175 Artikel in der Kategorie Zeitmanagement auf imgriff.com.

Reisen und Zeitverschiebungen:
8 Tipps gegen Jetlag (II/II)

Zeitverschiebungen beziehungsweise dem häufig unausweichlichen Jetlag muss man nicht hilflos gegenüberstehen. Einige praxiserprobte Tipps.

Im ersten Teil habe ich darüber geschrieben, wie ein Jetlag überhaupt entsteht. Doch  was kann man konkret gegen ein Jetlag tun? Einige Kollegen, erfahrene Reisejournalisten, haben mir dazu einige Tipps gegeben, die ich bei meinen Reisen nach Neuseeland und Kanada sozusagen im Selbstversuch mehr oder minder erfolgreich angewendet habe. Denn soviel sei gesagt: Die Sache mit dem endokrinen Fingerabdruck aus dem ersten Teil des Artikels kann ich nur bestätigen – einige Dinge funktionieren bei mir offenbar ganz anders als bei anderen Menschen.

  • Einstellen auf das Ziel: Empfohlen wird, sich bereits vor dem Abflug allmählich auf die neue Zeitzone einzustellen. Klingt logisch, finde ich persönlich jedoch schwierig. Da die Melatoninausschüttung vom Lichteinfall abhängt, finde ich es ziemlich unmöglich, einfach früher ins Bett zu gehen oder länger zu schlafen. Vor Ort, mit entsprechenden Lichtverhältnissen, fällt das in der Regel leichter.
  • Ein Tipp, den mir fast jeder Kollege gab: Sich umgehend sofort an die neue Zeitzone anpassen. Sich also bei einer Reise nach Westen die ersten paar Tage zwingen, später ins Bett zu gehen, bei einer Reise nach Osten früher. Genau das habe ich bei meiner Kanadareise nicht geschafft: Ich habe, bei 8 Stunden Zeitverschiebung, dann doch nachmittags geschlafen, was ein großer Fehler war, weil ich dadurch dauermüde war.
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Reisen und Zeitverschiebungen:
Was passiert bei einem Jetlag? (I/II)

In den Urlaub fliegt man zur Erholung. Bloss was hat man davon, wenn man tagelang von üblem Jetlag geplagt wird? Einige Hintergründe und Tipps zum Umgang mit den Folgen der Langfliegerei.

Für viele gehört Jetsetting heute zum Berufsalltag. Erst kürzlich traf ich im Flugzeug einen Ingenieur, der gerade auf dem Weg nach Thailand war. Vor kurzem, erzählte er, sei er für eine Besprechung am gleichen Tag hin- und zurückgeflogen. Diesmal bleibe er zwar einige Wochen, werde aber am Tag nach seiner Rückkehr gleich weiter in die USA reisen. Was für ein Stress für den Körper – vor allem, wenn man so etwas ständig macht!

Doch auch bei normalen Urlaubsreisen, wie sie viele von uns mindestens einmal pro Jahr unternehmen, stellt sich die Frage: Wie hält der Körper solche Zeitverschiebungen aus, an die er sich durch die vergleichsweise kurzen Flugreisezeiten rasend schnell anpassen muss? Bei einer wochenlangen Schiffsfahrt etwa hätte der Körper deutlich mehr Zeit, sich anzupassen. Und wie geht man mit der Problematik am Besten um? » weiterlesen

Zeitmanagement:
Zeitfallen identifizieren

Routine ist gut, weil Routine hilft, Dinge effizient zu erledigen. Ab und an sollte man aber seine Routinen hinterfragen – ein Vorschlag für eine persönliche Zeitanalyse.

Jeder Tag hat 24 Stunden, jede Woche sieben Tage. Nur: Wie sinnvoll und produktiv wir diese Zeit nutzen – oder manchmal eben auch nicht – bleibt allerdings uns überlassen. Leider vergessen das viele und haben das ständige Gefühl nur noch durch die Gegend zu hetzen. Ein Grund dafür sind die Zeitfallen, in die jeder von uns immer wieder tappt: Dinge, die eigentlich ziemlich sinnlos sind und die wir aus den unterschiedlichsten Gründen dennoch machen. Johny Häusler hat das so treffend-ironisch bei Spreeblick skizziert:

Habe die Recherche für ein tolles Thema bei Google angefangen. Bin nach vier Stunden beim dritten Link, über den ich einen Experten gefunden habe, mit dem ich ein Telefon-Interview vereinbaren will, finde aber seine E-Mail-Adresse auf der Seite nicht, in seiner Linkliste verweist er dafür auf ein völlig irres Forum, Wahnsinn, hab’s sofort den anderen Autoren gemailt, wir beschließen eine ganze Artikel-Serie, das gibt Stoff für drei Wochen! Erstmal muss ich aber den anderen Artikel weitertippen, den ich angefangen habe. Wo hatte ich den gespeichert?

Muss das sein?

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Arbeit abgeben:
6 Tipps für das Delegationsgespräch

Allen Zeitmanagement-Tipps zum Trotz: Die beste Art, Zeit zu sparen, ist immer noch, die Arbeit nicht selbst zu machen, sondern an andere zu delegieren.

Mitarbeiter und Kollegen können die Aufgabe vielleicht besser und effizienter erledigen und man selbst übernimmt dafür andere Arbeiten, die einem schnell und leicht von der Hand gehen. Oder weil man schlicht und einfach für die Dienstleistung bezahlt.

Doch viele scheuen sich davor, Dinge nicht selbst zu tun – vielfach weil sie Angst haben, das Ergbnis könnte schlechter ausfallen. Ein ziemlich dämlicher Irrglaube. Denn damit das Ergebnis auch wie gewünscht ausfällt, sollte man vor allem auf eines achten: Die Dinge richtig zu kommunizieren. Sechs Tipps für ein zielführendes Delegationsgespräch: » weiterlesen

Blog statt Twitter und Facebook:
Effizienter Themenspeicher und nachhaltiges Lerninstrument

Blogs sind auch hervorragende Themenspeicher und Lerninstrumente. Und Dein Blog gehört Dir.


Vor kurzem hat Sascha Lobo in seiner Kolumne auf Spiegel Online den Niedergang der deutschen Blogkultur bedauert. Deren Grund sei, so Lobo, die Ausbreitung der sozialen Netzwerke gewesen:

„Soziale Befindlichkeiten werden heute auf Facebook geteilt, kurze Mitteilungen und Links auf Twitter und auf Facebook, Fotos auf einer der hundert Plattformen sowie auf Facebook, Videos auf YouTube und auf Facebook – für fast jede Art von Äußerung, die in einem Durchschnittsblog 2005 der Netzöffentlichkeit präsentiert wurde, gibt es heute ein eigenes Social Network. Und Facebook.“

Lieber Twitter & Facebook statt Bloggen?

Tatsächlich haben nicht wenige Unternehmen mittlerweile ihre Firmenblogs eingestellt und lassen ihre Kommunikation über Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook laufen. So ist nach einer Studie der Universität Massachusetts der Anteil der Unternehmen, die einen Corporate Blog betreiben, 2011 auf 37 Prozent zurückgegangen – im Vergleich zu 50 Prozent in 2010. Ein Grund dafür ist der Zeitaufwand: Vielen Unternehmen erscheint es einfacher, kurze Nachrichten in Facebook oder Twitter zu veröffentlichen, statt ein Blog zu führen. » weiterlesen

Agile Steh-Meetings:
Produktivere und
vergnüglichere Sitzungen

Meetings im Stehen brauchen weniger Zeit und bringen bessere Resultate. Eine Gummi-Ratte hilft ausserdem gegen Vielredner.

Optimierung durch Stehsitzungen?

Optimierung durch Stehsitzungen?

Eine Befragung in verschiedenen Unternehmen hat ergeben, dass Angestellte im Schnitt 30% ihrer Arbeitszeit in Meetings verbringen. 60% empfinden diese Sitzungen als unproduktiv und langwierig. In den USA werden deshalb immer mehr Steh-Meetings propagiert. Das scheint auf den ersten Blick etwas ungemütlich (wer will schon zwei Stunden stehen?), hat aber erwiesenermassen Vorteile: Die Sitzungen sind viel schneller vorbei, man kommt rascher zum Ziel.

Idee nicht neu

Die Idee, Sitzungen im Stehen durchzuführen, ist nicht neu. Allen Bluedorn, Professor an der Universität von Missouri, fand heraus, dass bereits während dem Zweiten Weltkrieg Sitzungen im Stehen durchgeführt wurden. In seiner Studie von 1998 bestätigt er, dass Steh-Meetings im Schnitt ein Drittel kürzer sind als wenn man sitzend diskutiert. Und dies ohne die Qualität der Entscheidungen zu beeinträchtigen. Weitere Vorteile: Jeder wird miteinbezogen. Niemand kann sich mehr in seinem Stuhl verkriechen und ungestört den Einkaufszettel schreiben oder Blümchen zeichnen und Buchstaben ausmalen. » weiterlesen

Zeitmanagement:
5 Tipps für Deinen Tagesablauf

Planung ist die Mutter des erfolgreichen Zeit- und Aufgabenmanagements! Dabei geht es nicht um ein «Over-Engineering» des Kalenders, sondern um einige wichtige Grundsätze.

Aus meiner persönlichen Erfahrung mit Getting Things Done (GTD), Zen to Done (ZtD) und vielen anderen Versuchen, Ordnung und Kontrolle in meine Aufgaben zu bringen, kann ich eins felsenfest sagen: Am besten ist es, Deinen Tag vorzuplanen, idealerweise bereits am Abend zuvor. Hier meine Tipps für Deine Tagesplanung, zusammen gesucht im Web und selber getestet: » weiterlesen

Achtung, Manipulatoren am Werk:
Die Kommunikations-Tricks der Zeitfresser

Den eigenen Tagesplan abzuarbeiten wäre oft einfach – wenn da nicht die lieben Kollegen und Chefs wären. Nicht immer haben sie besten Absichten.

Vor einiger Zeit habe ich über Digitale Wichtigmacher geschrieben, die unsere Zeit fressen, weil sie uns suggerieren, Dinge dringend erledigen zu müssen. Ohnehin ist es ja geradezu en Vogue, auf das Internet als Zeitfresser zu schimpfen. Was dabei oft vergessen wird: Ob Internet oder nicht, die eigentlichen Zeitfresser sind die aus Fleisch und Blut, die uns mit allerlei Tricks dazu zwingen wollen, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Und das mitunter kommunikativ sehr geschickt. Einige Beispiele:

Immer diese Wichtigtuer

Der Chef, der hektisch und mit lauter Stimme um die Erledigung eines Gefallens bittet, nutzt solche Manipulations-Mittel, um Dich dazu zu bringen, etwas für ihn zu tun. Denn manche Dinge erscheinen nur deshalb besonders dringend, weil der andere sie wichtig erscheinen lassen will, damit Du seinem Wunsch absolute Priorität einräumst. Eine andere Methode besteht darin, Dich mit Schmeicheleien dazu zu überreden, ihm einen Gefallen zu tun: «Sie kennen sich so gut aus – würden Sie mir helfen diese Informationen zu recherchieren?» Da es viele Menschen besonders freut, wenn sie für unersetzbar gehalten werden, helfen sie natürlich gern. » weiterlesen

Der Mythos des gesunden Schlafes:
Sind 8 Stunden etwa zuviel?

Liegt, wer 8 Stunden ununterbrochen schläft, etwa ungesund lange im Bett? Schlafforscher und Historiker meinen, unter Umständen ja…


Eine Frau kümmert sich nachts um ihren Mann, Bild von Jan Saenredam (1595)

Eine Frau kümmert sich nachts um ihren Mann, Bild von Jan Saenredam (1595)

Wenn wir nicht so produktiv sind, wie wir gerne sein wollen, schieben wir das oft und gerne auf unzureichende Mengen an Schlaf. Oft hören wir, dass wir 8 Stunden am Stück schlafen sollten – aber viele von uns kriegen das nur selten hin. Historische Untersuchungen zeigen, dass 8 Stunden am Stück vielleicht gar nicht so normal sind wie wir glauben wollen.

In ihrem Artikel The myth of the eight-hour sleep schreibt Stephany Hegarty von BBC, dass 8 Stunden am Stück schlafen eine recht neue Erfindung der Menschheit ist. Dabei stützt sie sich auf Arbeiten von Historikern und Schlafforschern. Der Historiker Roger Ekirch von der Virginia Tech University hat sich fast zwei Jahrzehnte intensiv mit historischen Referenzen von Schlafmustern beschäftigt. Das fing an bei Homer’s Odyssee und ging weiter über Tagebücher, Gerichtsakten und Medizinliteratur. Seine Erkenntnis: früher haben die Menschen nicht 8 Stunden am Stück geschlafen, sondern eher 2 mal 4 Stunden mit einer Pause von ca. 2 Stunden dazwischen.

Normalerweise ging man ungefähr 2 Stunden nach der Dämmerung ins Bett und schlief für etwa 4 Stunden. Dann wachte man auf und blieb für etwa 1-2 Stunden wach. In dieser Zeit wurde gelesen, die Toilette aufgesucht, geraucht oder sogar die Nachbarn besucht. Ganz oft wurde gebetet oder über Träume meditiert. Ein französisches Medizinbuch aus dem 16. Jahrhundert empfahl Paaren, die Zeit zwischen den Schläfen für die Paarung zu nutzen, weil das bessere Erfolgsaussichten haben und auch besser erledigt werden könne.

«Es ist nicht nur die Anzahl der Referenzen – es ist die Art und Weise, wie dieses Wissen referenziert wird, als ob es jedermann bekannt wäre», sagt Roger Ekirch.

Von Leonarda da Vinci ist überliefert, dass er ein ähnlich fragmentiertes Schlafmuster bevorzugt hat. Er arbeitete, bis er müde war und ging dann für 4 Stunden schlafen. Dann wurde weiter gearbeitet, bis er wieder müde war – und wieder im Bett verschwand. 8 Stunden am Stück hat er, so die Überlieferung, eher selten geschlafen.

Ein Grund für dieses Schlafmuster war, dass es vor dem 17. Jahrhundert keinerlei Grund gab, spätabends oder nachts aufzubleiben. Elektrisches Licht gab’s nicht, Kerzen waren zu teuer, um sie zu verschwenden. Also schliefen die Menschen, sobald es dunkel wurde. Es war aber länger dunkel, als man schlafen konnte. Also wurden die Zwischenräume aktiv genutzt. Die Erfindung der Straßenbeleuchtung, geheime Treffen während der Reformation und Gegenreformation und ähnliche Dinge haben dann unser Schlafverhalten von Grund auf geändert.

Die Frage ist nur, ob das gut ist. Eine Untersuchung des Psychiaters Thomas Wehr aus den 1990er Jahren setzte Probanden für 14 Stunden am Tag völliger Dunkelheit aus. Es dauerte eine Weile, bis sie sich angepasst hatten. Aber nach drei Wochen sahen ihre Schlafmuster deutlich anders aus: sie hatten den bimodalen Schlaf früherer Zeiten übernommen. 4 Stunden Schlaf, gefolgt von 2 Stunden Pause, gefolgt von 4 Stunden Schlaf. Es ist möglich, dass diese Art von Schlaf unserer Natur mehr entspricht, als das, was wir heute im Allgemeinen so machen.

«Heutzutage denken wir über unsere Träume kaum nach», sagt Schlaf-Psychologe Dr. Gregg Jacobs. «Es ist kein Zufall, dass in unserer modernen Zeit die Zahl derer mit Angstzuständen, Stress, Depression, Alkoholismus und Drogenproblemen ständig zunimmt.»

Die Reflexion in der Nacht auf das Geträumte ist möglicherweise neben den Träumen selber ein weiteres Ventil, das Erlebte vom Tag zu verarbeiten. Wenn Du also demnächst nachts wach liegst, mache Dir keine Vorwürfe oder ärgere Dich. Das ist ganz normal, also entspanne Dich. Es könnte sogar gut für Dich sein!

Arbeitsüberlastung:
Im Hamsterrad des eigenen Egos

Stellt Euch vor, Ihr macht morgens den Computer an und es ist – keine E-Mail im Postkasten. Absolut nichts. Niemand hat an Euch gedacht, Tote Hose. Was würdet Ihr tun?

Wer – wie wir öfters vorschlagen – den E-Mail-Verkehr verringern, die Produktivität steigern, sich weniger abhängig von elektronischer Kommunikation machen will, der müsste sich darüber freuen. Denn nun ist endlich Zeit, Liegengebliebenes aufzuarbeiten, das zu tun, was man die ganze Zeit mal machen wollte, sich einen Tag frei zu nehmen (eher für Selbständige) und und und. Wäre es nicht einfach toll, keine E-Mails im Postkasten zu haben?

Keine E-Mails – endlich mehr Zeit?

Die Wahrheit sieht, so behaupte ich mal, anders aus. Das merkt man immer sehr schön, wenn dann mal wirklich nichts los ist – etwa zum Jahresende. Oder weil der Server, auf dem die E-Mails liegen, plötzlich ausfällt. Dann setzt eine gewisse Ernüchterung ein, über die kaum einer redet (weil irgendwie ist es ja ein wenig peinlich) – aber manchmal dann doch. So twitterte etwa Kai Müller, Macher des Blogs Stylespion, am 5. Januar 2012 nachmittags «Inbox Zero. Und das war nicht mal ein alberner Vorsatz für 2012.» Fand ich gut und ehrlich.

Der Glück der Unerreichbarkeit?

Viele sind nicht so ehrlich. Und suchen den Fehler für Burnout-Syndrome nicht bei sich, sondern bei anderen. So wie Miriam Meckel, Lebensgefährtin von TV-Moderatorin Anne Will und  Professorin und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen. Meckel hat eine beeindruckend Karriere hinter sich gebracht: Zunächst Journalistin, im Jahr 1999
jüngste Lehrstuhlinhaberin Deutschlands, 2001 Staatssekretärin und Regierungssprecherin von Nordrhein-Westfalen, schließlich Professorin. Und Meckel hat 2007 ein Buch zu ihrer Überforderung durch die moderne Technik geschrieben, Das Glück der Unerreichbarkeit. (Affiliate-Link) » weiterlesen