217 Artikel in der Kategorie Zeitmanagement auf imgriff.com.

Arbeiten unter Zeitdruck:
Wenn Eile bremst

Manchmal kann «Last-Minute-Panik» exzellente Ergebnisse bewirken: Man arbeitet hochkonzentriert und schnell, wie mit Scheuklappen gegenüber Ablenkungen aller Art. Manchmal passiert aber auch das Gegenteil: Schnell ist man, und hochkonzentriert wäre man auch – wenn nicht aufgrund der Hektik alles schiefgehen würde. Gretchen Rubin (dieser Name!) beschreibt das Paradoxon, dass Eile bremsen kann, anhand einiger Beispiele – unter anderem ein durch Hektik verschütteter Pudding und E-Mails, die sie nur halb beantwortet oder versehentlich löscht – und empfiehlt: Wenn Du es eilig hast, nimm Dir Zeit.

» Take Your Time. Especially When You’re in a Hurry. (happiness-project.com)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Internet und Produktivität:
Onlinesuche spart Millionen (Stunden)

A propos Internet und Produktivität: Der augenfälligste Effizienzgewinn, der das Arbeiten im Netz kennzeichnet, ist der beim Suchen von Wasauchimmer. Ganz genau 624 Millionen Stunden haben zum Beispiel die Deutschen in den vergangenen 12 Monaten gespart, weil sie im Internet finden konnten, was sie sonst mühsam per Telefon / Gelbe Seiten / Stadtbücherei / Schwarzem Brett gesucht hätten – auf diese Summe kommt jedenfalls eine Studie, die die Scout24-Gruppe hat durchführen lassen.

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Der Link am Morgen:
Wie man zu einer 4-Tage-Woche kommt

Der Designer und Blogger Ryan Carson und seine Frau haben sich vor drei Jahren entschlossen, auf eine 4-Tage-Arbeitswoche umzustellen. Das klang paradox, weil sie extrem viel zu tun hatten – weniger arbeiten, obwohl man doch auch mit Überstunden und Wochenendarbeit nicht fertig wurde?

Aber so unsinnig ist die Idee nicht: Arbeit braucht bekanntlich immer soviel Zeit, wie ihr zur Verfügung steht. Wer mehr arbeitet, arbeitet mehr, aber wird darum noch lange nicht fertig. Wer demnach weniger arbeitet, wird nicht gerade das Gefühl bekommen, alles erledigen zu können – aber er hat zumindest mehr Zeit zur Erholung.

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Der Link am Morgen:
Wie Warren Buffett Meetings organisiert

Jason Fried beschreibt im 37-Signals-Firmenblog, wie Warren Buffett, einer der reichsten Männer der Welt, auf Meeting-Anfragen reagiert. Die Regel: Einen Termin bei Buffett bekommt man nie mehr als einen Tag im Voraus. Du bist nächstes Jahr am 10. April in der Stadt und würdest ihn gern treffen? Ja, dann ruf doch bitte am 9. April nochmal an. Das Prinzip gefällt mir, denn allzu oft habe ich mich schon geärgert, wenn ein Termin anstand, für den ich gerade gar keine Zeit/Lust/Nerven hatte, den ich aber nun mal vor Tagen oder Wochen zugesagt habe. Es ist eben sehr leicht, im Voraus den noch leeren Kalender zu füllen.

Ob die Geschichte wahr ist? Darüber streiten sich auch die Kommentierenden im 37-Signals-Blog. Einerseits kann ein so mächtiger Mann wie Warren Buffett natürlich Andere nach seiner Pfeife tanzen lassen; andererseits dürften die Gesprächspartner von Buffett in aller Regel auch nicht gerade kleine Fische sein – ob die sich dem Spielchen unterwerfen?

» Warren Buffett on scheduling meetings (37signals.com)

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Der Link am Morgen:
Warteschlangen-Mathematik

Das kennt wohl jeder: Man steht im Supermarkt und hat es eilig, mehrere Kassen sind geöffnet, an welcher geht’s wohl am schnellsten? Dann entscheidet man sich für eine Mischung aus «Wenige Leute in der Schlange», «Wenige Produkte in den Einkaufswagen», «Junger Kassierer» und «Junge Leute in der Schlange» – und muss am Ende doch wutschnaubend zusehen, wie alle Nebenschlangen an einem vorbeiziehen.

Den Mathelehrer Dan Meyer beschäftigt dieses Problem seit Jahren. Also hat er etwas Feldforschung dazu betrieben und kommt zu interessanten Ergebnissen. Eines der wichtigsten: Die «Express Lane», die Kasse für Leute, die nur wenige Produkte kaufen möchten, bringt in der Regel gar nichts. Weil ein Kunde an der Kasse unabhängig von dem, was er kauft, und sonstigen Hindernissen immer durchschnittlich 48 Sekunden «kostet», sich an der Schnellkasse aber so viele Kunden anstellen, fährt man meistens mit einer anderen Warteschlange besser.

» What I Would Do With This: Groceries (blog.mrmeyer.com, gefunden bei Twitter)

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Der Link am Mittag:
Social Media für Freelancer

So passiert’s: News und Inputs und Kommunikationshandlungen von allen Seiten seit 8 Uhr morgens – und schon geht der tägliche Linktipp vergessen. Diesmal ist also der Link am Morgen fast schon ein Link am Nachmittag. Er dreht sich um die Frage, wieviel Zeit man mit diesem «Social Media» verbringen soll, von dem man in letzter Zeit so viel hört – und das im Speziellen als Freelancer. Muss das wirklich alles sein, ist das nicht bloß Zeitverschwendung? Welche Tools helfen wobei, woher weiß ich, was ich links liegen lassen kann? Eine sehr schöne Einführung von Laura Spencer im Blog Freelancefolder.com:

» Social Media Basics For Freelancers (freelancefolder.com)

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Der Link am Morgen:
Zehn Vorteile des frühen Aufstehens

Findet Ihr nicht auch, wir haben lange nicht mehr übers Thema “Frühaufsteher” geredet? Da kommt ein Artikel von Leo Babauta doch gerade recht: Von einem Leser gefragt, welche gesundheitlichen Vorteile sich durch Leos frühes Aufstehen (4:30 Uhr, autsch) ergäben, muss er passen. Gesundheitliche Vorteile kenne er leider nicht – dafür aber zum Beispiel zehn andere. Und weil die Zehn so eine runde Zahl ist, hat Leo gleich eine Liste daraus gemacht:

» 10 Benefits of Rising Early, and How to Do It (zenhabits.net)

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Ziele im Tagesgeschäft:
Von der Vision zur Agenda

Ein Leitbild ist zweifellos ein gutes Instrument, um sich immer wieder die eigenen Ziele vor Augen zu halten. Doch was, wenn langfristige Ziele und tägliche Aufgaben zu weit auseinanderklaffen? Klarheit über die Lebensbereiche und gut gesetzte Zwischenziele können weiterhelfen.

Für mich war es sehr motivierend, ein Leitbild zu erstellen. Nach einigen Wochen weckte es jedoch statt Motivation eher ein Gefühl von «Eigentlich müsste ich mal». Es schien immer noch weit weg von meinem täglichen Leben zu sein, manchmal nichts weiter als ein schöner, nicht realisierbarer Traum. Es war eher demotivierend und frustrierend, wenn ich mir dieses Leitbild anschaute und das Gefühl hatte, meinen langfristigen Zielen keinen Schritt näher gekommen zu sein, während ich mich auf der alltäglichen Ebene wie ein Spielball der Notwendigkeiten fühlte. Meine To-Do-Listen (die ich beharrlich schrieb) blieben unbeachtet liegen, wenn ich etwas davon erledigte, dann war das eher zufällig, und sie enthielten meistens nur Dinge, die auf mich «einstürmten» und so gar nichts mit meinen Zielen zu tun hatten.

Meine Lösung für dieses Problem heißt: Schaffe eine Verbindung vom täglichen To Do zum «großen Ganzen». Ich habe dazu eine Vorgehenweise adaptiert, die Lothar Seiwert in seinem Buch « Wenn du es eilig hast, gehe langsam (Affiliate-Link)» empfiehlt. Gelernt habe ich sie allerdings von dem Berliner Coach Dietrich Wolbert, der sie «Lebenskompass» nennt. Was ich hier schildere, ist keine Raketenwissenschaft, ja geradezu banal, aber regelmäßig angewendet bringt es ein anderes Lebensgefühl: idealerweise das, Kapitän des eigenen Schiffes zu sein statt Spielball dessen, was von außen kommt.

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Der Link am Mittag:
Nachtarbeiter

Ein schöner Artikel in der Frankfurter Rundschau über «die Zeitlosigkeit der Nacht»: Johanna Schoener hat eine Nacht lang Studenten in der (24 Stunden geöffneten) Freiburger Unibibliothek begleitet und beobachtet. Darunter die Prokrastinierenden, die auf den letzten Drücker ihre Hausarbeiten schreiben, ebenso wie die Gelasseneren, die sich nachts an die Arbeit machen, um ungestörter zu sein:

«Ich bin nachts nicht unbedingt schneller, aber ich habe mehr Zeit.»

» Lern-Ufo in der Dunkelheit (fr-online.de; Danke an Ronnie für den Tipp!)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag (und manchmal auch erst mittags) ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Das kleine Einmaleins:
Nimm Dir nur für 60 Prozent
Deiner Zeit etwas vor

Wir nehmen uns permanent mehr vor, als wir schaffen können. Für dieses Problem gibt es eine einfache Lösung: Kalkuliere Unvorhergesehenes ein und plane entsprechend weniger Aufgaben ein.

(Hinweis: Im «kleinen Einmaleins» sammeln wir grundlegende Produktivitäts-Tipps und -Tricks, die auch herausgelöst aus Systemen wie GTD o.ä. hilfreich sind. Hier findest Du die Übersicht aller bisher erschienenen Artikel.

Es ist das größte Problem mit To-Do-Listen: Zuerst fühlt man sich prima, weil man durch das Aufschreiben der anstehenden Dinge den Kopf frei und das Gefühl bekommt, den Überblick gewonnen zu haben; der erste Schritt zum Erledigen ist damit getan. Der Frust kommt jedoch gerne schon am ersten Abend, wenn man feststellt, wie wenig man tatsächlich durchstreichen kann, obwohl man doch eigentlich den ganzen Tag malocht hat. Egal, ob man eine einzige lange Liste führt oder sich jeden Morgen von neuem hinsetzt und Vorsätze fasst: Am Ende bleibt immer zuviel von dem, was wir uns vorgenommen haben, unangetastet. Die Lösung:

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