In langen To-Do-Listen verzettelt man sich im wahrsten Sinne des Wortes. Besser ist es, sich jeden Tag auf ein paar wenige, aber wirklich wichtige Aufgaben zu konzentrieren.
Dieser Tipp stammt aus Leo Babautas Zen-To-Done-Konzept, aber er ist so simpel und effektiv, dass wir ihn jedem empfehlen, der auf irgendeine Art und Weise mit To-Do-Listen arbeitet (ob digital oder auf Papier, kontext-, prioritäten- oder gar nicht sortiert):
Besser als eine Aufgabe permanent zu verschieben (und sie dann doch nicht zu erledigen) ist es, sie gleich zu streichen. «Aus der To-Do-Liste, aus dem Sinn» sozusagen.
Übers Delegieren haben wir im «Einmaleins» bereits geschrieben: Etwas, das man sich angewöhnen sollte, weil man wirklich nicht alles selber machen muss (und vieles auch nicht selbst am besten kann). Noch effizienter, weil «rückstandsfreier», als das Delegieren ist das ersatzlose Streichen von Aufgaben. Und auch davor sollte man keine Scheu haben:
Wenn die Freizeit zu kurz kommt, weil die Arbeit bis nach Mitternacht reicht, hilft alles nichts: Dann muss eben auch die Freizeit auf die To-Do-Liste.
Wer den Ratschlag bekommt, seine Freizeit ähnlich zu planen wie die Arbeitszeit, lehnt häufig erstmal empört ab. Freizeit planen? Das ist ja wohl das Letzte! In der Freizeit will man schließlich gerade nicht das Gefühl haben, mit dem man bereits den Tag über am Schreibtisch gesessen hat.
Bei bindestrich.net entdeckt: 1990 wurde in Klagenfurt der «Verein zur Verzögerung der Zeit» gegründet, der sich als das «wohl umfangreichste Netzwerk von Zeit-Sachverständigen und Zeit-Interessierten im deutschsprachigen Raum» bezeichnet. Aus den Vereinsstatuten:
Die Mitglieder im VEREIN ZUR VERZÖGERUNG DER ZEIT verpflichten sich zum Innehalten, zur Aufforderung zum Nachdenken dort, wo blinder Aktivismus und partikulares Interesse Scheinlösungen produziert.
Leider fand man offenbar noch keine Zeit, die Website auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen, weshalb es heute zwei Wege zu dem Text gibt, den ich verlinken möchte – «Ticken wir noch richtig? Anmerkungen zu unserem Umgang mit Zeit»:
Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!
Viele «Webworker», also vor allem Selbständige, die im und mit dem Internet arbeiten, vergeuden einen großen Teil ihres Arbeitstages mit ausgiebigen Streifzügen durchs Netz. Laut Webworkerdaily.com sind die vier übelsten Zeitfresser:
Social Networks
Zielloses Herumsurfen im Internet
E-Mail
Instant Messaging
Der Tipp, wie man diese Zeitfresser bekämpfen solle, ist immer der gleiche: Man versuche nicht, die Aktivitäten ganz einzustellen (illusorisch und kontraproduktiv, insbesondere für Webworker), sondern plaziere sie gezielt im Tagesablauf. Ausführlicher bei Webworkerdaily.com:
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Hoffen wir, dass es am Samstag nicht regnet. Denn übermorgen ist Shutdown Day. Ein “weltweites Experiment”: Schafft Ihr es, 24 Stunden lang nicht den Computer zu benutzen?
Auf der Website zum Shutdown Day kann man seine Teilnahme bekunden, derzeit steht es 11.793 (I can) zu 1.000 (I cannot) – interessanterweise wollen neben Amerikanern insbesondere Letten den Rechner unberührt lassen. Schon letztes Jahr wurde der Shutdown Day mit einem witzigen Video beworben (hier ansehen), und natürlich ist das Internet auch diesmal zur Bewerbung des computer- und damit internetfreien Tags im Einsatz. Das hier ist das meines Erachtens gelungenste Werbevideo:
Die Dienstleistung des Schweizer Unternehmens getAbstract besteht darin, mal mehr, mal weniger umfangreiche Bücher auf wenige Seiten einzudampfen. Wirtschaftsbücher ebenso wie Belletristik oder Philosophie bekommen einen Abstract, der über Inhalt, Protagonisten, Wirkung des Werkes aufklärt. Der Sinn des Ganzen, natürlich: Zeit sparen. Wer nicht hinterherkommt mit seinem Proust, aber trotzdem auf dem Unternehmerball glänzen will, könnte das verlockend finden.
Aber funktioniert das wirklich – insbesondere für große Literatur und Philosophie? Unsere Freunde vom Blog “Der Umblätterer” haben’s getestet:
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Leo gegen die Uhr: Zeitmessung ist eine vergleichsweise junge Erfindung, schreibt Blogger Leo Babauta, und ein noch jüngeres Phänomen sei es, dass wir uns permanent und “sklavisch” nach der Uhr richten. Achtung, Kulturpessimismus-Alarm! Der Kerngedanke seines Artikels ist trotzdem nicht dumm: Wo und wie kann man sich, auch mit kleinen Schritten, vom oft schon schulisch anmutenden Stundenplanalltag lösen?
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Kollege Jochen Mai hat kürzlich eine “Blogparade” zum Thema Morgenrituale gestartet – und jetzt die Ergebnisse strukturiert veröffentlicht. Dadurch bekommt das Ganze Umfragecharakter, und siehe da: 25 Prozent der Teilnehmer beginnen den Tag mit einer Tasse Kaffee (wenig überraschend), 18 Prozent mit dem Lesen ihrer RSS-Feeds (schon etwas überraschender, wenn auch Rückschlüsse auf die weniger blogaffine Bevölkerung sicher nicht zulässig sind). Mehr Details direkt bei Jochen:
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Ohne Zweifel: Wichtige Entscheidungen sollten gut überlegt sein. Aber oft hat man schlicht nicht die Zeit dafür. Wie also fällt man unter Zeitdruck am besten eine Entscheidung?
Wenn Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben, braucht man Ruhe, um Informationen zu sammeln und diese gegeneinander abzuwägen. Das gilt besonders dann, wenn die Entscheidung nicht nur für das eigene Leben gilt, sondern auch Auswirkungen auf andere hat – zum Beispiel auf die Familie oder auf Mitarbeiter, für die man Verantwortung trägt.
Das Problem ist nur: Nicht immer hat man die nötige Zeit, eine Entscheidung in Ruhe zu fällen. Da steht plötzlich der Chef in der Tür und will wissen, wie man in dieser oder jener Angelegenheit entschieden hat. Oder es ergeben sich neue Situationen, und man muss ganz spontan eine Entscheidung fällen. Bauchentscheidung sind indes nicht Jedermanns Sache. Darum hier ein paar Tricks, wie man mit Entscheidungen unter Zeitdruck umgehen kann:
Mentaltraining kennt man vor allem von Spitzensportlern. Doch warum sollen nicht auch wir unsere mentale Stärke nutzen um unsere Leistungsfähigkeit zu steigern? Ich machte den Praxistest bei einem meiner Workshops. » weiterlesen
«Schöner arbeiten, besser leben» ist unser Motto. Wir befassen uns mit all den großen Konzepten, kleinen Tricks und neuen Tools, die Euch produktiver machen. » weiterlesen