Was in Unternehmen längst Alltag ist, mag im privaten Bereich auf den ersten Blick vielleicht noch etwas sonderbar scheinen: das Abstimmen und Teilen von elektronischen Kalendern. Wie wir das in meiner Familie lösen und wie einfach das geht? Ein Praxisbericht.
Sobald mehrere Personen bei der Festlegung von Terminen involviert sind und der Abstimmungsbedarf zunimmt, helfen elektronische, synchronisierte Kalender enorm. Das gilt für Projektteams und Abteilungen in Unternehmen genauso wie für Organisationen und Gruppen im öffentlichen oder privaten Bereich.
Dieses System lässt sich auch ausgezeichnet in Familien nutzen. Dabei geht es – anders als in Unternehmen – nicht darum, gemeinsame Termine der Familienmitglieder untereinander festzulegen (das schaffen wir zum Glück noch immer ohne Planung), sondern die Termine ausserhalb der Familie auf jene der anderen Familienmitglieder abzustimmen.
Meine Familie musste lange mit den Nachteilen von Zeitplanbuch, Wandkalender & Co. leben. Bis wir eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Lösung gewagt haben. » weiterlesen
Was hat Extremsport mit dem Job zu tun? Viel! Denn bei beidem hat man Angst, die man überwinden muss. Und das setzt am Ende oft ungeahnte Produktivkräfte frei. So ging es mir jedenfalls, als ich vergangenen Sommer Canyoning machte. Um meine Erfahrungen dabei geht es heute.
Vergangenen Sommer habe ich in Baie-Saint-Paul in der kanadischen Provinz Quebec Canoyning gemacht. Wikipedia schreibt über Canyoning, dass es das Begehen einer Schlucht von oben nach unten sei. Das ist eine heftige Untertreibung: De facto kletterten wir, gesichert durch ein Seil, einen Felsen hinunter, über den ein Wasserfall floß. Erschwert wird die Klettertour dadurch, dass man den Felsen unter dem Wasser nicht sieht, dass die Steine glitschig sind – und dass natürlich ständig Wasser von oben kommt.
Um es kurz zu machen: Ich hatte Angst. Ich bin kein Extremsportler, nicht mal sonderlich sportlich. Ich wandere gerne, fahre Kajak und jogge neuerdings, aber geklettert war ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie. Freiwillig hätte ich das wohl nicht gemacht, allerdings war ich auf Pressereise und es gehörte zum Programm, also dachte ich «Sei kein Frosch». » weiterlesen
Heute beschäftigen wir uns mit dem Lernen von Shortcuts - einem grundlegenden Thema der Produktivitätssteigerung. Wenn wir Tastaturkürzel verwenden, steigern wir unsere Effizienz markant, denn alles geht plötzlicher schneller von der Hand. Die Computermaus können wir getrost entsorgen.
Alle Bemühungen, fokussierter zu arbeiten, bringen nichts, wenn gleichzeitig unnötig Zeit am Computer verplempert wird. Es ist frustrierend zu sehen, wie ineffizient gewisse Arbeitskollegen und Freunde mit der Tastatur und der Computermaus hantieren. Oft wären die grundlegenden Tastaturkürzel zwar bekannt (beispielsweise strg+s bzw. ctrl+s bzw. cmd+s zum Speichern), aber es wurde nie zur Gewohnheit, konsequent mit Shortcuts zu arbeiten. » weiterlesen
Schnelllesen, eine obskure Technik? Oder muss man dafür ein Genie sein? Weder noch. Unser Gehirn liefert alle Voraussetzungen, um ungefähr doppelt so schnell zu lesen, wie wir uns gewohnt sind. Wenn wir erst begreifen, was uns bremst, und dann regelmässig trainieren, steht uns diese praktische Fertigkeit offen.
«Speed Reading» ist eine Schnelllese-Technik. Mit ihr schafft man es, überdurchschnittlich schnell zu lesen, ohne beim Textverständnis Abstriche zu machen.
Kernstück des Schnelllesens: Mehrere Wörter werden als Sinngruppe zusammengefasst, als Block gelesen und verstanden. Das erhöht logischerweise das Lesetempo. Und führt dazu, dass wir den Inhalt des Textes besser verstehen, weil zu langsames Lesen das Textverständnis schädigt – wir erinnern uns an die Schulzeit, als wir lesen lernten. » weiterlesen
Wer am Morgen wiederholt die Snooze-Taste drückt und nur mit Mühe aus dem Bett kommt, gilt in unserer Welt der Selbstoptimierung schnell mal als charakterlos. Dabei nutzt er nur die fünf wichtigen Funktionen, welche die Snooze-Taste erfüllt. Ich behaupte sogar: Unter dem Strich macht sie uns produktiver.
Ja, die Snooze-Taste meines Weckers ist mein Feind. Hämisch grinst sie mich vom Nachttisch aus an und erinnert mich daran, dass ich keine Selbstdisziplin habe und haarsträubend unproduktiv bin.
Es wäre also naheliegend, dass ich versuchte, sie abzuschaffen. Ich könnte beispielsweise eine der Schlafphasen-Wecker-Apps verwenden, die für ein humaneres Aufwachen sorgen wollen. Ich könnte mich auch an die Tipps bei Lifehacker halten, wo neulich so einleuchtend erklärt wurde, warum wir die Finger von der Snooze-Taste lassen sollten.
Und trotzdem bleibe ich der Snooze-Taste treu! Warum bloss? Weil ich der Meinung bin, dass sie einige sinnvolle Funktionen in unserem Leben erfüllt: » weiterlesen
Nachdem wir letzte Woche mit Mailstrom eine Sortierhilfe für die Inbox vorgestellt haben, ist heute Cloze an der Reihe: Cloze verwendet einen Algorithmus, um E-Mails und Interaktionen auf Social Networks zu analysieren und in einem intelligenten Feed darzustellen. Was die App alles ermittelt, ist faszinierend – und erschreckend zugleich.
Aktuell gibt’s einen regelrechten Hype um Apps und Tools, die bei der Bewältigung der Mailflut behilflich sein wollen. Bekanntestes Beispiel ist die Mailbox-App, welche diese Woche für 50-100 Millionen Dollar (je nach Quelle) von Dropbox gekauft wurde. Cloze geht noch einen Schritt weiter: Das Tool integriert zusätzlich die Feeds von Facebook, Twitter sowie LinkedIn und will dem User die Kontrolle über die verschiedenen News-Quellen zurückgeben.
Der Cloze Score
Nach dem Login kann man mehrere Mail-Accounts hinzufügen und Cloze den Zugriff auf Facebook, Twitter und LinkedIn erlauben. Bei mir wurden 21’785 Nachrichten (seit 2009) indexiert und analysiert, 5’201 Kontakte importiert und 72 «Key People» identifiziert. » weiterlesen
Das Fitness-Armband Jawbone Up hat es nun nach Europa geschafft und hat dabei gleich eine weitere gute Nachricht im Gepäck: Endlich werden auch Besitzer von Android-Geräten bedient.
Fitnesstracker als Smartphone-Zubehör gibt es inzwischen einige auf dem Markt. Das Jawbone Up schien dabei zunächst besonders vielversprechend. Vor allem das Styling gefiel, das dabei an andere Jawbone-Produkte wie die Headsets und transportablen Lautsprecher erinnert.
Die Technik aber machte sehr schnell Sorgen, die Beschwerden häuften sich und bald darauf nahm Jawbone das Produkt vom Markt. Ein Jahr später tauchte das Jawbone Up wieder auf und diesmal war es wohl tatsächlich zu Ende entwickelt. Jetzt traut sich der Hersteller jedenfalls den Sprung über den großen Teich zu und man kann es in Deutschland und anderen europäischen Ländern bestellen.
Weiterlesen bei neuerdings.com
Wenn’s im Job nicht richtig vorwärts geht oder im Privaten nicht so rund läuft, dann ist’s besonders wichtig zu wissen, wo man seine Batterien wieder aufladen kann. Aber nicht nur dann: Auch im normalen Alltag ist es sinnvoll, seine Energietankstellen zu kennen und regelmässig an die Zapfsäule Halt zu machen.
In der vergangenen Woche habe ich hier über das Ausbrechen aus dem Hamsterrad geschrieben und vor drei Wochen darüber, dass es nicht sinnvoll sei, 100% Zufriedenheit im Job anzustreben – «80% ist ok». Hintergrund dieser Überlegungen ist das Prinzip vom Energiehaushalt: Wenn ich weiss, wo ich Energie auftanken kann und wo ich sie verliere, kann ich es mir leisten, auch Teile meines Jobs zu akzeptieren, die mir weniger Freude machen und gar einen Teil meiner Energie rauben. » weiterlesen
Es gibt viele originelle Ideen mit echtem Potential, die im Sande verlaufen. Oft sind fehlendes Durchhaltevermögen und ein Mangel an Struktur und Planung der Grund. Ein Gründer erzählt, wie er seine anfangs ziemlich verrückte Idee Schritt für Schritt umsetzte – und gibt praktische Tipps zum strukturierten Vorgehen.
Berlin ist, so scheint mir manchmal, die Stadt der 1.000 Ideen, eine verrückter als die andere. Leute, die Großes vorhaben, trifft man an jeder Straßenecke. Indes scheitert es häufig an der Umsetzung: Nachdem stundenlang über eine Idee geredet wurde und man sie sich in den glühendsten Farben ausgemalt hat, stellt irgendjemand die Gretchenfrage: «Und wie sieht es mit der Finanzierung aus?» Dann herrscht auf einmal Schweigen, Schulterzucken – und die gute Idee verläuft häufig im Sand. » weiterlesen