212 Artikel in der Kategorie Zeitmanagement auf imgriff.com.

Der «Undercover Economist»:
5 Tipps fürs Schreiben

Tim Harford ist der «Undercover Economist» bei der Financial Times. Er bloggt nicht nur für die Financial Times, sondern schreibt auch Bücher und befindet sich gerade mitten in der Recherche für ein neues Buch. In seinem Blogartikel 5 Tips for writing non-fiction zeigt er, wie er sich täglich zur Arbeit bringt (und Prokrastination vermeidet):

  • Steh früh auf und fang sofort mit der Arbeit an (Er steht täglich um sechs Uhr auf, auch an Wochenenden, um an seinem Buch zu arbeiten).
  • Lies viel von Leuten, deren Ideen Du verstehst und wertvoll findest. Mach Dir Notizen dabei.
  • Lies viel von Leuten, deren Ausdrucksweise Du besonders magst und frage Dich, warum das so ist. (Hinweis von Tim: Diese Leute sind oft nicht dieselben wie die von Punkt 2.)
  • Halte den Ball am Laufen. Zur Zeit, nachdem er die Recherche fast fertig hat, hat Tim Harford ein Ziel von 300 Wörtern am Tag – niedrig genug, um keine Ausrede zu haben, das Ziel nicht zu erreichen.
  • Schreibe schnell, aber rechne damit, Deine Texte umschreiben zu müssen.

» 5 Tips for writing non-fiction (blogs.ft.com)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Ernst Pöppel:
Stille Pausen braucht der Mensch

Zeit Online hat – per Überschrift etwas bemüht ins Reiseressort gesteckt – ein Interview mit dem Münchner Hirnforscher Ernst Pöppel veröffentlicht, in dem er über die Wichtigkeit von Stille für Kreativität und Wohlbefinden spricht und Kluges sagt wie etwa:

«Wenn ganz Deutschland jeden Tag für eine Stunde nicht kommunizieren würde, dann hätten wir hier den größten Innovations- und Kreativitätsschub, den man sich vorstellen kann.»

oder

«Indem wir die Stille verdrängen, versetzen wir uns in einen kontinuierlichen Reaktionsmodus.»

oder

«Kreativität ist ein wichtiges Merkmal eines ausgeglichenen Menschen. Wer nur noch erledigt, abarbeitet, reagiert, braucht definitiv eine Pause.»

Glücklich, wer sich im Alltag solche stillen Pausen nehmen kann.

» Ferien vom Lärm – “Stille ist wie Urlaub fürs Gehirn” (zeit.de)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Zeitmanagement:
Die sechs verschiedenen
Typen von «Zeit»

Es gibt mehr als nur eine Zeit. (Bild: Keystone/AP Photo/Edgar R. Schoepal)

Es gibt mehr als nur eine Zeit. (Bild: Keystone/AP Photo/Edgar R. Schoepal)

Zeitmanagement-Tipps beziehen sich nicht immer, aber überwiegend auf die Zeit des produktiven Arbeitens. Sport wird empfohlen, ja, und ein paar Ratschläge zur Entspannung gibt es auch – aber all das fällt im Zweifel hinter die Produktivität zurück, in der Literatur ebenso wie im echten Leben. Ali Hale betont dagegen im Blog «Pick the Brain», dass es verschiedene Typen von Zeit gibt, die es einzeln zu berücksichtigen gilt. Sie identifiziert sechs «Zeitsorten»:

 

  • Die Zeit der Kreativität und des produktiven Arbeitens
  • Die Zeit physischer Aktivität (aka Sport)
  • Die Zeit spielerischer, zielloser Beschäftigung
  • Die Zeit des Lernens und Entwickelns
  • Die Zeit des Reflektierens
  • Die Zeit der Erholung und Entspannung

Interessant wird diese Einteilung, wenn man sich fragt, an welchen dieser «Zeiten» es uns mangelt. Welche priorisieren wir, um welche kümmern wir uns gar nicht, was glauben wir, richtig zu machen, und vernachlässigen es doch?

» 6 Types of Time: Which Are You Missing? (pickthebrain.com)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Produktivitätsbücher:
Lese-Empfehlungen 2009

Dustin Wax hat im US-Blog Lifehack.org die zehn besten Produktivitätsbücher des Jahres 2009 gekürt. Als einer der Hauptautoren von Lifehack und regelmäßiger Rezensent von Sachbüchern darf man seinem Urteil wohl vertrauen – sofern man sich auch an englischsprachige Lebenshilfe-Literatur wagen möchte, denn ins Deutsche übersetzt ist bislang nur ein einziges der Bücher: Malcolm Gladwells «Outliers», das im Campus-Verlag unter dem Namen «Überflieger» (Affiliate-Link) erschienen ist.

 

Natürlich auch auf der Liste (deren Positionen keine Rangordnung darstellen sollen): David Allens aktuelles Buch «Making It All Work» (Affiliate-Link) und einige weniger bekannte, aber noch interessanter klingende Werke – viel Stoff für den kommenden Winter also:

» 10 Best Productivity Books of 2009 (lifehack.org)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag (und manchmal auch erst mittags) ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Pünktlichkeit:
Die Arroganz des Verspäteten

Niemand kann immer pünktlich sein, denn manches kann man einfach nicht einplanen – insbesondere, wenn man für pünktliches Erscheinen weite Strecken mit mehreren beteiligten Verkehrsmitteln zu überwinden hat. Aber Viele könnten häufiger pünktlich sein, als sie es sind. Denn allzu oft gibt es für Unpünktlichkeit keine Entschuldigung, sondern bloß eine Erklärung, eine – vermeidbare – Ursache; so jedenfalls Jochen Mai, der sich auf Karrierebibel.de unmissverständlich äußert:

«Um es klar zu sagen: Unpünktlichkeit ist kein Schicksal, sondern unverschämt, eine – more or less – subtile Form von Arroganz. Sie sagt: Anderes ist mir wichtiger.»

» Ist es wirklich schon so spät? – Unpünktlichkeit ist gelebte Arroganz (karrierebibel.de)

Ebenfalls zum Thema Pünktlichkeit / Unpünktlichkeit bei imgriff.com:

» Rechtzeitig an Ort und Stelle – aber bitte streßfrei!
» Zeit als kontinuierlicher Fluss oder planbare Struktur?

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Arbeiten unter Zeitdruck:
Wenn Eile bremst

Manchmal kann «Last-Minute-Panik» exzellente Ergebnisse bewirken: Man arbeitet hochkonzentriert und schnell, wie mit Scheuklappen gegenüber Ablenkungen aller Art. Manchmal passiert aber auch das Gegenteil: Schnell ist man, und hochkonzentriert wäre man auch – wenn nicht aufgrund der Hektik alles schiefgehen würde. Gretchen Rubin (dieser Name!) beschreibt das Paradoxon, dass Eile bremsen kann, anhand einiger Beispiele – unter anderem ein durch Hektik verschütteter Pudding und E-Mails, die sie nur halb beantwortet oder versehentlich löscht – und empfiehlt: Wenn Du es eilig hast, nimm Dir Zeit.

» Take Your Time. Especially When You’re in a Hurry. (happiness-project.com)

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Internet und Produktivität:
Onlinesuche spart Millionen (Stunden)

A propos Internet und Produktivität: Der augenfälligste Effizienzgewinn, der das Arbeiten im Netz kennzeichnet, ist der beim Suchen von Wasauchimmer. Ganz genau 624 Millionen Stunden haben zum Beispiel die Deutschen in den vergangenen 12 Monaten gespart, weil sie im Internet finden konnten, was sie sonst mühsam per Telefon / Gelbe Seiten / Stadtbücherei / Schwarzem Brett gesucht hätten – auf diese Summe kommt jedenfalls eine Studie, die die Scout24-Gruppe hat durchführen lassen.

» weiterlesen

Der Link am Morgen:
Wie man zu einer 4-Tage-Woche kommt

Der Designer und Blogger Ryan Carson und seine Frau haben sich vor drei Jahren entschlossen, auf eine 4-Tage-Arbeitswoche umzustellen. Das klang paradox, weil sie extrem viel zu tun hatten – weniger arbeiten, obwohl man doch auch mit Überstunden und Wochenendarbeit nicht fertig wurde?

Aber so unsinnig ist die Idee nicht: Arbeit braucht bekanntlich immer soviel Zeit, wie ihr zur Verfügung steht. Wer mehr arbeitet, arbeitet mehr, aber wird darum noch lange nicht fertig. Wer demnach weniger arbeitet, wird nicht gerade das Gefühl bekommen, alles erledigen zu können – aber er hat zumindest mehr Zeit zur Erholung.

» weiterlesen

Der Link am Morgen:
Wie Warren Buffett Meetings organisiert

Jason Fried beschreibt im 37-Signals-Firmenblog, wie Warren Buffett, einer der reichsten Männer der Welt, auf Meeting-Anfragen reagiert. Die Regel: Einen Termin bei Buffett bekommt man nie mehr als einen Tag im Voraus. Du bist nächstes Jahr am 10. April in der Stadt und würdest ihn gern treffen? Ja, dann ruf doch bitte am 9. April nochmal an. Das Prinzip gefällt mir, denn allzu oft habe ich mich schon geärgert, wenn ein Termin anstand, für den ich gerade gar keine Zeit/Lust/Nerven hatte, den ich aber nun mal vor Tagen oder Wochen zugesagt habe. Es ist eben sehr leicht, im Voraus den noch leeren Kalender zu füllen.

Ob die Geschichte wahr ist? Darüber streiten sich auch die Kommentierenden im 37-Signals-Blog. Einerseits kann ein so mächtiger Mann wie Warren Buffett natürlich Andere nach seiner Pfeife tanzen lassen; andererseits dürften die Gesprächspartner von Buffett in aller Regel auch nicht gerade kleine Fische sein – ob die sich dem Spielchen unterwerfen?

» Warren Buffett on scheduling meetings (37signals.com)

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Der Link am Morgen:
Warteschlangen-Mathematik

Das kennt wohl jeder: Man steht im Supermarkt und hat es eilig, mehrere Kassen sind geöffnet, an welcher geht’s wohl am schnellsten? Dann entscheidet man sich für eine Mischung aus «Wenige Leute in der Schlange», «Wenige Produkte in den Einkaufswagen», «Junger Kassierer» und «Junge Leute in der Schlange» – und muss am Ende doch wutschnaubend zusehen, wie alle Nebenschlangen an einem vorbeiziehen.

Den Mathelehrer Dan Meyer beschäftigt dieses Problem seit Jahren. Also hat er etwas Feldforschung dazu betrieben und kommt zu interessanten Ergebnissen. Eines der wichtigsten: Die «Express Lane», die Kasse für Leute, die nur wenige Produkte kaufen möchten, bringt in der Regel gar nichts. Weil ein Kunde an der Kasse unabhängig von dem, was er kauft, und sonstigen Hindernissen immer durchschnittlich 48 Sekunden «kostet», sich an der Schnellkasse aber so viele Kunden anstellen, fährt man meistens mit einer anderen Warteschlange besser.

» What I Would Do With This: Groceries (blog.mrmeyer.com, gefunden bei Twitter)

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