Alle 35 Artikel zum Thema Lernen auf imgriff.com:
Devisen wie «Less is more» oder der «Cult of Minimalism» sind Trends und Moden. Aber auch Ausdruck einer längerfristigen Entwicklung, die unsere Arbeitswelt prägt: Wir müssen lernen, uns selbst zu begrenzen.
Freizeit, Konsumaktivitäten oder eben auch Berufstätigkeit: Wir müssen lernen «nein» und «genug» zu sagen, meint Prof. Günter Voss, Soziologe von der TU Chemnitz. Voss ist Autor einer Wissenschaftsserie zum Thema Arbeit und Psychische Belastung auf SWR 2. Er zitiert zahlreiche Studien, nach denen die psychische Belastung am Arbeitsplatz ständig steigt – parallel zur Abnahme von körperlichen Berufskrankheiten wie Rückenschmerzen.
Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeige, so Voss, dass objektiv in der modernen Arbeitswelt ein hohes Risiko besteht, psychisch zu erkranken. Der Wandel zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft spiegelt sich auch in den Krankheitsbildern wider. » weiterlesen
Leben heisst lernen, unser Gehirn lernt ständig. Bloss was und wie wir lernen, müssen wir vielleicht wieder mal diskutieren. Gunter Dueck und Stephen Downes haben sich dazu Gedanken gemacht: Was wir wirklich lernen müssen.
Der Mathematikprofessor und Philospoh
Gunter Dueck hat in einem vielbeachteten Vortrag
(hier unser Bericht davon) an der re:publica XI darauf aufmerksam gemacht, dass das Internet erstens die Welt verändert und zweitens viele Berufe verschwinden lässt. Es brauche eine neue Bildung, die mehr als nur Fakten und Skills vermittle und vor allem die Persönlichkeitsentwicklung betone. Es brauche mehr Kreativität und Eigenverantwortung; vermehrt würden Leute im Vorteil sein, die Menschen begleiten, begeistern und zu Zielen hinführen.
Was müssen wir lernen, um dorthin zu gelangen? Stephen Downes, Senior Researcher des National Research Council of Canada, hat sich vor einigen Jahren schon mal Gedanken gemacht. Stephen hat zehn Dinge aufgelistet, von denen er meint, dass wir – ob Kinder oder Erwachsene – sie unbedingt lernen müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die Liste ist bemerkenswert: Es geht Stephen darum, dass wir uns ganz grundlegende Fähigkeiten und Haltungen aneignen – die uns am Ende helfen sollen, ein besseres Leben zu führen. Und er hält auch den Finger dorthin, wo unser Schulsystem heute vielleicht noch, nun sagen wir, optimiert werden könnte. » weiterlesen
Das Internet wird unsere Gesellschaft umpflügen. Viele Berufe werden überflüssig werden. Und niemand ist da, der uns die notwendigen neuen Dinge beibringt. Gunter Dueck hat an der re:publica XI einen vielbeachteten Vortrag gehalten.
Dein Beruf wird überflüssig
«Ihre Berufe werden verschwinden» hat
Gunter Dueck seinen Zuhörern an der re:publica 11 vergangene Woche vorausgesagt. Um uns herum geschehe eine Industrialisierung der Dienstleistungsberufe, angetrieben durch das Internet. Was haben wir als Spezialisten in unserem Beruf jemandem voraus, der zwei Stunden lang im Internet gesurft ist? Das Fachwissen sei heute im Internet, dem Betriebssystem unserer Gesellschaft. «Fachliche Fähigkeiten werden obsolet», sagte Dueck. Viele Berufe wie Bank- und Versicherungsberater, Lehrer oder Apotheker würden überflüssig werden: Berufsleute, die glauben, ihre Existenz mit einem Vorsprung an Wissen rechtfertigen zu können.
Was Du wissen musst, erfährst Du bei YouTube
Der leise sprechende Professor für Mathematik, Buchautor und CTO bei IBM liebt Provokationen, die er seinem Publikum freundlich ins Gesicht klatscht. «So normale Amateurintelligenz brauchen wir nicht mehr», urteilt er etwa über Universitätsprofessoren. Die 180 Credit Points für ein Bachelor-Studium könne man schliesslich auf 360 YouTube-Videos verteilten und lernen. Für den Rest brauche es dann nur noch einige Ausnahmeerscheinungen wie Watzlawick, Einstein oder Max Planck. » weiterlesen
Z-Type ist ein Online-Spiel, mit dem man das 10-Finger-System trainieren kann. Das Spiel ist eine Referenz an den Arcade Game-Klassiker R-Type. Wörter fallen vom «Himmel» und müssen richtig getippt werden, um zur Explosion gebracht zu werden. Sonst zerstören sie das eigene Raumschiff. Der Entwickler
Dominic Szablewski aus Büttelborn gewann mit Z-Type den Community Choice Award des Mozilla Labs Game On 2010-Wettbewerbs.
Tool Time: Wir stellen jeden Tag ein Software-Tool oder einen Webdienst aus dem Bereich Produktivität vor. Tipps gerne an tipps.imgriff (at) blogwerk.com.
TIPP10 ist ein umfassendes und kostenloses Lernprogramm, um sich das 10-Finger-System anzueignen. Wer mit dem Gedanken spielt, schneller und besser tippen zu wollen, sollte sich die Freeware ansehen.
— Handwerker Tipps — Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Heimwerkern und Hobby-Arbeiter wertvolle Tipps im Bereich Bau-Handwerk durch fundierte gut recherchierte Blogartikel zu geben — Textanzeige —
Egal was die mit zwei Fingern über der Tastatur kreisende Adlerfraktion behauptet: Das 10-Finger-System ist nach wie vor einer der lohnendsten Produktivitäts-Hacks. Das ist wenig erstaunlich, verbringen wir doch einen Grossteil der Arbeitszeit schreibenderweise vor dem PC. Das Internet bietet
zahlreiche Möglichkeiten, seine Skills in diesem Bereich zu messen oder zu verbessern. Eine der umfassendsten Gelegenheiten dürfte
TIPP10 bieten.
Über 1,4 Mio Downloads
TIPP10 ist wohl der beliebtestes 10-Finger-Schreibtrainer im deutschsprachigen Raum: Bisher hat der Programmierer Tom Thielicke über 1,4 Millionen Downloads verzeichnet. Das Update auf die Version 2.1.0 ist am 10. März erschienen und enthält über 50 Neuerungen. Das wohl wichtigste Feature: Das ganze Programm gibt’s nun auch in englisch. Was das Programm sonst noch bietet, haben wir ausprobiert.
TIPP10
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (6 Bilder)
» weiterlesen
Mobile Business Apps werden in Zukunft zu alltäglichen Instrumenten an unserem Arbeitsplatz. Wobei ich mit «Zukunft» eigentlich «in ein paar Monaten» meine.
Social Media wird unsere Arbeit verändern – beziehungsweise sie tun es schon heute. Jeanne C. Meister und Karie Willyerd prophezeien in ihrem Buch
The 2020 Workplace (Affiliate-Link): «Firmen-App Stores werden Möglichkeiten bieten, um das Arbeits- und Privatleben besser zu managen.» Ihre Voraussage ist, dass Firmen «Cuzstomized Apps» für Mobiltelefone anbieten und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen werden. Etwa eine Spesen-App, eine Firmen-To Do-Liste für’s Mobiltelefon oder eine Applikation, um eine Fremdsprache zu lernen.
Foursquare für Unternehmen
Doubledutch ist ein Startup aus San Francisco, das bereits munter an dieser Zukunft arbeitet. Das Unternehmen will im Business to Business-Geschäft mit geo-sozialen Apps für mobile Endgeräte Fuss fassen. Im Moment lösen die Apps von Doubledutch zwei Probleme: Eine Konferenz-App soll den Besuch von Konferenzen und Messen unterstützen, insbesondere das Networking. Kommt man am Konferenzort an, checkt man à la Foursquare ein und sieht, wer bereits anwesend ist, kann die Kollegen anchatten, Termine vereinbaren oder nur das Konferenzprogramm studieren. » weiterlesen
Fragen ist ein effizienter Weg, um neue Dinge zu lernen. Jedes Kind weiss das – bloss wir Erwachsene vergessen das häufig.
Gestern Abend beim Essen fragte mich meine Mitbewohnerin, wie denn die Deutschregeln für die indirekte Rede und den Konjunktiv seien. Ich fand die Frage im ersten Moment seltsam, weil ich bisher auch ohne genaues Wissen um diese Regeln gut durch’s Leben kam.
Sie insistierte und wir zogen den Duden zu Rate. Wir verbrachten 20 angeregte Minuten und waren anschliessend ein Stück schlauer.
Ich musste feststellen: Fragen sind eine gute Sache, bloss frage ich zuwenig! Eine andere bekannte Situation sind die Fragerunden nach einem Vortrag oder in einem Seminar. Typischerweise heben sich ein bis zwei Hände und nutzen die Möglichkeit, den Experten mit eigenen Fragen zu löchern. Warum fragen wir nicht mehr? » weiterlesen
Einige Hinweise, wie man Twitter zur Weiterbildung im Job einsetzt: aktuelles, relevantes und personalisiertes Lernen.
(Grafik: Spoon Graphics)
Twitter ist auch Weiterbildung. Mehr und mehr zeichnet sich ab, dass Lernen eine sehr sinnvolle Anwendung des Micro-Blogging-Dienstes ist. Auf
Jane Harts Liste der «
Top 100 Tools for Learning» rangiert Twitter im zweiten Jahr auf Platz eins. Ihre Rangliste entsteht aus Wertungen von Bildungsspezialisten aus der ganzen Welt. Inzwischen mehren sich im Web auch die Erfahrungsberichte. Hier deshalb einige Gedanken, was und wie Ihr mit Twitter für den Job lernen könnt:
» weiterlesen
Ob in der Schule oder im Studium, jeder war wohl schon einmal dazu aufgefordert, einen Text aus der Feder eines anderen zusammenzufassen. Mit einigen Grundsätzen sind Exzerpte probate Hilfsmittel beim Schreiben von Sachtexten wie beim Lernen.
— Kostenlos — gibt es sie nicht, diese Textanzeige, aber für eiskalte 34.90 Euro / 49 Franken erscheint Deine Anzeige dreimal in diesem Blog. Nur bis Ende August! Bequem Online buchen und bezahlen. — Textanzeige —
Für mich war das Herausschreiben von Informationen aus einem Text nicht nur ein wichtiges Mittel des Lernens, sondern auch ein Dreh- und Angelpunkt der wissenschaftlichen Hausarbeiten, die ich im Studium verfasste. Manchmal war es sogar unumgänglich, etwa wenn ich mit Literatur arbeiten musste, die ich weder ausleihen noch kopieren konnte. Ob ich aus einem kopierten Text, einem entliehenen Buch oder in der Bibliothek aus einem nicht entleihbaren Band exzerpiere, es gilt: Das Exzerpt soll verlässlich sein und alle notwendigen Daten zur Verfügung stellen, damit ich die Inhalte eines Textes wiedergeben kann, idealerweise muss ich nach der Fertigstellung nicht noch einmal ins Original sehen.
Vorarbeit Nr. 1: Auswahl
Selbst mit einer guten Exzerpttechnik ist das Zusammenfassen eines langen Textes in eigenen Worten noch ein zeit- und arbeitsaufwendiges Unterfangen. Bevor ich mich mit Stift und Papier oder Laptop in die Bibliothek setze und ein komplettes Buch von vorne bis hinten zusammenfasse, tue ich gut daran, erst einmal zu prüfen, welche Kapitel, Abschnitte oder Unterabsätze eigentlich relevant für meine Fragestellung sind. » weiterlesen
Man kann das Gefühl haben, dass die sogenannte Bildung heute nur noch ein zusammenfassender Begriff für die Zeit ist, die man in Schule und Hochschule verbringt, bevor man endlich auf den Arbeitsmarkt darf. Bloß Ausbildung also, unter Zeit- und Karrieredruck, immer im Wettbewerb mit womöglich schnelleren oder vielgereisteren Generationsgenossen.
Wie es anders geht, zeigt das Beispiel Dänemark. In landesweit 76 Schulen verbringen jedes Jahr rund 3.500 Schulabgänger und Studenten mehrere Monate mit Lernen – allerdings so freiwillig wie nur denkbar. Kurse gibt es in Kunst, Philosophie, Musik, Literatur und Theater, «brotlosen Künsten» also. Christoph Titz hat für Spiegel Online über eine dieser Schulen geschrieben und fasst das Prinzip so zusammen:
» weiterlesen