Don’t do it yourself:
Wenn Selbermachen unproduktiv und unglücklich macht

Neulich habe ich hier ein Loblied auf das Selbermachen gesungen. Jetzt verdamme ich es bereits in der Überschrift. Schizophren? Nein – ich bin nur der Meinung, dass in vielen Fällen Selbermachen unproduktiv und unglücklich macht. Beispielsweise wenn man es als Prokrastinations-Alibi missbraucht, oder wenn man meint, ein Händchen für etwas zu haben. Über die Stolperfallen des DIY.

Ich bin weiterhin ein grosser Fan von Do it yourself. So warte ich beispielsweise ungeduldig darauf, bis der Frühling kommt und es wieder Zeit ist, das Tomaten-Gewächshaus in meinem Garten so improvisiert zusammenzuzimmern, dass sich jeder halbwegs begabte Heimwerker verzweifelt an die Stirn fassen würde. Ich bin trotzdem zufrieden damit.

Aber von einigen Bereichen unseres Lebens sollten wir das DIY-Prinzip einfach fernhalten, wenn wir vorwärtskommen und möglichst frustfrei arbeiten und leben wollen. Schliesslich ist die Spezialisierung eine wichtige menschliche Errungenschaft, muss sogar ich als eingefleischte Generalistin anerkennen. » weiterlesen

Rechtschreibkorrektur:
Tools für korrektes Schreiben und ihre Grenzen

Um grobe Fehler auszumerzen, sind Tools für die Rechtschreibprüfung eine grosse Hilfe. Sogar auffällige stilistische Unschönheiten kann ein Tool erkennen. Wenn’s jedoch um die Feinheiten und um Komplexes geht, ist das menschliche Auge unabdingbar.

Zum Schreiben in leicht lesbarer Sprache haben wir bei imgriff.com ja schon einiges zu sagen gehabt: «So wird die Hausarbeit auch sprachlich schön» und «9 Tipps für lesefreundliche Texte». Das Browsertool leichtlesbar.ch wurde von uns ebenfalls rezensiert. Im letzten Teil meiner Serie über wissenschaftliche Arbeiten habe ich erwähnt, dass man sich dank Software banale Fehler ersparen kann. Nun habe ich mir Gedanken gemacht, was Software beim sprachlichen Korrigieren leisten kann – und was eben nicht.

Rechtschreibung und Grammatik: Korrektur in Word und OpenOffice

Bei Schreibtools werden die meisten erstmal an die Rechtschreibkorrektur von Word, OpenOffice Writer oder anderen Textverarbeitungsprogrammen denken. In der Tat können einem die Rechtschreibkorrektur-Module von Word, OpenOffice oder LibreOffice einige unangenehme Schreibfehler ersparen. Zur Grammatik-Korrektur bringt Word ein eigenes Modul mit, bei OpenOffice/LibreOffice muss die grammatische Überprüfung als Plugin nachgerüstet werden: etwa die Duden-Rechtschreibprüfung oder das kostenlose Language Tool. » weiterlesen

DropTask statt To-Do-Liste:
Aufgaben visuell verwalten

Die Suche nach der perfekten To-Do-Liste ist immer wieder ein Thema hier auf imgriff.com. So unterschiedlich die Bedürfnisse im privaten und geschäftlichen Alltag, so unterschiedlich sind die Tools. Wie der Name aber sagt, sind fast alle Tools eines – nämlich Listen. DropTask bietet vom Funktionsumfang nichts Überraschendes, überzeugt aber mit einer grafisch ansprechenden Darstellung, die an eine Mindmap erinnert.

Das Erstellen von neuen Tasks mit DropTask ist denkbar einfach: Zuerst wird ein neues Projekt eröffnet, dann können via Drag&Drop Aufgaben zum Projekt hinzugefügt werden. Jede Aufgabe wird automatisch als Bubble auf dem Bildschirm dargestellt. In einem zweiten Schritt lassen sich die Aufgaben gruppieren, z.B. in Teilprojekte.

Visuelle Suche und Filter

Natürlich können jeder Aufgabe nebst einer Beschreibung auch ein Fälligkeitsdatum, Tags und Dateien hinzugefügt werden. Das Datum und die Tags werden auf dem Task-Bubble angezeigt. Nützlich sind die visuellen Filtermöglichkeiten, mit denen zum Beispiel nur die überfälligen Aufgaben angezeigt werden können. Alle anderen Bubbles werden dann auf ein Minimum reduziert und der Fokus liegt auf den überfälligen Aufgaben. » weiterlesen

PDF Shrink:
In 10 Sekunden PDF-Dateien optimal komprimieren

Der Versand bzw. Up-/Download von Dokumenten als PDF-Datei ist heute Alltag. Entsprechend oft müssen solche Dateien komprimiert werden, ohne dass sie dabei merklich an Qualität verlieren. Dafür gibt es effiziente Programme – zum Beispiel PDF Shrink. Dank seiner massgeschneiderten Profile kann ich PDFs für verschiedene Zwecke innert Sekunden komprimieren.

Wer nur ab und zu eine PDF-Datei erstellen und verkleinern muss, für den gibt es verschiedene Lösungen: Auf einem Mac kann man eine PDF-Datei mit Standardtools von OS X verkleinern (darüber habe ich bereits hier geschrieben), für Windows gibt es ähnliche Tools wie z.B. den Nice PDF Compressor. Immer mehr solche Kompressionsprogramme werden auch als Online-Service angeboten (z.B. der PdfCompressor). » weiterlesen

Leistungsschutzrecht:
Zitate und Snippets – bei uns gerne

Keine Panik: Aus Publikationen von Blogwerk – imgriff.comnetzwertig.com, neuerdings.com, fokussiert.com, startwerk.chblogwerk.com – darf weiterhin zitiert werden.

Deutschland hat sich eine Lex Google geben; der deutsche Bundestag hat diese Tage den Regierungsentwurf für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger verabschiedet.

Die Publikationen von Blogwerk sind davon im Grunde nicht betroffen – wir sind ein Schweizer Verlag und unterstehen Schweizer Gesetz. Nichtsdestotrotz: Unsere Leserschaft kommt aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und wir wollen verhindern, dass Missverständnisse aufkommen. Deshalb hier laut und deutlich: » weiterlesen

Zeitmanagement nach Chet Holmes:
Das erste System, das bei mir funktioniert

Das tägliche Zeitmanagement nach Chet Holmes funktioniert, weil es uns vom Reagieren weg bringt - hin zum Agieren. Ein Selbstversuch von drei Monaten war höchst erfolgreich und wird weitergeführt. Wer’s gleich ausprobieren will, kann sich diese Vorlage downloaden.

Seit Mitte Dezember bin ich ein anderer Mensch. Ich wiege zwar noch genauso viel wie früher, mache dieselben überflüssigen Witze, und meine Kumpels können auch keine Veränderung feststellen. Aber zum ersten Mal habe ich seit Mitte Dezember das Gefühl, Herr über mein Arbeitsleben zu sein. Grund ist ein Zeitmanagement-System, das ich in einem Vertriebsbuch fand. » weiterlesen

Zensorium Tinké:
Das iPhone wird zum medizinischen Messgerät

Zum Selbstmanagement gehören nicht nur Effizienz und Produktivität, sondern auch die Gesundheit. Immer mehr Apps und Gadgets buhlen um die Gunst der Quantified Self-Bewegung. Nachdem wir mit dem Fitibit One und der Moves App Tools getestet haben, welche die tägliche Bewegung tracken, beschäftigen wir uns diesmal mit dem Herz und der Atmung.

Von Zensorium kommt das Sensorgerät Tinké in Form eines Dongle für das iPhone, das mittels optischem Sensor Herzfrequenz, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung des Bluts und Herzfrequenz-Variabilität misst. Das Ziel des Geräts ist die Verbesserung der kardiorespiratorischen Fitness, also der Fähigkeit von Herz, Lunge und Organen, Sauerstoff zu konsumieren, zu transportieren und zu nutzen. » weiterlesen

Yahoo-CEO Marissa Mayer verbannt das Home Office II/II:
7 Gründe pro & contra

Yahoo-Chefin Marissa Mayer verlangt von allen Mitarbeitern, ihr Home Office aufzugeben und im Unternehmen zu arbeiten. Was sind die Gründe für diesen überraschenden Schritt – auch im Hinblick auf die gesellschaftlichen Folgen?

Vergangene Woche ist ein Memo von Marissa Mayer, CEO von Yahoo aufgetaucht. Darin fordert sie Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, auf, ab Juni wieder im Büro arbeiten – oder aber zu kündigen. Geleaked wurde das Dokument durch mehrere wütende Yahoo-Mitarbeiter.

Darüber, dass eine solche Maßnahme auch gesellschaftlich fatale Signale aussenden könnte, habe ich bereits geschrieben. Denn als jüngste Frau an der Spitze eines Fortune-500-Unternehmens ist Marissa Mayer ein Rollenvorbild als Karrierefrau und Mutter.  » weiterlesen

Love it or leave it:
Was tun, wenn’s im Job nicht mehr stimmt

Wer über die Schattenseiten seines Jobs spricht, hört schnell mal «Love it or leave it» – «Wenn Du Deinen Job nicht mehr liebst, dann wechsle!» Das ist aber selten die richtige Lösung. Warum das so ist und wie man es schafft, die Freude am Job zurückzugewinnen, skizziere ich in der Folge: Zurück zur Zufriedenheit in drei Stufen.

Rund 20% unserer Zeit verbringen die meisten von uns im Job, 1760 Stunden im Jahr. Da ist es nur vernünftig, darauf zu achten, dass uns die Arbeit und die Menschen im Unternehmen passen.

Leider sieht die Realität allzuoft nicht rosig aus: die Launen des morgenmuffligen Kollegen steckt man nicht mehr so einfach weg wie früher, die Kundenreklamationen nehmen zu, die in Aussicht gestellte Weiterbildung ist dem Rotstift zum Opfer gefallen. «Früher hat mir mein Job doch um einiges besser gefallen», erzählt man dann im Freundeskreis. «Love it or leave it – Du musst wechseln!», sagt dann einer und signalisiert mit einem Achselzucken, es gebe nur diese Lösung. » weiterlesen

Yahoo-CEO Marissa Mayer verbannt das Home Office I/II:
Trendwende oder Rückschritt?

Der Wandel der Arbeitswelt scheint unaufhaltsam – hin zu mehr Flexibilität, Eigenständigkeit und Kollaboration auch über längere Distanzen hinweg. Doch nun verkündet ausgerechnet die jüngste Frau, die jemals die Leitung eine Fortune-500-Unternehmens übernahm, dass die Home-Worker ins Unternehmen zurückkehren sollen. Eine Trendwende?

Was haben wir bei imgriff.com nicht alles über den Wandel in der Arbeitswelt, neue Arbeitsformen und die Art, sich digital neu zu organisieren, geschrieben! Über den IBM-Manager, der im Home Office auf Gran Canaria arbeitet. Über Gunter Duecks Thesen vom digitalen Wandel der Berufe. Über Studien, laut denen jedem Mitarbeiter in ein paar Jahren nur noch ein Teil eines Schreibtischs zur Verfügung steht und das klassische Büro zum Auslauf-Modell wird. Und über die Möglichkeiten, sich dank Internet kollaborativ zu organisieren.

Wieder «Seite an Seite arbeiten»

Und nun dies: Wie Kara Swisher auf allthingsd.com meldete, verkündete Yahoo-CEO Marissa Mayer in einem internen Memo, dass die Yahoo-Mitarbeiter zukünftig wieder Seite an Seite im Unternehmen arbeiten sollen und nicht mehr in ihren Home Offices. Ihre Begründung: Mehr Produktivität. So steht in dem Memo: » weiterlesen