E-Mail-Management:
Wer für Inbox Zero kämpfen muss, sollte es aufgeben

Ein leerer Posteingang klingt in der Theorie für viele Menschen attraktiv. Doch in der Praxis scheinen nur bestimmte Nutzer damit Erfolg zu haben. Es muss sich um eine Persönlichkeitsfrage handeln.

Das Thema Inbox Zero zieht sich wie ein roter Faden durch die imgriff.com-Berichterstattung der vergangenen Jahre. Kein Wunder, stellen sich doch Millionen Menschen jeden Tag die Frage, wie sie ihren E-Mail-Berg besser und mit weniger Zeitaufwand bearbeiten können. Das Inbox-Zero-Prinzip, durch regelmäßiges und aktives »Säubern« des Posteingangs gar nicht erst zuzulassen, dass ein solcher Berg entsteht, hat sich zumindest für einige »Informationsarbeiter« als ideale Lösung herausgestellt.

Ich praktizierte bereits Inbox Zero, da hatte ich den Begriff noch nie gehört. Ganz automatisch ging ich in meinen frühen Internet-Jahren dazu über, eingehende Mails umgehend zu prozessieren, also direkt zu beantworten, sofort zu löschen oder in einen ToDo-Ordner für einen genaueren späteren Blick zu verfrachten. Doch obwohl ich viele Menschen kenne, die auch nach vielen Jahren ähnlich positiv über die Effekte von Inbox Zero berichten, existieren ebenso zahlreiche Kritiker.  » weiterlesen

Behindert durch starre Strukturen und Abläufe:
Diese Alarmsignale verraten uns, dass wir festgefahren sind

Niemand behauptet, bei der Arbeit seien Strukturen und eingespielte Abläufe schlecht – im Gegenteil: sie sind unerlässlich. Wer möchte bei jeder Aufgabe, bei jedem kleinen Projekt, bei jeder Routine-Erledigung erstmal das Rad neu erfinden? Erst dort, wo sich die gewohnten Strukturen und Abläufe plötzlich bequem anfühlen, wird’s gefährlich. Alarmierende Zeichen lassen sich leicht erkennen.

Frédéric Bisson bei flickr.com (CC BY 2.0)Wenn wir uns in einer Organisation zu sehr an Strukturen festhalten, werden wir – als Einzelpersonen und als Team – unweigerlich starr und unflexibel, auch weniger kreativ. Oder, frei nach Nassim Nicholas Taleb (Affiliate-Link), wir bewegen uns von der «Antifragilität» in Richtung «Fragilität», d.h.: Wir profitieren nicht mehr von ständigen kleinen Erschütterungen, die bewirken, dass unser System laufend an den Gegebenheiten wächst und optimiert wird. Sondern unser System wird rigid und dadurch anfällig für unerwartete grössere Erschütterungen, durch die es einzustürzen droht.

Wenn wir uns in diese Richtung entwickeln, stellen wir irgendwann auch fest: Wir sind unproduktiver geworden, denn wir verschwenden unsere Zeit mit Leerläufen. Wir haben Chancen verpasst, weil wir das Unerwartete nicht mehr als Impulsgeber begrüssen, sondern es fürchten, da es uns aus unserer Routine wirft. » weiterlesen

Das Ende der Ordnung:
Warum uns Chaos produktiver macht

Ordnung gilt gemeinhin als erstrebenswert, gerade wenn es um Produktivität geht. Was aber wäre, wenn Ordnung gar nicht so produktiv macht? Ein Plädoyer für das Chaos.

Sebastien Wiertz bei flickr.com (CC BY 2.0)Wir geben bei imgriff.com seit Jahren Tipps für Produktivität, Organisation und Ordnung. Struktur im Arbeitsalltag hilft uns, so meinen wir, nicht nur das tägliche Chaos auf dem Schreibtisch, sondern vielleicht auch bei unsere Arbeit und unser Leben besser zu bewältigen. Nicht umsonst haben Aufräum- und Ausmist-Coaches Hochkonjunktur. In manchen Unternehmen geht der Trend sogar zum Schreibtisch, der von allen persönlichen Dingen befreit ist, sodass sich verschiedene Mitarbeiter einen Schreibtisch teilen können. » weiterlesen

Dragdis:
Web-Fundstücke einfach sammeln und teilen

Täglich stolpern wir im Netz über eindrucksvolle Grafiken und wunderschöne Bilder. Dragdis ist eine Browser-Erweiterung, mit der das Speichern von interessanten Inhalten aus dem Web vereinfacht wird.

dragdisIch konnte mich nie mit Bookmarking-Tools wie Delicious & Co anfreunden. Irgendwie liegt es mir fern, mir ein Verzeichnis von interessanten und nützlichen Links anzulegen. Auch meine Bookmark-Listen im Browser sind praktisch leer. Einzelne Inhalte und Artikel, die ich für mich speichern will, lege ich in Evernote ab. Alles andere traue ich mir zu, mit ein bisschen Hirnschmalz und Google jederzeit wieder zu finden.

Seit sich unser Leben aber immer mehr im virtuellen Raum abspielt, fragt man sich schon, wie man seine beruflichen und privaten Fundstücke aus dem Netz für den späteren Gebrauch abspeichern will. Für mich persönlich hat sich Evernote bislang sehr bewährt. Zu mindestens 50% ist Evernote aber auch mein Notizbuch, in dem ich selber Inhalte kreiere. » weiterlesen

In eigener Sache:
Danke an unsere Sponsoren!

Die Blogs von Blogwerk sind eines der führenden Blog-Netzwerke im deutschsprachigen Raum. Möglich wird unsere Arbeit durch unsere Leserinnen und Leser sowie dank unserer Sponsoren.

Einmal pro Monat wollen wir Euch darum unsere Sponsoren näher vorstellen – Ihr findet in diesem Posting eine kurze Beschreibung der Unternehmen. Firmen, die sich und ihre Dienstleistungen und Produkte ebenfalls auf einem der Themenblogs präsentieren wollen, erhalten hier mehr Informationen.

Wir sagen auch in diesem Monat: Vielen Dank an alle, die uns lesen, mit uns diskutieren und uns unterstützen!

Unsere Blogs
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t3n_banner_125x125Das t3n Magazin ist das führende deutschsprachige Printmedium zu den Themen Web 2.0, Social Media, E-Business und Open Source. Auf t3n.de finden sich tagesaktuelle News und Artikel zu den Themen Business, Marketing, Technologie, Mobile, Hardware, Gesellschaft, Design und Medien. Abgerundet wird das Online-Angebot durch nützliche Verzeichnisse und Services.
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Twitter als Informations- und Nachrichtenquelle:
Diese Tools helfen, den Überblick zu behalten

Twitter ist eine ideale Informations- und Nachrichtenquelle. Die Onlinewerkzeuge Tame, Nuzzel und Prismatic helfen dabei, auch dann gut informiert zu bleiben, wenn Nutzern einmal die Zeit für den Microbloggingservice fehlt.

ToolsWer für den Beruf oder aus purer Neugier auf aktuelle Informationen und Nachrichten angewiesen ist, für den gibt es keine bessere Quelle als Twitter. Doch anders als beim E-Mail bringt es nichts, jedes Objekt aus der eigenen Timeline unbedingt gelesen zu haben. Dazu hat ohnehin niemand die Zeit. Glücklicherweise gibt es Tools, die dabei helfen, mit minimalem Aufwand einen bestmöglichen Überblick über aktuelle Diskussionen und Meldungen zu behalten, die mithilfe des Microbloggingservices verbreitet werden. Hier sind meine drei Favoriten. » weiterlesen

Apples iWatch:
Schlaflabor für zu Hause?

Sein eigenes Leben vermessen und dadurch optimieren liegt im Trend. Bald sind wir wohl soweit, dass wir selbst unseren Schlaf überwachen – Apples iWatch könnte das Schlaflabor für zu Hause ermöglichen. Ist das wünschenswert, oder werden wir durch die lückenlose Selbstoptimierung unserer letzten Rückzugsmöglichkeit beraubt?

Graeme Law bei flickr.com (CC BY 2.0)Self-Tracking oder Quantified Self: Wer es noch nicht tut, lebt hinter dem Mond – so lautet der Grundtenor. Hier bei imgriff.com haben wir schon mehrmals über den Trend geschrieben, z.T. auch kritisch. Einige der Beiträge wurden heftig und kontrovers von unseren Lesern diskutiert. » weiterlesen

Erfahrungsbericht:
Fasten während der Arbeitswoche

Fasten ist eine extreme Erfahrung, die dem Körper einiges abverlangt. Mit ausreichender Planung lässt es sich aber trotzdem in den Arbeitsalltag integrieren. Ein Erfahrungsbericht.

Fasten. Bild: Viktor Hanacek bei picjumbo.comDieses Jahr habe ich mir vorgenommen, wieder einmal zu fasten. Ich habe in den letzten Jahren schon zweimal eine Fastenwoche eingelegt und fand dies jeweils eine  positive Erfahrung. Die Beweggründe sind bei mir rationaler Art: Ich will dem Körper die Gelegenheit geben, sich zu reinigen. Weiter ist es eine Frage des Willens und der Disziplin. So geht es auch darum, die Einstellung gegenüber dem Essen wieder einmal zu überdenken.

Dies hier soll keine Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn von Fasten sein, noch möchte ich über die verschiedenen Formen von Fasten diskutieren. Für mich persönlich muss es radikal sein, das heisst: Eine Woche lang nur Wasser, Kräutertee und am Mittag und am Abend je eine Bouillon. Als ich zum ersten Mal fastete, hatte ich quasi als Backup noch diverse Säfte zuhause, die ich dann aber nie angetastet habe. » weiterlesen

Dinge erledigen ohne Internet:
Wie E-Mail in Offline-Phasen zu meiner Rettung wird

Manche Menschen fluchen über die E-Mail. Ich liebe sie – erst recht, wenn ich im Flugzeug sitze und kein Internet habe. Dann helfen mir verschiedene Workarounds auf Basis von E-Mail, dennoch so viel wie möglich zu erledigen. So versende ich beispielsweise Tweets per Mail und speichere zu lesende Artikel in Instapaper.

OfflineAusgehend von der Häufigkeit von Texten, die mit der E-Mail abrechnen, scheinen viele Menschen einen regelrechten Hass auf die ihnen viel Ärger und wenig Freude bereitende elektronische Post zu haben. Auch nicht gerade populär bei vielbeschäftigten Machern der Digitalbranche sind Flug- oder Zugreisen, bei denen unter Umständen über mehrere Stunden keine (stabile) Internetverbindung besteht.

Diese beiden Schlechte-Laune-Faktoren haben nichts miteinander zu tun? Falsch. Denn indem man die E-Mail clever nutzt, kann man in unerwünschten Offline-Phasen über diese von Simone Janson kürzlich beschriebenen, generellen Workarounds hinaus trotzdem ein Maximum an Produktivität erreichen und sozusagen das Internet nutzen, ohne online zu sein. Folgende Verfahren haben sich für mich bewährt: » weiterlesen

In eigener Sache:
Gino Brenni geht, Martin Weigert kommt

Im Autorenteam von imgriff.com kommt es zu einer Veränderung. Gino Brenni hat neue Herausforderungen in Beruf und Familie angenommen und verlässt deshalb unser Team. Dafür dürfen wir den in der Bloggerwelt wohlbekannten Martin Weigert (netzwertig.com) als regelmässigen Autoren begrüssen.

tableatny bei flickr.com (CC BY 2.0)In den letzten sieben Monaten war Gino Brenni der jüngste regelmässige Autor in unserem imgriff.com-Autorenteam. Mit seiner erfrischenden Sichtweise und seinen mal nachdenklichen, mal begeisterten Texten war er eine willkommene Stimme im «Chor» unserer Autoren mit ihren unterschiedlichen Wissenshintergründen und Erfahrungen. Gino ist vor kurzem Vater geworden und hat soeben eine neue, herausfordernde Stelle bei den Webguerillas angetreten. Wir gratulieren zu diesen beiden wichtigen Schritten ganz herzlich! Und haben Verständnis dafür, dass Gino jetzt Prioritäten setzen muss und darum leider sein Engagement bei imgriff.com einstellt.

Neu im Autorenteam begrüssen wir diese Woche Martin Weigert: Der umtriebige Blog-Pionier und Fachjournalist ist vielen Lesern als verantwortlicher Redakteur unseres Schwesterblogs netzwertig.com bekannt. Seit 2007 schreibt Martin jeden Werktag Artikel zur Webszene und sucht sich dabei immer wieder neue Arbeitsorte und -länder. Aus dieser nomadischen Lebensweise hat Martin eine Fülle an Einsichten zu Produktivität und Arbeitsstil gewonnen, denn eine hohe Produktivität und eine gute Struktur sind bei einem solchen Lebens- und Arbeitsstil essentiell. Wir freuen uns sehr darüber, dass Martin seine Erkenntnisse in Zukunft auf imgriff.com mit uns teilt und zur Diskussion stellt.

 

Bild: tableatny bei flickr.com (CC BY 2.0)