Für Späterleser:
Instapaper

Florian Steglich, 31. Januar 2008 20:55 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Die einfachsten Lösungen sind oft die besten, und das gilt auch für Software und Webdienste: Die, die sich auf genau eine Sache konzentrieren und überflüssige Features ebenso weglassen wie übermäßige Designorgien, überzeugen am schnellsten. Googles Startseite ist (war) so ein Beispiel, Doodle ist eines, und das noch ganz frische Instapaper ist auch eines.

Instapaper macht das, was die hier neulich vorgestellten Tools “Readeroo” und “Read it later” machen: Es sammelt Links zu Webseiten, mit denen man sich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich beschäftigen will, weil man gerade keine Zeit hat. Dazu legt man sich ein sogenanntes Bookmarklet in der Lesezeichenleiste seines Browsers an und klickt jedesmal, wenn man sich einen Link für später merken will, drauf. So lassen sich die zahlreichen Tabs vermeiden, die bei Vielen über Tage geöffnet bleiben und bei entsprechend hoher Zahl auch die Surfgeschwindigkeit spürbar drosseln. Die Links werden ganz unprätentiös nach Reihenfolge des Eingangs bei Instapaper abgelegt:

Instapaper-Screenshot

Man kann händisch einen Kommentar hinzufügen und auch Titel und URL verändern, wenn man möchte. Gelesene Links rücken nach unten und stehen unter der Überschrift “Recently read” weiterhin zur Verfügung, zusätzlich lassen sich einzelne Links “skippen” - wofür mir allerdings nicht wirklich ein Anwendungsfall einfällt.

Instapaper 2

Das Schönste daran ist die Reduktion auf den Kern der Sache, das Speichern eines Lesezeichens. Fürs Einloggen braucht man keine Mailadresse, wenn man keine angeben mag, und sogar das Passwort ist optional. Marco Arment, der Instapaper gebaut hat, hat vorher schon Tumblr mitentwickelt, eine Art Bloggen auf Extremdiät. Jetzt hat er sich sozusagen die Social-Bookmarking-Dienste vorgenommen und sie der Komponente “Social” ebenso entledigt wie des Taggens. Instapaper ist darum kein Ersatz für del.icio.us, diigo, Furl und Kollegen, aber es ist fürs “Späterlesen” besser geeignet als ein “to read”-Tag bei ebendiesen Diensten, der unter tausenden anderer Bookmarks verschwindet.

» Instapaper.com

(Gefunden bei TechCrunch)

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Nimue

    schrieb am 31. Januar 2008 um 21:44 Uhr (#)

    jo, danke, genau das, was ich die ganze zeit gesucht habe. müll ich mir im opera nicht ständig die leisten zu. :-)

  2. Andreas Hobi | schweizweit.net

    schrieb am 31. Januar 2008 um 22:29 Uhr (#)

    Das brauche ich! :) Danke für den Hinweis, nach einem solchen Dienst habe ich gesucht.

  3. Andi

    schrieb am 1. Februar 2008 um 08:37 Uhr (#)

    Danke, tolle Sache das!

    Aber - wie wärs mit einem Link? Oder hab ich den etwa übersehen?

    Nur so der Vollständigkeit halber; bei TechCrunch haben die den übrigens auch vergessen.

  4. Florian Steglich

    schrieb am 1. Februar 2008 um 08:54 Uhr (#)

    » Andi: Ach, Links sind so last year :D Sorry, hatte ich vergessen.

  5. Andi

    schrieb am 1. Februar 2008 um 09:27 Uhr (#)

    Ach ja, wir haben ja bereits 2008 ;-).

  6. Ole

    schrieb am 1. Februar 2008 um 11:20 Uhr (#)

    Danke, danke, danke!

    Das ist genau das, was ich brauche! Kann ich endlich mal meinen Ordner ?Temp? in meinen Lesezeichen entlasten. Spitze!


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