Alle 18 Artikel zum Thema Zeit auf imgriff.com:
Das Wochenende bietet Zeit für Musse – Eigenzeit, wie es die Wissenschaftsforscherin Helga Novotny nennt.
Trotzdem gelingt es uns nicht immer, zur Ruhe zu kommen. Obwohl wir und unser Hirn diese Zeit benötigen, um gesund, kreativ und auch produktiv zu bleiben. Die Zeitschrift «Das Gehirn» der Schweizerischen Hirnliga setzt sich mit dem Thema Stress auseinander und nennt einige Hürden, mit denen wir uns eben diese Eigenzeit verbauen. Zwei Gedanken daraus:
Wir neigen dazu, Freizeit dem Nützlichkeitsdenken zu unterwerfen: Power Yoga über Mittag, Aerobic nach Feierabend, Wellness am Wochenende. Dabei lautete die ursprüngliche Bedeutung von Musse «Fernsein von Geschäften oder Abhaltungen.»
Wir setzen uns einem Erwartungsdruck aus, mit dem wir uns selbst den Weg zum Genuss der freien Zeit verstellen. Das Nichtstun gilt als unproduktiv und öde. Jene wiederum, die keiner produktiven Arbeit nachgehen können, müssen sich in einer Leistungsgesellschaft fast zwangsläufig schlecht fühlen.
In diesem Sinne: Beine hoch und schönes Wochenende!
Unterricht, Hausaufgaben und Lernen: Auch mit der besten Selbstorganisation werden die Pflichten im Leben von Schülern nicht weniger. Aber mit etwas Planung bleibt am Ende mehr Zeit für die spannenden Dinge.
Gastautor Ryan Klarhölter ist aus Braunschweig, 22 Jahre alt und hat gerade erfolgreich die Ausbildung zum Fachinformatiker absolviert.
Als ich 16 Jahre alt war, erwähnte meine Kunstlehrerin, dass sie sich jeden Morgen aufschreibt, was sie an diesem Tag alles erledigen will. Ich hörte sofort auf zu malen und war entsetzt. Überall gibt es Regeln, dachte ich, und diese Frau schafft sich auch noch selbst welche. Selbstbeschränkung: 1. Spontanität: 6.
To-do-Listen sind für viele in diesem Alter mit schrecklichsten Vorstellungen verknüpft. Wenn du gerade in diesem Alter bist, dann klick jetzt bitte nicht weg, sondern lies noch ein paar Zeilen. Ich kann dir nämlich erklären, warum die Vorstellung, To-do-Listen und Selbstmanagement hätten etwas mit geistiger Unbeweglichkeit zu tun, falsch ist, und dir zeigen, was Listen dir persönlich – nicht deinen Eltern oder Lehrern – für Vorteile bringen. » weiterlesen
Vier Denkanstösse aus Nigel Marshs TED-Talk in Sidney: Wie führt man ein ausgewogenes und zufriedenes Leben?
Nigel Marsh ist Buchautor, Coach und Regional Group CEO der Young and Rubicam Brands für Australien und Neuseeland. Zur Hälfte. Denn er ist auch Ehemann und Vater von vier Kindern. In einem TED-Talk in Sidney erläutert er vier Grundsätze, die er für notwendig hält, damit wir ein ausgewogenes Leben führen können.
Das Bemerkenswerte daran: Für einmal präsentiert uns hier nicht ein Experte irgendwelche Quick Fixes und Tipp-Listen. Sondern einfach nur vier überlegenswerte Anregungen, die man selbst weiterspinnen oder aber einfach ignorieren kann.
1. Wir brauchen eine ehrliche Debatte.
Es gibt Job- und Karriereentscheide, die ganz fundamental nicht mit einem ausgefüllten Familienleben verträglich sind. Diese Realität müssen wir anerkennen, wenn eine ehrliche Debatte über das Thema geführt werden soll. Marsh ist auch kritisch gegenüber Massnahmen wie flexible Arbeitszeiten oder die so genannten «Dress Down Fridays»: » weiterlesen
Ein Zwischenruf: Sylvia Frey Werlen, unsere Gastautorin, denkt über den Wert von Zeit und Geld nach.
Manchmal sage ich zu meinem Bruder, der Ökonom ist: «Deine Manager sind unlogisch. Sie haben zu viel Geld und zu wenig Zeit. Ich dachte, ein Homo Oeconomicus merkt, wenn er zu viel von einem Gut hat und zu wenig vom andern. Und rare Güter wie die Zeit sollten doch im Wert steigen. Dazu kommt, wie
deine Untersuchungen zeigen, dass mehr Lohn noch lange nicht mehr Glück bringt. Sobald jemand mehr verdient, steigen automatisch die Ansprüche, die eigenen und die der Umgebung.»
Ich habe das selbst erlebt: Wenn ich früher eingeladen war, konnte ich für wenig Geld vom Blumenfeld einen prächtigen Strauss mitbringen. Als ich eine sehr gut bezahlte Stelle hatte, dachte ich: «Na es sollte schon ein Arrangement von einem eleganten Blumenladen sein.» Hatte ich vorher mein Essen mit Sachen der Billiglinie ergänzt, so griff ich nun automatisch zu den Selection-Produkten. Wo war am Ende des Monats nur mein Geld geblieben? » weiterlesen
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Man merkt es nicht – zunächst. Aber mit zunehmendem Alter schleicht sich langsam das Bewusstsein in den Hinterkopf, dass die Zeit tatsächlich immer schneller vergeht.
Natürlich ist das auf subjektives Empfinden zurückzuführen, das ist nicht zu bestreiten – allen Einstein-Beweisen zum Trotz. Also frage ich mich, warum dennoch die erste Hälfte meines bisherigen Lebens soviel länger gedauert hat als die zweite: Bis ich zwanzig war, vergingen Jahrhunderte, aber vierzig war ich danach von einem Tag auf den anderen.
Die einfache Erklärung lautet:
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Der heutige Morgenlink: Die Internet-Intellektuelle Esther Dyson über das Gefühl, die Zeit vergehe immer schneller und schneller, und das kurzfristige Denken, das daraus folge. In ihren Worten:
“Das moderne Leben hat unser Zeitgefühl auf grundlegende und paradoxe Weise verändert, so dass wir kürzer zu denken scheinen, obwohl wir länger leben. Liegt es daran, dass wir mehr in jede Stunde packen oder dass die anderen mehr in jede Stunde zu packen scheinen? Aus einer Vielzahl von Gründen geht alles viel schneller und passiert mehr.”
» Wir leben länger und denken kürzer [spiegel.de]
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Überall kann man erfahren, wie man mit wenig Zeit noch produktiver wird. Dabei müssten viele unter uns zuerst lernen, sich mehr Zeit für anderes zu nehmen.
Gute Ratschläge fürs richtige Zeitmanagement gibt es viele: In Büchern, Seminaren und auf Blogs sollen Organisationswillige lernen, wie sie sich ihre Zeit besser einteilen. Die ganzen Ratschläge haben nur einen Nachteil: Sie vermitteln immer nur, wie man mehr aus der zur Verfügung stehenden Zeit herausholt und produktiver wird. Im Prinzip auch nicht schlecht.
Nur dass diese Ratschläge für Workaholics pures Gift sind: Denn wer ohnehin ständig im Hamsterrad ständiger Produktivität dreht, braucht keine Tipps, wie er noch mehr schafft. Er braucht viel mehr Anregungen, wie er sich seine Zeit gesund und vernünftig einteilt. Daher haben wir ein paar Zeitmanagementtipps speziell für Workaholics und andere Menschen zusammengetragen, die sich ständig gestresst und überspannt fühlen:
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Leo gegen die Uhr: Zeitmessung ist eine vergleichsweise junge Erfindung, schreibt Blogger Leo Babauta, und ein noch jüngeres Phänomen sei es, dass wir uns permanent und “sklavisch” nach der Uhr richten. Achtung, Kulturpessimismus-Alarm! Der Kerngedanke seines Artikels ist trotzdem nicht dumm: Wo und wie kann man sich, auch mit kleinen Schritten, vom oft schon schulisch anmutenden Stundenplanalltag lösen?
» Simple Manifesto: Break Free from the Tyranny of the Clock [zenhabits.net]
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!