Alle 27 Artikel zum Thema Kommunikation auf imgriff.com:
Den eigenen Tagesplan abzuarbeiten wäre oft einfach – wenn da nicht die lieben Kollegen und Chefs wären. Nicht immer haben sie besten Absichten.
Vor einiger Zeit habe ich über
Digitale Wichtigmacher geschrieben, die unsere Zeit fressen, weil sie uns suggerieren, Dinge dringend erledigen zu müssen. Ohnehin ist es ja geradezu en Vogue, auf das Internet als Zeitfresser zu schimpfen. Was dabei oft vergessen wird: Ob Internet oder nicht, die eigentlichen Zeitfresser sind die aus Fleisch und Blut, die uns mit allerlei Tricks dazu zwingen wollen, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Und das mitunter kommunikativ sehr geschickt. Einige Beispiele:
Immer diese Wichtigtuer
Der Chef, der hektisch und mit lauter Stimme um die Erledigung eines Gefallens bittet, nutzt solche Manipulations-Mittel, um Dich dazu zu bringen, etwas für ihn zu tun. Denn manche Dinge erscheinen nur deshalb besonders dringend, weil der andere sie wichtig erscheinen lassen will, damit Du seinem Wunsch absolute Priorität einräumst. Eine andere Methode besteht darin, Dich mit Schmeicheleien dazu zu überreden, ihm einen Gefallen zu tun: «Sie kennen sich so gut aus – würden Sie mir helfen diese Informationen zu recherchieren?» Da es viele Menschen besonders freut, wenn sie für unersetzbar gehalten werden, helfen sie natürlich gern. » weiterlesen
Weniger Arbeiten: Bei zuviel Stress und Belastung die einzig richtige Strategie. 10 Tipps für eine zielorientierte Gesprächsstrategie, um dorthin zu kommen.
Viele klagen über Stress, Arbeitsüberlastung und Druck. Den einzig wirklich vernünftigen Rat, den man da geben kann, lautet kurz und lapidar zusammengefasst: Weniger machen. Oder etwas ganz anderes machen. Die Argumente, die man dann hört, sind immer dieselben: «Ja du als Selbständige kannst das ja machen. Aber mein Chef… dem kann ich doch nicht einfach sagen, ich hab keinen Bock mehr. Was sag ich dem nur!» Ein Totschlagargument. Und zwar eines mit der falschen Frage am Ende: Denn sollte nicht lauten: «Was sag ich meinem Chef?», sondern «Wie sag ich es ihm?»
Die Ursachen liegen tiefer
Denn tatsächlich, und das wird oft unterschätzt, macht der Ton die Musik. Oft liegen die Gründe für eine mögliche Auseinandersetzung nicht darin, dass man weniger arbeiten will, sondern darin, wie man diesen Wunsch vorbringt. In vielen Fällen resignieren Mitarbeiter einfach und praktizieren im stummen Protest eine Art Do-it-yourself-Downshifting, statt einfach Rücksprache mit dem Vorgesetzen zu halten. Dabei kommt es vor allem darauf an, wie Du dem Chef Deinen Wunsch verkaufst: Häufig genügen einfache Umstrukturierungen in der Abteilung, um Dich zu entlasten und der Chef hat weder Verluste noch Mühsal damit. » weiterlesen
Im zweiten Teil von «Barrieren überwinden» stelle ich euch sechs Methoden vor, die von den Wissenschaftler Ernst und Chrobot-Mason beschrieben wurden.
Barrieren und Grenzen zwischen Menschen oder Teams führen zu Unproduktivität. In einer Ausgabe der MIT Sloan Management Review haben die beiden Wissenschafter die typischen
Barrieren der Zusammenarbeit (Teil I dieses Artikels) aufgeführt, die in vielen Unternehmen anzutreffen sind. Sie beschreiben auch, was man als Mitarbeiter oder Führungskraft dagegen tun kann.
1. Puffer einsetzen
Vorgesetzte dienen als Team-Puffer. Sie schützen es. Die Führungskraft vermittelt jedem Teammitglied ein Verantwortungsgefühl für seine Aufgaben. Und sorgt dafür, dass jeder weiss, was die anderen tun, wofür sie Verantwortung tragen und welche Aufgaben sie ausführen. Damit schaffen Manager die notwendige Sicherheit, die jedes Team braucht. » weiterlesen
Überall wo Menschen aufeinander treffen, können Missverständnisse aufreten – ob im Büro oder sonstwo. Missverständnisse zwischen Teams bremsen die Produktivität. «Boundary Spanning» soll das verhindern.
Im ersten Teil der zweiteiligen Serie «Boundary Spanning» (zu Deutsch: Barrieren überwinden) beschreibe ich fünf typische Barrieren, die die Zusammenarbeit im Team oder zwischen Vorgesetzen und Mitarbeitern erschweren. Im zweiten Teil werden Methoden vorgestellt, wie man diese Barrieren überwinden kann.
Was sorgt denn für Unmut zwischen Teams? Zwei Wissenschaftler, Chris Ernst und Donna Chrobot-Mason vom Center for Creative Leadership (Greensbori, North Carolina) und der University of Cincinnati gingen dieser Frage nach. Für ihre Studie befragten sie Tausende von Managern und entwickelten Lösungen, um die Barrieren zu überwinden. Ihre Erkenntnis: Manager sollten in der Lage sein, Barrieren zu erkennen, Brücken zu schlagen und scheinbar Gegensätzliches zu verbinden. Die Wissenschaftler entdeckten fünf typische Barrieren, die das Leben und Arbeiten zwischen Teams, Arbeitsgruppen und Abteilungen in Unternehmen erschweren, die Abläufe bremsen und die Kommunikation behindern: » weiterlesen
Stellt Euch vor, Ihr macht morgens den Computer an und es ist – keine E-Mail im Postkasten. Absolut nichts. Niemand hat an Euch gedacht, Tote Hose. Was würdet Ihr tun?
Wer – wie wir öfters vorschlagen – den E-Mail-Verkehr verringern, die Produktivität steigern, sich weniger abhängig von elektronischer Kommunikation machen will, der müsste sich darüber freuen. Denn nun ist endlich Zeit, Liegengebliebenes aufzuarbeiten, das zu tun, was man die ganze Zeit mal machen wollte, sich einen Tag frei zu nehmen (eher für Selbständige) und und und. Wäre es nicht einfach toll, keine E-Mails im Postkasten zu haben?
Keine E-Mails – endlich mehr Zeit?
Die Wahrheit sieht, so behaupte ich mal, anders aus. Das merkt man immer sehr schön, wenn dann mal wirklich nichts los ist – etwa zum Jahresende. Oder weil der Server, auf dem die E-Mails liegen, plötzlich ausfällt. Dann setzt eine gewisse Ernüchterung ein, über die kaum einer redet (weil irgendwie ist es ja ein wenig peinlich) – aber manchmal dann doch. So twitterte etwa Kai Müller, Macher des Blogs Stylespion, am 5. Januar 2012 nachmittags «Inbox Zero. Und das war nicht mal ein alberner Vorsatz für 2012.» Fand ich gut und ehrlich.
Der Glück der Unerreichbarkeit?
Viele sind nicht so ehrlich. Und suchen den Fehler für Burnout-Syndrome nicht bei sich, sondern bei anderen. So wie Miriam Meckel, Lebensgefährtin von TV-Moderatorin Anne Will und Professorin und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen. Meckel hat eine beeindruckend Karriere hinter sich gebracht: Zunächst Journalistin, im Jahr 1999
jüngste Lehrstuhlinhaberin Deutschlands, 2001 Staatssekretärin und Regierungssprecherin von Nordrhein-Westfalen, schließlich Professorin. Und Meckel hat 2007 ein Buch zu ihrer Überforderung durch die moderne Technik geschrieben, Das Glück der Unerreichbarkeit. (Affiliate-Link) » weiterlesen
Die Ratgeber zur E-Mail-Flut ist inzwischen fast gleich gross wie die Anzahl versendeter E-Mails. Pragmatisches Vorgehen ist gefragt.
E-Mails machen dumm, arm und krank (Affiliate-Link) ist ein Buch der österreichischen
Digital-Therapeutin (!) Anitra Eggler. Eggler hat nach eigenen Angaben gefühlte 3’716’796 E-Mails bearbeitet, eineinhalb Lebensjahre vermailt und zweieinhalb Lebensjahre im Internet versurft. Und in ihrem Buch und ihren Vorträgen verrät sie, wie sie «vom Burnout-Boarderliner zur effizienten Digital-Domina mit XL-Freizeit und Privatleben wurde.»
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E-Mail macht dümmer als kiffen
Eggler berichtet darin von einer Studie des britischen King’s College, nach der bekiffte Menschen IQ-Tests besser lösen als Menschen, die durch E-Mails abgelenkt werden: E-Mails verminderten den gemessenen IQ-Wert um 10 % – doppelt so stark als bei den Kiffern. Oder dass 60 Prozent aller US-Amerikaner E-Mails via Handy morgens im Bett lesen und zehn Prozent rund um die Uhr. Und die New Yorker Beraterfirma Basex hat bereits 2008 herausgefunden, dass Angestellte durch Ablenkung im Schnitt 2,1 Arbeitsstunden am Tag verplempern – 28 Milliarden Arbeitsstunden im Jahr. Das wurde als gesamtwirtschaftlicher Schaden von 588 Milliarden US-Dollar beziffert. » weiterlesen
Die grundlegenden motivationalen Faktoren der Produktivität stehen diese Woche im Zentrum: Lob, die Farbe Blau, Lachen – heute geht’s um Klatsch und Tratsch.
Der Kollege hat am Wochenende geheiratet, die Buchhalterin ist bereits im 6. Monat und der Banknachbar wird befördert. Und du hast von all dem keine Ahnung? Das ändern wir jetzt. Denn wer sich an Bürotratsch beteiligt, ist produktiver.
Tratsch steigere die Leistungsfähigkeit, fanden Psychologen der Uni Hamburg heraus. Nach ein paar Minuten der Ablenkung werde wieder deutlich bessere Arbeit geleistet. Ausserdem fördere Tratsch die Kommunikation und sorge damit für mehr Zufriedenheit im Job.
Die Arbeitspsychologin Kathryn Waddington von der Universität London befragte 100 Krankenschwestern und -pfleger und fand Ähnliches heraus: Der Büroplausch zwischendurch half den Betroffenen, Dampf abzulassen sowie negative Gefühle und Stress schneller abzubauen. Zudem erfüllt das Gerede wichtige soziale Funktionen. Es stärkt den Zusammenhalt der Gruppe und transportiert unterschwellig deren Werte. Wenn das mal keine guten Nachrichten sind? Auf die Plätze, fertig, tratsch: Wie man tratscht, ohne erwischt zu werden – hier die Tipps. » weiterlesen
Lachen macht produktiv. Das tönt nach Binsenweisheit, lässt sich aber inzwischen auch wissenschaftlich untermauern.
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Lachen wirkt ansteckend. Der Grund dafür sind Spiegelneuronen, wie Thomas
in diesem Artikel zeigt. Aber Lachen kann vielleicht noch mehr: Nämlich die Produktivität steigern. Denn tatsächlich gelten humorvolle Menschen als besonders leistungsfähig, flexibel, kontaktfreudig, erfolgreich und gesund. In Stresssituationen erweisen sie sich als belastbarer. Freude an der Arbeit fördert das körperliche und psychische Wohlbefinden. Wir kennen das alle: Wenn wir gut gelaunt und mit Spaß bei der Arbeit sind, dann läuft es wie geschmiert. Wenn wir hingegen griesgrämig und grübelnd dasitzen, geht es bedeutend schleppender voran. Außerdem kann ein kräftiges Lachen helfen, Stress abzubauen und dadurch Gesundheit und Leistungsfähigkeit verbessern.
Komödien fördern die Durchblutung
Das ist auch wissenschaftlich erwiesen: Im Rahmen einer Studie zeigte Michael Miller vom University of Maryland Medical Center in Baltimore 20 Testpersonen in einem Abstand von zwei Tagen jeweils einen Ausschnitt aus einer Komödie und einem Kriegsdrama. Vorher und nachher überprüften sie per Ultraschall die Durchblutung der Hauptschlagader des Oberarms. Die meisten hatten nach Ansicht der Komödie eine erhöhte Durchblutung, während die Mehrheit nach dem Kriegsdrama eine schlechtere Durchblutung hatte. Daraus folgerten die Forscher, dass Lachen dazu beiträgt, das innerste Gewebe der Blutgefäße, das sogenannte Endothel, gesund zu halten. Durch das Endothel wird der Blutfluß und der Innendruck der Blutgefäße reguliert. » weiterlesen
In der Vorweihnachtszeit häufen sich Apéros und Stehlunches. Networking ist gut für’s Geschäft und in ungezwungener Atmosphäre gar nicht so schwer, könnte man meinen. Doch welche Themen eignen sich bei Tisch und wie beginnt man ein Gespräch mit wildfremden Personen?
Grundregel Nr. 1:
Je weniger man jemanden kennt, um so oberflächlicher ist der Small Talk. Für einmal ist es sogar von Vorteil, oberflächlich zu sein! Also nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und das Gegenüber mit persönlichen Problemen konfrontieren! Den Gesprächspartner sollte man keinesfalls ausfragen (auch wenn das ziemlich spannend sein kann) oder belehren.
Das Essen
Wieso nicht übers Essen sprechen? Beim Stehlunch naheliegend und als Einstiegsthema geeignet. In dem man das Essen lobt und in die Runde fragt obs auch schmeckt, bricht man das Eis. Vielleicht weiss sogar jemand, wer das Catering gemacht hat und schon ergibt sich ein Gespräch. Einmal loben reicht jedoch, wer nur die ganze Zeit das Essen lobt, (auch wenn es wirklich gut ist) wirkt schnell merkwürdig. Kritik und Besserwisserei behält man für sich. » weiterlesen
Auf ZEIT online findet sich ein kurzes Quiz zum Thema Feedback.
Konkret und konstruktiv Feedback geben zu können ist für viele ein wichtiges Arbeitsinstrument – sei es in einem Projekt, in Führungssituationen oder auf Peer-Ebene mit Kollegen und Kolleginnen.
ZEIT Online hat ein Quiz mit 10 Fragen zusammengestellt, mit denen man sein eigenes Wissen zu Feedback überprüfen kann. Die Fragen decken verschiedene Aspekte dieser gruppendynamischen Methode ab und nicht alle sind für Nicht-Psychologen ganz einfach zu beantworten.
Wer nach dem Quiz das Gefühl hat, etwas vertiefende Literatur gebrauchen zu können, hier einige Hinweise zu Artikeln auf imgriff.com:
» Wie Du so kritisierst, dass Deine Kritik wirkungslos verpufft
» Der direkte Vergleich macht uns produktiver
» Richtig Feedback geben
» Tipps für eine klare Kommunikation: So sagst Du, was Du meinst
Wer seinen persönlichen Feedbackprozess via Smartphone oder Web-App unterstützen möchte, für den haben wir zwei Tool-Tipps:
» Daps’em: Sagen, worüber man sich freut
» Failin.gs: Was denken die Leute wirklich von Dir?
Bild: Puzzles in Nature (Jorge auf flickr.com, CC BY-SA 2.0)