602 Artikel in der Kategorie Organisation auf imgriff.com.

Karteikarten und Panini-Album:
So arbeitet ein Sportreporter

Der Schweizer Sportreporter Beni Thurnheer vertraut bei seiner Arbeit auf reichlich unmoderne Hilfsmittel: Fußballspiele zum Beispiel kommentiert er unter anderem mit Hilfe eines Panini-Albums.

Das hier wäre Material für einen «Link am Morgen», aber statt es erst am Montag – nach dem Endspiel der EM 2008 – zu veröffentlichen, bringen wir es lieber schon heute: Ein wunderbares Video des Schweizer Fernsehens, das den Sportreporter Beni Thurnheer und sein Arbeitswerkzeug kurz vor einem Fußballspiel zeigt. Wir sehen zahlreiche handbeschriebene Karteikarten und, besonders eindrucksvoll: Ein Panini-Sammelalbum, mit dessen Hilfe Thurnheer die Namen der Spieler auf dem Feld auswendig lernt.

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Was schwer fällt, sollte man häufiger tun

Wöchentliche Gewohnheiten einzuüben, ist nicht einfach. Man kann die Aufgabe allzu leicht auf den nächsten Tag schieben. Unser Tipp: Eine Zeitlang sollte man diese Gewohnheiten täglich trainieren.

Einen natürlichen Rhythmus, bestimmte Aufgaben zum Beispiel an einem Dienstagabend zu erledigen, kenne ich nicht. Das mag beim Brötchenholen am Sonntag funktionieren, und an den Wohnungsputz am Samstag erinnert mich immerhin mein schlechtes Gewissen. Bei kleinen, lästigen Aufgaben, die man gerne unter der Woche erledigt, ist das jedoch anders. Was unterscheidet schon einen Dienstag von einem Mittwoch oder einem Donnerstag? Wöchentliche Gewohnheiten anzunehmen, fällt oft schwer.

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Wiederkehrende Aufgaben im Texteditor:
Handkopiert ist besser

Kein automatisiertes System zu nutzen, um wiederkehrende Aufgaben zu verwalten, muss kein Nachteil sein. Das Kopieren von Hand bringt Aufmerksamkeit und zwingt zur Einfachheit.

David Allen, der Kopf hinter Getting Things Done (GTD), verwaltet alle Listen seines GTD-Systems in einem Palm-Organizer. Auf funktionsreiche Programme verzichtet er; und damit auch auf solche, die wiederkehrende Einträge automatisch in neue Listen übernehmen. Was auf den ersten Blick langwierig und umständlich erscheint, hat einen entscheidenden Vorteil: Man reduziert sich aufs Wesentliche und schenkt dem mehr Aufmerksamkeit.

imgriff.com-Leser Gregor brachte mich auf die Idee, diesen Artikel zu schreiben. Ich bin bekanntlich ein Fan der Arbeit mit dem schlichten Texteditor. Gerade auch für meine To-Do-Listen verwende ich diesen. Gregor zweifelte aber daran, dass ein Texteditor dafür geeignet sei, wiederkehrende Aufgaben zu verwalten. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir gar nicht bewusst, weshalb bei mir das System so gut funktioniert.

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Das kleine Einmaleins:
Der Wegwerftag

Der Sammler in uns hebt gern alles auf – man weiß ja nie, wozu man das vielleicht noch mal … Dabei macht Wegwerfen doch so viel Spaß. Am meisten, wenn man es noch etwas inszeniert.

(Hinweis: Im «kleinen Einmaleins» sammeln wir grundlegende Produktivitäts-Tipps und -Tricks, die auch herausgelöst aus Systemen wie GTD o.ä. hilfreich sind. Hier findest Du die Übersicht aller bisher erschienenen Artikel.

Diesen Tipp gibt unter anderem auch David Allen in «Getting Things Done», er schildert darin, wie ganze Belegschaften an einem bestimmten Tag im Jahr in bequemen Klamotten zur Arbeit erscheinen, große Container aufstellen und voller Wonne wegwerfen, was die Mülltüte hält. Sinnvoll ist das aber auch in kleinerem Rahmen, und sei es nur Dein Arbeitszimmer:

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Wieviele RSS-Feeds lest Ihr?

Als ich über die neue Firefox-Erweiterung Feedly schrieb, sie tauge wohl am besten für Nutzer, die zwischen 30 und 60 RSS-Feeds lesen, habe ich mich gefragt, wieviele Feeds Ihr, die imgriff.com-Leser, im Durchschnitt wohl lest. Zeit für eine neue Umfrage!

Ich bin gespannt, ob Ihr alle Hardcore-RSS-User mit hunderten von Feeds oder eher die Aficionados seid, die sich mit einem ausgesucht guten Dutzend begnügen. Bitte wählt in der folgenden Umfrage die Antwort aus, die auf Euch zutrifft – und wenn Ihr nicht genau wisst, wieviele Feeds Ihr abonniert habt, gebt einfach eine Schätzung ab. Vielen Dank fürs Mitmachen!

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12 Google-Tricks,
die Ihr noch nicht kanntet

Viele Benutzer kennen von Google nur die grundlegende Suchfunktion: Dieses schon ikonographische, verlockend leere Eingabefeld unter den bunten Buchstaben. Aber Google kann viel mehr. Hier kommen 12 Such-Tipps, die noch für Staunen sorgen:

Da wartet das leere Suchfeld: Gib Google zu fressen!

  1. Kinoprogramm: Du weißt nicht, was Du heute abend machen sollst? «Kino Berlin» wirft als ersten Treffer das Kinoprogramm des aktuellen Tages von Berlin (oder der entsprechenden Stadt) aus, das sich dann nach Kino/Entfernung, Filmbeliebtheit und Filmtitel sortieren lässt.
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Der Link am Morgen:
Bookmarking per E-Mail

Dennis Best beschreibt in seinem Blog, wie er einige seiner Bookmarks gar nicht hip mit del.icio.us und Co. speichert, sondern mit der kompletten Webseite als Entwurf in seinem E-Mail-Programm. Zwar wendet er diesen Trick nur für bestimmte Lesezeichen an (etwa solche, die er sehr bald wieder benötigt), aber mir scheint das doch etwas sehr gebastelt – zumal beim Anlegen verschiedener Ordner für die Bookmarks verschiedener Projekte.

Vielleicht ist es dennoch genau das Richtige für den ein oder anderen, der Browser-Lesezeichen unkomfortabel findet, mit dem Social Bookmarking aber auch nie richtig warm geworden ist:

» Anti-social Bookmarking [dennisbest.org]

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Schreiben ist Handwerk (Teil 2)

Schreibblockaden müssen nicht sein. Im ersten Teil dieses Artikels ging es um die Vorbereitungen zum Schreiben. Heute zeigen wir, wie man seinen Text fertigstellt.

(» Zum ersten Teil dieses Artikels)

Nachdem alle Informationen beisammen sind, die Eingang in den Text finden sollen, muss der Aufbau festgelegt werden. In dieser Phase bekommt man bereits ein Gefühl für den endgültigen Text. In dem einfachen Textdokument, in dem ich arbeite (vgl. erster Teil), gruppiere ich die Gedanken und Informationen, die zusammengehören. Durch weitere Leerzeilen grenze ich sie von anderen Gedankengängen ab und lege so bereits den Umfang der einzelnen Absätze fest. Einzelne Punkte sind bei mir nach wie vor durch eine Leerzeile getrennt, ganze Absätze durch drei.

Auf diese Weise ergibt sich der Aufbau des gesamten Textes. Manchmal muss ich mir an dieser Stelle eingestehen, dass ich meinen Entwurf komplett umstellen muss. Da passt der erste Gedanke, mit dem ich eigentlich beginnen wollte, nicht zum Ende, das der Aufbau nun vorgibt, vielleicht fallen auch ganze Abschnitte weg, weil sie sich nicht mehr sinnvoll unterbringen lassen. Notfalls muss man auch schöne Formulierungen wieder löschen, so weh das tut.

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Der Link am Morgen:
Passwörter sind wie Unterwäsche

Passwörter sind wie Unterwäsche: Man sollte sie häufig wechseln. Dieser Witz ist nicht besonders neu. Bekannt ist mittlerweile auch jedem, dass ein Passwort besser nicht einfach aus dem Namen des Partners oder dem eigenen Geburtsdatum bestehen sollte. Und, nein, «Username» + «Username» ist auch keine optimale Kombination.

Zu beachten gibt es trotzdem noch einiges mehr, vor allem, wenn es um Passwörter für wirklich sensible Bereiche wie etwa Online-Banking geht. Eine hervorragende Anleitung zum Kreieren sicherer Passwörter (und zum Vermeiden unsicherer) hat Ramesh Natarajan in seinem Blog «The Geek Stuff» veröffentlicht. Hier ist die Bezeichnung «Ultimate Guide» mal angemessen:

» The Ultimate Guide for Creating Strong Passwords [The Geek Stuff]

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Schreiben ist Handwerk (Teil 1)

Die berühmten «Schreibblockaden» gibt es eigentlich gar nicht. Man muss nur die richtige Technik anwenden. Denn Schreiben ist keine Kunst, sondern ein Handwerk. In zwei Teilen erklären wir, wie es geht.

Zum zweiten Teil dieses Artikels)

Das Schreiben von Texten wird oft als Kunst betrachtet, für das man Talent mitbringen muss. Hat man einmal begonnen, so der Irrglaube, dann sprudeln die Worte und Sätze nur so aus einem heraus. Man muss einfach nur beginnen. Genau dort liegt aber oft das Problem: Das Anfangen fällt schwer. Die meisten Ratschläge konzentrieren sich deshalb auch auf diesen einen Punkt: Wie bringe ich den ersten Satz zu Papier? Wie überwinde ich meine Schreibblockade?

Es wird geraten, den Schreibtisch leerzuräumen, alle nicht benötigten Programme zu schließen, um sich nicht von E-Mails und Instant Messages ablenken zu lassen, die Musik aus- und das Licht anzuschalten, Kaffee zu trinken (oder auch nicht), vorher auszuschlafen oder spazierenzugehen, zumindest den Raum gut durchzulüften – diese Liste ließe sich noch lange fortführen. Letztlich laufen alle Ratschläge darauf hinaus, die richtigen äußeren Bedingungen zu schaffen. Das ist wichtig, aber nur ein Teil des Anfangens. Wie man das Schreiben tatsächlich beginnt, das sagt kaum ein Ratschlag.

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