Zettelkasten von Niklas Luhmann:
Der Text, der sich selbst schreibt
Ein einige Jahre lang gut gepflegter Zettelkasten weiß mehr als man selbst. Und wenn man ihn so lange und gut pflegt, wie es der Soziologe Niklas Luhmann tat, dann entsteht ein Supercomputer auf Papier – der einem sogar das Bücherschreiben abnimmt.
Von Luhmann erzählt man sich, dass es ein Umzugsunternehmen brauchte, um nach seinem Tod seinen Zettelkasten zu transportieren. Und es heißt, dass er seine Aufsätze und Bücher geschrieben habe, indem er passende Notizen aus dem Zettelkasten gefischt und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht habe, sie um ein paar Verknüpfungen und neue Gedanken ergänzte – und fertig war das Werk. Das ist natürlich arg vereinfacht, bleibt aber trotzdem traumhaft: Ein Artikel, die Diplomarbeit, das Buch schreibt sich so quasi von selbst. Denn alles, was man mal irgendwo gelesen oder gehört hat, steckt im Zettelkasten und kann abgerufen werden. Das Prinzip ist simpel:







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