Alle 5 Artikel zum Thema Wissenschaftliches Arbeiten auf imgriff.com:
Die Planung der eigenen Arbeit ist ein Thema voll Mythen. Oft bremsen wir uns durch unrealistische Vorsätze und irrige Annahmen derart aus, dass die wichtigen Dinge liegen bleiben.
Planen war lange ein rotes Tuch für mich. Eine unsortierte To-Do-Liste war ungefähr das Strukturierteste, was ich ertrug. Von allem Strukturierteren oder Festgelegteren fühlte ich mich eingeengt und unter Druck gesetzt. Irgendwann fand ich heraus, dass das an einigen Fehlannahmen über Planung lag.
Ein einmal aufgestellter Plan muss unbedingt durchgezogen werden!
Menschen sind verschieden, was den Umgang mit Plänen angeht. Manche können gut einen einmal im Vorhinein gestellten Plan abarbeiten. Anderen fühlen sich von zu starrer Planung eingeengt, und manche fahren mit bewusst vorläufiger Planung, die dann abschnittsweise angepasst wird, besser. Es gilt ausserdem immer die alte Weisheit:
Kein Plan überlebt den ersten Kontakt mit der Realität!
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Schreibende sollten auf stilistische Lesefreundlichkeit achten. Beachtet man einige grundsätzliche Regeln, werden auch wissenschaftliche Arbeiten angenehm lesbar (Fachartikel und Berichte für Kollegen übrigens auch).
Beim Korrekturlesen von Texten können automatisierte Helfer wie die Rechtschreib- oder Grammatik-Korrektur von Textverarbeitungsprogrammen einem viel Arbeit abnehmen. Anderes erfordert immer noch bewußte Aufmerksamkeit von Menschen, zum Beispiel stilistische Lesefreundlichkeit.
Entgegen dem Klischee, daß Wissenschaftssprache hölzern und langweilig sein muss, können wissenschaftliche Texte angenehm lesbar sein. Das ist für Anfänger im wissenschaftlichen Schreiben nicht einfach: Wie Otto Kruse in seinem Ratgeber Keine Angst vor dem leeren Blatt (Affiliate-Link) anmerkt, fällt es vielen Studierenden schwer, ihren Gedanken Bedeutung beizumessen, wenn sie nicht in komplex klingenden Formulierungen verpackt sind (Kruse, S. 193), und zudem färbt die Fachliteratur, die man für einen Aufsatz durcharbeitet, leicht ab (ebd, S. 195).
Im folgenden habe ich einige Anregungen zusammengestellt, auf welche sprachlichen Kriterien ich achte, wenn ich einen Artikel Korrektur lese. » weiterlesen
Ob in der Schule oder im Studium, jeder war wohl schon einmal dazu aufgefordert, einen Text aus der Feder eines anderen zusammenzufassen. Mit einigen Grundsätzen sind Exzerpte probate Hilfsmittel beim Schreiben von Sachtexten wie beim Lernen.
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Für mich war das Herausschreiben von Informationen aus einem Text nicht nur ein wichtiges Mittel des Lernens, sondern auch ein Dreh- und Angelpunkt der wissenschaftlichen Hausarbeiten, die ich im Studium verfasste. Manchmal war es sogar unumgänglich, etwa wenn ich mit Literatur arbeiten musste, die ich weder ausleihen noch kopieren konnte. Ob ich aus einem kopierten Text, einem entliehenen Buch oder in der Bibliothek aus einem nicht entleihbaren Band exzerpiere, es gilt: Das Exzerpt soll verlässlich sein und alle notwendigen Daten zur Verfügung stellen, damit ich die Inhalte eines Textes wiedergeben kann, idealerweise muss ich nach der Fertigstellung nicht noch einmal ins Original sehen.
Vorarbeit Nr. 1: Auswahl
Selbst mit einer guten Exzerpttechnik ist das Zusammenfassen eines langen Textes in eigenen Worten noch ein zeit- und arbeitsaufwendiges Unterfangen. Bevor ich mich mit Stift und Papier oder Laptop in die Bibliothek setze und ein komplettes Buch von vorne bis hinten zusammenfasse, tue ich gut daran, erst einmal zu prüfen, welche Kapitel, Abschnitte oder Unterabsätze eigentlich relevant für meine Fragestellung sind. » weiterlesen
Grundsätzlich gelten für
produktives Studieren die selben Regeln, Methoden und Tricks wie für produktives Arbeiten im Büro. Aber natürlich gibt es ein paar Besonderheiten (Zitate und Bibliographien, Recherchen in speziellen Datenbanken etc.), und die verlangen manchmal auch nach besonderen Werkzeugen.
Moritz Fürst, Student an der Uni Wien, stellt einige dieser Werkzeuge vor. Seiner Erfahrung nach zeigt sich der Unibetrieb immer noch «nicht selten medientechnologischen Innovationen gegenüber ziemlich resistent. Man bleibt lieber bei eingeschworenen kulturtechnischen Praktiken, um das vertraute kulturtechnische Zeichensensorium nicht zu gefährden; Kopiervorlagen-Handapparat statt Wiki quasi.»
Mit seiner Sammlung digitaler Tools fürs wissenschaftliche Arbeiten (genauer gesagt: für den «akademischen Workflow» von der Recherche bis zum fertigen Artikel oder zur fertigen Arbeit) will er dazu beitragen, das zu ändern.
» Tools For Thought: Managing Your Digital Academic Workflow (moritz-fuerst.com)
Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Wer Glück und einen entsprechenden Lehrer hat, lernt wissenschaftliches Arbeiten bereits im Gymnasium, etwa bei einer Facharbeit. Wer hingegen Pech hat, der bekommt in seiner Universität einen Einführungskurs zu diesem Thema, der nicht mal das Wörtchen «Einführung» so recht verdient. Da wird dann wissenschaftliches Arbeiten beschränkt auf die richtige Zitierweise und die dem jeweils wichtigen Dozenten angenehme Schriftart, und am Ende gibt es eine Liste mit weiterführender Literatur, von der sich der Studierende den Umberto Eco bestellt, weil: Der hat ja auch diesen Film mit Sean Connery gemacht.
Stefan Zimmermann von der Uni Würzburg weiß, wie es besser geht. Und er weiß es so gut, dass er es hervorragend unter umgekehrten Vorzeichen aufschreiben kann: Wie man es schafft, garantiert keine gute Semester- oder Abschlussarbeit abzugeben – eine schöne Anleitung inklusive bekannter Vermeidungsstrategien, denn natürlich gilt auch hier: «Keine Arbeit ist so wichtig, dass man nicht dreimal täglich saugen könnte.»
» Uni-Knigge: Die perfekte Anleitung für schlechte Studienarbeiten (spiegel.de)
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!