Alle 10 Artikel zum Thema Tagebuch auf imgriff.com:
Sich das eigene Verhalten bewusst zu machen, kann helfen, Gewohnheiten zu ändern – etwa ein Tagebuch zu führen. Nach drei Tagen lässt mein Elan aber häufig nach. Mit dem neuen Webservice von ifttt lasse ich nun «das Internet für mich arbeiten».
Lifetracking oder die
Quantified Self-Bewegung liegen im Trend: Wir sammeln Daten über uns selbst, um unser Verhalten zu ändern und unsere Lebensweise zu verbessern. Das ist nichts Neues – ein Zeittagebuch etwa wird seit jeher als Ausgangspunkt für verbessertes Zeitmanagement empfohlen.
Neu ist die Technologie: Mit dem Smartphone erfasse ich beim Essen die Kalorien. Runtastic zeichnet die gejoggten Kilometer auf und archiviert sie.
Sanfter Tritt in den Hintern per E-Mail
Mir gefallen die E-Mail-unterstützten Webservices: OhLife, The Birdy oder iDoneThis haben wir schon vorgestellt: Jeden Tag erhalte ich z.B. von The Birdy ein Mail mit der Aufforderung, meine Tagesausgaben als Antwort zurückzusenden. The Birdy speichert die Daten und erstellt eine grafische Auswertung. Das tägliche E-Mail kann verhindern, dass ich mein neues Vorhaben nicht schon nach drei Tagen wieder «vergesse».
Die berechtigte Kritik an diesen Services: Vielfach gibt es keine Exportmöglichkeiten, meine Daten bleiben eingeschlossen. Ausserdem muss ich darauf vertrauen, dass der Anbieter meine Tagebucheinträge tatsächlich nicht an ein Boulevard-Blatt verkauft. Ein vor wenigen Tagen gelaunchter Webservice könnte hier aushelfen: ifttt » weiterlesen
iDoneThis ist ein kostenloser Webservice, mit dem ich täglich aufzeichne, was ich erledigt habe.
iDoneThis.com gesellt sich zu den verschiedenen Diensten, mit denen ich via E-Mail aufgefodert werde, über meine täglichen Aktivitäten Buch zu führen:
The Birdy fragt mich jeden Tag, für was ich Geld ausgegeben habe,
OhLife hilft mir dabei, regelmässig Tagebuch zu führen.
iDoneThis will helfen, mir täglich vor Augen zu führen, was ich erledigt habe – Things I got done, sozusagen. Die Funktionsweise ist bekannt: Jeden Tag um 20 Uhr erhalte ich eine E-Mail mit der Frage: Was hast Du heute erledigt? Ich schicke die E-Mail-Antwort zurück, iDoneThis trägt es in einen Kalender ein und ich kreiere mit der Zeit so ein «Produktivitäts-Logbuch». » weiterlesen
Listography ist ein Webservice, mit dem man Listen erstellen und teilen kann: Lieblingsfilme, der nächste Einkauf oder 1000 Dinge, die man schon immer sehen wollte.
Listography bewirbt sich mit einem einfachen Versprechen um die Aufmerksamkeit der surfenden Weltbevölkerung: Listen machen. Nach der kostenlosen Registrierung kann jeder User im Webinterface Listen anlegen und sie für sich behalten oder als öffentliche Liste mit der Welt teilen. Die Formatierungsmöglichkeiten sind simpel, man kann sich sein Wallpaper individualisieren und etwas Farbe dazu geben.
Auf den ersten Blick erscheint Listography wie ein sehr gewöhnliches Task Management-Tool – was ihm aber unrecht tut. Vielmehr liegt die ursprüngliche Idee im Lifejournaling-Bereich – festhalten, was einem im Leben passiert ist oder was man noch tun möchte; anstatt im Tagebuch als Listenform. » weiterlesen
Joe’s Goals ist ein kostenloser Webservice, um persönlichen Ziele zu erreichen. In einem persönlichen Konto lässt sich festlegen, was das Ziel ist: z.B. täglich Sport treiben, mehr Wasser trinken, rechtzeitig schlafen gehen. Mit Joe’s Goals kann man nun einfach aufzeichnen, wie oft und wann man die geplanten Aktivitäten hat Realität werden lassen.
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Tool Time: Wir stellen jeden Tag ein Software-Tool oder einen Webdienst aus dem Bereich Produktivität vor. Tipps gerne an tipps.imgriff (at) blogwerk.com.
OhLife ist ein webbasiertes Tagebuch, das ich nach einem Monat noch immer täglich nachführe: Es funktioniert!
OhLife ist simpel: Ich habe mich registriert und dafür E-Mail-Adresse und Passwort eingegeben. Anschliessend ist das erste E-Mail eingetroffen: Die Aufforderung, meine Gedanken zum Tag als Antwort-E-Mail zurückzuschicken. Abschicken und der erste Tagebucheintrag war drin.
Seither erhalte ich jeden Tag um acht Uhr abends ein E-Mail von OhLife mit der Bitte, das Mail zu beantworten. Jedes dieser E-Mail erhält ausserdem noch einen älteren Beitrag von mir – zur Erinnerung, sozusagen. » weiterlesen
Intelligenz schützt nicht vor falschen Entscheidungen. Michael J. Mauboussin beschreibt in Think Twice (Affiliate-Link), wie man richtige Entscheidungen trifft und was häufige Gründe für falsche Entscheidungen sind.
Fragt man Käufer, auf welcher Grundlage sie Kaufentscheidungen treffen, behaupten so gut wie alle, es gehe nur um rationale Gründe. Dennoch zeigen Untersuchungen, dass beispielsweise Weinläden mehr deutschen Wein verkaufen, wenn deutsche Musik gespielt wird, und mehr französischen Wein, wenn französische Musik läuft. Andere Untersuchungen belegen, dass man einen höheren Verkaufspreis für eine Immobilie erzielt, wenn die Käufer bei der Besichtigung den Duft frischen Kaffees in der Nase haben. Irrelevante Sinneswahrnehmungen haben Entscheidungen beeinflusst und
entrationalisiert.
Wir denken nicht rational
Ein weiteres Beispiel: Der Psychologie-Professor Stephen Greenspan hat im Dezember 2008 sein Buch Annals of Gullibility: Why we get Duped and How to avoid it (Affiliate-Link) (deutsch: Jahrbuch der Leichtgläubigkeit: Warum wir betrogen werden und wie wir es vermeiden können) veröffentlicht. Im selben Monat flog Bernie Madoff’s 65-Mrd.-Dollar-Schneeballsystem an der Wall Street auf – und Stephen Greenspan verlor beinahe ein Drittel seines Vermögens. Im Nachhinein, so Greenspan, «sah die versprochene Rendite viel zu gut aus», das habe wohl seinen «Entscheidungsprozess beeinträchtigt». Wenn also selbst ein Psychologie-Professor, der Bücher über Leichtgläubigkeit publiziert, nicht immer rationale Entscheidungen trifft, wie oft passiert uns das dann wohl? » weiterlesen
Ein kurzer Artikel von Bud Caddell in seinem Blog
whatconsumesme.com liefert nicht nur eine der besten Begründungen fürs Führen eines Tagebuchs – es verschafft einem die Ruhe, um in der Hektik des Alltags die vorbeifliegenden Gedanken urbar zu machen -, sondern auch einen simplen, aber effektiven »Moleskine Hack« dafür: Caddell schreibt immer an den rechten Rand einer Seite, was er an einem Tag erledigt hat und trennt dieses Auflisten somit vom Gedankenfluss des eigentlichen Tagebuchs; und er zeichnet am unteren Rand der jeweils rechten Seite ein »Happiness Meter«, ein Glücksbarometer also, auf dem er sein Glücksgefühl zu messen versucht.
» moleskine journal hack (whatconsumesme.com, gefunden bei @jkleske)
Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Tagebücher müssen nicht immer eine private Angelegenheit sein: Erstens kann man sie auch öffentlich führen, und zweitens darin auch über Geschäftliches statt über Privates schreiben. Klingt langweilig? Die Website weeknotes.com zeigt, dass es das ganz und gar nicht ist. Sie aggregiert wöchentliche Updates von derzeit 19 Personen aus 6 Ländern, die unter dem Label «Week Notes» darüber bloggen, was sich in den vergangenen 7 Tagen in ihrem Unternehmen getan hat; wo sie vorangekommen und wo sie steckengeblieben sind. Das ist naturgemäß manchmal sehr spannend und gut geschrieben und manchmal eher dröge und steif, aber sicher auch nicht so gedacht, dass man jedes Update lesen soll. Reinspringen, querlesen, inspirieren lassen.
» Week Notes (Gefunden bei Johannes Kleske, der heute ebenfalls mit Week Notes anfangen wird. )
Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Tagebücher, das sind doch diese rosafarbenen Mädchendinger mit dem Schloss dran?
Tja, das war einmal. Die dem Jahrzehnt angemessene Tagebuch-Version heißt «Momento» und ist eine iPhone-App – eine der am schönsten gestalteten, die mir bisher unter die Daumen gekommen sind. Es lassen sich natürlich ganz normale Tageseinträge tippen, Momento importiert aber auf Wunsch zusätzlich Tweets, Facebook-Updates, Flickr-Fotos und geliebte Last.fm-Songs (weitere Dienste sind offenbar geplant) und sortiert sie in die schicke Chronologie-Ansicht ein. Man kann außerdem taggen – zum Beispiel Orte oder Freunde, die man getroffen hat – und alles durchsuchen, die Daten lassen sich als XML-Datei exportieren.
Derzeit kostet Momento 2,39 Euro, den Preis ist die App in jedem Fall wert – und sei es nur, um sich ein wunderschönes Archiv seiner Tweets (und bald auch Blogposts, vermute ich) zu basteln.
Screenshot-Galerie: So sieht Momento auf dem iPhone aus
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (6 Bilder)
» momentoapp.com (gefunden bei Ichmirich.de)
Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text (oder auch mal zu einem besonders guten Tool) rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Ein Tagebuch (das man auch gerne Journal nennen kann, um das Bild vom rosafarbenen, mit einem Schloss gesicherten Büchlein zu verscheuchen) kann eine große Hilfe bei der persönlichen Entwicklung sein: Mit etwas Abstand betrachtet werden Probleme, Ziele, schlechte und gute Gewohnheiten, Veränderungen deutlicher als nur aus der Erinnerung heraus. Und wer weiß, was noch daraus wird? Der Bestseller-Autor David Sedaris zum Beispiel bestreitet all seine Geschichten aus seinen Notizen:
„Ich glaube nicht, dass mein Leben aufregender ist als das anderer Leute. Ich denke, der einzige Unterschied zwischen mir und allen anderen ist … [er greift in seine Innentasche und holt einen kleinen Notizblock heraus] … ich schreibe Sachen auf. Das ist alles.“
Sachen aufschreiben. Immer ein guter Rat.
» Hüter des Absurden (freitag.de – mit Dank an Ronnie für den Link)
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!