Thema: Arbeitswelt

 

Alle 11 Artikel zum Thema Arbeitswelt auf imgriff.com:

Wie der digitale Wandel unsere Arbeitswelt verändert – Teil 2:
Tipps zum Umgang mit den neuen Anforderungen

Im ersten Teil meines Beitrags habe am Beispiel des Journalismus beschrieben, wie die zu bewältigenden Anforderungen in unserem Berufsalltag zunehmen. Wie gehen wir am besten mit dem digitalen Wandel um?

Esther Vargas bei flickr.com (CC BY-SA 2.0)Obwohl sie mir so viele Vorteile bringt, betrachte ich die aktuelle Entwicklung in der Arbeitswelt auch mit einer gewissen Skepsis. Vor einiger Zeit habe ich bei carta.info provokativ geschrieben, dass die schwerfälligen Verlage viel von freien Journalisten lernen können – ein Beitrag, der später in dem Buch   »Journalismus in der digitalen Moderne« (Affiliate-Link) veröffentlicht wurde. Heute sehe ich es immer noch so, dass Einzelkämpfer viel flexibler auf neue Erfordernisse zu reagieren in der Lage sind. » weiterlesen

Wie der digitale Wandel unsere Arbeitswelt verändert – Teil 1:
Sind wir eierlegende Wollmilchsäue?

Die Arbeitswelt verändert sich und nötigt uns allen neue Fähigkeiten ab: Wir müssen immer mehr dazulernen, gleichzeitig aber auch eine Vielzahl von Aufgaben managen. Ist das überhaupt zu schaffen oder überfordern wir uns selbst grenzenlos?

Marisa Vasquez bei flickr.com (CC BY 2.0). Tolly MoseleyVor einiger Zeit haben wir hier bei imgriff.com diskutiert, ob Menschen überhaupt Multitasking-fähig sind – und unsere Leser sind zu dem Schluss gekommen, dass es zumindest schwierig ist. Ganz ähnlich verhält es sich meiner Meinung nach mit den neuen Anforderungen, vor die uns der Wandel der Arbeitswelt in vielen Berufen stellt.

Um das zu illustrieren, möchte ich die Veränderungen anhand meines eigenen Berufes verdeutlichen, weil ich ihn kenne wie keinen zweiten. Und weil er auch eine Art Vorreiterrolle im digitalen Wandel einnimmt, da er sehr früh von diesen Veränderungen betroffen war: der Beruf des Journalisten. » weiterlesen

Die Insider bleiben lieber drin:
Weshalb der Arbeitgeber Facebook einer Sekte gleicht

In meinem letzten Artikel habe ich über das Arbeitsdorf Facebook geschrieben. Ein solcher Arbeitsort – auf einem Firmengelände, das alles bietet, was ein Mensch rund um die Uhr braucht – beeinflusst die Mitarbeitenden positiv in ihrer Produktivität. Andererseits ist es nicht verkehrt, ein derart in sich geschlossenes Gelände mit einem Sektentempel zu vergleichen. Mit ähnlichen Konsequenzen für die Mitarbeitenden. Hier die Gründe weshalb.

TechCrunch bei flickr.com, CC BY 2.0Um den Vergleich zu einer Sekte ziehen zu können, habe ich die heutige soziologische Verwendung des Begriffs gemäss Wikipedia beigezogen. Soziologen wie William Sims Bainbridge und Rodney Stark unterscheiden zwischen Sekten (religiöse Glaubenssysteme, ideologisch) und Kulten (neues Glaubenssystem). Von drei Arten von Kulten passt eine zu Facebook: «Kultbewegungen mit formaler Organisation, die universale Bedürfnisse abdecken.» » weiterlesen

Wie die Digitalisierung unser Arbeiten verändert II/II:
Chancen und Risiken der Flexibilisierung

In einer Expertenrunde diskutierte ich kürzlich über Vor- und Nachteile des kompetenzbasierten Arbeitens. Dabei wurden die Chancen, aber auch die Risiken dieser neuen Arbeitsform deutlich. Zu den Nachteilen gehört etwa die ständige Selbstvermarktung, aber auch fehlende Akzeptanz.

Wenn wir über kompetenzbasiertes Arbeiten reden, dann fällt vielen Gunter Dueck ein, ehemaliger IBM-Manager und Mathematik-Professor, der mit seinem Vortrag auf der re:publia 2011 für Aufsehen sorgte. Nach seiner Prognose werden sehr viele Berufe ihre Bedeutung verlieren, weil wir dank Internet viel mehr selbst erledigen können – etwa Fahrkarten kaufen oder Informationen recherchieren.

Schon heute, so sagte Dueck ein wenig sarkastisch, weiß ja so mancher Patient, der zwei Stunden im Internet gesurft ist, mehr als sein Arzt. Was übrig bleibt, sind die schwierigen Beratungs- und Verwaltungsaufgaben, für die Deutschland mehr Fachkräfte braucht. » weiterlesen

Wie die Digitalisierung unser Arbeiten verändert I/II:
Die Kompetenzen stehen im Vordergrund

Die Strukturen unserer Arbeitswelt verändern sich durch Digitalisierung und Globalisierung gerade entscheidend. Die Folge sind neue Arbeitsformen und wechselhafte Erwerbsbiografien, in denen Chancen, aber auch Risiken liegen. Die klassische Laufbahn wird ersetzt durch lebenslanges Lernen. Wie sollen Politik und Gesellschaft darauf reagieren?

Im Rahmen eines Forschungsprojektes der stiftung neue verantwortung mit dem Titel «Politik der Arbeit» war ich kürzlich zu einer Expertenrunde eingeladen. Ziel des Projekts ist es, für Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften Ideen, Konzepte und Handlungsempfehlungen für den Wandel der Arbeitswelt zu entwickeln. Die stiftung neue verantwortung e.V. versteht sich als partizipativer Think Tank. Zur Entwicklung neuer Ideen und Lösungsansätze zu den wichtigsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen bringt sie Vordenker und Praktiker aus verschiedenen Bereichen und Disziplinen an einen Tisch. » weiterlesen

In eigener Sache:
Sabine Gysi leitet neu die
imgriff.com-Redaktion

Nach mehr als vier Jahren bei imgriff.com habe ich im November 2012 die Redaktionsleitung an Sabine Gysi abgegeben – das gibt frischen Wind und neue Perspektiven in einem nach wie vor faszinierenden Themenfeld: Wie wollen wir schöner arbeiten und besser leben?

imgriff.com ist ein Produktivitätsblog und beschäftigt sich mit einem Themenfeld, das in den vergangenen Jahren einem massiven Wandel unterworfen war: unsere tägliche Arbeitswelt. Mit einigen Jahren Berufsleben auf dem Buckel lässt sich das sehr einfach feststellen: Man blickt zurück und sieht, welche Probleme man Mitte der 90er Jahre nicht kannte – geschweige denn eine Lösung dafür suchte. » weiterlesen

Das digitale Zeitalter fordert von uns neue Fähigkeiten II/II:
Fehler machen, Spaß haben, abschalten!

Die Arbeitswelt verändert sich. Was bedeutet das für Unternehmen, was bedeutet das für jeden einzelnen von uns? Einige Gedanken dazu, welche Vorstellungen und Überzeugungen wir hinterfragen müssen.

Im ersten Teil des Beitrages habe ich darüber geschrieben, wie sehr das protestantische Arbeitethos unsere Arbeitsauffassung und damit auch unsere Arbeitsweise prägt – und dass ein Festhalten daran im digitalen Wandel gar nicht mehr zeitgemäß ist. Viel mehr ist ein Loslösen von den ungeschriebenen Dogmen des Industriezeitalters gefragt. Und dafür möchte ich nun einige konkrete Beispiele aufzeigen

Aus Fehlern lernen

Ein Beispiel ist unser Umgang mit Fehlern: Leistungen und Produkte müssen perfekt sein. Da jedoch jede Aussage unmittelbar durch das Internet verifizierbar ist, ist das kaum noch möglich. Google, eines der weltweit erfolgreichsten Unternehmen, geht einen anderen Weg: Neue Dienste werden als unfertige Beta-Versionen gelauncht und durch die User verbessert. Google steht zu Fehlern, probiert öffentlich im Trial-&-Error-Verfahren aus – und entwickelt genau deshalb innovative Produkte. Dieses Prinzip könnte das Leitbild einer digitalisierten Unternehmenskultur werden, die fehlgeschlagene Innovationen für Verbesserungen nutzt, statt diese anzuprangern.

Wenn man sich nicht ständig dem Druck aussetzt, etwas Perfektes zu schaffen, dann kann Arbeit sogar Spaß machen. Diese Idee scheint vielen Menschen geradezu ungeheuerlich. Doch Spaß an der Arbeit muss eigentlich auch sein, denn nur motivierte Mitarbeiter sind in der Lage, gute Ideen zu entwickeln und Innovationen zu schaffen (siehe auch den Artikel Laut lachen, produktiver arbeiten). Unternehmen wie Google haben das begriffen und bieten ihren Mitarbeitern auch allerlei Freizeit- und Sporträume an. » weiterlesen

Das digitale Zeitalter fordert von uns neue Fähigkeiten I/II:
Weg mit dem Arbeitsethos!

Damit wir die Vorteile des Internets und der vernetzten Zusammenarbeit nutzen können, ist der Abschied von den Dogmen des protestantischen Arbeitsethos notwendig.

Es gibt in unserer Gesellschaft ungeschriebene Dogmen: Eines davon ist, dass hundertprozentige Perfektion ein erstrebenswerter Zustand ist. Ein anderes, dass Arbeit nur etwas wert ist, wenn sie hart und entbehrungsreich ist; Arbeit muss weh tun. Und schließlich ein anderes Ideal, das eng damit zusammenhängt: Wer Dinge umgehend erledigt, gilt als besonder fleißig – und auch das ist in den Augen unserer Gesellschaft eine äußerst positive Sache. Unser Leser Wolfgang hat uns kürzlich wieder daran erinnert, als er unter einem Artikel über (in seinen Augen) unstete Jobhopper kommentierte:

Der erhebliche Exportanteil der deutschen Wirtschaft und der damit verbundene hohe Stellenwert des Themas «Weltmarktführerschaft» erfordern eine längerfristige Beschäftigung mit einem Thema, auch in einer sich schneller verändernden Welt. «Long term scientific commitment» hat schon Portugal im 15. und 16. Jahrhundert groß gemacht, im Prinzip gilt dies noch heute, wie Studien zum Vergleich erfolgreicher Unternehmen mit weniger erfolgreichen zeigen. Vom Schulabschluss bis zur Rente derselbe Job ist sicherlich übertrieben, aber einige Jahre sollte man schon bei der Sache bleiben, wenn man es auf einem Gebiet zur Exzellenz bringen will. So verkehrt ist die Erwartungshaltung des deutschen Arbeitsmarktes wohl nicht.

Was ist das protestantische Arbeitsethos?

» weiterlesen

Arbeitsformen der Zukunft:
Gelebte Demokratie oder
billige Sklavenarbeit?

Die Arbeitswelt verändert sich – die Treiber sind Technologie und sich wandelnde Wertevorstellungen. Drei Beispiele.

(Bild: opensourceway bei flickr.com, CC BY SA)

(Bild: opensourceway bei flickr.com, CC BY SA)

Social Media und der digitale Wandel könnten zu einer radikalen Veränderung traditioneller Arbeitsformen führen. Im besten Falle könnte Arbeiten selbstbestimmer, kreativer und demokratischer werden.

Im schlimmsten Falle beuten sich Arbeitnehmer selbst aus und werden zu allzeit bereiten Sklaven ihrer elektronischen Endgeräte. Beispiele solcher Arbeitsmodelle gibt es schon heute. Wir stellen drei Beispiele, positive wie negative, vor.

Fehleranalyse statt Schuldzuweisung

Beim japanischen Autohersteller Toyota arbeitet man nach der Kaizen-Methode: Es geht es nie zuerst um die Frage, wer einen Fehler zu verantworten hat, sondern analysiert wird immer zuerst, wie dieser Fehler zustande kam und wie man ihn schnell und dauerhaft beseitigen kann.

Die Produktion gilt bei Toyota daher nicht als untergeordneter Bereich, sondern als letzte und wichtigste Instanz der Qualitätskontrolle. Denn ein Problem in der Produktion lässt sich nicht am Schreibtisch drei Stockwerke höher lösen.

Tritt ein Problem auf, kann jeder Mitarbeiter jederzeit den Produktionsablauf stoppen und einen Verbesserungsvorschlag einbringen. Dann setzen sich Mitarbeiter, Produktionsleiter und Ingenieure oder Logistiker vor Ort zusammen und arbeiten einen Katalog von Fragen ab: Warum ist das passiert? Könnte sich das Problem in anderen Teilen der Produktion wiederholen? Wie stellen wir sicher, dass es nicht wieder auftritt? » weiterlesen

Buchbesprechung:
Sind wir robust genug für
die Zukunft?

Weniger Grösse, weniger Schnelligkeit, weniger Stabilität, weniger Sicherheit, weniger Raum, weniger Essen: Wir stehen auf der Schwelle zum «Age of Less». Ein Grund zur Besorgnis, aber kein Grund für Kopflosigkeit, sagt David Bosshart.

Weniger wäre mehr.

Weniger wäre mehr.

Die Zeichen häufen sich, dass die Zeit des Wohlstandes, an den sich unsere westliche Welt gewöhnt hat, bald um ist. Ein rauer Wind bläst uns entgegen. Wir werden unseren hohen Lebensstandard, unsere Produktivität und Effizienz, unser rasantes Tempo nicht aufrechterhalten können.

Der Gedanke, dass wir entschleunigen und zurückstecken müssen, löst in vielen von uns Verunsicherung, gar Panik aus. Warum? Weil wir uns goldene Ketten angelegt haben, meint David Bosshart vom Gottlieb Duttweiler Institut. Wir haben uns in unserer Komfortzone eingerichtet, umgeben von geistigem wie materiellem Ballast. Das ist der Ausgangspunkt von Bossharts Buch The Age of Less. Die neue Wohlstandsformel der westlichen Welt (Affiliate-Link)

Inzwischen haben Viele «The Age of Less» gelesen und sich eine Meinung dazu gebildet; nicht selten kommt bei einer geselligen Runde das Gespräch auf das Buch. An Kritik mangelt es nicht: Das Buch pflücke Ideen, die andere längst gehabt hätten. Es komme zu wenig wissenschaftlich fundiert daher. Es benutze Unmengen von Anglizismen auch dort, wo sie nicht nötig seien. «Ein typisches Zeitgeist-Buch», findet einer, der es nur quergelesen hat. » weiterlesen

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