine Top-10-Liste derjenigen Berufe erstellt, die angeblich die beste Work-Life-Balance haben.

Zur Studie

Darüber, wie viele Bewertungen denn nun genau ausgewertet wurden, habe ich nichts gefunden – laut Wikipedia gab es auf Glassdoor im April 2014 über 500.000 Bewertungen, das wäre ja ein ganz ansehnlicher Datensatz. Dennoch sind anonyme Online-Bewertungen natürlich eine äußerst fragile Angelegenheit – und sie können genau so gut gefälscht sein. » weiterlesen

Quantified Self für Kids – Teil 2:
Wie ständige Optimierung Eltern und Kinder stresst

Kürzlich habe ich bei einem Aufenthalt in Estland das ICT-Democenter besucht. Dort haben wir über das E-Government-System der estnischen Regierung diskutiert. Ein Thema, das ich besonders spannend fand, war das Tool e-School, dessen Zweck und Anwendungsbereiche ich im ersten Teil meines Beitrags erklärt habe. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Kinder hier schon früh »über-optimiert« werden.

Brad Flickinger bei flickr.com (CC BY 2.0)Ein Vater erzählte uns, dass er sich zunächst auch Sorgen gemacht habe, seine Tochter könne sich überwacht fühlen. Die aber habe ihren Vater von sich aus gebeten, noch einmal zu überprüfen, welche Hausaufgaben sie aufhat.

Eine Big-Brother-Situation hat sie offenbar gar nicht gesehen – vielmehr wurde der Überwacher zum Sekretär gemacht. » weiterlesen

Quantified Self für Kids – Teil 1:
Wir werden zu einer Gesellschaft von Self-Trackern

Die Quantified-Self-Bewegung findet weltweit immer mehr Anhänger. Kein Wunder, wenn bereits Kinder für diesen Trend begeistert werden. Ein krasses Beispiel dafür habe ich Estland gefunden.

Brad Flickinger bei flickr.com (CC BY 2.0)Unter den imgriff-Autoren sind die Meinungen zum Thema Quantified Self bekanntlich geteilt: Patrick Mollet steht der Bewegung eher aufgeschlossen gegenüber;  Sabine Gysi, Martin Weigert und ich selbst sind eher skeptisch. Martin will nun ein Abflauen dieses Booms ausgemacht haben.

Hauptargument: Selbstoptimierung

Auch wenn ich dies bezweifle, würde ich es sehr begrüßen: Die Begeisterung dafür, sich selbst in allen Details zu vermessen und Selbstverbesserung zu betreiben, ist mir schlicht ein wenig unheimlich – auch wenn die Self-Tracker auf diese Weise sicherlich Ergebnisse gewinnen, die ihnen bei der Selbstoptimierung und Effizienzsteigerung behilflich sind. » weiterlesen