Thema: Entscheiden

 

Alle 2 Artikel zum Thema Entscheiden auf imgriff.com:

Entscheidungen:
Wenn der Impuls trügt –
und zögern hilft

Intuition ist eine wichtige Fähigkeit, um Entscheidungen zu treffen. Bloss dem Bauch alleine solltest Du wichtige Fragen doch nicht überlassen. Einige Tipps, wie man auch unter Zeitdruck überlegte Entscheidungen trifft.

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Wenn man Entscheidungsratgeber liest, geht es meist darum, Entscheidungen strukturiert Schritt für Schritt anzugehen. Eine Pro- und Contra-Liste aufzustellen ist da noch eine der einfacheren Methoden, die angeboten werden. In der Regel wird empfohlen, Informationen einzuholen, Kriterien aufzustellen und die gewonnen Erkenntnisse gegeneinander abzuwägen – auch rein rechnerisch. Im Endeffekt ist das vielen zu umständlich, es scheint zu mühselig, alle notwendigen Informationen einzuholen.

Eine aktuelle Studie zeigt z.B., dass fehlende Informationen oftmals die Quelle für Fehlentscheidungen sind. Das Forschungsunternehmen Kelton Research befragte 500 Vorstände, Manager und IT-Entscheider aus Deutschland und 16 weiteren Ländern. Die Studie hat untersucht, wie Unternehmen und Entscheider mit der stetigen Zunahme von Daten und Informationen umgehen. Ein Ergebnis: Deutsche Unternehmen, die bereits fehlerhafte Entscheidungen getroffen haben, geben an, dass die Daten veraltet waren (42 Prozent), zu ungenau waren (25 Prozent) oder aus fragwürdigen Quellen stammten (17 Prozent). » weiterlesen

Buchrezension:
Think Twice – Richtig entscheiden!

Intelligenz schützt nicht vor falschen Entscheidungen. Michael J. Mauboussin beschreibt in Think Twice (Affiliate-Link), wie man richtige Entscheidungen trifft und was häufige Gründe für falsche Entscheidungen sind.

Fragt man Käufer, auf welcher Grundlage sie Kaufentscheidungen treffen, behaupten so gut wie alle, es gehe nur um rationale Gründe. Dennoch zeigen Untersuchungen, dass beispielsweise Weinläden mehr deutschen Wein verkaufen, wenn deutsche Musik gespielt wird, und mehr französischen Wein, wenn französische Musik läuft. Andere Untersuchungen belegen, dass man einen höheren Verkaufspreis für eine Immobilie erzielt, wenn die Käufer bei der Besichtigung den Duft frischen Kaffees in der Nase haben. Irrelevante Sinneswahrnehmungen haben Entscheidungen beeinflusst und entrationalisiert.

Wir denken nicht rational
Ein weiteres Beispiel: Der Psychologie-Professor Stephen Greenspan hat im Dezember 2008 sein Buch Annals of Gullibility: Why we get Duped and How to avoid it (Affiliate-Link) (deutsch: Jahrbuch der Leichtgläubigkeit: Warum wir betrogen werden und wie wir es vermeiden können) veröffentlicht. Im selben Monat flog Bernie Madoff’s 65-Mrd.-Dollar-Schneeballsystem an der Wall Street auf – und Stephen Greenspan verlor beinahe ein Drittel seines Vermögens. Im Nachhinein, so Greenspan, «sah die versprochene Rendite viel zu gut aus», das habe wohl seinen «Entscheidungsprozess beeinträchtigt». Wenn also selbst ein Psychologie-Professor, der Bücher über Leichtgläubigkeit publiziert, nicht immer rationale Entscheidungen trifft, wie oft passiert uns das dann wohl? » weiterlesen