Alle 4 Artikel zum Thema Schreibblockaden auf imgriff.com:
Ein prominenter Einsatzbereich von Mindmaps besteht darin, Ideen für einen Text festzuhalten und zu strukturieren. Wenn man diese zweidimensionale Gliederung zu einem Text ausgestalten will, schlägt jedoch gerne die Schreibblockade zu. Einige Gedanken zur Erleichterung dieses Arbeitsschrittes.
Für mich sind Mindmaps und daraus gewonnene Gliederungen ein zentrales Werkzeug, wenn ich Texte schreibe. Beim Ausformulieren sitze ich jedoch manchmal vor dem Monitor, lösche einen angefangenen Satz wieder, fange neu an oder springe an eine andere Stelle, habe am Ende ein seitenlanges Textdickicht aus angefangenen Sätzen und mehreren Überschriftebenen, über das ich keinen Überblick mehr habe und das ich schließlich entnervt wegwerfe. Was macht das Überführen einer Gliederung in einen Fließtext so schwierig?
- Mindmaps sind nonlinear und nutzen zwei Dimensionen; für einen Text muss man die inhaltlichen Elemente in eine sinnvolle lineare Reihenfolge bringen.
- Mindmaps sind für kürzere Texte oft «überstrukturiert»; vor allem, wenn man den Export in ein Textverarbeitungsprogramm verwendet hat, steht man auf einmal mit einem kurzen Textentwurf da, der drei oder vier Überschriftebenen hat. Diese Gliederungstiefe muss reduziert und in linearen Fließtext umgewandelt werden.
- Vor allem aber besteht eine Mindmap selten aus ganzen Sätzen, sondern eher aus Stichpunkten. Das klingt banal, doch was ich in Stichpunkten bewusst vorläufig, manchmal brainstorm-artig festgehalten habe, muss ich jetzt zu einer Aussage gestalten, die «Hand und Fuß hat», hinter der ich stehen kann. Wo Mindmapping oft einen spielerischen, freien, unernsten Charakter hat, stellt sich beim Ausformulieren wieder der Anspruch an Ernsthaftigkeit und – bei Studienarbeiten – Wissenschaftlichkeit ein.
Wie überwindet man die Blockade?
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5 Wege, Schreib- oder andere kreative Blockaden zu überwinden, verspricht ein Artikel auf Freelanceswitch.com – das wichtigste Mittel dafür seien Mindmaps. Über Schreibblockaden haben wir hier bereits geschrieben, der Text der Kollegen bringt aber noch eine gute neue Idee: Um die Anfangshemmungen zu überwinden und sich in den “Arbeitsflow” zu versetzen, solle man einfach das Werk von jemand anderem nehmen und umarbeiten. Und das geht nicht nur mit Texten, sondern auch mit Fotografien, Zeichnungen, Code etc.:
» 5 Ways to Battle Creative Blocks [freelanceswitch.com]
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Die berühmten «Schreibblockaden» gibt es eigentlich gar nicht. Man muss nur die richtige Technik anwenden. Denn Schreiben ist keine Kunst, sondern ein Handwerk. In zwei Teilen erklären wir, wie es geht.
(» Zum zweiten Teil dieses Artikels)
Das Schreiben von Texten wird oft als Kunst betrachtet, für das man Talent mitbringen muss. Hat man einmal begonnen, so der Irrglaube, dann sprudeln die Worte und Sätze nur so aus einem heraus. Man muss einfach nur beginnen. Genau dort liegt aber oft das Problem: Das Anfangen fällt schwer. Die meisten Ratschläge konzentrieren sich deshalb auch auf diesen einen Punkt: Wie bringe ich den ersten Satz zu Papier? Wie überwinde ich meine Schreibblockade?
Es wird geraten, den Schreibtisch leerzuräumen, alle nicht benötigten Programme zu schließen, um sich nicht von E-Mails und Instant Messages ablenken zu lassen, die Musik aus- und das Licht anzuschalten, Kaffee zu trinken (oder auch nicht), vorher auszuschlafen oder spazierenzugehen, zumindest den Raum gut durchzulüften – diese Liste ließe sich noch lange fortführen. Letztlich laufen alle Ratschläge darauf hinaus, die richtigen äußeren Bedingungen zu schaffen. Das ist wichtig, aber nur ein Teil des Anfangens. Wie man das Schreiben tatsächlich beginnt, das sagt kaum ein Ratschlag.
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Im Rahmen eines Schreibkurses am IPMZ in Zürich hat Michael Furger von der NZZ vier Tipps zum Texten gegeben, welche auch bei einem Schreibstau weiterhelfen.
1. Literatur tanken
Spracherwerb ist Imitationslernen. Diese Fähigkeit nimmt zwar mit dem Alter ab, geht jedoch nicht verloren. Ein gutes Buch ist Vergnügen und Inspirationsquelle zugleich.
2. Einen Computerabsturz simulieren
Verfasst man einen Text nochmals von Grund auf neu, kommt oft Besseres raus als beim ersten Versuch. Die gemachten Gedankengänge sind immer noch präsent, die gegebene Struktur wird jedoch aufgelöst.
3. Die Schriftart ändern
Brüche im Text kommen zum Vorschein, wenn man die Darstellung eines Textes verändert.
4. Den Schreib-Ort wechseln
Das Umfeld hat Einfluss auf das Schreiben. Verändert man die Umgebung, ändert sich somit auch der Blick auf den Text. Lässt man den Texte eine Nacht lang liegen, können sich ebenso neue Sichtweisen ergeben.
Weitere Tipps zum Schreiben wurden kürzlich auch bei Freelance Folder vorgestellt (via Lifehacker).