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Planlos glücklich:
Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

Camilla Kutzner, 20. Juli 2009 um 17.20 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Eigentlich wollten wir dieses Buch ja schon lange rezensiert haben, aber … dann schlug die Prokrastination zu. Nun hat Camilla es gelesen und stellt ihre Eindrücke vor.

Aus Notwehr, so schreiben Kathrin Passig und Sascha Lobo im Vorwort ihres Buches, haben sie “Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin” (Affiliate-Link) geschrieben: aus Notwehr gegen eine ausufernde Literaturflut, die uns erklären will, wie wir immer besser organisiert, immer motivierter und disziplinierter leben – eine Literatur, die üblicherweise nur den Ausstieg aus dem gewöhnlichen Arbeitsleben als Gegenentwurf hat.

Herausgekommen ist bei der passig-lobo’schen Notwehr ein geistreiches, kurzweiliges, bisweilen bissiges Buch über Prokrastination, also das notorische Aufschieben und Liegenlassen von Dingen, und ihre Bewältigung oder, viel eher, Umgehung und bisweilen auch das gar nicht so unangenehme Leben mit ihr.

Es geht in diesem Buch gerade nicht um die Bewältigung der umfangreichen To-Do-Liste, sondern gerade darum, wie man möglichst ohne To-Do-Listen und Produktivitätssysteme klar kommt. Dazu dient vor allem eine Änderung der Haltung zum Thema Leistung: Nicht der Prokrastinierer ist falsch, sondern die überzogenen Ansprüche seiner Umwelt, die er vielleicht verinnerlicht hat. “Wir wollen das Leben so organisieren, dass man es nicht mehr organisieren muss”, heißt es im Vorwort, und weiter: “Das realistische Minimalziel ist, dass Sie dieses Buch lesen, in Ihrem Leben nichts ändern, sich aber besser fühlen als vorher.”

Statt sie zu verurteilen, erklären Passig/Lobo Prokrastination und Desorganisation zu einem Lebensstil, dessen Anhänger sie (wie sie beteuern, ganz ohne Hintergedanken) “LOBOs” (als Akronym aus “Lifestyle of Bad Organisation”) nennen.

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Der Link am Morgen:
David Sedaris’ Tagebuch – und was es ihm bringt

Florian Steglich, 17. Juli 2009 um 10.27 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Ein Tagebuch (das man auch gerne Journal nennen kann, um das Bild vom rosafarbenen, mit einem Schloss gesicherten Büchlein zu verscheuchen) kann eine große Hilfe bei der persönlichen Entwicklung sein: Mit etwas Abstand betrachtet werden Probleme, Ziele, schlechte und gute Gewohnheiten, Veränderungen deutlicher als nur aus der Erinnerung heraus. Und wer weiß, was noch daraus wird? Der Bestseller-Autor David Sedaris zum Beispiel bestreitet all seine Geschichten aus seinen Notizen:

„Ich glaube nicht, dass mein Leben aufregender ist als das anderer Leute. Ich denke, der einzige Unterschied zwischen mir und allen anderen ist … [er greift in seine Innentasche und holt einen kleinen Notizblock heraus] … ich schreibe Sachen auf. Das ist alles.“

Sachen aufschreiben. Immer ein guter Rat.

» Hüter des Absurden (freitag.de – mit Dank an Ronnie für den Link)

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Der Link am Morgen:
Virtuelle Assistenten für Deutschland

Florian Steglich, 13. Juli 2009 um 11.45 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Das Konzept der “Virtual Assistants”, der virtuellen Assistenten, die (weil sie in Indien sitzen) für wenig Geld Flüge buchen, Internetrecherchen durchführen, Datenbanken pflegen, E-Mails beantworten etcetera, hat sich im deutschsprachigen Raum noch nicht durchgesetzt. Outsourcing ist was für Unternehmen, nicht für Privatpersonen.

Bastian Kröhnert glaubt allerdings, dass das vor allem daran liegt, dass die virtuellen Assis, die man buchen kann, nicht Deutsch sprechen – und darum nicht sehr hilfreich sind. Er will das ändern und hat darüber einen zweiteiligen Gastbeitrag für das Blog von Markus Albers geschrieben:

» Virtuelle Persönliche Assistenten: Gibt es sie bald auch in Deutschland? (Teil 1)
» Was soll ich denn bitte mit einem Virtuellen Persönlichen Assistenten? (Teil 2)

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Der Link am Morgen:
Wieso der E-Mail-Posteingang keine gute To-Do-Liste ist

Florian Steglich, 10. Juli 2009 um 10.57 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Gestern verlinkten wir hier die Produktivitätsgeheimnisse des Journalisten David Pogue von der New York Times. Eines davon ist, dass er seinen E-Mail-Posteingang als To-Do-Liste benutzt. Nix mit Inbox Zero also.

Blogger Leo Babauta ist damit nicht recht einverstanden. Seine Gegenargumente:

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Der Link am Mittag:
Die Produktivitätsgeheimnisse von David Pogue

Florian Steglich, 9. Juli 2009 um 13.19 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

David Pogue ist Autor und Technologiekolumnist bei der New York Times. Auf Anfrage eines Lesers, der wissen wollte, wie er fünf Bücher und 40 Vorträge pro Jahr, zwei Kolumnen und ein Video pro Woche und einen Blogpost pro Tag schafft, erläutert er seine “Productivity Secrets”: Unter anderem hält er wenig vom Inbox-Zero-Prinzip, sondern behandelt seinen E-Mail-Posteingang als To-Do-Liste, nutzt eine Diktier-Software und arbeitet auch unterwegs in den vielen Pausen, die sich durch das Warten auf irgendetwas ergeben.

» Pogue’s Productivity Secrets Revealed (nytimes.com, gefunden bei Lifehacker)

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Der Link am Morgen:
6 Tipps gegen die “Infoflut”

Florian Steglich, 8. Juli 2009 um 10.23 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

“Informationsflut”? Gibt es nicht, sagen die alten Hasen: Man muss einfach nur die richtigen Filter richtig pflegen. Ganz gut zusammengefasst hat das Abhijeet Mukherjee im Blog “Dumb Little Man”. In seinem Artikel nennt er sechs grundlegende Tipps, all die eintreffenden Informationshäppchen zu kanalisieren und zu verarbeiten:

» Six Smart Ways To Beat Information Overload (dumblittleman.com)

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Der Link am Morgen:
Lebenslauf, grafisch

Florian Steglich, 3. Juli 2009 um 12.02 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Der Grafiker Michael Anderson machte sich im vergangenen Jahr einen Spaß daraus, seinen Lebenslauf als Infografik umzusetzen – vermutlich reichlich über den Daumen gepeilt, zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass er die in Jobs und Ausbildung investierte Zeit seit 1995 so detailliert getrackt hat, wie er es darstellt.

Das tut der schönen Sache aber keinen Abbruch: Die grafische Biografie ist eine tolle Abwechslung zum üblichen tabellarischen Lebenslauf.

» Bildbiographie – Der Lebenslauf als Grafik (karrierebibel.de)

(Allen, die sich generell an schicken Infografiken und Visualisierungen ergötzen könne, empfehle ich überdies das Blog infosthetics.com.)

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Der Link am Mittag:
Kleine Koffer packen

Florian Steglich, 2. Juli 2009 um 12.47 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Wer dieser Tage herumreisen muss, leidet häufig unter der stickigen Hitze. Der Erfrischungseffekt der Dusche reicht gerade mal bis zur nächsten Straßenecke, das Hemd klebt am nassen Rücken und jede Bewegung ist zuviel. Schlimm, wenn dann noch der Koffer oder Rucksack besonders schwer ist.

Nun wäre das Internet aber nicht das Internet, wenn es nicht auch für dieses Problem Lösungen anböte. Die Website onebag.com zum Beispiel, auf der wirklich erschöpfend beschrieben ist, wie man was am besten in welches Gefäß packt: Checklisten fürs Packen, Tipps fürs Reisen mit möglichst wenig Gepäck, fürs Verpacken von Flüssigkeiten und fürs Reisen mit Kindern – ich wüsste keine Frage, die dort nicht beantwortet würde:

» onebag.com – The Art and Science of Travelling Light

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Der Link am Morgen:
Die “Top 10 Productivity Basics” (laut Lifehacker)

Florian Steglich, 29. Juni 2009 um 11.44 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Jedes Produktivitätsblog hat einen Bodensatz an Tipps und Tricks, auf dem viele Artikel aufbauen, ohne diese “Essentials” jeweils neu zu erläutern. Wir bei imgriff.com führen dafür die Serie “Das kleine Einmaleins, die Kollegen bei Lifehacker haben sich kürzer gefasst und die Top 10 der Produktivitäts-Basics zusammengestellt:
» Top 10 Productivity Basics Explained (lifehacker.com)

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Der Link am Mittag:
Ein unaufgeräumter Schreibtisch kostet 70 Arbeitstage pro Jahr

Florian Steglich, 24. Juni 2009 um 12.07 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts werden etwa zehn Prozent der Arbeitszeit durch “überflüssige oder fehlende Arbeitsmaterialien” oder “ständiges Suchen nach dem richtigen Dokument in chaotischen Dateiverzeichnissen” verschwendet. Schlecht organisierte Büros kosten jeden Angestellten gut ein Drittel seiner Arbeitszeit – 70 Tage im Jahr für den Papierkorb. Kein Wunder, dass es ernsthaft Berater für aufgeräumte Schreibtische gibt. Über diese Experten schrieb Sebastian Knauer für Spiegel Online:

» Schreibtischforscher kämpfen gegen das Bürochaos (spiegel.de)

(Und hier gibt’s einige Tipps, wie man den Schreibtisch aufräumen und aufgeräumt halten kann: Wie man den Schreibtisch leert und Das 4-Felder-System )

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