Alle 7 Artikel zum Thema Produktiv im Studium auf imgriff.com:
Soll man lieber zu Hause arbeiten oder besser in der Bibliothek? Vielen meiner Kommilitonen galt die Bibliothek als ultimativer Ort des produktiven Arbeitens. Ich meine, dass unter Umständen durchaus das Gegenteil wahr sein kann, und dass die Frage, wo man besser arbeitet, möglicherweise komplexer ist.
Im Grunde kann das Arbeiten zu Hause nämlich sehr angenehm sein. Daheim ist es behaglich, ich kann entspannt arbeiten und mich dadurch auf kreative Impulse einlassen, die ich in der fokussierteren Atmosphäre einer Bibliothek nicht zulassen würde. Ich kann einfach Pausen machen oder, wenn mir danach ist, eben mal eine Tasse Tee kochen, schnell zwischendrin etwas essen oder zwei Minuten auf dem Balkon durchatmen. Allgemein kann ich zu Hause wesentlich eher meine Umgebung gestalten, wie ich sie haben will. In der Bibliothek kann ich nicht einfach die Heizung hochdrehen, wenn mir kalt ist, oder das Fenster aufmachen, wenn die Luft zu abgestanden ist.
Daheim bin ich jedoch potenziell einer Menge Störungen von außen ausgesetzt: Vom Paketboten, der das Paket für einen Nachbarn bei einem abgeben möchte, Mitbewohner oder Familienmitglieder, die einen “nur schnell mal” um Hilfe bitten, über Telemarketing-Anrufer bis zu Missionaren wollen eine ganze Menge Menschen etwas von einem, wenn man tagsüber zu Hause ist. Eventuell ist es zu Hause sogar allzu behaglich. Das beeinträchtigt gelegentlich meine Konzentration und Disziplin: Ich verliere dann gerne aus den Augen, was gerade wichtig ist, und verzettele mich. Vor allem aber: Ablenkungen, andere verlockende Tätigkeiten oder einfach Ausweichhandlungen (das Phänomen, dass die Wohnung nie so sauber ist wie vor einer Prüfung, ist wohlbekannt) sind daheim stets in Reichweite.
Deshalb ist die Bibliothek durchaus ein angenehmer Ort, wenn ich einmal konzentriert arbeiten will. » weiterlesen
Der Autor Klaus Werle hat in einem Buch (Affiliate-Link) und für Spiegel Online über den «Optimierungswahn» geschrieben, der viele junge Menschen heutzutage kennzeichne: Station um Station wird im Lebenslauf abgehakt, möglichst schnell und gut ein möglichst marktgängiges Studium absolviert. Doch wer immer bloß geradeaus fährt, so das Argument Werles, kommt später mit Umleitungen und Hindernissen nicht zurecht:
«Viele Studenten galoppieren mit voller Kraft in die Perfektionismusfalle: Wenn es stimmt, dass wir lebenslang lernen müssen, dass Denken in komplexen Zusammenhängen die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts ist – dann ist eine Optimierung anhand vermeintlich verbindlicher Karriereideale ein Irrweg.»
Spiegel Online veröffentlicht mehrere Auszüge aus Werles Buch, auch die anderen sind überaus lesenswert.
» Studenten im Optimierungswahn – Karriere, Karriere, Knick (Spiegel Online)
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Über
spannende Vorlesungen und Seminare im Studium hat Camilla hier kürzlich geschrieben. Im Blog «Zen Moments» wurde nun ein Text des Autors Kai Peter Chang veröffentlicht, in dem er von einem besonders gelungenen Kurs erzählt. Der Professor kündigte damals zu Beginn des Jahres an, dass er in jeder seiner Sitzungen eine Lüge unterbringen werde – und es wurde die sportliche Aufgabe der Studenten, diese Lüge aufzudecken. Anfangs waren die Unwahrheiten auffällig und offensichtlich, mit fortgeschrittenem Kurs tarnte der Dozent sie besser.
Was war das Ergebnis? Die Studenten hörten aufmerksamer zu, und wenn mal eine Stunde verging, ohne dass die Lüge aufgedeckt wurde, saßen sie zusammen und suchten – und wiederholten so unmerklich den Stoff der Sitzung. Den zusätzlichen Trick, mit dem der Dozent seine Zuhörer reinlegte, verrate ich nicht, das sollt Ihr selbst lesen:
» My Favorite Liar (zenmoments.org)
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Der Firefox ist der beste Browser für Studenten, findet Josh Catone von Mashable.com, und wer sich die Erweiterungen ansieht, die er zusammengestellt hat, muss ihm zustimmen. Offene Tabs speichern, und zwar genau an der Stelle, an der man zuletzt gelesen hat? Ablenkungen minimieren, indem man gewisse Seiten zu bestimmten Zeiten gleich ganz blockiert? Den Rechercheweg über viele Websites speichern, und zwar inklusive Anmerkungen zu den einzelnen Stationen? Für all das gibt’s Firefox-Puzzleteile:
» Back to School: 10 Must-Have Firefox Extensions for Students (mashable.com)
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Ein schöner Artikel in der Frankfurter Rundschau über «die Zeitlosigkeit der Nacht»: Johanna Schoener hat eine Nacht lang Studenten in der (24 Stunden geöffneten) Freiburger Unibibliothek begleitet und beobachtet. Darunter die Prokrastinierenden, die auf den letzten Drücker ihre Hausarbeiten schreiben, ebenso wie die Gelasseneren, die sich nachts an die Arbeit machen, um ungestörter zu sein:
«Ich bin nachts nicht unbedingt schneller, aber ich habe mehr Zeit.»
» Lern-Ufo in der Dunkelheit (fr-online.de; Danke an Ronnie für den Tipp!)
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Die Zeiten, als das Studium eine lockere Zeit war, sind vorbei: Heutzutage ist nicht nur die arbeitende Bevölkerung im Dauerstress, nein, es erwischt jetzt auch die Studenten. Sie müssen sich an der Universität komplett selbst organisieren. Nicht ganz einfach.
Studenten haben es nicht leicht: Die richtigen Kurse wählen, einen Studienplan basteln, der auch zu bewältigen ist, Vorlesungen und Seminare vor- und nacharbeiten, sich für Prüfungen anmelden, lernen, wissenschaftliche Texte schreiben – und daneben müssen sich viele ihr Studium mit Nebenjobs finanzieren und sollen sich auch noch mit Praktika auf den Beruf vorbereiten (oder: ihn finden).
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An vielen Universitäten gibt es zwar eine Holterdipolter-Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, aber wenn es darum geht, wie man sinnvoll bei Vorlesungen mitschreibt und aus Büchern exzerpiert, wird man meist alleingelassen. Zum Glück gibt es dieses Internetdings, von dem in letzter Zeit alle reden, und darin zum Beispiel den folgenden Artikel mit zahlreichen Tipps für bessere Notizen:
» The Study Hacks Guide to Note-Taking [Study Hacks]
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