Für Späterleser:
Instapaper
Die einfachsten Lösungen sind oft die besten, und das gilt auch für Software und Webdienste: Die, die sich auf genau eine Sache konzentrieren und überflüssige Features ebenso weglassen wie übermäßige Designorgien, überzeugen am schnellsten. Googles Startseite ist (war) so ein Beispiel, Doodle ist eines, und das noch ganz frische Instapaper ist auch eines.
Instapaper macht das, was die hier neulich vorgestellten Tools “Readeroo” und “Read it later” machen: Es sammelt Links zu Webseiten, mit denen man sich zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich beschäftigen will, weil man gerade keine Zeit hat. Dazu legt man sich ein sogenanntes Bookmarklet in der Lesezeichenleiste seines Browsers an und klickt jedesmal, wenn man sich einen Link für später merken will, drauf. So lassen sich die zahlreichen Tabs vermeiden, die bei Vielen über Tage geöffnet bleiben und bei entsprechend hoher Zahl auch die Surfgeschwindigkeit spürbar drosseln. Die Links werden ganz unprätentiös nach Reihenfolge des Eingangs bei Instapaper abgelegt:

Man kann händisch einen Kommentar hinzufügen und auch Titel und URL verändern, wenn man möchte. Gelesene Links rücken nach unten und stehen unter der Überschrift “Recently read” weiterhin zur Verfügung, zusätzlich lassen sich einzelne Links “skippen” – wofür mir allerdings nicht wirklich ein Anwendungsfall einfällt.

Das Schönste daran ist die Reduktion auf den Kern der Sache, das Speichern eines Lesezeichens. Fürs Einloggen braucht man keine Mailadresse, wenn man keine angeben mag, und sogar das Passwort ist optional. Marco Arment, der Instapaper gebaut hat, hat vorher schon Tumblr mitentwickelt, eine Art Bloggen auf Extremdiät. Jetzt hat er sich sozusagen die Social-Bookmarking-Dienste vorgenommen und sie der Komponente “Social” ebenso entledigt wie des Taggens. Instapaper ist darum kein Ersatz für del.icio.us, diigo, Furl und Kollegen, aber es ist fürs “Späterlesen” besser geeignet als ein “to read”-Tag bei ebendiesen Diensten, der unter tausenden anderer Bookmarks verschwindet.
(Gefunden bei TechCrunch)











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31. Januar 2008 um 21:44
jo, danke, genau das, was ich die ganze zeit gesucht habe. müll ich mir im opera nicht ständig die leisten zu. :-)
31. Januar 2008 um 22:29
Das brauche ich! :) Danke für den Hinweis, nach einem solchen Dienst habe ich gesucht.
01. Februar 2008 um 8:37
Danke, tolle Sache das!
Aber – wie wärs mit einem Link? Oder hab ich den etwa übersehen?
Nur so der Vollständigkeit halber; bei TechCrunch haben die den übrigens auch vergessen.
01. Februar 2008 um 8:54
» Andi: Ach, Links sind so last year :D Sorry, hatte ich vergessen.
01. Februar 2008 um 9:27
Ach ja, wir haben ja bereits 2008 ;-).
01. Februar 2008 um 11:20
Danke, danke, danke!
Das ist genau das, was ich brauche! Kann ich endlich mal meinen Ordner ?Temp? in meinen Lesezeichen entlasten. Spitze!
25. September 2008 um 11:15
simpy.com macht’s genau schlicht!
25. September 2008 um 11:27
» Paule: Nein, wirklich nicht – vergleich doch nur mal das Design. Zitat Simpy.com:
Instapaper kann davon genau eines: “save”. Und gerade weil die anderen Features fehlen, finde ich es so überzeugend.
17. Januar 2009 um 3:57
gibt’s füe firefox 3.0 heisst readit later ist plugin