Jamie Oliver will eine Revolution starten. Die meisten Gesundheitsprobleme in unseren westlichen Gesellschaften resultieren aus schlechter Ernährung, und das will er ändern. Vor zwei Wochen hat er sein Projekt auf der TED-Konferenz im kalifornischen Long Beach vorgestellt. 20 Minuten, die sich lohnen und während denen man sich zwei Fragen stellen kann, nämlich:
Wie ist mein Ernährungsverhalten zu beurteilen?
Wie präsentiert man überzeugend?
Ersteres erklärt Jamie Oliver im Video. Die Antwort zur zweiten Frage legt er auch vor: Mit Emotionen, mit direkter Ansprache und Einbezug der Zuhörer, mit lebendigen Beispielen und Visualisierungen jenseits von Powerpoint – etwa einer Schubkarre mit Zucker.
Gestern abend saß ich mal wieder vier Stunden im Zug – zum Arbeiten zu müde, zum Essen zu satt, und draußen war es dunkel, so dass ich vom «Winter Wonderland» auch nicht viel sah.
Glücklich, wer sich für so eine Situation ein Unterhaltungsprogramm eingepackt hat. Bei mir bestand das unter anderem aus einer Handvoll «TED Talks», den fast immer guten und oft ausgezeichneten Vortragsmitschnitten der TED-Konferenzen (hier ein paar besonders gute Beispiele). Am beeindruckendsten war die geniale Demonstration von Pranav Mistry, die sich jeder anschauen sollte, der sich dafür interessiert, wie wir in Zukunft mit der digitalen Welt um uns herum interagieren könnten:
Zahlreiche Bücher und Artikel beschäftigen sich mit der Frage, wie man aus einschläfernden, textlastigen Präsentationen mitreißende und eindrucksvolle macht. Wir haben hier bei imgriff.com auch schon einige Ratschläge gegeben oder verlinkt. Besonders gut lernt man aber immer noch durch Anschauung. Das findet auch Garr Reynolds vom Blog “Presentation Zen”, der dafür vor allem die Vorträge der TED-Konferenzen empfiehlt.
Die sind in der Regel nicht mal 20 Minuten lang und sehr oft hervorragend. Man nehme etwa den Schweden Hans Rosling, der mit seiner Präsentation über sogenannte Entwicklungsländer mit dem Vorurteil aufräumt, dass große Datenmengen nicht ansprechend zu visualisieren seien – schaut Euch in diesem Video mindestens Minute 2:20 bis etwa 6:00 an:
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