336 Artikel in der Kategorie Motivation auf imgriff.com.

Stress:
Hürden auf dem Weg zur Musse

Das Wochenende bietet Zeit für Musse – Eigenzeit, wie es die Wissenschaftsforscherin Helga Novotny nennt.

Trotzdem gelingt es uns nicht immer, zur Ruhe zu kommen. Obwohl wir und unser Hirn diese Zeit benötigen, um gesund, kreativ und auch produktiv zu bleiben. Die Zeitschrift «Das Gehirn» der Schweizerischen Hirnliga setzt sich mit dem Thema Stress auseinander und nennt einige Hürden, mit denen wir uns eben diese Eigenzeit verbauen. Zwei Gedanken daraus:

Wir neigen dazu, Freizeit dem Nützlichkeitsdenken zu unterwerfen: Power Yoga über Mittag, Aerobic nach Feierabend, Wellness am Wochenende. Dabei lautete die ursprüngliche Bedeutung von Musse «Fernsein von Geschäften oder Abhaltungen.»

Wir setzen uns einem Erwartungsdruck aus, mit dem wir uns selbst den Weg zum Genuss der freien Zeit verstellen. Das Nichtstun gilt als unproduktiv und öde. Jene wiederum, die keiner produktiven Arbeit nachgehen können, müssen sich in einer Leistungsgesellschaft fast zwangsläufig schlecht fühlen.


In diesem Sinne: Beine hoch und schönes Wochenende!

Prokrastination:
5 Tipps gegen Aufschieberitis

Aufschieben ist häufig kontraproduktiv und unnötig. Bloss mehr Selbstdisziplin einzufordern hilft wenig. Simple Massnahmen können aber helfen, Arbeitsblockaden zu überwinden: Fünf Tipps gegen das Prokrastinieren.

Foto: Procrastionation is a thief of time (sean_hickin bei flickr.com)

Foto: Procrastionation is a thief of time (sean_hickin bei flickr.com)

Prokrastination ist das, was ich als Student getan habe, wenn ich lernen musste. Das umfasste seinerzeit so unterschiedliche Tätigkeiten wie Moussaka kochen, Abwaschen oder NHL ’97 spielen. Heute gehe ich arbeiten, habe seit fast 10 Jahren kein Moussaka mehr gegessen und spiele nur noch unregelmäßig Computer. Weniger prokrastinieren tue ich deswegen aber noch lange nicht. Ich zeige euch 5 Tipps, wie ihr das Prokrastinieren vermeiden könnt.

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Zerlege Deine Aufgaben und Projekte in winzige Arbeitspakete
Oft schieben wir Aufgaben vor uns her, weil uns der erwartete Aufwand abschreckt. Wir befürchten, mit dieser Aufgabe viel zu lange beschäftigt zu sein – und vermeiden daher, mit der Arbeit zu beginnen. Ist die Aufgabe dann irgendwann erledigt, war sie selten so schrecklich wie angenommen.

Am besten ist, anstehende Aufgaben in winzigste Arbeitsschritte zu zerlegen und sich nacheinander auf diese Arbeitsschritte zu fokussieren. Wem es hilft, der notiert sich die Schritte auf einer Liste und hakt die erledigten Aufgaben ab. Wenn das nicht klappt, sind die gewählten Pakete vermutlich immer noch zu gross. Also zurück an den Start und nochmals zerlegen.

Dieser Artikel hier entstand als Abfolge dieser Arbeitspakete: » weiterlesen

Lernen:
Heute schon eine Frage gestellt?

Fragen ist ein effizienter Weg, um neue Dinge zu lernen. Jedes Kind weiss das – bloss wir Erwachsene vergessen das häufig.

Gestern Abend beim Essen fragte mich meine Mitbewohnerin, wie denn die Deutschregeln für die indirekte Rede und den Konjunktiv seien. Ich fand die Frage im ersten Moment seltsam, weil ich bisher auch ohne genaues Wissen um diese Regeln gut durch’s Leben kam.

Sie insistierte und wir zogen den Duden zu Rate. Wir verbrachten 20 angeregte Minuten und waren anschliessend ein Stück schlauer.

Ich musste feststellen: Fragen sind eine gute Sache, bloss frage ich zuwenig! Eine andere bekannte Situation sind die Fragerunden nach einem Vortrag oder in einem Seminar. Typischerweise heben sich ein bis zwei Hände und nutzen die Möglichkeit, den Experten mit eigenen Fragen zu löchern. Warum fragen wir nicht mehr? » weiterlesen

Focus:
Neues kostenloses E-Book
von Leo Babauta

Mit «Focus» hat der Produktivitätsblogger Leo Babauta ein neues E-Book veröffentlicht. Das Buch gibt es in einer kostenlosen pdf-Version und als Premium-Ausgabe für 35 US-Dollar.

Will man sein Leben verändern, braucht man Zeit. Will man mehr Zeit, braucht man Fokus: Konzentration auf die wichtigen Dinge, auf die einfachen Dinge und auf die kleinen Dinge. Weniger ist bei Leo nicht mehr, sondern besser.

Davon handelt Leos neue Buch. Fokus, so Leo, auf die richtigen Dinge, ist ein Weg, um seine Ziele zu erreichen. Ständige Unterbrechungen und Störungen sind im Jahr 2011 unsere ständigen Begleiter. Und die Gründe, weshalb es vielen so schwierig fallen würde, ihre Ziele zu erreichen. » weiterlesen

Flexible Arbeitszeitmodelle:
Die Realität dazu

Paradox: Alle wollen flexible Arbeitszeitmodelle. Viele Unternehmen bieten sie an. Niemand tut es.

Alle wollen, niemand tut es
94% der weiblichen und 78% der männlichen topqualifizierten Arbeitskräfte in Deutschland wünschen sich flexible Arbeitszeitmodelle. Die Unternehmensberatung Bain & Company ist dieser Frage nachgegangen. Viele Unternehmen bieten deshalb auch verschiedene Formen dieser Zeitmodelle an. Das Erstaunliche: Nur ganz wenige nehmen die neuen Möglichkeiten wahr. Bloss die Hälfte der befragten weiblichen Spitzenkräfte nutzen diese Modelle, bei den Männern sind es knappe 25%.

Der Karriere-Killer
«Angst vor dem Karriere-Aus» vermutet Bain als Grund für dieses Phänomen. «Kollegen könnten denken, man wolle sich vor der Arbeit drücken», wie ein jüngerer Studienteilnehmer anführte. Dabei glaubt Bain den Nutzen von flexiblen Arbeitszeitmodellen nachweisen zu können. Werden gut umgesetzte Arbeitszeitmodelle akzeptiert, steige die Loyalität und die Arbeitszufriedenheit deutlich. » weiterlesen

Spousonomics:
Wirtschaftswissenschafter
als Ehetherapeuten

Spousonomics ist ein Buch zweier amerikanischer Journalistinnen. Paula Szuchman and Jenny Anderson schlagen vor, Prinzipien der Wirtschaftswissenschaften auf Ehe und Liebe anzuwenden.

«Using economics to master love, marriage and dirty dishes» ist der Untertitel. Szuchman arbeitet für das Wall Street Journal, Anderson schreibt für die New York Times. Die beiden vertreten die Meinung, dass grundlegende Prinzipien der Ökonomie sehr gut auf das freiwillige Zusammenleben zweier erwachsener Menschen angewandt werden können.

Die Spieletheorie, der komparative Vorteil, Angebot und Nachfrage oder die sinnvolle Ausgestaltung von Anreizsystemen: Was zu dem Grundlagenteil jedes BWL-Studiums gehört, finde durchaus Anwendung in Partnerschaften. Ein Verständnis dieser Gesetzmässigkeiten könne helfen, drängende Fragen zu lösen: Etwa wie belebe ich mein Sexleben, wer bezahlt die Rechnungen und wie kriege ich dieses unsägliche Möbelstück aus ihrer Single-Zeit aus der Wohnung.

Spousonomics (Affiliate-Link) ist anfangs Februar auf englisch bei Random House erschienen, die Autorinnen bloggen unter www.spousonomics.com.

Gesundheit:
Bezahlen, wenn man nicht
ins Fitness-Studio geht

Die Harvard-Absolventen Yifan Zhang und Geoff Oberhofer haben vielleicht das Fitness-Studio-Paradox gelöst: Bei Gym-Pact bezahlen Kunden, wenn sie nicht trainieren gehen.

Vermutlich gibt es da draussen noch mehr Menschen wie mich: Schon mindestens dreimal habe ich eine Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio gekauft, meist im Rausch der Neujahrsvorsätze. Januar und Februar hat das auch immer gut geklappt. Anschliessend entwickelte sich meine Besuchsquote, nun sagen wir mal, «rückläufig».

Jahresgebühr sind versunkene Kosten
Dieses nicht sonderlich rationale Verhalten liesse sich durch meine Faulheit erklären. Wirtschaftswissenschafter hingegen würden mich auf das Problem der «sunk costs» hinweisen: Die Gebühr für die Muckibude wird meist zu Jahresbeginn fällig, für den Rest des Jahres sind sie also für mich versunkene Kosten – sowieso schon ausgegeben. Denke ich an einem Abend im September über den Gang ins Trainingscenter nach, betrachte ich diese Kosten als nicht mehr relevant für meine Entscheidung. Für das Fitness-Studio bezahlt zu haben, ist keine Motivation mehr hinzugehen. Zwei Harvard-Absolventen wollen nun einen Weg gefunden haben, um diesem paradoxen Verhalten entgegenzuwirken: » weiterlesen

Best of:
Jahresrückblick in der
Produktivitäts-Blogosphäre

Die Best of 2010-Listen unserer Lieblingsblogs: Antworten zu Produktivität und überhaupt allem, was 2010 schon hätte besser werden sollen, aber auch 2011 noch lesenswert ist.

Unsere englischsprachigen Blogkollegen und -kolleginnen haben den Dezember vorwiegend im eigenen Archiv zugebracht: Die Hitparaden der eigenen Blogbeiträge sind zum Jahreswechsel wie Pilze aus dem Boden geschossen. Wir präsentieren eine Auswahl lesenswerter Best-of-Listen 2010 – die gesammelten Werke der Produktivitäts-Blogosphäre lassen kaum eine Frage offen. Hier die Übersicht von vielleicht Verpasstem, aber nach wie vor Gültigem: » weiterlesen

10 Gründe, warum ich auf Neujahrs-Vorsätze verzichte

Gute Vorsätze fürs neue Jahr sind ein uraltes Thema. Das Problem: Sie funktionieren nicht.

Alle Jahre wieder fangen einige Bekannte damit an, mich nach meinen Vorsätzen fürs Neue Jahr zu befragen. Immer früher machen sie das. Erst haben sie mich nach Neujahr befragt, jetzt manchmal schon Ende November. Meine Empfehlung an alle: auf Neujahrsvorsätze zu verzichten. Hier sind meine 10 Gründe:

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Tim Ferriss’ The 4-Hour Body:
Das Superman-Versprechen

Gastautor Moritz Krüsselmann

The 4-Hour-BodyTim Ferriss ist den meisten Lesern wahrscheinlich schon von seinem ersten Buch «The 4-Hour Workweek» bekannt. Unter dem selbstgewählten Oberbegriff Lifestyle-Design sind seitdem Begriffe wie «mini-retirement» oder «personal outsourcing» feste Bestandteile der Produktivitätsterminologie geworden. Die Meinungen über die Anwendbarkeit gehen auseinander – nichtsdestotrotz war das Buch über lange Zeit Platz 1 der Bestsellerliste der New York Times.

Nun macht Ferriss’ neues Buch die Runde, «The 4-Hour Body» (Affiliate-Link). Die Prinzipien der 4-Hour Workweek – ungewöhnliche Methoden lösen gewöhnliche Probleme – wendet er darin auf den menschlichen Körper an. Statt Lifestyle- also Body-Design. Hier der Trailer:

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