Thema: Disziplin

 

Alle 4 Artikel zum Thema Disziplin auf imgriff.com:

Motivation:
Wer selbstbestimmt und sinnstiftend arbeitet, leistet mehr.

Die Bestseller-Autorin und Management-Vordenkerin Anja Förster räumt auf mit klassischen Motivationsvorurteilen: Nicht die Belohnung am Ende führt zu besseren Ergebnissen – sondern Freiheit und sinnstiftendes Arbeiten.

Vor kurzem habe ich in Berlin einen Vortrag von Anja Förster gehört. Das Thema: «Den menschlichen Dialog in Organisationen entfesseln». Eigentlich ging es um nichts anderes als um Motivation – in diesem Fall die der Mitarbeiter in Unternehmen. Die Thesen, die Anja Förster uns vorstellte, lassen sich jedoch auch problemlos auf die Selbstmotivation jedes Einzelnen übertragen.

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Wer Zäune baut, bekommt Schafe
Als Kardinaltugenden gelten in unserer Arbeitswelt Intelligenz, Sorgfalt, Fleiß und Gehorsam. Sie gehören sozusagen zum Standardrepertoire von erfolgreichen Mitarbeitern. Wer jedoch mehr will als den Standard, muss auch Leidenschaft, Kreativität und Initiative mitbringen. Das Problem dabei ist: Solche Leistungen kann man nicht auf Knopfdruck einfordern.

Dan Ariely, Uri Gneezy, George Lowenstein und Nina Mazar führten 2005 an der Universität Chicago und in Indien die Studie Large stakes and big mistakes durch und zeigten: Die Gleichung Belohnung (z.B. in Form von mehr Geld) = mehr Leistung gilt nur für einfache motorische Fähigkeiten. Wenn Menschen jedoch kognitiv Probleme lösen und kreativ tätig werden sollen, dann führt eine höhere Belohnung überraschenderweise zu schlechteren Leistungen.

Wenn wir uns selbst zu kreativ-kognitiven (Höchst)Leistungen motivieren wollen, ist also nicht entscheidend, was am Ende dabei für uns herausspringt. Vielmehr sind drei andere Faktoren wesentlich: Nämlich dass wir selbstbestimmt arbeiten, dass wir unsere Aufgabe wirklich beherrschen und einen Sinn in unserer Arbeit sehen. Getreu dem Motto: «Wer Zäune baut, bekommt Schafe!» » weiterlesen

No Nonsense:
Das Produktivitätssystem
von Brad McCarty

Ein persönliches Produktivitätssystem ohne App-Overkill: Blogautor Brad McCarty erklärt sein No-Nonsese-Selbstmanagement-Setup.

Ganz klar: Brad McCarty, der für thenextweb.com schreibt, glaubt nicht an die allein glückselig machende Wirkung von Tools, wenn es um die persönliche Arbeitsproduktivität geht. Entsprechend simpel ist sein Setup, den er kürzlich in einem Artikel mit dem Titel Productivity Apps? Not a chance, here’s what I use beschrieben hat. Der ist zwar simpel, aber durchdacht und konsequent umgesetzt. Brad nutzt dafür fünf Software-Tools:

  • TextEdit
  • Dropbox
  • iCal
  • Gmail
  • Boomerang (eine Gmail-Extension)

Weitergehende Produktivitätstools funktionieren für ihn nicht, weil sie meist zu spezialisiert seien und nur wenige Jobs wirkilch gut erledigen würden. Er empfiehlt dafür einige grundlegende Regeln, um mit sich und seiner Arbeit erfolgreich umzugehen.  » weiterlesen

Konzentration:
Software im Praxistest

Ulrike Schäfer von Zeit Online hat die kleinen Konzentrationshelferlein für den Computer getestet: Eine Auswahl von Programmen, die zeitfressende Applikationen und Websites sperren.

Getestet hat die Zeit-Journalistin unter anderem RescueTime. RescueTime bietet zwei Funktionalitäten: Eine Aufzeichnung der Aktivitäten am PC, so dass man nach einigen Tagen einen Überblick darüber hat, was man den so den ganzen Tag am Computer treibt. Und als zweites die Möglichkeit, Zeitdiebe zu blockieren. Allerdings bemängelt Ulrike Schäfer, dass das Programm die zu sperrenden Programme selbst festlegt:

Während es Facebook als «sehr ablenkend» einordnet, gilt GMX als «neutral». Dementsprechend wird auch mein E-Mail-Eingang nicht gesperrt.

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Gastbeitrag:
Disziplin und Motivation sind keine Feinde

Wer mit eiserner Disziplin, aber unmotiviert seine Aufgaben erledigt, wird nicht glücklich werden. Aber Motivation ganz ohne Disziplin genügt auch nicht. Wer beides ist, motiviert und diszipliniert, der kommt am besten durchs Leben.

Dies ist ein Gastbeitrag unseres Lesers Matthias. Er hatte ihn als Kommentar geschrieben, der aber versehentlich vom Spamfilter kassiert wurde – in diesem Fall ein glückliches Versehen. Denn wir fanden, der Kommentar ist so gut, dass er einen eigenen Artikel wert ist. Danke an Matthias, dass wir ihn also nun so veröffentlichen dürfen:

Ich habe mir aufgrund des Beitrags «Undiszipliniert? Macht nichts, sei einfach nur motiviert» und anderer Artikel zu Motivation und Disziplin mal meine Gedanken gemacht und will hier mein Ergebnis formulieren – auch wenn es viel länger geworden ist, als ich ursprünglich vorhatte.

Ich verstehe Disziplin hier als Verhalten, das zu tun oder zu unterlassen, was gefordert ist, auch wenn es unangenehm ist. Das sei erstmal unabhängig davon, ob ich selbst oder andere diese Forderungen aufstellen. Ich glaube, so versteht Ivan Disziplin in seinem Artikel auch (im ursprünglichen (geschichtlichen) Sinn steht Diszplinierung ja mehr für die Verhaltenssteuerung durch Autoritäten in hierarchischen Strukturen, wie z.B. Schule oder Militär).

Motivation hingegen ist die Energie, die es Dir erleichtert, gewisse Aufgaben zu tun. Die Aufgaben werden dadurch angenehm(er), weil eine Belohnungserwartung dahintersteht.

Ich denke, Motivation und Disziplin sind keine Feinde.

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