Thema: Arbeit

 

Alle 25 Artikel zum Thema Arbeit auf imgriff.com:

Arbeit vs. Leben:
Warum viele Freizeit-Fanatiker unzufrieden sind

Mich irritiert, wie weit verbreitet es immer noch ist, Erwerbsarbeit und Leben als Gegenpole wahrzunehmen. Ich jedenfalls würde niemals täglich acht oder neun Stunden meiner kostbaren Zeit opfern für etwas, das ausserhalb des Lebens liegt. Macht es wirklich Sinn, Arbeit und Freizeit zu trennen? Es geht mir hier nicht um Wortklauberei und Definitionen, sondern um eine grundlegende Einstellung.

Tim Green bei flickr.com (CC BY 2.0)Der Begriff Work-Life-Balance wurde schon vor Jahren für tot erklärt. Auch hier auf imgriff.com haben wir immer wieder darüber geschrieben, weshalb «Leben» und «Arbeit» nicht als getrennte Bereiche verstanden werden sollten. Das Thema ist aber noch lange nicht gegessen, was auch erklärt, dass Blogs wie die Karrierebibel es immer wieder aufgreifen: Vor wenigen Tagen hat Jochen Mai 5 Antithesen zur Work-Life-Balance gepostet, die auf den Punkt bringen. » weiterlesen

Binsenwahrheiten hinterfragen:
Manchmal kommt das Vergnügen vor der Arbeit

Jeder kennt sie: die Regeln, die einem in der Kindheit und im Berufsleben eingeimpft werden. Und die man nicht zu hinterfragen habe, da sie «schon immer» gegolten hätten. So zum Beispiel «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen». Warum so eine Regel nicht immer sinnvoll ist und wie man diesen Glaubenssatz abändern kann, zeige ich heute.

arbeit_niemalsEs ist wie mit allem im Leben: Auch Glaubenssätze, angelernte Verhaltensregeln und Binsenweisheiten (meist aus der Kindheit) haben eine gute und eine schlechte Seite. Wichtig ist, dass man sich diese Glaubenssätze immer mal wieder bewusst macht, hinterfragt, verändert oder den einen oder anderen sogar streicht.

Die einen Glaubenssätze sind leicht zu erkennen: Man hört innerlich noch heute die Stimme der Mutter, des Grossvaters oder des Lehrers: «Der Klügere gibt nach», «Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben» oder eben «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen» oder – in der «kindergerechten» Form: «Du darfst erst zum Spielen raus, wenn Du alle Schulaufgaben gemacht hast.» » weiterlesen

Krise und Technologie als Chance:
Wieso wir weniger arbeiten sollten – und es können

Unsere heutige Sichtweise auf Arbeit ist problematisch. Neue Technologien sowie die Krise des Finanz- und Wirtschaftssystems zwingen uns zu weitreichenden Veränderungen.

In letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken über den Sinn der digitalen Technologie. Ohne Ziele, die wir mit der sich immer schneller drehenden Entwicklung erreichen wollen, würde technischer Fortschritt zum Selbstzweck werden und damit seine Existenzberechtigung verlieren. Eine angemessene Prämisse, die ich in diesem Artikel beschrieb, ist das Streben nach mehr Zufriedenheit durch den Einsatz moderner Technik. Heute möchte ich einen anderen Aspekt hervorheben, bei dem digitale Innovationen großen Nutzen stiften können: Arbeit.

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Derzeit lassen sich zwei entgegengesetzte Prozesse beobachten: Auf der einen Seite führt die fortschreitende Automatisierung sowie die derzeitige Strukturkrise des europäischen, aber auch globalen Finanz- und Wirtschaftssystems zu einer um sich greifenden Massenarbeitslosigkeit. Auf der anderen Seite jedoch sind bei denjenigen, die sich in Lohn und Brot befinden und Karriere machen, verbreitete Überarbeitungs- und Überlastungserscheinungen zu beobachten. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz gaben zuletzt rund 50 Prozent der Befragten in einer Untersuchung an, Termin- und Leistungsdruck sowie ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge als Belastungsfaktoren zu empfinden. Kein Wunder, wird Erfolg in den meisten Industrienationen noch immer mit langen und intensiven Arbeitstagen gleichgesetzt.

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Foto: Wikimedia Commons/Chris 73CC BY-SA 3.0

Motiviert statt frustriert:
Mit Nettoarbeitszeit
zu einer realistischen Wochenplanung

Warum «funktioniert» unsere Wochenplanung nicht so, wie wir es uns vorstellen? Ganz einfach: Wir vergessen oft, Termine und Unvorhersehbares zu berücksichtigen. Ja, so paradox es klingt, man kann Unvorhersehbares einplanen. Ein Beispiel aus der Praxis.

Man kennt das: Am Montagmorgen macht man seine Wochenplanung, und am Freitagabend stellt man fest: man man hat nicht mal die Hälfte geschafft. Faulheit? Selbstüberschätzung? Fehlende Disziplin? Ich kann Dich beruhigen, es liegt nur an einem Detail: Netto- statt Bruttozeit!

Zu optimistische Schätzung des Zeitaufwands

Den meisten von uns fällt es eher schwer, den Aufwand für eine Aufgabe abzuschätzen. Meist klappt es mit zunehmender Erfahrung etwas besser, häufig bleibt es aber bei einer «mutig-falschen Schätzung». » weiterlesen

Belohnen statt ablenken:
Wie man unliebsame Aufgaben anpackt und erledigt

Jeder schiebt Aufgaben vor sich her. Und die meisten haben dabei ein schlechtes Gewissen. Es gibt einen simplen Ansatz, den «inneren Schweinehund» zu besiegen: sofort loslegen – erledigen – belohnen.

Wir alle kennen das, wenn wir eine nicht besonders prickelnde Aufgabe anpacken sollten: Wir sind ausgesprochen kreativ darin, Dinge zu (er-)finden, die noch schnell gemacht werden «müssen». Mailbox prüfen, eine Zigarette rauchen, bei Facebook reinschauen, sich beim Kollegen übers neues Bike informieren, den Blogartikel über weiss-nicht-was lesen, usw. usf. Ob wir’s «Prokrastination», «Aufschieberitis» oder wie auch immer nennen: dieses Verhalten hat hohes Frustrationspotenzial.

Ich staune immer wieder, wie kreativ wir sind, um nicht anfangen zu müssen. Ich bin dennoch überzeugt: es ist wichtig, sich mit solch «nutzlosen» Dingen zu beschäftigen, auch während der Arbeitszeit, auch (oder gar vor allem) in hektischen Phasen das Alltags. «Kopf auslüften», nenne ich das. » weiterlesen

Das digitale Zeitalter fordert von uns neue Fähigkeiten II/II:
Fehler machen, Spaß haben, abschalten!

Die Arbeitswelt verändert sich. Was bedeutet das für Unternehmen, was bedeutet das für jeden einzelnen von uns? Einige Gedanken dazu, welche Vorstellungen und Überzeugungen wir hinterfragen müssen.

Im ersten Teil des Beitrages habe ich darüber geschrieben, wie sehr das protestantische Arbeitethos unsere Arbeitsauffassung und damit auch unsere Arbeitsweise prägt – und dass ein Festhalten daran im digitalen Wandel gar nicht mehr zeitgemäß ist. Viel mehr ist ein Loslösen von den ungeschriebenen Dogmen des Industriezeitalters gefragt. Und dafür möchte ich nun einige konkrete Beispiele aufzeigen

Aus Fehlern lernen

Ein Beispiel ist unser Umgang mit Fehlern: Leistungen und Produkte müssen perfekt sein. Da jedoch jede Aussage unmittelbar durch das Internet verifizierbar ist, ist das kaum noch möglich. Google, eines der weltweit erfolgreichsten Unternehmen, geht einen anderen Weg: Neue Dienste werden als unfertige Beta-Versionen gelauncht und durch die User verbessert. Google steht zu Fehlern, probiert öffentlich im Trial-&-Error-Verfahren aus – und entwickelt genau deshalb innovative Produkte. Dieses Prinzip könnte das Leitbild einer digitalisierten Unternehmenskultur werden, die fehlgeschlagene Innovationen für Verbesserungen nutzt, statt diese anzuprangern.

Wenn man sich nicht ständig dem Druck aussetzt, etwas Perfektes zu schaffen, dann kann Arbeit sogar Spaß machen. Diese Idee scheint vielen Menschen geradezu ungeheuerlich. Doch Spaß an der Arbeit muss eigentlich auch sein, denn nur motivierte Mitarbeiter sind in der Lage, gute Ideen zu entwickeln und Innovationen zu schaffen (siehe auch den Artikel Laut lachen, produktiver arbeiten). Unternehmen wie Google haben das begriffen und bieten ihren Mitarbeitern auch allerlei Freizeit- und Sporträume an. » weiterlesen

Das digitale Zeitalter fordert von uns neue Fähigkeiten I/II:
Weg mit dem Arbeitsethos!

Damit wir die Vorteile des Internets und der vernetzten Zusammenarbeit nutzen können, ist der Abschied von den Dogmen des protestantischen Arbeitsethos notwendig.

Es gibt in unserer Gesellschaft ungeschriebene Dogmen: Eines davon ist, dass hundertprozentige Perfektion ein erstrebenswerter Zustand ist. Ein anderes, dass Arbeit nur etwas wert ist, wenn sie hart und entbehrungsreich ist; Arbeit muss weh tun. Und schließlich ein anderes Ideal, das eng damit zusammenhängt: Wer Dinge umgehend erledigt, gilt als besonder fleißig – und auch das ist in den Augen unserer Gesellschaft eine äußerst positive Sache. Unser Leser Wolfgang hat uns kürzlich wieder daran erinnert, als er unter einem Artikel über (in seinen Augen) unstete Jobhopper kommentierte:

Der erhebliche Exportanteil der deutschen Wirtschaft und der damit verbundene hohe Stellenwert des Themas «Weltmarktführerschaft» erfordern eine längerfristige Beschäftigung mit einem Thema, auch in einer sich schneller verändernden Welt. «Long term scientific commitment» hat schon Portugal im 15. und 16. Jahrhundert groß gemacht, im Prinzip gilt dies noch heute, wie Studien zum Vergleich erfolgreicher Unternehmen mit weniger erfolgreichen zeigen. Vom Schulabschluss bis zur Rente derselbe Job ist sicherlich übertrieben, aber einige Jahre sollte man schon bei der Sache bleiben, wenn man es auf einem Gebiet zur Exzellenz bringen will. So verkehrt ist die Erwartungshaltung des deutschen Arbeitsmarktes wohl nicht.

Was ist das protestantische Arbeitsethos?

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Social Media:
Die Zukunft der Arbeit ist da

In den Postings dieser Woche haben wir uns über den Umgang mit Social Media Gedanken gemacht. Schön und gut – ist das aber für meine Arbeit wichtig? Ja: Mit Social Media haben wir heute die Instrumente, um in einer wissensbasierten Wirtschaft erfolgreich zu sein.

Social Media beziehungsweise die Tools und Instrumente, die sich grob dieser Kategorie zuordnen lassen, machen sich in der Arbeitswelt breit. An vielen Orten sind es nicht mehr wegzudenkende Mittel, um interne Prozesse umzusetzen. Mein Kollege Jan hat in diesem Artikel beschrieben, wie und welche Tools wir zum Beispiel bei unserem Verlag, der Blogwerk AG, einsetzen. Andreas Hiller hat vor einigen Monaten in einem Vortrag dargelegt, wie er E-Mails durch Wikis ersetzen will.

Es ist absehbar: Diese Instrumente werden nicht mehr aus den Büros und Betrieben verschwinden. Dass es diese Dienste und Programme gibt, ist nur ein Grund dafür. Viel entscheidender sind die grundsätzlichen Veränderungen in der Arbeitswelt: Der wichtigste Rohstoff ist heute das Wissen der Menschen. Bloss: Bis anhin hatten wir einen sehr unzulänglichen Werkzeugkasten dafür – Social Media können hier Abhilfe schaffen. » weiterlesen

Der Arbeitsbienen-Mythos:
Warum sich abrackern schlecht
für die Karriere ist

Beruflicher Erfolg würde häufig mit langen Arbeitszeiten gleichgesetzt, hat Kollege Weigert gestern bei netzwertig.com geschrieben. Dabei übersehen wir häufig, was wirklich zählt.

Viele Menschen leisten in ihrem Job Unglaubliches, arbeiten bis zum Umfallen – und die Anerkennung bleibt aus. Im Gegenteil, wenn sie doch einmal einen Fehler machen, werden sie dafür umgehend kritisiert. Das liegt daran,  dass Chefs von ihnen eben keine Fehler gewohnt sind. Ungerecht, oder? Leider übersehen diese Arbeitsbienen einige entscheidenden Faktoren, die für die Karriere noch weitaus wichtiger sind als Leistung. Ein Überblick.

Karrierefaktor Selbstdarstellung

Da ist zunächst die Selbstdarstellung. Was bringen unglaublicher Arbeitsaufwand und Höchstleistungen, wenn der Chef es gar nicht mitbekommt oder sich mittlerweile sogar daran gewöhnt hat, dass du immer so gut bist? Daher solltest du nicht nur arbeiten bis zum Umfallen, sondern das auch entsprechend nach außen kommunizieren – wie ein Unternehmen, das ja auch nicht nur in die Entwicklung eines neuen Produktes investieren kann, in der Hoffnung, dieses verkaufe sich dann von alleine. Die Werbung ist mindestens genau so wichtig – auch wenn das gerade perfektionistischen Naturen nur schwer einleuchten mag. » weiterlesen

Firmenlenker und Startup-Gründer:
Das verzerrte Bild von
Arbeitszeit und Erfolg

Dass mit Marissa Mayer eine schwangere Frau den Chefsessel eines börsennotierten Konzerns erklimmt, sorgt für viel Diskussionsstoff. Doch würde im öffentlichen Bewusstsein Erfolg nicht mit langen Arbeitszeiten gleichgesetzt werden, gäbe es diese Debatte nicht.

Eine schwangere Frau wird Chefin eines Fortune-500-Unternehmens? Im deutschsprachigen Raum wäre dies unvorstellbar.” So oder ähnlich fielen am Dienstag vielerorts die Reaktionen auf die Berufung von Google-Managerin Marissa Mayer als CEO von Yahoo aus. In dieser Woche begann die 37-Jährige ihre Tätigkeit bei dem angeschlagenen US-Internetkonzern, im Oktober soll ihr erstes Kind auf die Welt kommen.

Gerade wir Deutschen neigen traditionell zu einem selbstkritischen Blick, weshalb das Fazit, hierzulande wäre eine derartige Personalie zumindest bei großen Konzernen mit akutem Handlungsdruck ein Ding der Unmöglichkeit, nahe liegt. Doch was dabei nicht unter den Tisch fallen sollte: Natürlich ist die Causa Mayer auch in den USA ein Novum und Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Das Wall Street Journal debattiert, inwieweit Mayers Schwangerschaft ihre Führungsfähigkeiten beeinträchtigen wird, TechCrunch-Autorin Sarah Perez sorgt sich darum, dass Mayers Plan, nach der Geburt sofort an ihren Schreibtisch zurückzukehren, andere werdende Mütter unter Druck setzt, und Forbes untersucht, welche rechtlichen Aspekte bei der Bekanntmachung der Schwangerschaft des CEO eines börsennotierten Unternehmens zu beachten sind.

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