316 Artikel in der Kategorie Motivation auf imgriff.com.

Rauchen als Produktivitätskiller:
Die entspannende Rauchpause ist ein Mythos

Als ehemals starker Raucher habe ich so einige Stunden auf Balkonen und Vorplätzen mit Aschenbechern verbracht. Auch meine bisherigen Arbeitgeber haben mir viele Rauchpausen bezahlt. Zu ihren Ungunsten, denn eigentlich waren diese fünf Minuten ja bezahlte Suchtpausen und trugen wenig zu meiner Produktivität bei.

RauchpausenKlar ist: häufige, kurze Pausen machen produktiver. Aber eben nur, wenn sie frei von Zwängen und Süchten gemacht werden, und mit Bewegung – evtl. an der frischen Luft – verbunden sind.

Rauchpausen sind immer schädlich

Als Raucher begab ich mich immer tiefer in eine Sackgasse. Statt die Arbeit positiv zu unterbrechen, steigerte ich langsam aber stetig mein Nikotinbedürfnis. Erholung war schlussendlich selbst in den Pausen nicht mehr möglich. Ich hatte Stress. Meine Pausengedanken waren: » weiterlesen

Holm Friebes neues Lob der Faulheit:
Wie viel Prokrastination ist gesund?

Alles wäre besser, wenn wir nur fauler wären und nicht ständig aktionistisch Placebo-Arbeit verrichten würden, sagt Bestseller-Autor Holm Friebe. Ich habe da so meine Zweifel – auch wenn viele von Friebes Gedanken gut sind, muss man doch differenzieren. Ein Kommentar.

Patrick Feller bei flickr.com (CC BY 2.0)Faulheit und Produktivität – wie passt das zusammen? Offenbar sehr gut, denn das Thema Faulheit haben wir schon öfter beim imgriff.com besprochen – zuletzt etwa Patrick Mollet, der offen zugab: «Ja ich bin faul – und deshalb bin ich produktiv». Das Thema liegt im Trend: Neulich hat sich etwa der Journalist und Autor Holm Friebe intensiv damit befasst. » weiterlesen

Die Grenzen der Verständigung bei Konflikten:
Warum die Kommunikation kein Allheilmittel ist

Kommunikation gilt als Allheilmittel bei Konfliktsituationen im Team. Was dabei gerne übersehen wird: Nicht immer führt sie auch zum Ziel. Ständige Auseinandersetzungen mit den immer gleichen Menschen zum immer gleichen Thema strapazieren die Nerven aller Beteiligten und schaden der Produktivität eines Teams.

Thunderchild7 bei flickr.com (CC BY 2.0)Was mir kürzlich aufgefallen ist: Wir schreiben bei imgriff.com ständig darüber, wie man Menschen motivieren, überzeugen und zu mehr Produktivität verhelfen kann – mit den passenden Kommunikationstools zum Beispiel. Wir geben Tipps, um besser verstanden zu werden, zum richtigen Delegieren von Arbeitsanweisungen und dazu, wie man andere in Konfliktsituationen z.B. von der eigenen Meinung überzeugen kann.

Eines lassen wir bei all den schönen Tipps gerne außer Acht: Manchmal sind auch die besten Kommunikations-Tricks schlicht verschwendete Liebesmüh. Einfach weil der Adressat unserer Bemühungen grundsätzlich viel zu weit von unserem eigenen Standpunkt entfernt ist und uns gar nicht verstehen kann. Oder uns zwar versteht, aber unserer Auffassung schlicht nicht folgen will. » weiterlesen

Wie Entscheidungsvermeidung funktioniert:
Immer sind die anderen schuld

Jeden Tag, ja jede Stunde, müssen wir Dutzende von großen und kleinen Entscheidungen treffen, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen und so besser zu arbeiten. Manchmal sind wir jedoch so überfordert davon, dass wir die Entscheidungen hinauszögern oder regelrecht vermeiden. Und oft sind wir uns dieses Mechanismus nicht mal bewusst.

netzwertig.com-Redaktionsleiter Martin Weigert hat kürzlich in seinem hervorragenden Artikel «Die dunkle Seite der Daten» die Problematik aufgegriffen, warum Menschen in der Regel lieber kurzfristige, aber vielleicht schädliche Entscheidungen treffen, statt die langfristigen Konsequenzen abzuschätzen und daraufhin vernünftig zu handeln. Die Gründe hierfür liegen im Fehlen von Willenskraft und Selbstdisziplin – und in der Manipulation durch Medien und Marketing-Maschinerien. So schreibt Weigert:

«Je stärker Willenskraft und Selbstdisziplin sind, desto eher richten wir unser Handeln an langfristigen Zielen aus. Je schwächer sie ausgebildet sind, desto stärker lassen wir unser Agieren von kurzfristigen Interessen und uralten Instinkten beeinflussen. Willenskraft erfordert erheblichen Energieaufwand, weshalb jeder Mensch früher oder später Augenblicke der ‘Schwäche’ erlebt.» » weiterlesen

Binsenwahrheiten hinterfragen:
Manchmal kommt das Vergnügen vor der Arbeit

Jeder kennt sie: die Regeln, die einem in der Kindheit und im Berufsleben eingeimpft werden. Und die man nicht zu hinterfragen habe, da sie «schon immer» gegolten hätten. So zum Beispiel «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen». Warum so eine Regel nicht immer sinnvoll ist und wie man diesen Glaubenssatz abändern kann, zeige ich heute.

arbeit_niemalsEs ist wie mit allem im Leben: Auch Glaubenssätze, angelernte Verhaltensregeln und Binsenweisheiten (meist aus der Kindheit) haben eine gute und eine schlechte Seite. Wichtig ist, dass man sich diese Glaubenssätze immer mal wieder bewusst macht, hinterfragt, verändert oder den einen oder anderen sogar streicht.

Die einen Glaubenssätze sind leicht zu erkennen: Man hört innerlich noch heute die Stimme der Mutter, des Grossvaters oder des Lehrers: «Der Klügere gibt nach», «Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben» oder eben «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen» oder – in der «kindergerechten» Form: «Du darfst erst zum Spielen raus, wenn Du alle Schulaufgaben gemacht hast.» » weiterlesen

Eingefahrene Denkmuster aufbrechen:
Besser arbeiten mit einer positiven Einstellung

Einfach mal etwas wagen! Julia Malchow, die mit ihrem kleinen Sohn eine Reise in der Transsibirischen Eisenbahn unternahm, macht’s vor. Ihr Beispiel lässt sich wunderbar aufs Arbeitsleben übertragen. Auch hier stossen positives Denken und Mut oft auf Widerstände und Vorurteile.

Es gibt diese Tage, an denen man sich nur mal kurz bei Facebook einloggt, um über den Schwachsinn, den man gerade im Internet gefunden hat, zu lästern. Und an denen man dann in seiner Timeline wirklich geniale Artikel findet, die ganze Denkweisen aufbrechen können. Sodass man am Ende beschließt, über beides zusammen einen Blogpost zu schreiben. Genau so ein Tag war heute.

Seid doch einfach optimistischer!

Der Reihe nach: Mal abgesehen von der Absurdität, dass Coca-Cola ausgerechnet in Berlin ein sogenanntes Happiness-Institut unterhält (natürlich als PR-Gag, wozu soll es sonst gut sein?), hat dasselbe Unternehmen nun in einer Befragung von über 1.000 Deutschen herausgefunden: 37 Prozent der Befragten wären gerne optimistischer. Bei den Frauen sind es sogar 41 Prozent. Das sagt sehr viel über die Stimmung in unserem Land aus. Und ich dachte spontan: Na, dann seid es doch einfach! » weiterlesen

teamspir.it:
Logbuch für die täglichen Erfolge als Team

Im eigenen Agenturalltag haben die Gründer von teamspir.it allzu oft «nebeneinander statt miteinander» gearbeitet. Aus dem eigenen Bedürfnis heraus, den Austausch von Fortschritten, Wissen und konstruktivem Feedback zu fördern, ist teamspir.it entstanden.

Tools für die Zusammenarbeit in Teams, sogenannte kollaborative Tools, gibt es wie Sand am Meer. Die meisten haben verwaltenden Charakter und verfolgen das Ziel, dass alle Teammitglieder auf die benötigten und aktuellen Informationen zugreifen können. Teamspir.it wählt einen anderen Ansatz: Das Team-Logbuch soll die täglichen Erfolge der Mitarbeiter dokumentieren. Der tägliche Blick auf das Erreichte hilft auch zu erkennen, wer gerade woran arbeitet.

Ein Avatar zeigt die aktuelle Stimmung an

Vergleichbar mit einem sozialen Netzwerk können die Mitarbeiter eine Mitteilung im Log posten. Dabei kann zwischen vier Gemütszuständen gewählt werden, von sehr glücklich bis traurig. Für jede Stimmung kann ein eigenes Bild als Avatar hochgeladen werden. Die anderen Teammitglieder können den Post kommentieren und mit einem Facebook-ähnlichen «Daumen hoch» versehen. Die Neuigkeiten können als tägliches oder wöchentliches Statusmail abonniert werden. » weiterlesen

Ist das positive Denken des Teufels? Im Gegenteil:
Es ist ein starkes Produktivitätstool

Der Sektenexperte und Redaktor Hugo Stamm hat neulich in einem Blogpost über das positive Denken nachgedacht und ist zum Schluss gekommen, es sei ein gefährlicher Zwang, der den Blick aufs Wesentliche verstelle. Ich meine: Positives Denken im Arbeitsleben macht produktiver und zufriedener. Und hilft uns, das Monster Prokrastination zu besiegen.

Das positive Denken sei des Teufels, schrieb sinngemäss Hugo Stamm in seinem Blog im Tages-Anzeiger. Wobei er sich natürlich anders ausdrückte, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass Herr Stamm an den Teufel glaubt. Ebensowenig wie an esoterisches Gedankengut, dem er den «Zwang zum positiven Denken» zuordnet.

Der Artikel wurde heftig diskutiert; für Pro- und Contra-Argumente wurden unter anderem Camus und die Sagengestalt Sysiphus bemüht. Die philosophischen Diskussionen in Ehren – wir von imgriff.com sind fürs Pragmatische zuständig; deshalb fasse ich im folgenden zusammen, welche enormen Vorteile das positive Denken mit sich bringt, wenn’s um Produktivität und Zufriedenheit in der Arbeitswelt geht. » weiterlesen

Kommissar Zufall verbessert das Arbeiten:
Wie zufällige Begegnungen die Kreativität beflügeln

Neue Ideen und Kreativität fallen nicht vom Himmel. Eher werden sie von anderen Menschen inspiriert – oft auch zufällig. Solche Zufälle lassen sich zwar nicht steuern, aber man kann einiges dafür tun.

Kürzlich blieb ich auf dem Weg von Kopenhagen nach Italien in München stecken. Schuld daran war ein Unwetter, das den ganzen Flugverkehr im Raum München außer Kraft setzte. Aufregung wegen der ungeplanten Terminänderung war fehl am Platze: Aus dem unfreiwillige Zwischenstopp wurde eines der witzigsten Netzwerk-Treffen, die ich je hatte. Denn in dem Hotel, in dem die Fluggesellschaft uns untergebracht hatte, trafen Leute zusammen, die sonst wahrscheinlich nie zusammengefunden hätten:

Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts, Solar-Energie-Aktivisten aus Bremen und spanische Geschäftsleute. Und da es nichts anderes zu tun gab als zu warten, blieb uns quasi nichts anderes übrig als uns zu unterhalten. Was mir persönlich eine ganze Reihe neuer Ideen einbrachte. » weiterlesen

Arbeiten auf der Insel:
«Mein Arbeitsrhythmus passt gut zum Leben hier»

Wer von uns überlegt sich nicht gelegentlich, wie es wäre, auf einer Insel irgendwo im Süden zu arbeiten – mitten unter Fischern und Touristen? Ein Gespräch mit einer Übersetzerin, die diesen Schritt gewagt hat. Sie erzählt, wie sie ihr Arbeitsleben organisiert.

Im Juni war ich auf den äolischen Inseln unterwegs und habe eine Freundin besucht, die sich dort niedergelassen hat. Claudia lebt und arbeitet seit drei Jahren auf einer der sieben kleinen Vulkaninseln vor Sizilien. Sie ist freischaffende Übersetzerin und nimmt auch einzelne Aufträge für Lektorat oder Ghostwriting an. Ihre Auftraggeber sind grösstenteils in der Schweiz. Ich war neugierig zu erfahren, wie sich Claudia ihr Arbeitsleben an diesem abgeschiedenen Ort eingerichtet hat.

Wie ich beobachtet habe, bist Du immer auf Abruf. Wie grenzt Du Dich ab?

Claudia: Mich aktiv abzugrenzen war bisher nie nötig. Es ist für mich keine Belastung und für die Auftraggeber ein grosses Plus, dass ich jederzeit erreichbar bin. Ich habe das Handy immer dabei und checke auch regelmässig meine E-Mails. Aber in 95% der Fälle kommen Aufträge rein, wenn ich sowieso am PC am Arbeiten bin. Ungefähr die Hälfte davon ist nicht dringend; die andere Hälfte sind Expressaufträge. » weiterlesen