Löschen nicht vorgesehen

Es ist sozusagen “digitale Hygiene”, wenn man ab und zu die mit der Zeit aufgelaufenen Accountmassen bei E-Mail-Providern, Social Networks, Video- und Fotosharingplattformen etcetera ausmistet.

Denn ansonsten verliert man schnell den Überblick darüber, wo man überall Daten und Passwörter hinterlassen hat.

Trotzdem machen es die wenigsten; und die, die es versuchen, scheitern nicht selten an den Hürden, die die Anbieter all dieser Dienste vor eine Abmeldung gesetzt haben. Peter Schink hat auf seinem Blog blogh.de jetzt eine ganze Reihe von Versuchen dokumentiert und sie unterteilt in drei Kategorien:

  • Löschen leicht gemacht – 11 von 21 Anbietern
  • Löschen schwer gemacht – 7 von 21 Anbietern
  • Löschen unmöglich – 3 von 21 Anbietern

Er bittet um Ergänzung in den Kommentaren.

Picasa für Windows:
Viel mehr als nur ein digitaler Schuhkarton

Will man seine digitale Fotosammlung unter Windows organisieren, kommt man im Grunde an Googles Freewareprogramm Picasa nicht vorbei. Wer das Programm noch nicht getestet hat, sollte das unbedingt bei Gelegenheit nachholen. Zum Mundwässrigmachen gibt es ein aktuelles ausführliches Review von Picasa auf netzwelt.de.

Das Fazit der Netzwelt:

Das Verwalten, Sortieren und Organisieren von Digitalfotos ist die Stärke von Picasa. Doch die Software ist deutlich mehr als nur reine Bildverwaltung. Die zahlreichen Optionen zur Bildbearbeitung und die nützlichen Funktionen für das Weitergeben von Bildern machen aus der Freeware einen echten Alleskönner. Nicht nur für Anfänger lohnt sich daher ein ausgiebiger Testlauf mit Picasa.

» netzwelt.de – Ordnung muss sein: Google Picasa im Test

» Offizielle Seite von Picasa

Der Link am Morgen:
Lesen mit Zeit

Nicht immer geht es beim Lesen um möglichst effiziente Informationsverarbeitung, und darum ist auch Speedreading nicht immer angebracht. Michael Leddy rät auf lifehack.org zu langsamem, bewusstem Lesen mit Zeit und mit dem Stift in der Hand – vor allem, wenn es um große Literatur geht.

» Advice for Students: Slow down and read (lifehack.org, Michael Leddy)

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Tipps vom Papst

Es ist doch erstaunlich, wie dicht die großen Heilslehren (Weltreligionen, Esoterik, GTD) manchmal beisammenliegen. Gestern hörte ich auf SWR3 die “Gedanken”, das ist das tägliche Wort-zum-Sonntag im öffentlich-rechtlichen Radio.

Nach längerem Suchen nicht auf swr3.de, sondern via Google, fand ich die Gedanken von Dr. Peter Kottlorz, Rottenburg, Katholische Kirche, hier sogar im Volltext. Ich habe mir frevelhafterweise ein paar Kürzungen erlaubt.

Gelassenheit.

Papst Johannes der XXIII. hat Zehn Gebote der Gelassenheit geschrieben. Das erste heisst: “Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.”

Wie gut ich das kenne: mir immer wieder zuviel vorzunehmen, immer wieder auch die Ansprüche an mich selbst zu hoch zu schrauben. Deshalb ist es nur sinnvoll und richtig, dass ich mir nicht zuviel auflade. Dann könnte es klappen, dass ich bei dem, was ich tue gelassener werde und vielleicht auch zufriedener mit dem Ergebnis. Wenn ich zwar weniger erreiche, aber das “Wenigere” das ich mir vorgenommen habe, auch schaffe!

Jedes der Zehn Gebote der Gelassenheit beginnt mit den Worten: “Nur für heute”. Auch das gefällt mir an diesen Geboten. Da gibt es keine großen Pläne oder auch keine harten Schnitte, sondern nur für heute wird geplant, nur für heute wird gedacht oder gehandelt, in ganz bescheidenen kleinen Schritten.

Stimmt, “nur für heute” ist wirklich ein guter Trick.

Eine Grundregel gegen Prokrastinieren lautet ja analog: “Ich mache das jetzt nur 15 Minuten lang” – denn nichts ist so schrecklich, dass man es nicht 15 Minuten lang aushalten könnte. Meist schafft man dann deutlich mehr als 15 Minuten.

Die weiteren Gebote der Gelassenheit von Johannes XXIII. finden sich bei Wikiquote.

Der Link am Morgen:
16 RSS-Feeds müssen reichen

Es ist nicht die erste RSS-Diät, von der wir lesen, aber eine der radikalsten: Nur 16 Feeds liest der US-Blogger Scott H. Young, und er empfiehlt jedem, nie mehr als 30 RSS-Abonnements zu haben. Die Gründe:
1. Man überschätze seine eigenen Fähigkeiten zum überfliegenden, “scannenden” Lesen.
2. Das Lesen von Artikeln lesen solle keinen großen Teil des Tages beanspruchen.
3. Wer zuviel liest, denke zuwenig.
Anschließend erklärt er drei Ansätze, um die Zahl der Feeds auf kleinem Niveau zuhalten.

» Slim Your Reader, Go on an RSS Diet (Scott H. Young)

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Getting Things Done in sieben Minuten

In sieben Minuten hat imgriff.com-Autor Johannes Kleske vorgestern auf Radio Fritz die Grundlagen der Getting-Things-Done-Methode (GTD) erklärt. Das Wesentliche in Kürze also, nachzuhören im Audiofile der Sendung Trackback vom 18.08., bei Minute 33 geht es los. Wer mehr wissen will, dem empfehlen wir seine Einführungsserie zu GTD hier im Blog.

Windows:
Weniger hässliche Fonts, schnelleres Booten

Was viele nicht wissen: Der Bootvorgang von Windows hängt unter anderem auch von eher Unverdächtigem wie den installierten Schriftarten ab.

Manche Programme bringen ihre eigenen Fonts mit und können den Schriften-Ordner von Windows im Laufe der Zeit ganz schön aufblasen. Unschön: Deinstalliert man irgendwann diese Programme, werden nicht immer die mitinstallierten Fonts entfernt. Und das Booten von Windows zieht sich unnötig in die Länge.

» weiterlesen

Der Link am Morgen:
Man kann’s auch übertreiben

Manchmal muss man die Übertreibung sehen, um zu wissen, wo man aufhören sollte. Lifehacker.com verweist auf einen schon etwas älteren Artikel bei realsimple.com, in dem eine Mutter beschreibt, wie sie jeden Sonntag das ganze Obst und Gemüse für die ganze Woche (vor-)schneidet.

“If you like chopped veggies, save some time by picking one day to chop ‘em all up for the entire week”

Nicht doch. Dem können wir uns nicht guten Gewissens anschließen. Zerkleinert Euer Essen lieber frisch. Soviel Zeit muss sein.

» Chop Veggies Once a Week (RealSimple, via Lifehacker.com)

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Wo habe ich mein Auto geparkt?

Wer in einer Stadt mit schlechten Parkmöglichkeiten wohnt, ein Auto sein Eigen nennt und sich keinen Stellplatz leisten mag, kennt das: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man mal das Haus verlässt, auf der Straße steht und verärgert grübelt, wo zum Teufel man das Auto diesmal abgestellt hat.

Eine pfiffige Lösung für dieses Problem findet man auf Instructables: ein magnetischer Schlüsselhalter in Pfeilform und eine Magnetwand, auf der die Karte von der Umgebung der Wohnung abgebildet/aufgeklebt ist. Jedes Mal wenn man nach Hause kommt, zeigt man mit dem Pfeil einfach auf den Stellplatz.

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Am Wochenende:
Tagging-Strategie entwickeln

Es ist so ähnlich wie beim Aufräumen der digitalen Musiksammlung: Tags etwa bei Social-Bookmarking-Diensten zu reorganisieren braucht Zeit. Eine schöne Aufgabe fürs Wochenende, finden wir.

Eine Entscheidung steht am Anfang des gepflegten Verschlagwortens: Exzessives Taggen oder Beschränkung auf wenige, sinnvolle Schlüsselwörter? Ich habe mich fürs Exzessive entschieden und bin mir bislang nicht sicher, ob das der richtige Weg ist – es ist schlichtweg viel Aufwand. Und da sich der wahre Nutzen wie bei jedem Zettelkasten erst mit der Zeit einstellt, werde ich mich auch noch etwas in Geduld üben müssen, bis ich es weiß. Als Anregungen für Andere taugen fremde Strategien aber noch immer, daher will ich hier einfach mal ein paar der Tagging-”Regeln” aufführen, die ich, nun ja, zumindest durchzuhalten versuche - die folgenden Punkte beziehen sich auf Bookmarks, sind aber natürlich prinzipiell auch auf andere Bereiche übertragbar:

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