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“Zen To Done” auf deutsch

Florian Steglich, 8. Januar 2008 20:45 Uhr, 16 Kommentare Kommentare

Cover ?Zen To Done?Bei “Zen To Done” (ZTD) geht es um eine etwas lebensnähere Umsetzung der “Getting Things Done”-Methode. Wir übersetzen das gleichnamige E-Book des Bloggers Leo Babauta für imgriff.com ins Deutsche.

Der Produktivitätsblogger Leo Babauta, regelmäßigen imgriff.com-Lesern durch zahlreiche Verlinkungen bekannt, hat sich seit gestern endgültig den zentralen Platz auf unseren Hausaltären verdient: Er verkündete mit nur ganz wenig Pathos auf seinem Blog zenhabits.net, dass er all seine Inhalte unter “Public Domain“-Status freigebe. Heißt: Er verzichtet auf seine Urheberrechte an seinen bei sich veröffentlichten Texten.

Wir hatten hier schon einige Zeit “Zen To Done”, Leos Modifizierung von David Allens Getting-Things-Done-Methode (mehr zu GTD in unserer Grundlagenserie) auf dem Schirm, uns aber noch nicht überlegt, wie wir sie präsentieren wollen. Ein paar Minuten, nachdem ich Leos Posting heute gesehen hatte, stand unsere Entscheidung: Wir übersetzen sein E-Book ?Zen To Done? nach und nach ins Deutsche, posten es Stück für Stück, Dröpje per Dröpje, auf imgriff.com, und stellen es am Ende zum Download zur Verfügung.

Ist das nun dreister Content-Klau?

Nein. Dass es erheblichen Aufwand macht, die rund 80 Seiten des E-Books so zu übersetzen, dass es auch auf deutsch gut klingt (wie ich in den letzten eineinhalb Stunden feststellen musste), wäre in dieser Frage kein Argument. Aber Leo Babauta fördert ganz ausdrücklich jede (auch kommerzielle) Verwendung seiner Texte - ein Zitat aus den FAQs in seinem Blogeintrag:

6. What if someone publishes a book with all your content and makes a million dollars off it?
I hope they at least give me credit. And my deepest desire is that they give some of that money to a good cause.

7. But ? but ? they?re stealing from you!
You can?t steal what is given freely. I call this sharing, not piracy.”

Wir ziehen alle Hüte, die wir jemals aufhatten. Eine Million Dollar werden wir nicht machen, indem wir Leos E-Book übersetzen, aber natürlich freuen wir uns über die Möglichkeit, Euch so umstandslos so erstklassigen Inhalt anbieten zu können. Leo gebührt aller Respekt dafür; diejenigen, denen sein ZTD-System, das wir nun ausführlich hier vorstellen werden, gefällt, sind daher unbedingt aufgerufen, sich bei ihm direkt das Original-E-Book zu kaufen, um ihn zu unterstützen. Als PDF-Download gibt es das Buch für 9,50 Dollar (das ist übrigens kein Affiliate-Link, den Leo mit ebenfalls generösen 50% anbietet).

Unsere Kopie als Grundlage der Übersetzung ist natürlich auch bezahlt. Und wir haben uns außerdem überlegt, Leo als Dankeschön 200 Dollar zu spenden. Man hat ja schließlich neulich auch was für die Radiohead-Platte hingelegt.

Viel Spaß mit ?Zen To Done?! Teil 1 dieser neuen Serie kommt gleich morgen.

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11 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ulli

    schrieb am 8. Januar 2008 um 21:35 Uhr (#)

    Finde ich eine klasse Idee. Dank Eurer Seite bin ich auf auf Leo gestossen und seit dem ein treuer Leser seiner Seite. Leo rocks!

  2. Stephan

    schrieb am 9. Januar 2008 um 00:41 Uhr (#)

    Juhu! ;-)

  3. Michael

    schrieb am 9. Januar 2008 um 08:56 Uhr (#)

    Super, das finde ich klasse, endlich komme ich auch in den Genuss das viel zitierte Werk richtig zu verstehen. Danke.

  4. Ole

    schrieb am 9. Januar 2008 um 11:40 Uhr (#)

    Das ist wirklich sehr, sehr gut!

    Ich habe das Original gelesen und kann es jedem nur empfehlen. Hoffentlich ist euch eine ?schöne? Übersetzung gelungen.

  5. andrea

    schrieb am 9. Januar 2008 um 12:05 Uhr (#)

    super! darauf freue ich mich sehr.

  6. Oliver Heine

    schrieb am 13. Januar 2008 um 20:42 Uhr (#)

    Was bedeutet das für die Übersetzung? Public Domain gibt es in Deutschland und in der Schweiz ja nicht.

  7. Marcel Weiss

    schrieb am 14. Januar 2008 um 18:03 Uhr (#)

    PD gibt es sehr wohl in Dtl. und der Schweiz:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Public_domain

    Davon abgesehen, erreicht jede Übersetzungsarbeit meines laienhaften Juristenwissens nach die nötige Schöpfungshöhe um selbst wieder durch das Urheberrecht geschützt zu sein. (So wie beispielsweise auch Einspielungen klassischer Werke, die selbst längst PD sind, selbst wieder geschüzt sind).
    Heißt: Wenn Du willst, kannst Du ZTD zwar selbst gern übersetzen unsere Übersetzung ist aber geschützt wie jeder andere Text hier auch. Inwiefern wir diese Rechte dann wahrnehmen, steht wieder auf einem anderen Blatt.
    Und das ist wie gesagt meine Laiensicht, lasse mich da gern eines besseren belehren. (Auch wenn ich mir da relativ sicher bin).

  8. mds

    schrieb am 15. Januar 2008 um 10:49 Uhr (#)

    PD gibt es sehr wohl in Dtl. und der Schweiz:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Public_domain

    Man kann «Public Domain» auch im schweizerischen Urheberrecht konstruieren. Die Bedeutung ist aber auch damit eine andere als im amerikanischen Recht.

    Heißt: Wenn Du willst, kannst Du ZTD zwar selbst gern übersetzen unsere Übersetzung ist aber geschützt wie jeder andere Text hier auch. Inwiefern wir diese Rechte dann wahrnehmen, steht wieder auf einem anderen Blatt.

    Äusserungen wie diese lassen mich bedauern, dass Leo Babauta keine freie Lizenz gewählt hat ? bei Creative Commons hätte sich bestimmt eine passende gefunden ?

    Und das ist wie gesagt meine Laiensicht, lasse mich da gern eines besseren belehren. (Auch wenn ich mir da relativ sicher bin).

    Übersetzungen sind in der Schweiz urheberrechtlich geschützt.

  9. Riks

    schrieb am 3. Juni 2008 um 11:40 Uhr (#)

    Danke für die lesbare Übersetzung!
    Tipp für die nächste Ausgabe: “Prokrastination” sagt man im Deutschen nicht. “Aufschub, Verschleppen, Verzögern” machen es verständlich. (Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr das Hirn bei Übersetzungen “denglisht”).

  10. Riks

    schrieb am 3. Juni 2008 um 11:41 Uhr (#)

    Danke für die lesbare Übersetzung!
    Tipp für die nächste Ausgabe: “Prokrastination” sagt man im Deutschen nicht. Dafür gibt es die schönen deutschen Worte “Aufschub, Verschleppen, Verzögern”.

    (Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr das Hirn bei Übersetzungen “denglisht”).

  11. Florian Steglich

    schrieb am 4. Juni 2008 um 09:32 Uhr (#)

    » Riks: “Prokrastination” bürgert sich mehr und mehr ein, und es vermittelt vor allem stärker als die harmloseren deutschen Wörter, dass es sich dabei um ein ernstes Problem handeln kann.


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