GTD-Tools (VI):
ThinkingRock

ThinkingRock ist eine schlanke, plattformübergreifend verfügbare und kostenlose GTD-Anwendung. Wir haben sie ausführlich getestet.

ThinkingRock wurde bereits mehrere Male von imgriff.com-Lesern in den Kommentaren lobend erwähnt, und auch ich habe meine Aufgaben einige Zeit damit verwaltet. Das Tool orientiert sich eng an “Getting Things Done” (GTD) und will ein “trusted system” für diese Methode sein, also genau das einfache, vertrauenswürdige System, das all die losen Enden, die einem sonst im Kopf herumschwirren, auffängt.

Es geht von einem “natürlichen Workflow” aus und bietet zahlreiche Optionen, um Aktionen zu erfassen, zu bearbeiten und zu filtern. Dadurch wird ThinkingRock zu einer mächtigen Anwendung, mit der man auch bei sehr umfangreichen To-Do-Listen schnell genau die Aufgaben auswählen kann, an denen man hier und jetzt arbeiten kann und möchte.

Der Willkommensbildschirm von ThinkingRock bildet den GTD-Workflow ab (anklicken für größere Ansicht)

Der Willkommensbildschirm von ThinkingRock bildet den GTD-Workflow ab (anklicken für größere Ansicht)

Beim ersten Aufrufen der Anwendung sind zunächst Kontexte, optional “Topics” und Kriterien wie Zeitbedarf, Anspruch an körperliche oder geistige Energie sowie Prioritäten zu definieren. Die vorgegebenen Prioritäten (“must”, “should”, “would” und “could”) möchte man vielleicht durch andere ersetzen, die Auswahl an Zeitspannen und Energiezuständen ist dagegen sinnvoll und sofort anwendbar. Vorgegebene Kontexte und “Topics” gibt es nicht.

Gedanken erfassen und organisieren

Hat man diese Vorarbeiten abgeschlossen, kann es ans Notieren von Gedanken (“Thoughts”) gehen. Das erfolgt kurz und schmerzlos, ohne viele Optionen, lediglich einem “Topic” kann man die Ideen sofort zuordnen, und ein Notizfeld steht für Erläuterungen zur Verfügung. Erst im zweiten Schritt werden diese Ideen durchgearbeitet – und vor allem nach zwei Kriterien unterschieden: “actionable” für die Punkte, bei denen etwas zu tun ist, und “not actionable” für den Rest.

Das Durcharbeiten der Gedanken - hier die Ansicht für eine Aktion mit Termin (anklicken für größere Ansicht)

Das Durcharbeiten der Gedanken - hier die Ansicht für eine Aktion mit Termin (anklicken für größere Ansicht)

Die “not actionable“-Kandidaten können entweder gleich wieder gelöscht werden (ratsam z.B. bei Ideen, die man sowieso nie umsetzen wird), als “reference items” für den späteren Gebrauch archiviert oder auf die “maybe/someday”-Liste verschoben werden. “Maybe/someday”-Aktionen erhalten ein “tickle date”, einen Wiedervorlage-Termin also, zu dem die Aktionen erneut im Eingang erscheinen; so wird die “maybe/someday” Liste keine “Sankt Nimmerlein”-Liste.

Die “actionable“-Kandidaten können in vier Typen von Aktionen überführt werden:

  • Delegierte Aktionen (für die zumindest im ersten Schritt jemand anderes etwas tun muss)
  • Inaktive Aktionen (also solche, die noch nicht angegangen werden können, die aber auch nicht auf die maybe/someday-Liste gehören)
  • Geplante Aktionen (mit Termin)
  • Schnellstmöglich zu erledigende Aktionen (“do ASAP”)

Besonders überzeugend sind dabei die ausgefeilten Optionen für wiederkehrende Aktionen, die auch Angaben wie “jeden zweiten Mittwoch im Monat” zulassen.

Projektverwaltungsoptionen

Eingearbeitet ist die Möglichkeit, Aktionen in Projekten zu organisieren, also eine Idee gleich im “process”-Schritt einem Projekt zuzuordnen oder eine Aktion bereits in diesem Schritt in ein Projekt zu verwandeln. Zusätzlich können Projekte in der “Projects”-Ansicht erstellt und bearbeitet werden; ein Projekt kann sich in beliebig viele und beliebig verschachtelte Unterprojekte aufteilen (Vorsicht, Verzettelungsgefahr!). Aufgaben oder Unterprojekte können auch per Drag & Drop neugeordnet werden. Etwas umständlich gestaltet es sich lediglich, eine einzelne Aktion nachträglich einem Projekt zuzuordnen oder in ein Projekt umzuwandeln: das ist nur über ein “reprocessing” machbar.

Die “review”-Funktionen schließlich gestatten, Aktionen nach Kriterien wie Kontext, topic, Zeitbedarf, Anspruch an geistige oder körperliche Fitness zu filtern und zu sortieren. Aktionen können jederzeit “reprocessed”, also neu durchgearbeitet, und damit zum Beispiel auch auf die maybe/someday-Liste verschoben werden. In jedem Schritt können Aktionen mit Notizen versehen werden.

Die 'review actions'-Ansicht mit Filtern und einer erledigten Aufgabe

Die 'review actions'-Ansicht mit Filtern und einer erledigten Aufgabe

Ergänzt wird das Programm durch grundlegende, aber nette Import- und Exportfunktionen: Gedanken können – einer pro Zeile – in einer .txt-Datei notiert und später importiert oder Aktionen im ical-Format exportiert werden. Und für den Fall, dass man einmal eine gedruckte Projektübersicht oder To-Do-Liste braucht, gibt ThinkingRock verschiedene Reports im PDF-Format aus oder erstellt PocketMods.

Fazit

Mir gefallen an diesem Programm vor allem seine hohe Flexibilität, die plattformübergreifende Verfügbarkeit, die umfangreichen Filterfunktionen und – was ThinkingRock zum Beispiel von Remember the Milk abhebt – die Projektverwaltung. Angenehm aufgefallen ist mir auch die ausführliche Hilfe, die nicht nur technische Funktionen erklärt, sondern auch in den Gebrauch des Systems einweist.

Man muss übrigens die GTD-Methodologie nicht kennen, um aus ThinkingRock Nutzen zu ziehen, es funktioniert auch ohne dessen Prinzipien. Wie mit jedem mächtigen System kann man sich damit auch verzetteln; alles in allem ist ThinkingRock aber eine überzeugende Umsetzung von GTD in Software.

Das Tool ist als Freeware unter CDDL-Lizenz verfügbar. Eine kostenpflichtige Mitgliedschaft in der ThinkingRock-Community für 40 US-Dollar jährlich bietet die neuesten Funktionalitäten, bevorzugten Support, Betaversionen und Rabatte bei geplanten, kostenpflichtigen externen bzw. mobilen Anwendungen.

» ThinkingRock-Website
» Alle bisher getesteten GTD-Tools

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31 Kommentare

  1. … und auch ich habe meine Aufgaben einige Zeit damit verwaltet.

    das heisst, du nutzt das programm demnach jetzt nicht mehr? warum nicht (dein fazit fällt ja eigentlich sehr positiv aus)? und was ist deine alternative?

    der text tönt jedenfalls sehr positiv und die screenshots machen lust auf mehr! wird von mir also demnächst einmal ausprobiert – danke für den bericht!

    • Martin, unter den digitalen Lösungen zur Aufgabenverwaltung ist ThinkingRock in der Tat mein Favorit. Ich bin jedoch vor einigen Wochen dazu übergegangen, meine Aufgaben wieder auf Papier zu verwalten. Grund Nummer eins dafür: Papier ist wirklich ubiquitär und schnell. Auf meinem privaten Blog habe ich einige weitere Gründe für Papier notiert: Selbstversuch: Zurück zu Papier.
      Das ist der einzige Grund, warum ich ThinkingRock zur Zeit nicht verwende.

      Gudrun, ich kann Sven nur recht geben – das System klingt komplizierter, als es ist und führt einen recht reibungslos durch den Workflow. Der Aufwand für das Einrichten und Lernen des Programms ist sehr gering – aus meiner Sicht spricht überhaupt nichts gegen unverbindliches Ausprobieren.

  2. Hi, finde den Artikel interessant und werde mir die Sache bei Gelegenheit mal genauer ansehen – meiner Erfahrung nach besteht bei solchen Programmen halt immer die Gefahr, dass man sich in Programmdetails bzw. im Erlernen derselben verliert, statt das zu tun, was man eigentlich mithilfe des Programms tun möchte :). Mir erscheint das Tool eher zu komplex.

    Positiv: Es kostet nix. Negativ: Gerade WEIL es nix kostet, läuft man Gefahr, es mal unverbindlich auszuprobieren …

  3. Also, ich kann jedem nur dazu raten.
    Ich verwalte selbst meine Aufgaben damit und kann die Befürchtungen von Gudrun entkräften: Es gibt nur sehr wenige Pflichtfelder, die auszufüllen sind und mit dem Template-Plugin lassen sich sogar Vorlagen erstellen, die bei Bedarf einfach in ein Projekt reinkopiert werden können. Beispiel: Ich habe in meinem Studium sehr viele Aufgaben zu rechnen. Diese habe ich nach Themen sortiert und dann innerhalb der Themen habe ich fortlaufende Nummern für die einzelnen Aufgaben vergeben. Die Nummern habe ich als Vorlage hinterlegt, so dass ich bei 42 Aufgaben, einfach die Aufgaben 1-42 in mein Unterprojekt reinkopieren kann. Etwas ähnliches habe ich auch für die Buchhaltung, allerdings mit Monaten (Jan-Dez); einfach reinkopiert und dann kann man mit dem arbeiten beginnen.

    Ich habe mich anfangs etwas gegen TR gesträubt, weil es wirklich nicht hübsch anzusehen ist, aber bis auf die Interoperabilität mit anderen Anwendungen (es gibt momentan nur den ical-Export) ist das Programm wirklich zu empfehlen, da es einem die Freiheit lässt, wie komplex man planen und strukturieren möchte. Diesen Funktionsumfang findet man bei sonst keiner Software, die nach dem GTD-Prinzip funktioniert.

  4. Gute Übersicht über das Programm, dem Fazit kann ich mich nur anschließen.

    Ich persönlich nutze tagsüber das mit ThinkingRock erstellte PocketMod – Papier ist eben praktisch. :) Abends gleiche ich das dann mit ThinkingRock ab und kann mir nach dem Review direkt das PocketMod für den nächsten Tag ausdrucken.

    Zwei kurze Anmerkungen noch zum Thema Projekt-Verwaltung in ThinkingRock: Aufgaben lassen sich auch direkt über das Kontext-Menü in Projekte umwandeln. Das nachträgliche Hinzufügen von Aufgaben zu Projekten ist auch über Ausschneiden/Einfügen direkt machbar.

  5. Hm, ihr habt mich überzeugt :). Ich habe mir mal die Homepage näher angesehen, das Programm heruntergeladen und begonnen, es zu testen.
    Erster Eindruck: Hervorragend, um GTD zu lernen. Ob es sich für mich auf Dauer bewährt…? Ich hab immer noch den Eindruck, dass es zu komplex ist und die Erfassung / Verwaltung letztlich zu viel Zeit kostet. Mag sein, dass dieser Eindruck bei längerem Gebrauch verschwindet.

    Derzeit verwende ich übrigens “MyLifeOrganized”, das teilweise ähnlich aufgebaut, aber in der Benutzeroberfläche viel simpler ist. Das klappt gut für schlichte ToDo-Listen und (nach einigem Herumprobieren) für tägliche Routinen. Projektplanung spielt es allerdings nicht (zumindest nicht in der Freeware-Version) und genau da hänge ich momentan. Insofern könnte mir Thinking Rock wirklich weiterhelfen.

  6. Danke für diese Review.

    A German version of the screens is also now available.

    Claire from the ThinkingRock team.

  7. Hallo,

    hab’s mir jetzt mal ‘runtergeladen. Erster eindruck gut. Warum müssen gedanken eigentlich “processed” werden? Wieso kann man die nicht schlicht und einfach editieren? Aber das nur am rande.

    Was mir wirklich fehlt, ist die möglichkeit, die eisenhower-kategorien als “criterion” zu vergeben. Werde es mal mit zweckentfremdung des priority-criterions als workaround versuchen.

    Frage in die runde: auf der website wird darauf hingewiesen, daß es seit ein paar wochen auch eine deutsche version gäbe. Nur finde ich leider nirgends einen link, um mir diese herunterzuladen. Kann mir jemand weiterhelfen?

    Vielen dank schon mal

  8. AFAIK wird bei GTD bewusst auf die Eisenhower-Methode verzichtet, dafür lassen sich allerdings dringende Aufgaben anhand ihres Fälligkeitsdatums filtern. Für die Achse Priorität kann man die Prioritätskriterien nehmen. So lässt sich auch die Eisenhower-Methode abbilden.

    Der große Vorteil von TR ist, dass man nicht an irgendwelche Modelle gebunden ist, sondern einfach nur Daten eingeben muss und man sie sich danach beliebig filtern lassen kann. Das erfordert allerdings Zeit für die Einarbeitung in den Funktionsumfang der Software und etwas mehr Zeit für die Analyse des eigenen Bedarfs. Hier hat man dann alle Freiheiten, die ähnliche Programme meist vermissen lassen.

    Für die deutsche Version muss man sich über TR -> Extas -> Plugins das Sprachmodul runterladen. Danach lässt es sich in den Optionen einstellen.

  9. Hallo Sven,

    vielen dank für die prompte aufklärung hinsichtlich sprach-plugin. Werde ich nachher mal ‘runterladen.

    Andere frage: ich finde keine möglichkeit, zu einem bestehenden projekt EINFACH weitere NA’s hinzuzufügen. Mit EINFACH meine ich, daß ich in der entsprechenden maske NUR die neue NA eingeben/editieren muß, der ganze rest (projektname, kontext, priorität, topic, etc.) aber einfach von der vorhergehenden NA übernommen (und nur bei bedarf abgeändert) wird. Gibt’s da ‘ne lösung, die ich bisher schlicht noch nicht entdeckt habe?

  10. Das gibt es auch nicht. Es gibt lediglich eine Voreinstellung für neue Aktionen. Wenn du Aufgaben in einem Projekt haben willst, musst du einfach nur beim Erstellen der Aufgabe (F3) den entsprechenden Projektordner markiert haben.

  11. We are happy to answer any questions if they are in English. You can use our contact email from our website.

    We also have a forum where you can put your question (or find answers).

    TR comes with help files (in English) and extra documentation (flow, etc) on the website.

    Claire from the ThinkingRock team.

  12. Hallo 22.mai,

    ich habe es ja schon im Artikel angedeutet, daß die vorgegebenen Kriterien vielleicht nicht für jede/n taugen, ich habe es auch so gemacht, daß ich an die Eisenhower-Matrix angelehnte Prioritäten verwendet habe.
    Wenn man sich ein wenig durch die Einstellungen arbeitet, ist TR recht flexibel, man muß sich mit diesem Programm nicht an die Regeln von Getting Things Done halten.

    Was die Frage mit dem “processing” betrifft, bin ich mir gerade nicht sicher, ob es Dir um das Inhaltliche geht, also die Systematik “erst sammeln, dann verarbeiten”, oder darum, daß ich in meinem Artikel die englische Terminologie verwende. Was von den beiden ist die Frage?

  13. Hallo allerseits!

    Ich bin seit einiger Zeit mit der GTD Methodology von David Alen vertraut und möchte soweit es geht von der “Paper-Based” Lösung weg.
    Dazu ist mir als erster OmniFocus über den weg gelaufen da ich im Büro einen iMac habe und ansonnsten über ein MacBook und iPhone verfüge.
    ThinkingRock habe ich probiert und bin dooch sehr angetahn, daher hätte ich folgende Fragen an euch:

    1. Wie kann ich meine Projekte, Tasks, Referencematerial (eigentlich alles) zwischen Arbeitsplatz iMac, unterweg MacBook und zuhause PC syncronisieren? (am besten ohne Datei über USB-Stick oder so hin und her kopieren, sondern WebDAV FTP Server oder ähnlichem)
    2. Wie kann ich meine TR Sachen auf den iPhone bekommen? Es gibt ein OmniFocus für iPhone gibt es TR für iPhone?
    (Bin über alle Vorschläge sehr Dankbar, Kostenpflichtig oder nicht ist mir momentan ehrlich gesagt egal, hauptsache ich kann unterbrechungsfrei und überall UpToDate arbeiten)

    Herzlichen Dank im Voraus!

    L.G. Zsolt

  14. @ Camilla

    es ging gar nicht darum, daß DU diese terminologie benützt (Du zitierst sie ja im grunde nur). Ich wollte lediglich zum ausdruck bringen, daß sich die benutzung des terms “processing” seitens TR für mich als gewollt “hochgestochen” anhört, wo das einfache wort “editing” auch ausreichen, aber sich halt nicht so wichtig(tuerisch) anhören würde.

    Apropos: ich vermisse bei TR die von diversen programmen gewohnte edit-funktionalität der F2-taste…

  15. @22. Mai:

    “Processing” kommt auch nicht von TR, sondern von David Allen selbst. Die Bedeutung ist auch eine andere: Gedanken und Vorstellungen werden in konkrete Aufgaben und Projekte überführt. Es ist also mehr eine Umwandlung als eine Änderung.

    Beim Editieren kannst du dir die F2-Taste aussparen, da du beim Anwählen einer Aufgabe oder eines Projektes auf der rechten Seite automatisch im Editiermodus bist.

  16. Hihi, wenn ich euch zuhöre zulese, hab ich den Eindruck als ginge es hier in allererster Linie um Methodenreinheit. “Ich studiere GTD im dritten Semester” – “Ich im fünften” – “Ich hab Eisenhower studiert und halte nix von GTD”… oder so.

    Geht es nicht letztlich einfach um die individuell passende Methode, die eigene Arbeit möglichst unkompliziert und angenehm zu bewältigen? Oder hab ich da was falsch verstanden? ;)

  17. @Gudrun: Das siehst du leider falsch. TR versucht GTD direkt abzubilden und hierfür werden dann keine neuen Begriffe erfunden, sondern der vorhandene Wortschatz genutzt. Wenn sich dann jemand am Wortschatz stört, dann sollte er eher David Allen kontaktieren.

    Das praktische dabei ist, dass wenn es direkt abgebildet wird, man selbst entscheiden kann, was man davon nutzt. Ich nutze den “Collect”- und “Processing”-Teil nur für besonders komplexe Aufgaben und lege mir für einfachere einfach ein Projekt an.

  18. Von MLO gibt es seit kurzem die v3.0. Wie wäre es mit einem Review? Einfach mal support at mylifeorganized.net anmailen.

  19. @Sven: Vielleicht hast du mich falsch verstanden. Ist schon klar, dass TR strikt an GTD ausgerichtet ist, aber wie Camilla sagt, kann man es zweifellos auch anders verwenden. Gerade das macht das Programm sinnvoll. Gerade das macht übrigens auch GTD sinnvoll, das ist ja auch keine dogmatische Vorgabe, wird nur von seinen Adepten teilweise so aufgefasst.

    Was ich meine ist: Es kann doch nicht Sinn und Zweck der Sache sein, dass Produktivitätsmethoden zum Selbstzweck werden. Man probiert etwas aus, nimmt sich davon was passt oder lässt es bleiben. Es ist irrwitzig, daraus nachgerade eine Religion zu machen. Ich finde es für mich sehr brauchbar, all die Dinge zu lesen, und setze um was ich davon brauchen kann. Ich bin gerade am Testen, was für mich am besten funktioniert.

    TR funktioniert für mich in der Praxis leider nicht, es braucht zuviel Arbeitsspeicher, daher bleibe ich bei MLO. Zumindest bis sich einen neuen Rechner habe.

    @Thomas: Gute Idee, daran hatte ich auch schon mal gedacht. Hab MLO 3.0 noch nicht runtergeladen, habs aber vor.

  20. @Gudrun, hat hier irgendjemand versucht, eine “reine Lehre” hochzuhalten? Die einzige “Orthodoxie” sehe ich auf Seiten von Thinking Rock, und da finde ich es angemessen, daß GTD drin ist, wo GTD drauf steht. Modifizieren kann es, wie schon gesagt, der Endbenutzer dann immer noch :)

    Mit dem zweiten Absatz stimmme ich Dir zu, Organisationsmethoden sollten für die Menschen da sein und nicht Menschen versuchen, sich auf Biegen und Brechen einer Methode anzupassen. Mit einem caveat: Ohne Gewohnheitsänderungen ist das schönste Produktivitätssystem witzlos.

    @22.mai: Jetzt wird es ein wenig spitzfindig und geht in die Feinheiten: Ich finde den Ausdruck “processing” gerade richtig und überhaupt nicht hochgestochen, zwischen diesem Ausdruck und “editing” sehe ich denselben kleinen Unterschied wie im Deutschen zwischen verarbeiten und bearbeiten. Vielleicht kommt das in meinem Text nicht hundertprozentig heraus: “processing” ist genau das “Durcharbeiten”, daß Gedanken nach der GTD-Methodik erfahren, bevor sie zu Aktionen werden. Ende der Feinheiten :)

    @Sven, interessant, wie verschieden man Systeme einsetzen kann: Für mich sind gerade diese Funktionen, die einem erlauben, schnell einen “open loop” aus dem Kopf zu bekommen, sehr wichtig und wertvoll, ob nun mit ThinkingRock oder anderen Anwendungen oder auf Papier – grundsätzlich tun meine Karteikärtchen ja nichts anderes als die “capture”-Funktion von TR.

  21. Zsolt, beinahe hätte ich Deine Fragen übersehen:
    1. ThinkingRock speichert alle Einträge in einer Datei mit der Endung .trx an einem frei wählbaren Ort, ich denke, die sollte sich per WebDAV oder einem der üblichen Remote-Sync-Angebote (z.B. Dropbox) ohne weiteres auf dem aktuellsten Stand halten lassen.
    2. Es gibt TR für PocketPC, für iPhone leider nicht.

  22. Ich habe das Programm heruntergeladen und auch die Umstellung auf die deutsche Sprache hat gut geklappt.
    Nun hänge ich aber, da nach dem drücken des Buttons “Neu”
    einfach garnichts geschieht. Hab ich nun etwas übersehen
    oder liegt es an der Installation?
    Habe schon einige andere Programme dieser Art getestet,
    aber dieses Problem ist für mich wirklich einmalig.
    Ich hoffe trotzdem es liegt an mir, da Ihr mir Appetit
    darauf gemacht habt.

  23. mittlerweile haben die smartphones auch die TR Welt erreicht, für das iphone gibt es sogar schon v2.0, android wird leider immer noch weiter aufgeschoben (seufz)
    dealbreaker für mich. solange nutze ich vitalist.

  24. Hallo,

    also ich bin noch in der Testphase mit ThinkingRock. Aber ich bin kurz davor, es zu verwerfen. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich sozusagen zu viel GTD abwandle.
    Aber mir fehlt in dem Programm was wichtiges. Nämlich viel mehr Export und Abgleichmöglichkeiten. Ich habe jetzt nen Haufen Thoughts, bzw dann Actions. Nun brauche ich aber daraus eine TodoListe nach bestimmten Kriterien – zum Beispiel auch nach @Context. Ich kann aber so wie ich das sehe, nicht einfach eine Gruppe exportieren oder eine beliebige Filterung, nur Voreinstellungen. DAmit hab ich dann quasi eine Besorgungsliste in dem Programm und kann sie nicht als Einkaufsliste mitnehmen?

    Auch ansonsten tue ich mir schon noch etwas schwer mit dem Programm, ich glaube, das simple GtD ist für mich besser geeignet, da ist die fehlende Flexibilität nicht so schlimm, da wird es nur zwischennotiert.

    Ich frage mich, ob ich irgendwas noch nicht verstanden hab :)

    • Hallo Nora, es gibt unter dem Menüpunkt “Reports” die Möglichkeit, druckbare Listen zu erzeugen, unter anderem nach Kontext gefiltert.
      Listen importieren kann man unter File > Import > Thoughts. Die Liste muß im .txt-Format mit einem ToDo pro Zeile vorliegen.
      Unter Tools > Options (und dann unter Miscellaneous > Email) gibt es ferner eine Möglichkeit, das Abfragen einer Mail-Adresse via POP/IMAP einzurichten (aber Achtung: ThinkingRock läßt damit meiner Erfahrung nach die Mails nicht auf dem Server – das hat mir einmal unfreiwilligen E-Mail-Bankrott beschert).

      Im übrigen ist GTD ja schlicht eine Methode, die erst einmal unabhängig von Thinking Rock (und überhaupt Werkzeugen) ist. Ob ich das mit Karteikarten oder mit einer Software mache – GTD bleibt GTD. ThinkingRock ist schon einer der komplexeren Vertreter der Gattung – da gebe ich Dir recht.

  25. Hallo zusammen,

    für ThinkingRock gibt es mittlerweile eine deutsche Homepage.


    http://www.thinkingrock.de

    Gruss
    Benjamin

    • Hallo,

      ich vielleicht interessiert es jemand von Euch.
      Auf der deutschen Website habe ich endlich ein
      Deutsches ThinkingRock Handbuch gefunden.
      http://www.thinkingrock.de

      Ich habe es mir als ebook heruntergeladen und bin begeistert. Ich habe noch nirgends solchen detailierte Beschreibungen in deutscher Sprache gefunden.

      mario

  26. Hallo zusammen,

    ThinkingRock wurde in den letzten Monaten deutlich weiterentwickelt.

    So gibt es jetzt z.B. integrierte Kalenderansichten (Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreskalender und vieles mehr.

    Lesen Sie alle Neuerungen der aktuellen ThinkingRock Version 3.4.2 hier nach:
    Aktuelle Neuerungen

    Viel Spass beim Ausprobieren.
    Viele Grüsse,
    Benjamin Eckert

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