Twistory:
Twitter im Kalender

Florian Steglich, 12. Januar 2009 16:19 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Wer als Twitter-Nutzer schade findet, dass seine “Tweets” immer einfach so durchrauschen, sollte sich Twistory ansehen: Das speichert Tweets im Kalender.

Twistory funktioniert ganz einfach: Man gibt auf der Website seinen (oder auch einen fremden) Twitter-Account an und erhält daraufhin einen Feed, den man mit jedem Kalender abonnieren kann, der das iCalendar-Format unterstützt. Das trifft auf Google Calendar, Outlook, iCal und fast alle anderen bekannten Kalender zu. Neue Tweets (so nennt man die über Twitter abgesetzten Nachrichten) werden dann zum Veröffentlichungszeitpunkt in den Kalender eingetragen – das sieht dann zum Beispiel so aus:

Auch bereits veröffentlichte Tweets werden nachgetragen. So hat man einen chronologisch wesentlich ergiebigeren Blick auf das, was man so alles gedacht und geschrieben hat, als in der normalen Twitter-History. Zu jedem importierten Feed gibt es außerdem eine Webseite bei Twistory, die mit wenig nützlichen, aber immerhin schick gestalteten Balkendiagrammen die Tweetfrequenz anzeigt (hier unser Beispiel, der imgriff.com-Feed).

Twistory kommt aus Belgien und hat schon vor einem Dreivierteljahr etwas Aufmerksamkeit bekommen, als es in die Private-Beta-Phase startete – allerdings kaum im deutschsprachigen Raum, wenn ich das richtig sehe. Das Spielzeug funktioniert derzeit leider nur mit öffentlichen Twitter-Accounts – wer also etwa eine Art Twitter-Kalender-Tagebuch starten möchte, kann dafür keinen geschützten Account anlegen, sondern muss das öffentlich tun.

Zusatznutzen: Wer möchte, kann Twistory als Timetracking-Tool verwenden. Dafür setzt man einfach ein “t” bzw. “/t” an den Anfang seines Tweets, und Twistory merkt sich die entsprechende Zeitspanne.

» twistory.net
» Pixelpanic.be, die Website des Twistory-Erfinders Tijs Vrolix

(Und hier übrigens der Twitter-Feed von imgriff.com, mit dem man alle neuen Artikel verfolgen kann.)

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