Alle 4 Artikel zum Thema Information Overload auf imgriff.com:
Es gibt keinen Information Overload. Wir haben bloss unseren Konsum nicht im Griff, meint Buchautor Clay Johnson. Und empfiehlt deshalb eine Informationsdiät.
Clay Johnson ist Entwickler, hat Barack Obamas Online-Kampagne 2008 betreut und jetzt ein Buch geschrieben:
The Information Diet (Affiliate-Link). Sein Startpunkt: Ausdrücke wie «Information Overload» oder «Informationsflut» führen zu einer irrigen Sichtweise – sie gibt der Information die Schuld. Das macht keinen Sinn, weil Information einfach «da« ist, aber nicht selbst über die Verwendung entscheidet.
Neuer Kühlschrank statt Diät
Clay sieht das Problem vielmehr in den Konsumgewohnheiten, wenn es um Information geht. Wir würden uns mit Informationen überessen – ein ähnliches Problem wie bei schlechtem Essverhalten. In den vergangenen Jahren hat diese gefühlte Informationsflut zu einer Menge an kleinen Apps und Tools geführt. Sie sollen uns helfen, Informationen besser zu managen. Für Clay passt das nicht: «Das ist wie wenn man eine Diät zur Gewichtsreduktion beginnen würde, indem man einen neuen Kühlschrank kauft.« » weiterlesen
«It’s the filter, stupid» ist ein bekanntes Bonmot. Nicht die Menge, sondern fehlende Filter sind schuld an einem Too Much Information.
«Es gibt keine Informationsflut» war die These in meinem
Posting von vergangener Woche. Tatsächlich sehen wir uns einer bisher ungekannten Menge an Informationen gegenüber, generiert durch das Web, die sozialen Medien und Arbeitsinstrumenten wie E-Mail und SMS, auf die wir jederzeit und von überall zugreifen können. Brauchen wir neue Denkweisen und Strategien?
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Das Internet ist zu gross
Die ständig verfügbaren Informationen lösen in mir vor allem zwei Dinge aus: Neugier und das Bedenken, etwas wichtiges zu vergessen oder nicht mehr wieder zu finden. Es ist unglaublich spannend, was ich im Internet alles lesen kann: Intelligente und belesene Menschen auf der ganzen Welt teilen ihre Gedanken und Ideen mit mir, in Blogpostings, via Twitter oder auf Facebook. Ich könnte den ganzen Tag lesen. Aber selbst wenn ich es tun würde: Das Internet ist einfach zu gross für mich. » weiterlesen
Es gibt keine Informationsflut, wir können bloss nicht damit umgehen. Führende Experten zum Phänomen TMI (Too Much Information).
Zocalo, ein Internet-Meinungsmarktplatz, hat im März Experten gefragt: «Can there really be a TMI?» Die Antworten fallen eindeutig aus: Nein. Cheshire Coye, Professor an der University of California, meinte sogar, dass wir zuwenig Informationen haben, um die drängenden Fragen unserer Zeit zu beantworten.
Umgang lernen
Uns fehlt im Moment bloss die Fähigkeit, mit den Daten umzugehen: Informationen finden, speichern, organisieren und in nutzbares Wissen zu verarbeiten sind die grössten Hürden, um die grossen Fragen des Lebens und der Wissenschaft zu beantworten. Usability-Guru Jakob Nielsen weist auch auf fehlende Skills hin, insbesondere Suchstrategien liegen ihm am Herzen: Nach seinen Studien ändern die User ihre Suchstrategien nur selten – und gelangen so nie über das hinaus, was ihnen die Suchmaschinen auf den Toppositionen präsentieren. » weiterlesen
Multitasking funktioniert nicht – im Gegenteil: Klarer Fokus auf eine Aufgabe führt zu mehr Effizienz. Focus, Filter and Forget lautet der Ansatz zweier US-amerikanischer Autoren dafür.
Derek Dean und Caroline Webb berichten in ihrem Artikel
Recovering from Information Overload im McKinsey Quarterly, warum Multitasking nicht klappen kann – was inzwischen durch
zahlreiche Studien belegt ist. Bereits 1967 schrieb Peter Drucker in seinem Buch
The Effective Executive (Affiliate-Link), dass die meisten Aufgaben eines Chefs zeitintensiv sind. Drucker schlug vor, sich im Kalender genügend Zeit frei zu halten, niemals aufs Telefon zu reagieren und Anrufe in kurzen Blöcken zu erledigen – was sich ähnlich liest wie unsere heutigen Tipps zum Thema «Fokussiert Arbeiten»: Etwa der
Hinweis zum Singletasking aus unserem
kleinen Einmaleins oder diese
16 Tipps zum konzentrierten Arbeiten.
3F: Focus, Filter and Forget
Einen weiteren Ansatz schlagen nun Dean und Webb in ihrem Artikel vor. Die 3F sollen helfen, Singletasking im Arbeitsalltag umzusetzen: Focus, Filter und Forget. Das sieht dann so aus: » weiterlesen