Thema: Social Media

 

Alle 30 Artikel zum Thema Social Media auf imgriff.com:

Wie uns gesellschaftliche Konventionen beeinflussen:
Facebook und andere Zwänge

Dass wir uns im Beruf so oft unter Druck gesetzt fühlen, liegt auch daran, dass wir in vielen Fällen impliziten gesellschaftlichen Erwartungshaltungen genügen wollen – obwohl wir selbst vielleicht anderer Meinung sind. Das zeigt sich nicht zuletzt bei der Social-Media-Nutzung im Job.

Social Media ist allgegenwärtig – und genau deshalb fühlen sich Viele zunehmend genervt und überfordert davon. Bei imgriff.com haben wir uns mit dem Thema immer wieder auseinandergesetzt: In meinem Beitrag zu der Frage, ob das Internet ineffizient macht, habe ich z.B. berichtet, wie schnell man im Internet vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen kann und in den unendlichen Wahlmöglichkeiten den Überblick verliert. Corinne Dubacher hat einen Selbstversuch gewagt, einen Tag lang auf Social Media verzichtet – und beschrieben, was sie stattdessen gemacht hat.

Und selbst eingefleischte PR-Experten wie Sachar Kriwoj, Leiter Digital Public Affairs bei E-Plus, sehen Social Media und vor allem Facebook zunehmend kritisch, bezeichnen es gar als «das Ende der Bescheidenheit». » weiterlesen

Cloze:
Nachrichten von wichtigen Personen priorisieren

Nachdem wir letzte Woche mit Mailstrom eine Sortierhilfe für die Inbox vorgestellt haben, ist heute Cloze an der Reihe: Cloze verwendet einen Algorithmus, um E-Mails und Interaktionen auf Social Networks zu analysieren und in einem intelligenten Feed darzustellen. Was die App alles ermittelt, ist faszinierend – und erschreckend zugleich.

Aktuell gibt’s einen regelrechten Hype um Apps und Tools, die bei der Bewältigung der Mailflut behilflich sein wollen. Bekanntestes Beispiel ist die Mailbox-App, welche diese Woche für 50-100 Millionen Dollar (je nach Quelle) von Dropbox gekauft wurde. Cloze geht noch einen Schritt weiter: Das Tool integriert zusätzlich die Feeds von Facebook, Twitter sowie LinkedIn und will dem User die Kontrolle über die verschiedenen News-Quellen zurückgeben.

Der Cloze Score

Nach dem Login kann man mehrere Mail-Accounts hinzufügen und Cloze den Zugriff auf Facebook, Twitter und LinkedIn erlauben. Bei mir wurden 21’785 Nachrichten (seit 2009) indexiert und analysiert, 5’201 Kontakte importiert und 72 «Key People» identifiziert. » weiterlesen

Das Internet und unser Image I/II:
Sind Internetnutzer Idioten?

Sollen Internetnutzer das Private streng vom Öffentlichen trennen, oder sollen sie im Gegenteil ihr Innerstes nach aussen kehren? Keins von beidem ist ideal. Das Erfolgsmodell heisst: Vergiss die unbedarfte «Authentizität» – kultiviere die Inszenierung.

In seinem Gastbeitrag «Mehr Lebensqualität dank Smartphone, E-Mail, Chat & Co.» hat Benjamin Wagener die Frage aufgeworfen, warum denn elektronische Kommunikation weniger Wert sein soll als direkte Kommunikation, nur weil der Blickkontakt und die bewusste Wahrnehmung des Gegenüber fehlen. Sein Gegenargument: Auch im realen Leben erhalten, so Wagener, viele Leute eine Fassade aufrecht. Wagener meint sogar:

«Was bringen da also direkter Kontakt, die Nuancen der Stimme usw., wenn diese Vorteile inhaltlich nicht genutzt werden? Ich behaupte: Viele hat erst die relative Distanz des Internet dazu gebracht, sich überhaupt erst zu öffnen und anderen anzuvertrauen, weil sie hinter der Tastatur entspannter kommunizieren können, wenn sie nicht den Blicken des anderen ausgesetzt sind.» » weiterlesen

Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert II/II:
Gemeinsam einsam?

Komplizierte zwischenmenschliche Beziehungen durch pflegeleichte Online-Beziehungen ersetzen: Wer dieser Versuchung nicht widerstehen könne, werde immer einsamer, stellt Sherry Turkle fest. Klingt dramatisch. Wer aber lernt, den richtigen Kommunikationskanal im richtigen Moment einzusetzen, profitiert von den vielfältigen Möglichkeiten des mobilen Internets.

Im ersten Teil dieses Beitrags ging es darum, wie das Internet unsere selektive Wahrnehmung und damit unseren Tunnelblick verstärken kann. Das hat zur Folge, dass wir uns manchmal trotz Gesellschaft ganz fürchterlich einsam fühlen. Wir sind sozusagen gemeinsam einsam – ein Begriff, den die amerikanische Psychoanalytikerin und Soziologie-Professorin Sherry Turkle geprägt hat.

Schleichende Vereinsamung durch mobiles Internet?

Turkle erforscht seit über 30 Jahren die Auswirkungen moderner technischer Entwicklung auf unser Leben – zunächst euphorisch, wie sie sagt, dann zunehmend kritischer, seit sie festgestellt habe, welch rasante Veränderungen ein Internet mit sich bringt, das wir allzeit in der Hosentasche herumtragen könnten. In ihrem neuen Buch «Alone Together» (Affiliate-Link) warnt sie vor der schleichenden Vereinsamung, die kommunikative Veränderungen mit sich bringen können. » weiterlesen

Social Media:
Die Zukunft der Arbeit ist da

In den Postings dieser Woche haben wir uns über den Umgang mit Social Media Gedanken gemacht. Schön und gut – ist das aber für meine Arbeit wichtig? Ja: Mit Social Media haben wir heute die Instrumente, um in einer wissensbasierten Wirtschaft erfolgreich zu sein.

Social Media beziehungsweise die Tools und Instrumente, die sich grob dieser Kategorie zuordnen lassen, machen sich in der Arbeitswelt breit. An vielen Orten sind es nicht mehr wegzudenkende Mittel, um interne Prozesse umzusetzen. Mein Kollege Jan hat in diesem Artikel beschrieben, wie und welche Tools wir zum Beispiel bei unserem Verlag, der Blogwerk AG, einsetzen. Andreas Hiller hat vor einigen Monaten in einem Vortrag dargelegt, wie er E-Mails durch Wikis ersetzen will.

Es ist absehbar: Diese Instrumente werden nicht mehr aus den Büros und Betrieben verschwinden. Dass es diese Dienste und Programme gibt, ist nur ein Grund dafür. Viel entscheidender sind die grundsätzlichen Veränderungen in der Arbeitswelt: Der wichtigste Rohstoff ist heute das Wissen der Menschen. Bloss: Bis anhin hatten wir einen sehr unzulänglichen Werkzeugkasten dafür – Social Media können hier Abhilfe schaffen. » weiterlesen

Die bessere Alternative zum plakativen Offlinesein:
Bewusster Surfen

Die These der Notwendigkeit gelegentlicher Offlinephasen hält sich hartnäckig. Eine bessere Alternative ist, sich bewusster im Netz aufzuhalten und eingefahrene Nutzungsmuster zu hinterfragen.

Das bewusste Abschalten vom digitalen Informationsstrom ist ein von vielen Onlinemedien gerne und regelmäßig propagiertes Unterfangen – ein Evergreen des Internetzeitalters, der mit dem verbreiteten Einsatz von Smartphones noch an vermeintlicher Relevanz gewinnt. Das Offlinesein als einzig verbliebene Möglichkeit zur Entspannung, so liest man es oft. Auch manch ein Webworker freut sich in der ruhigen Sommerzeit darüber, für eine Weile dem Netz nicht so nahe zu seinzum Unverständnis anderer – und meine Kollegin Corinne Dubacher beschreibt ihre Erlebnisse mit einer eintägigen Social-Media-Pause.

Unterschiedliche Persönlichkeiten, Präferenzen und Idealvorstellungen zum perfekten Relaxen sorgen dafür, dass alle Menschen den für sie individuell am meisten geeigneten Weg finden müssen, um ihre Batterien aufzuladen. Manche können dies am besten mit abgeschaltetem Mobiltelefon in der Natur, für andere hingegen heißt Freizeit, mit dem iPad und einem Drink auf der Terrasse zu sitzen und dabei dem Sonnenuntergang zuzuschauen. Das Offlinesein als ultimative Lösung für die Allgemeinheit anzupreisen, ist daher in meinen Augen genauso falsch wie grundsätzlich auf Personen herabzublicken, die den Drang einer digitalen Auszeit verspüren. Letzterer Gruppe sollte jedoch bewusst sein, dass es sich zu lernen lohnt, auch ohne tage- oder wochenlange, vollständige und plakative Abnabelung vom Netz Ruhe und inneren Frieden zu finden. Genauso wie heutzutage niemand mehr auf die Idee käme, in einer wohlverdienten Pause den Strom abschalten zu müssen.

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Social Media & Produktivität:
Die Top 8 Risiken von Social Media

Wer mit Social Media vernünftig arbeiten will, sollte auch die Negativ-Seiten beachten. 8 Hinweise und Denkanstösse.

Zu Social Media gehören offenbar nervige Anfragen, ablenkende Aufmerksamkeitsheischer oder auch die Angst vor dem Reputations-Verlust. Social Media nur in den Himmel zu heben, bringt nichts: Um es als effizientes Arbeitstool einzusetzen, muss man auch die negativen Seiten kennen.

Hier die Top 8 der Risiken von Social Media.

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    1. Gruppenzwang und Schwanzvergleiche: Weil alle davon reden, fühlt man sich genötigt oder lässt sich einreden, unbedingt auch mitzumachen – und zwar irgendwie, Hauptsache dabei. Qualität oder das strukturierte Überlegen, welches Tool man denn nun braucht, bleibt oft auf der Strecke.
    2. Always on: Soziale Netzwerke und mobile Technologien suggerieren uns, nichts verpassen zu dürfen. Hier noch ein Tool, da die neuste App. Mitarbeiter laufen Gefahr, sich zu verzetteln oder sich bei dem Versuch, allzeit bereit zu stehen, bis zum Burnout aufzureiben.
    3. Imageverlust: Im Netz verschwimmen die Grenzen zwischen öffentlich und privat, zwischen Authentizität und Selbstdarstellung immer mehr. Unternehmen wandeln da auf einem schmalen Grat zwischen Offenheit und professioneller Distanz.
    4. Streisand-Effekt: Im Netz verbreiten sich schlechte Nachrichten wie ein Lauffeuer und der Ruf ist schneller ruiniert, als man schauen kann. Das perfide: Der Versuch, das kontrollieren zu wollen, führt zu einer noch schnelleren Verbreitung.
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    Social Media & Produktivität:
    Die Top 8 Chancen von Social Media

    Social Media ist Teil des Arbeitsalltags – das lässt sich nicht abstreiten. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Wie können wir am meisten davon profitieren?

    Love it or hate it – das ist wohl die allgemeine Einstellung zu Social Media. Während die einen es als ideales Arbeitswerkzeug, z.B. fürs Projektmanagement, preisen, warnen die anderen vor Datenschutz- und Sicherheitslücken.

    Unbestreitbar kann Social Media ein mächtiges Arbeitswerkzeug sein und die eigene Produktivität verbessern. Vorausgesetzt, man beachtet ein paar grundlegende Dinge. Ich habe daher die Chancen, aber auch die Risiken, die Social Media bieten, zusammengestellt. Hier im ersten Teil geht es um die Chancen.

    1. Reputationsmanagement: Das eigene Image und die Reputation im Internet lässt sich zwar nicht kontrollieren, aber aktiv positiv beeinflussen. Wichtig, dass man es richtig macht und am Ball bleibt – z.B. indem man Social Media Kanäle beantwortet.
    2. Sich menschlich zeigen: Social Media bietet jedem eine gute Chance, sich selbst als Individuum und und Persönlichkeit und nicht nur als anonymer Mitarbeiter zu zeigen. Und auch Unternehmen können sich hier mit ihrer gesamten Unternehmenskultur als menschliche Organisation zu zeigen, weg vom anonymen Negativ-Image. Allerdings fängt diese Präsentation nicht erst mit Facebook an, sondern mit dem richtigen Management. Sind Mitarbeiter zufrieden, muss sich das Unternehmen keine Sorgen machen.
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    Social Media & Produktivität:
    Ein Tag ohne Social Media –
    Bericht eines Selbstversuches

    Diese Woche setzen wir hier auf imgriff.com einen kleinen Schwerpunkt zu Social Media, unserem Leben und der Arbeit: Was sind Risiken? Was sind Chancen? Wir beginnen mit der Frage: Wie wäre es ohne?

    Für viele unvorstellbar – während mehrerer Stunden auf Social Media und E-Mail zu verzichten. Ich habe es 24 Stunden lang ausprobiert und eine digitale Pause gemacht. Ob sich die Welt auch ohne Facebook, Twitter und Co. weiter dreht? Erst dachte ich, das wird die Hölle, das hältst du nie durch. Aber doch, ich habs überlebt.

    Keine E-Mail = keine neue Aufgabe, keine Erwartungshaltung, kein Druck. Sehr angenehm. Das gleiche gilt für Tweets und Facebook Posts. Es war mir schlicht egal, was meine Facebook-Freunde und Twitter-Kollegen aktuell so treiben.

    Was ich während meiner digitalen Pause nicht gemacht habe:

    • E-Mails abrufen – auch nicht von unterwegs
    • Facebook checken oder neue Posts schreiben
    • Twitter checken oder twittern
    • Blogs schreiben
    • Blogs lesen
    • News im Internet lesen
    • Radio hören
    • Fernsehen

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    Social Media und Persönlichkeitsentwicklung:
    Fehler akzeptieren und daraus lernen

    Dank Social Media können wir der Welt unser Wissen oder unsere Ansichten kundtun. Das heisst auch, dass wir unsere Aussagen zur Diskussion stellen. Ein idealer Ort also, um zu lernen – vorausgesetzt, wir bringen die notwendige Reflexionsfähigkeit mit.

    Meine These im ersten Teil des Artikels war: Das Internet, für viele das Medium narzistischer Selbstdarsteller schlechthin, soll uns Bescheidenheit lehren, ja uns sogar dazu zwingen?

    Was tun, wenn die Leser einen beleidigen?

    Ja, denn in keinem anderen Medium zuvor wurden uns unsere Fehler so gnadenlos und sofort vor die Nase gerieben. Man denke nur an den Fall des Herrn zu Gutenberg. Auch ich habe da meine ganz persönlichen Erfahrungen: 2009 begannen meine Leser auf meinem Blog teils wütend, teils polemisch gegen den allgemein propagierte These vom Fachkräftemangel anzukommentieren. Und sie warfen mir vor, keine Ahnung von dem Thema zu haben, was für mich zunächst ein Schock war.

    Weil ich die Kommentar ernst genommen und nicht sofort abgeblockt oder ignoriert habe, entspann sich dann aber eine über Jahre hinweg geführter Dialog, in der sie mich immer wieder auch auf Medienberichte oder neuste Forschungergebnisse, etwa des DIW, aufmerksam machten – Material, das zu sichten ich aus Zeitgründen nicht in der Lage gewesen wäre. Einige Hundert Kommentare später wurde die Initiative Wir sind VDI  gegründet, die mittlerweile auch das Interesse von Institutionen wie DGB erweckt hat und in der Wikipedia referenziert ist. » weiterlesen