473 Artikel in der Kategorie Organisation auf imgriff.com.

Personal Kanban:
Trotz Tagesgeschäft das Wesentliche nie aus den Augen verlieren

Wem sein Chef freie Hand lässt oder wer als Selbstständiger arbeitet, entscheidet selbst, welches Thema er wann in Angriff nimmt. Unmöglich, weil das Tagesgeschäft den Blick aufs Wesentliche vernebelt? Nicht, wenn man eine Methode wie Personal Kanban anwendet und dabei ein paar Tipps berücksichtigt.

Um die Aufgabenflut im Griff zu behalten, gibt es unzählige Methoden und Tools: GTD, Things für OS und iOS, die ToDo-Verwaltung per E-Mail oder klassisch in einem Notizbuch.

Einige dieser Tools bieten Funktionen, um die Themen nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. In der Praxis stelle ich immer wieder fest, dass mittel- und langfristige Aspekte zu wenig berücksichtigt werden, wenn dafür keine separate Methodik zum Einsatz kommt. Ein simples und effektives Instrument soll es sein, eines das sehr einfach umzusetzen ist und sich bei mir sehr gut bewährt: «Personal Kanban».

Wer Personal Kanban einsetzt,

  • behält den Überblick über seine Projekte und Ziele (Vogelschau)
  • schafft es, sich jeweils nur auf ein Thema zu konzentrieren (Fokus)
  • ist sicher, dass die Tagesplanung sich am «Grossen» orientiert (Abstimmung) » weiterlesen

Angst vor der Internetsucht:
Warum abschalten keine Lösung ist

Die Angst vor Internetsucht und Überforderung durch die moderne Technik geht um. Ist einfach abschalten eine Lösung? Kaum. Was hilft, ist ein kluger Umgang mit der Technik.

Hier auf imgriff.com habe ich in den vergangenen Wochen in einigen Blogposts das Thema Überforderung und Stress durch das Internet und neue Technologien diskutiert (zum Beispiel hier, hier und hier).

Die Vielzahl an Kommentaren und zum Teil heftigen Reaktionen zu den Artikeln zeigt, wie groß das Interesse an diesem Thema ist.

Es beschäftigt zum Beispiel auch Katharina Borchert, die als preisgekrönte Bloggerin mit «Lyssas Lounge» bekannt wurde. Seit 2006 war sie Online-Chefredakteurin der WAZ-Gruppe, seit 2010 ist sie nun Geschäftsführerin bei Spiegel Online. Internet und Social Media sind ihr Leben.

Um runterzukommen, fährt sie immer wieder in den afrikanischen Busch – ohne Empfang. Drei Tage leidet sie, dann merkt sie, wie gut ihr die selbst auferlegte Internet-Abstinenz tut; für ihr inneres Gleichgewicht und um den Kopf freizubekommen, wie sie der Journalistin Iris Ockenfels für das medium magazin erzählt.

Nun hat nicht jeder die Zeit und das Geld, gleich nach Afrika zu entschwinden. Es gibt daher Leute, die sich mit Freunden zusammentun, um sich vor dem eigenen Online-Wahn zu schützen. Allerdings nicht in Form eines Gesprächskreises, in dem man gemeinsam über das eigene Suchtverhalten lamentiert und dann zu Hause weitermacht: Nein, es wird tatsächlich etwas unternommen. » weiterlesen

Alfred App:
Effiziente Kommandozentrale
für den Mac

Es ist unglaublich, wie ineffizient viele Leute ihren Computer bedienen, und schon fast unverantwortlich, wie viel Produktivität dabei verloren geht. Speziell gilt dies für das Suchen und Öffnen von Dateien und Programmen, aber auch für andere Standard-Aktionen. Kleine Helfer wie Alfred sparen enorm Zeit.

Ich beobachte immer wieder, dass viele Leute unzählige Programme in ihrem Dock haben und zusätzlich wichtige Dokumente, Ordner und Downloads im Dock quasi griffbereit ablegen. Noch schlimmer steht es um diejenigen, die zuerst den Finder öffnen und sich durch zig Ordner klicken, um das gewünschte Dokument zu finden und zu öffnen.

Dabei verfügt das Mac-Betriebssystem mit Spotlight über eine hervorragende und schnelle Suche: Mit cmd+Leertaste öffnet sich Spotlight und die Eingabe kann beginnen. Nach der Eingabe z.B. von «Ex» schlägt Spotlight bereits Microsoft Excel vor, das man mit der Enter-Taste gleich öffnen kann.

Dateien rasch finden und öffnen

Hier mag man noch argumentieren, dass es nicht viel länger dauert, mit der Maus das Programm im Dock anzuklicken und zu öffnen. Richtig effizient wird Spotlight aber bei Dokumenten und selten verwendeten Programmen: Statt mühsamem Durchklicken sind selbst in komplexen Ordnerstrukturen versteckte Dokumente im Nu geöffnet. » weiterlesen

Die Zukunft der Arbeit und Consumerization:
Das Büro als Auslaufmodell

In baldiger Zukunft wird der Arbeitsplatz noch flexibler und mobiler. Die Arbeitsgeräte werden kleiner, vielseitiger und persönlicher. Davon sind IT-Entscheidungsträger überzeugt. An der Consumerization führt für Unternehmen bald kein Weg mehr vorbei.

Vor einiger Zeit habe ich hier über meine persönlichen Wunsch-Arbeitsgeräte der Zukunft geschrieben: Klein und leicht sollten sie sein, eben ideal für die Handtasche, gleichzeitig aber so leistungsfähig wie ein normaler, großer Desktop-PC.

Vor etwas über einem Jahr wurde ich von den Herstellern für die Idee einer Art Mary-Poppins-Tasche, die auf Wunsch das passende Gerät zu Tage fördert, noch verlacht. Heute zeigen diverse aktuelle Studien, dass ein Gerät, das sich flexibel unseren Wünschen anpasst, mehr als eine Wunschphantasie ist. Die Zukunft der Arbeit ist viel flexibler, als sich das offenbar Viele, vor allem auch Hersteller, vorstellen können.

Sechs Endgeräte und zwei Drittel Schreibtisch

Folgt man dem «Workplace of the Future»-Report des IT-Unternehmens Citrix Systems, so kommen im Jahr 2020 auf einen Mitarbeiter sechs Endgeräte und zwei Drittel Schreibtisch. Für seine Untersuchung hat Citrix 1.900 hochrangige IT-Entscheider in 19 Ländern befragt. Die stellen klar: Bis zum Jahr 2020 werden Unternehmen weltweit ihre Büroflächen um rund 14 Prozent reduzieren. » weiterlesen

Falscher Umgang mit dem Internet:
Trägt Mensch oder Technik die Schuld?

Das Internet verändert unser Kommunikationsverhalten einschneidend und vielleicht nicht immer zu unserem Vorteil. Die Frage, über die dabei gerne gestritten wird, lautet: Ist die Technik schuld an der Problematik – oder sind wir Nutzer es?

Kürzlich flogen bei imgriff.com die Fetzen. Leser Benjamin Wagener und ich haben uns einen kleinen Schlagabtausch über ein Thema geliefert, das in Internetkreisen immer immer wieder gerne diskutiert wird: Nämlich die Frage, ob denn nun das Internet schuld ist an der Verrohung der Kommunikationssitten – oder der User selbst. (Die Blogposts dazu hier, hier und hier.)

Naja, erstmal ging es doch um die grundsätzlichere Frage: Hat sich die Kommunikation denn überhaupt verändert, sind die Sitten also verroht und war früher alles besser – oder nicht?

Ich übertreibe ganz bewusst: Benjamin Wagener hat zu diesem Thema einen intelligenten Gastbeitrag geschrieben, in dem er viele Punkte differenziert beleuchtet. Beim Lesen habe ich öfter mal zustimmend mit dem Kopf genickt. » weiterlesen

Kollaboratives Arbeiten:
Bei «Du, sag mal schnell»-Fragen ist Skype unschlagbar

Dringend gesucht: Ein Experte, der mir eine brennende Frage beantworten kann. Oder: Ein Server ist down, wir arbeiten dran. Oder einfach: Wie findet Ihr das? Oft passt der Skype Chat eindeutig am besten für die Instant-Kommunikation im Team. Aber Achtung: Selbst das raffinierteste Emoticon kann die gehobene Augenbraue nicht ersetzen.

Einst traten hier E-Mail und Telefon gegeneinander an (Corinne Dubacher, September 2011). Jetzt will ich wissen: Welches Kommunikationsmittel ist eigentlich am effizientesten, wenn’s darum geht, im Team spontane, kurze Fragen zu stellen und Informationen auszutauschen?

Diese typischen «Du, sag mal schnell»-Situationen spielen sich in den Zwischenräumen ab und erfassen all das, was in den anderen Gefässen zum Informationsaustausch keinen Platz findet. Anders gesagt: Alles, was durch Sitzungen, E-Mails und Tools wie Google Drive oder Yammer nicht abgedeckt ist.

In den Zwischenräumen passiert Entscheidendes

Gerade diese unauffälligen, kleinen Austausch-Situationen scheinen mir enorm wichtig für den Informationsfluss in einem Team. Ich sehe sie als Kitt in den Fugen der grösseren, etablierten Kollaborationsformen. Würde der ungeplante Informationsaustausch fehlen, wäre die Zusammenarbeit schwerfällig und letztlich ineffizient. » weiterlesen

Elektronische Kommunikation:
Mehr Lebensqualität dank Smartphone, E-Mail, Chat & Co.

Die Risiken der Kommunikation im Internet haben wir hier in mehreren Artikeln erörtert. Moment mal, sagt jetzt Leser und Gastautor Benjamin Wagener. Einige der vermeintlich Internet-spezifischen Probleme sind doch nicht neu! Ausserdem gebührt auch den Vorteilen der Online-Kommunikation eine ausführliche Erwähnung.

In letzter Zeit ist es zunehmend Mode geworden, das Internet als Gefahr zu sehen. Lange bezog man sich dabei lediglich auf Terrorismus, Kinderpornografie, Internetsucht im Zusammenhang mit MMORPGs, oder auf die Gefahr des Verlust der Privatsphäre durch die Social Networks. Seit aber das Internet durch Smartphones und Tablets zunehmend allgegenwärtig ist, wird vermehrt der Verlust des direkten zwischenmenschlichen Kontakts bedauert.

Simone Janson schreibt etwa in ihren beiden Artikeln unter dem Übertitel «Wie das Internet unsere Kommunikation verändert» davon, wie man zunehmend dazu neige, einen Tunnelblick zu entwickeln. Das Kennenlernen von Mitmenschen geschehe nur noch nach Filtern und weniger durch Zufall. » weiterlesen

Arbeitsorganisation am Computer:
Schonungslos entrümpeln
ist das A und O

Effizient arbeiten am Computer will gelernt sein: Mit 10 offenen Browserfenstern und einem vollen Desktop arbeitet es sich einfach schlechter. Radikal ausmisten heißt daher die Devise.

Kürzlich habe ich ein mehrtägiges Seminar über Bloggen und Online Marketing gegeben. Eigentlich ging es darum, den Teilnehmern die Grundlagen der Benutzung diverser Social Media Tools zu vermitteln. Dabei habe ich aber festgestellt, dass in einigen Fällen die Schwierigkeiten ganz woanders liegen: Nämlich bei der effizienten Nutzung des Arbeitsgerätes Computer.

Volle Arbeitsfläche, leeres Hirn

Dabei meine ich nicht etwa den Arbeitsspeicher, die Schnelligkeit des WLANs oder sonstige technische Probleme: Ich rede zum Beispiel von einem viel zu vollen Desktop-Bildschirm, mehr als 10 gleichzeitig geöffneten Browserfenstern oder einem überquellenden E-Mail-Postfach.

Wobei das E-Mail-Postfach noch das geringste Problem darstellt. Ein E-Mail-Programm hat schließlich eine Suchfunktion. Es gibt sogar Leute, die mittlerweile ganz auf das Einordnen und Labeln ihrer E-Mails verzichten und nur noch suchen. Ganz ehrlich, ich komme allmählich auch dahin, weil das Sortieren der E-Mails einfach zu viel Zeit kostet und auch nicht zur besseren Auffindbarkeit beiträgt. » weiterlesen

Bring your own device:
Consumerization motiviert Mitarbeiter und macht IT-Chefs Angst

Der gemeine Angestellte macht ohnehin, was er will. Er hat seinen Arbeits-PC und daneben sein eigenes Smartphone im Betrieb. Weil sie es nicht verhindern können, machen immer mehr Unternehmen daraus eine Tugend namens BYOD – Bring your own device. Sie lassen den Mitarbeiter seine eigenen Geräte wählen, die er sowohl für die Arbeit als auch das Privatleben verwendet. Für die Arbeitgeber bedeutet das hohe Anforderungen an die Sicherheit, während Mitarbeiter darin einen Produktivitätsgewinn sehen.

Die Zahlen sind wenig überraschend: 69 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen mit mindestens 250 PC-Arbeitsplätzen nutzen ein privates Gerät auch während der Arbeit. Das fand der IT-Analyst Techconsult im Rahmen einer Studie (PDF) heraus, die Microsoft in Auftrag gegeben hat. Das meist genutzte Device ist dabei das Smartphone (67 Prozent), gefolgt von einem eigenen Laptop (53 Prozent), einem einfachen Handy (31 Prozent) und einem Tablet (17 Prozent). Es gibt dabei leichte Unterschiede zwischen Wirtschaftsunternehmen und öffentlichem Sektor (bei letzterem geringere Verbreitung von Gadgets), allerdings nur marginale Abweichungen zwischen Männern und Frauen.

Etwa jeder vierte Mitarbeiter – Männer hier deutlich mehr als Frauen – nutzt private Services während der Arbeit, etwa für E-Mails mit Freunden oder dem Surfen im Netz. Allerdings gab ein erstaunlicher hoher Anteil der Befragten auch an, mit der privaten Hardware Arbeitsaufgaben zu erledigen, wie Office, Bildbearbeitung, elektronische Kalender oder geschäftliche E-Mails. Das legt den Schluss nahe, dass die Unternehmens-IT den aktuellen Entwicklungen nicht stand hält und Mitarbeiter oft veraltete Hard- und Software benutzen müssen. Die Mehrheit erhofft sich einen Produktivitätsschub, wenn sie eigene Systeme verwenden darf.

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Bild: Cisco

Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert II/II:
Gemeinsam einsam?

Komplizierte zwischenmenschliche Beziehungen durch pflegeleichte Online-Beziehungen ersetzen: Wer dieser Versuchung nicht widerstehen könne, werde immer einsamer, stellt Sherry Turkle fest. Klingt dramatisch. Wer aber lernt, den richtigen Kommunikationskanal im richtigen Moment einzusetzen, profitiert von den vielfältigen Möglichkeiten des mobilen Internets.

Im ersten Teil dieses Beitrags ging es darum, wie das Internet unsere selektive Wahrnehmung und damit unseren Tunnelblick verstärken kann. Das hat zur Folge, dass wir uns manchmal trotz Gesellschaft ganz fürchterlich einsam fühlen. Wir sind sozusagen gemeinsam einsam – ein Begriff, den die amerikanische Psychoanalytikerin und Soziologie-Professorin Sherry Turkle geprägt hat.

Schleichende Vereinsamung durch mobiles Internet?

Turkle erforscht seit über 30 Jahren die Auswirkungen moderner technischer Entwicklung auf unser Leben – zunächst euphorisch, wie sie sagt, dann zunehmend kritischer, seit sie festgestellt habe, welch rasante Veränderungen ein Internet mit sich bringt, das wir allzeit in der Hosentasche herumtragen könnten. In ihrem neuen Buch «Alone Together» (Affiliate-Link) warnt sie vor der schleichenden Vereinsamung, die kommunikative Veränderungen mit sich bringen können. » weiterlesen