Thema: Zettelkasten

 

Alle 3 Artikel zum Thema Zettelkasten auf imgriff.com:

Informationen, Wissen und Lernen:
Tools für das persönliche Wissensmanagement

Thomas Mauch, 22. Dezember 2009 um 10.30 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Was muss ich wissen und wie eigne ich mir neues Wissen an: Das war der Fokus des ersten Teils dieses Artikels zum persönlichen Wissensmanagement. Teil zwei widmet sich dem Geek-Aspekt: Welche Tools eignen sich dazu?

Im ersten Teil habe ich fünf Schritte zum persönlichen Wissensmanagement vorgeschlagen. Ich setze verschiedene Tools dazu ein. Wir lieben unsere Tools und Gadgets – meine Auswahl ist eine persönliche und subjektive, im besten Fall mag sie als Beispiel und Anregung dienen. Für jedes vorgeschlagene Instrument gibt es Alternativen, die sich hier und dort unterscheiden oder vielleicht sogar besser sind. Aber wie gesagt: Ich habe meine lieb gewonnen.

1. Schritt: FINDEN
Das Eingangstor: Der Google Reader

Die ganze Welt in einer Applikation. So kommt mir mein Google Reader manchmal vor. Ich lese damit Blogs, Zeitungen, Zeitschriften und lasse mich via Google Alerts über bestimmte Suchwörter im Web informieren. Wie konnte ich ohne leben? Mehr und mehr finden sich Spuren von Crowd Intelligence im Reader: Ich nutze Aggregatoren wie Rivva und verfolge, was andere Nutzer lesen (via die «People you follow»-Funktion). Anfangs eher skeptisch eingestellt stoße ich inzwischen immer wieder auf interessante Artikel aus bisher unbekannten Quellen. Die Information findet inzwischen mich. Zur Zeit lese ich rund 200 verschiedene Publikationen – vermutlich ist das nicht besonders viel. Nach dem Urlaub stehen schon ein paar Hundert neue Artikel zum Lesen an. Hier hilft ein unbekümmerter Knopfdruck: Mark all as read.

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Der Link am Morgen:
Gmail als Zettelkasten

Florian Steglich, 18. September 2008 um 10.51 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Viele schätzen Googles E-Mail-Dienst Gmail vor allem, weil er praktisch unbegrenzten Speicherplatz bietet, der komplett durchsuchbar ist – Löschen und Umsortieren von Mails ist damit nicht mehr zwingend notwendig. Der bekannte US-Blogger Steve Rubel geht einen Schritt weiter: Er nutzt Gmail nicht nur als riesiges Archiv für seine Mails, sondern als Wissensspeicher für alles, was ihn interessiert.

Zur Organisation verwendet er dabei nicht die Gmail-eigenen Tags/Labels, sondern schickt sich Interessantes an seine eigene E-Mail-Adresse und verschlagwortet es in der Mail. Das sei deutlich schneller als das Pflegen der Gmail-Labels. Ein interessanter Weg zu einer neuen Art von Zettelkasten:

» Make Magic with Metadata in Gmail [micropersuasion.com]

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Zettelkasten von Niklas Luhmann:
Der Text, der sich selbst schreibt

Florian Steglich, 5. Juni 2007 um 16.10 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Ein einige Jahre lang gut gepflegter Zettelkasten weiß mehr als man selbst. Und wenn man ihn so lange und gut pflegt, wie es der Soziologe Niklas Luhmann tat, dann entsteht ein Supercomputer auf Papier – der einem sogar das Bücherschreiben abnimmt.

Von Luhmann erzählt man sich, dass es ein Umzugsunternehmen brauchte, um nach seinem Tod seinen Zettelkasten zu transportieren. Und es heißt, dass er seine Aufsätze und Bücher geschrieben habe, indem er passende Notizen aus dem Zettelkasten gefischt und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht habe, sie um ein paar Verknüpfungen und neue Gedanken ergänzte – und fertig war das Werk. Das ist natürlich arg vereinfacht, bleibt aber trotzdem traumhaft: Ein Artikel, die Diplomarbeit, das Buch schreibt sich so quasi von selbst. Denn alles, was man mal irgendwo gelesen oder gehört hat, steckt im Zettelkasten und kann abgerufen werden. Das Prinzip ist simpel:

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