175 Artikel in der Kategorie Zeitmanagement auf imgriff.com.
Vor ein paar Wochen habe ich über die verschlungenen Pfade des Internets – mal hier klicken, mal dort weiterlesen – das Blog von Jack Cheng gefunden. Jack hat sich Anfang des Jahres selbständig gemacht und bloggt nun nebenbei über dies und das, vor allem aber über Produktivität und Kreativität (das Chronotebook von Muji neulich habe ich auch bei ihm gesehen). Die Artikel kommen spärlich, aber immer in gelungen konzentrierter Form und schön illustriert. Darum also eine grundsätzliche Leseempfehlung für Jacks Blog und eine spezielle für den neuesten Text:
Unter dem Begriff “Time-Tagging” empfiehlt er, hinter jeden Punkt auf der To-Do-Liste die geschätzte Zeit einzutragen, die zum Erledigen nötig ist. So kann man relativ schnell sehen, was man etwa in den 30 Minuten vor dem nächsten Meeting noch erledigen kann, und kommt zudem nach und nach zu einer besseren Zeitschätzung.
Ein ganz simpler und nicht völlig neuer Trick, aber nichtsdestotrotz ungemein hilfreich:
» Time on your side [jackcheng.com]
» Mehr zum Schätzen des Zeitaufwands bei imgriff.com: Vier Tipps für realistischere Prognosen.
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Einen radikalen Ansatz, um mit den kommenden Feiertagen und den währenddessen weiter eintrudelnden E-Mails umzugehen, liefert Danah Boyd: Statt sich nach dem Ende ihres Urlaubs über die vollgelaufene Inbox zu ärgern, sie mühsam durchzuarbeiten und dabei ja doch die Hälfte ungelesen zu löschen, liest sie die entsprechenden Mails einfach gar nicht. Sie werden mit einer Autoresponder-Mail beantwortet und danach in den Papierkorb geschoben. ‘Versuchen Sie’s im Januar nochmal’ also.
Merlin Mann bejubelt das Vorgehen, denn es sei das einzig ehrliche: Warum überhaupt so tun, als sei man in der Lage, die volle Inbox nach dem Urlaub so durchzuarbeiten wie man es an einem normalen Tag tut?
» Warning: Email Sabbatical is Imminent [zephoria.org, gefunden bei 43folders.com]
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
«Batch Processing» bedeutet, gleichartige Aufgaben an einem Stück zu erledigen: Wenn fünf Rechnungen zu schreiben sind, schreib und verschicke sie alle hintereinander (hier mehr zum Nutzen des Batch Processing). Das ist einer der Klassiker unter den Produktivitätstipps, aber nicht jeder kann etwas damit anfangen. James vom britischen Blog «Organize IT» stört sich vor allem daran, dass durchs Zusammenfassen ursprünglich kleine Aufgaben, die ein paar Minuten dauern, zu einem abschreckend großen Task werden:
» My Argument Against Batching Your Work [organizeit.co.uk]
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Leo Babauta (zenhabits.net, Zen To Done) hat sich dem Thema Work-Life-Balance gewidmet. Die Ratschläge, die er am Ende seines Artikel gibt, sind nicht neu – Zeitrahmen, Termine auch für die Freizeit setzen etcetera. Interessant sind aber die Überlegungen, die er zuvor anstellt: Wie findet man denn raus, zwischen was genau man eine Balance herstellen möchte? Ist die Trennung tatsächlich “Arbeit” vs. “Leben”? Welche Gründe gibt es, den Teil “Arbeit” zugunsten etwas anderem zu reduzieren, obwohl er vielleicht sogar am meisten Freude bereitet?
» How To Find That Elusive Balance Between Work and Life [zenhabits.net]
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Mehr Mathematiker in die Supermärkte! Das muss man denken, wenn man den Artikel “Wie wir alle schneller shoppen könnten” bei Spiegel Online gelesen hat. Darin geht es unter anderem um die gute alte Supermarkt-Warteschlange und deren amerikanische Version, die uns viel Zeit sparen würde:
» Wie wir alle schneller shoppen könnten [spiegel.de]
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“Wenn die Zeit sich selbst überholt” – so der Titel eines launigen Vortrags, den der Schweizer Publizist Ludwig Hasler vergangene Woche bei einer Unternehmer-Tagung gehalten hat. Ein Lob der Langeweile, ein Plädoyer gegen zweckfreie Betriebsamkeit und einige Beobachtungen wie die folgende zum EM-Spiel der Schweizer gegen die Tschechen, bei dem die Schweizer laut Statistik 124 Kilometer zurückgelegt haben:
“Und die Tschechen? Lumpige 114. Aber dafür hatten sie zwischendurch ein bisschen Zeit, ein paar Tore zu schiessen. [...] Und darauf kommt es an, das vergessen wir immer wieder: Tore schiessen.”
» Ludwig Hasler: «Wenn die Zeit sich selbst überholt» (Transkript) [blog.kmutag.ch>]
Disclosure: Das Blog zum KMU-Tag wird von Blogwerk im Auftrag des Veranstalters betrieben – Blogwerk betreibt auch imgriff.com.
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Unser Alltag ist geprägt von Unterbrechungen. Oftmals haben wir das Gefühl, dass wir sofort auf Ereignisse reagieren müssen und etwas unternehmen müssen. Doch ist das wirklich so? Machen wir den Test.

Nicht alles, was wie ein Notfall daherkommt, muss auch sofort angepackt werden
Wenn wir eine neue Aufgabe oder Anfrage erhalten, gibt es drei Möglichkeiten, wann wir sie erledigen können:
- Sofort
- Später, aber noch heute
- Zwischen Morgen und irgendwann
Sofort
Diese Kategorie sind die “echten” Notfälle. Wenn etwas Bestimmtes eintritt, müssen wir alles stehen und liegen lassen und uns sofort dem Notfall widmen. “Notfall” ist hier allerdings nicht wörtlich zu verstehen: Natürlich denkt man zuerst an einen Feuerwehrmann oder eine Notärztin, deren Arbeit zu einem großen Teil aus Ereignissen besteht, bei denen sie umgehend handeln müssen. Notfälle können aber in jedem Beruf auftreten – als Aufgaben oder Ereignisse, die sofort eine Reaktion erfordern. Das ist beispielsweise auch in einem Schuhgeschäft der Fall: Sobald eine neue Kundin eintritt, sollte ein Verkäufer reagieren, sie mindestens ansprechen oder bedienen, wenn er nicht bereits einen anderen Kunden bedient. Eine sofortige Reaktion ist erforderlich, auch wenn es nicht gleich um Leben oder Tod geht. Ein anderes Beispiel:
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Kreatives Chaos oder straffes Selbstmanagement – darüber haben wir hier kürzlich erst diskutiert. Die Synthese dazu versucht Mark McGuiness vom Wishful Thinking Blog in seinem E-Book “Time Management for Creative People”, das er mit einem klugen Zitat von Gustave Flaubert einleitet: “Führe ein geregeltes und ordentliches Leben, damit du in deinem Werk leidenschaftlich und originell sein kannst.”
Alle Kapitel des E-Books online: » Time Management for Creative People [businessofdesignonline.com, gefunden im Toolblog]
» Und hier das Ganze als PDF.
Hier erscheint jeden Morgen (und manchmal auch erst am Mittag) von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Zündende Ideen kommen manchmal zu unerwarteter Zeit – wenn man entspannt und an etwas völlig anderes (oder: gar nichts) denkt, nicht wenn man sich nach 9 Stunden Büro noch immer über das entsprechende Projekt das Hirn zermartert. Entscheidenden Einfluss darauf hat das Schlafen: Es dient als eine Art Inkubationszeit für Kreativität:
» Prototype – We’ll Fill This Space, but First a Nap [nytimes.com, gefunden bei Lifehacker]
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Unser Alltag ist ein Flickwerk: Hier ein Anruf, dort eine dringende Mail, da jemand, der etwas von einem will, und schon ruft die nächste Sitzung. Daran können wir nicht allzu viel ändern. Aber wir können die Lücken dazwischen füllen.
Nehmen wir an, Du hast eine Stunde lang keine Termine und gerade mit einer Arbeit begonnen, die Dich auch sicher eine Stunde lang beschäftigen wird. Nach einer Viertelstunde kommt ein wichtiger Anruf, das Gespräch dauert 30 Minuten. Danach bleiben Dir also nur noch 15 Minuten bis zur nächsten Sitzung. Was tun? Zurück zu der angefangenen Aufgabe, die Dich eine Stunde lang beschäftigt? Ich würde sagen: Nein.

Warten auf die Sprechstunde, den Arzttermin, das Ende des Staus - da lässt sich doch was machen.
Wenn Du wirklich eine Stunde lang konzentriert dran bleiben musst, dann versuch die Arbeit in den Randzeiten zu machen, oder reserviere Dir einen fixen Termin dafür, zu einem Zeitpunkt, zu dem Du dann auch nicht gestört wirst.
Doch was ist mit den 15 Minuten? Kaffee trinken? Wieder mal Spore Tetris spielen? Oder etwas ganz Neues beginnen? Ich würde mich für die dritte Variante entscheiden.
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