Thema: internet

 

Alle 6 Artikel zum Thema internet auf imgriff.com:

Das Internet und unser Image II/II:
Wie echt sind Identitäten im Netz?

Ist die Kommunikation im «realen» Leben besser und echter als diejenige im Internet? Um diese Frage ging es iersten Teil dieses BeitragsNatürlich ist es im Internet einfacher, sich hinter einer Rolle zu verstecken. Mindestens ebenso viel zur Verfälschung trägt allerdings die Wahrnehmung des Gegenübers bei.

Amina Abdallah Araf al Omari war 2011 die Vorzeigebloggerin aus dem durch das Regime unterdrückten Syrien: Die lesbische junge Frau berichtete direkt von den Unruhen in ihrer Heimat. Bis sie von syrischen Polizeikräften abgeholt wurde und verschwand, wie in ihrem Blog zu lesen war. Aber all das stimmte gar nicht. In Wirklichkeit hatte ein 40-jähriger verheirateter weißer Amerikaner, der im schottischen Edinburgh studierte, sich als Amina ausgegeben. Er wollte mit dem Fake-Blog die Dissidenten in Syrien unterstützen. Am Ende verriet ihn die IP seiner E-Mail-Adresse. » weiterlesen

Angst vor der Internetsucht:
Warum abschalten keine Lösung ist

Die Angst vor Internetsucht und Überforderung durch die moderne Technik geht um. Ist einfach abschalten eine Lösung? Kaum. Was hilft, ist ein kluger Umgang mit der Technik.

Hier auf imgriff.com habe ich in den vergangenen Wochen in einigen Blogposts das Thema Überforderung und Stress durch das Internet und neue Technologien diskutiert (zum Beispiel hier, hier und hier).

Die Vielzahl an Kommentaren und zum Teil heftigen Reaktionen zu den Artikeln zeigt, wie groß das Interesse an diesem Thema ist.

Es beschäftigt zum Beispiel auch Katharina Borchert, die als preisgekrönte Bloggerin mit «Lyssas Lounge» bekannt wurde. Seit 2006 war sie Online-Chefredakteurin der WAZ-Gruppe, seit 2010 ist sie nun Geschäftsführerin bei Spiegel Online. Internet und Social Media sind ihr Leben.

Um runterzukommen, fährt sie immer wieder in den afrikanischen Busch – ohne Empfang. Drei Tage leidet sie, dann merkt sie, wie gut ihr die selbst auferlegte Internet-Abstinenz tut; für ihr inneres Gleichgewicht und um den Kopf freizubekommen, wie sie der Journalistin Iris Ockenfels für das medium magazin erzählt.

Nun hat nicht jeder die Zeit und das Geld, gleich nach Afrika zu entschwinden. Es gibt daher Leute, die sich mit Freunden zusammentun, um sich vor dem eigenen Online-Wahn zu schützen. Allerdings nicht in Form eines Gesprächskreises, in dem man gemeinsam über das eigene Suchtverhalten lamentiert und dann zu Hause weitermacht: Nein, es wird tatsächlich etwas unternommen. » weiterlesen

Falscher Umgang mit dem Internet:
Trägt Mensch oder Technik die Schuld?

Das Internet verändert unser Kommunikationsverhalten einschneidend und vielleicht nicht immer zu unserem Vorteil. Die Frage, über die dabei gerne gestritten wird, lautet: Ist die Technik schuld an der Problematik – oder sind wir Nutzer es?

Kürzlich flogen bei imgriff.com die Fetzen. Leser Benjamin Wagener und ich haben uns einen kleinen Schlagabtausch über ein Thema geliefert, das in Internetkreisen immer immer wieder gerne diskutiert wird: Nämlich die Frage, ob denn nun das Internet schuld ist an der Verrohung der Kommunikationssitten – oder der User selbst. (Die Blogposts dazu hier, hier und hier.)

Naja, erstmal ging es doch um die grundsätzlichere Frage: Hat sich die Kommunikation denn überhaupt verändert, sind die Sitten also verroht und war früher alles besser – oder nicht?

Ich übertreibe ganz bewusst: Benjamin Wagener hat zu diesem Thema einen intelligenten Gastbeitrag geschrieben, in dem er viele Punkte differenziert beleuchtet. Beim Lesen habe ich öfter mal zustimmend mit dem Kopf genickt. » weiterlesen

Elektronische Kommunikation:
Mehr Lebensqualität dank Smartphone, E-Mail, Chat & Co.

Die Risiken der Kommunikation im Internet haben wir hier in mehreren Artikeln erörtert. Moment mal, sagt jetzt Leser und Gastautor Benjamin Wagener. Einige der vermeintlich Internet-spezifischen Probleme sind doch nicht neu! Ausserdem gebührt auch den Vorteilen der Online-Kommunikation eine ausführliche Erwähnung.

Gastautor: Benjamin Wagener, politisch engagierter Informatiker aus Bremen

In letzter Zeit ist es zunehmend Mode geworden, das Internet als Gefahr zu sehen. Lange bezog man sich dabei lediglich auf Terrorismus, Kinderpornografie, Internetsucht im Zusammenhang mit MMORPGs, oder auf die Gefahr des Verlust der Privatsphäre durch die Social Networks. Seit aber das Internet durch Smartphones und Tablets zunehmend allgegenwärtig ist, wird vermehrt der Verlust des direkten zwischenmenschlichen Kontakts bedauert.

Simone Janson schreibt etwa in ihren beiden Artikeln unter dem Übertitel «Wie das Internet unsere Kommunikation verändert» davon, wie man zunehmend dazu neige, einen Tunnelblick zu entwickeln. Das Kennenlernen von Mitmenschen geschehe nur noch nach Filtern und weniger durch Zufall. » weiterlesen

Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert II/II:
Gemeinsam einsam?

Komplizierte zwischenmenschliche Beziehungen durch pflegeleichte Online-Beziehungen ersetzen: Wer dieser Versuchung nicht widerstehen könne, werde immer einsamer, stellt Sherry Turkle fest. Klingt dramatisch. Wer aber lernt, den richtigen Kommunikationskanal im richtigen Moment einzusetzen, profitiert von den vielfältigen Möglichkeiten des mobilen Internets.

Im ersten Teil dieses Beitrags ging es darum, wie das Internet unsere selektive Wahrnehmung und damit unseren Tunnelblick verstärken kann. Das hat zur Folge, dass wir uns manchmal trotz Gesellschaft ganz fürchterlich einsam fühlen. Wir sind sozusagen gemeinsam einsam – ein Begriff, den die amerikanische Psychoanalytikerin und Soziologie-Professorin Sherry Turkle geprägt hat.

Schleichende Vereinsamung durch mobiles Internet?

Turkle erforscht seit über 30 Jahren die Auswirkungen moderner technischer Entwicklung auf unser Leben – zunächst euphorisch, wie sie sagt, dann zunehmend kritischer, seit sie festgestellt habe, welch rasante Veränderungen ein Internet mit sich bringt, das wir allzeit in der Hosentasche herumtragen könnten. In ihrem neuen Buch «Alone Together» (Affiliate-Link) warnt sie vor der schleichenden Vereinsamung, die kommunikative Veränderungen mit sich bringen können. » weiterlesen

Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert I/II:
Gefangen im Tunnelblick

Wann hattest Du das letzte Mal ein angeregtes Gespräch mit dem Gegenüber im Zug? Wir kommunizieren zunehmend asynchron: entweder nicht zeitgleich, oder weil unser Gesprächspartner nicht am gleichen Ort ist wie wir. Diese selektive Wahrnehmung macht unseren Austausch ärmer, sagen Experten. Wir verpassen wichtige Erfahrungen, weil wir keine Begegnung mehr dem Zufall überlassen.

Internetsucht, das krankhafte nicht mehr Aufhören-Können mit dem Klicken, wird in den letzten Wochen heftig diskutiert in Deutschland. Mechthild Dyckmans, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, möchte dieses Verhalten gar als Krankheit klassifizieren lassen. Denn eine aktuelle Studie zeigt: 0,7 Prozent aller 25- bis 64-Jährigen in Deutschland kommen nicht mehr von Online-Spielen oder Sozialen Netzwerken los und vernachlässigen darüber ihr soziales Leben.

Die Studienergebnisse sind nicht unumstritten. Kritiker halten Internet-Sucht nur für eine weitere Form der Depression, in der sich bereits bestehende soziale Probleme manifestieren. Doch insgesamt sollte man sich die Frage stellen: Macht Internet einsam? » weiterlesen

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