143 Artikel in der Kategorie Motivation auf imgriff.com.

Week Notes:
Tagebücher mal anders

Florian Steglich, 15. März 2010 um 8.37 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Tagebücher müssen nicht immer eine private Angelegenheit sein: Erstens kann man sie auch öffentlich führen, und zweitens darin auch über Geschäftliches statt über Privates schreiben. Klingt langweilig? Die Website weeknotes.com zeigt, dass es das ganz und gar nicht ist. Sie aggregiert wöchentliche Updates von derzeit 19 Personen aus 6 Ländern, die unter dem Label «Week Notes» darüber bloggen, was sich in den vergangenen 7 Tagen in ihrem Unternehmen getan hat; wo sie vorangekommen und wo sie steckengeblieben sind. Das ist naturgemäß manchmal sehr spannend und gut geschrieben und manchmal eher dröge und steif, aber sicher auch nicht so gedacht, dass man jedes Update lesen soll. Reinspringen, querlesen, inspirieren lassen.

» Week Notes (Gefunden bei Johannes Kleske, der heute ebenfalls mit Week Notes anfangen wird. )

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Psychologe Richard Wiseman:
Glück kann man lernen

Florian Steglich, 2. März 2010 um 16.18 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Der Link des Tages geht heute zu einem schon älteren Text von Richard Wiseman, Psychologe an der University of Hertfordshire und Autor des Buches «The Luck Factor» (Affiliate-Link) . Er hat über Jahre Menschen begleitet, die sich als besonders glücklich große Glückspilze oder ausnehmend unglücklich ausnehmende Pechvögel wahrnehmen, und festgestellt, dass Gedanken und Verhalten dieser Menschen ganz wesentlich für ihr Geschick waren. Die plausible Erklärung: Menschen, die oft Pech haben, entwickeln eine Grundangst, die dafür sorgt, dass unerwartete Dinge nicht wahrgenommen werden. Unerwartete Dinge jedoch sind nicht selten Chancen zum Glück.

Mit den Erfahrungen aus seinen Tests kreierte Wiseman schließlich eine «Luck School», eine Schule des Glücks. Und die Hausaufgaben, die er seinen Schülern gab, zeigten Wirkung:

» Be lucky – it’s an easy skill to learn (telegraph.co.uk, gefunden bei @macmuc auf Twitter)

Hier erscheint (fast) jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Jamie Oliver:
Die Revolution des Essens
(gut präsentiert)

Thomas Mauch, 22. Februar 2010 um 17.09 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Jamie Oliver will eine Revolution starten. Die meisten Gesundheitsprobleme in unseren westlichen Gesellschaften resultieren aus schlechter Ernährung, und das will er ändern. Vor zwei Wochen hat er sein Projekt auf der TED-Konferenz im kalifornischen Long Beach vorgestellt. 20 Minuten, die sich lohnen und während denen man sich zwei Fragen stellen kann, nämlich:

  • Wie ist mein Ernährungsverhalten zu beurteilen?
  • Wie präsentiert man überzeugend?

Ersteres erklärt Jamie Oliver im Video. Die Antwort zur zweiten Frage legt er auch vor: Mit Emotionen, mit direkter Ansprache und Einbezug der Zuhörer, mit lebendigen Beispielen und Visualisierungen jenseits von Powerpoint – etwa einer Schubkarre mit Zucker.

» Video bei ted.com

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Orte zum Leben und Arbeiten:
Wie findet man die perfekte Stadt?

Florian Steglich, 19. Februar 2010 um 17.06 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Die meisten Menschen haben keine Wahl, sich eine Stadt zum Leben auszusuchen; man wohnt, wo man einen Job bekommen hat, wo der Partner oder die Partnerin einen Job bekommen hat, wo man immer gewohnt hat. Aber manche haben mehr Freiheit: Sie arbeiten virtuell oder selbständig und können dies theoretisch von jeder Stadt der Welt aus machen. Welche Stadt der Welt wählt man dann?

Scott H. Young hat sich zu dieser Frage ein paar Gedanken gemacht und findet vor allem, die perfekte Stadt sei im Zweifel keine derer, die einem zuerst einfallen. New York, Rom, Paris? Zu teuer, zu naheliegend, zu viel Verkehr. Für eine perfekte Stadt sorgen seiner Ansicht nach Faktoren, die man zunächst gar nicht wahrnimmt.

» Does the Ideal Life Depend on Your City? (scotthyoung.com, Bild: Flickr/dynamosquito, CC-Lizenz)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Studenten im Optimierungswahn:
Der krumme Lebenslauf macht kreativ

Florian Steglich, 16. Februar 2010 um 14.00 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Der Autor Klaus Werle hat in einem Buch (Affiliate-Link) und für Spiegel Online über den «Optimierungswahn» geschrieben, der viele junge Menschen heutzutage kennzeichne: Station um Station wird im Lebenslauf abgehakt, möglichst schnell und gut ein möglichst marktgängiges Studium absolviert. Doch wer immer bloß geradeaus fährt, so das Argument Werles, kommt später mit Umleitungen und Hindernissen nicht zurecht:

«Viele Studenten galoppieren mit voller Kraft in die Perfektionismusfalle: Wenn es stimmt, dass wir lebenslang lernen müssen, dass Denken in komplexen Zusammenhängen die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts ist – dann ist eine Optimierung anhand vermeintlich verbindlicher Karriereideale ein Irrweg.»

Spiegel Online veröffentlicht mehrere Auszüge aus Werles Buch, auch die anderen sind überaus lesenswert.

» Studenten im Optimierungswahn – Karriere, Karriere, Knick (Spiegel Online)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Sport und Hirn:
Laufen macht auch Junge schlau

Thomas Mauch, 10. Februar 2010 um 18.54 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Körperliche Aktivität ist gut für das Hirn. Dieser Zusammenhang ist seit längerem bekannt. Die wissenschaftlichen Belege stammten bisher meist aus Studien mit älteren oder kranken Personen. Eine deutsche Forschungsgruppe aus Ulm hat jetzt nachgewiesen, dass auch die Gehirne von jungen gesunden Erwachsenen von regelmäßigem Sport profitieren. Die 17-wöchige Studie mit 128 Probanden umfasste einen Trainingsplan, Tests verschiedener kognitiver Parameter und die Messung der hirnelektrischen Aktivität. Vor allem für Kopf- und Wissensarbeit sind die Resultate interessant:

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Wir wollen «müssen» streichen!

Gregor Gross, 1. Februar 2010 um 18.30 Uhr , 11 Kommentare Kommentare

Aufgaben delegieren erfordert Kommunikation. Dabei ist bereits die Art und Weise der Kommunikation entscheidend für die Motivation und beeinflusst, mit welchem Elan wir oder andere uns diesen Aufgaben stellen – und demzufolge, wie erfolgreich die Aufgabe erledigt wird.

Wenn etwas getan werden muss

Die größte Hürde bei neuen Aufgaben, die man sich oder anderen unnötig stellen kann, ist dabei das Wort müssen. Schauen wir uns mal die folgenden Sätze an:

Ich muss morgen zur Arbeit gehen. Dort muss ich zwei Kunden anrufen. Ich muss meine E-Mails anschauen. Ich muss ein Meeting vorbereiten und durchführen. Ich muss nachmittags was einkaufen. Abends muss ich ins Fitnessstudio.

Du musst bis morgen diese Tabelle fertig machen und sie dann allen schicken. Denk auch dran, dass Du die anderen noch nach ihren Mailadressen fragen musst.

Wie man sieht, erzeugt das Wort muss sehr unangenehme Gefühle. Wenn man diese Sätze liest, kommt man jedenfalls nicht darauf, dass sie den selbstbestimmten Tag eines freien Menschen beschreiben. Muss klingt unwiderruflich, fühlt sich belastend an und lässt keinen Freiraum für eigene Entscheidung. «Ich muss …» oder «Sie müssen …» sollte man also nicht verwenden, um sich oder andere für anstehende Aufgaben zu motivieren – eher schon, wenn dosierte Demotivation das Maß der Dinge ist.

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Entscheidungen treffen:
Das 10-10-10-Modell

Florian Steglich, 14. Januar 2010 um 10.43 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Häufig findet man nach einem scheinbar großen Misserfolg Trost darin, sich zu fragen, wie man in zehn Jahren über die Situation denken wird: nämlich deutlich gelassener, vielleicht sogar heiter, weil sich herausstellen wird, dass das Übel sich auf lange Sicht als Glück entpuppt.

An diese Erkenntnis erinnert eine Methode zur Entscheidungsfindung, die Suzy Welch «erfunden» hat: Das 10-10-10-Modell, bei dem der Zögernde sich fragen soll, welche Folgen eine Entscheidung in zehn Tagen, zehn Monaten und zehn Jahren haben wird.

Keine Rocket Science, aber darum nicht weniger hilfreich.

» Modell 10-10-10 – Wie Sie schneller bessere Entscheidungen treffen (karrierebibel.de)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Idea Hubs:
36 Quellen für innovative Ideen

Florian Steglich, 12. Januar 2010 um 15.03 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Gestern abend saß ich mal wieder vier Stunden im Zug – zum Arbeiten zu müde, zum Essen zu satt, und draußen war es dunkel, so dass ich vom «Winter Wonderland» auch nicht viel sah.
 
Glücklich, wer sich für so eine Situation ein Unterhaltungsprogramm eingepackt hat. Bei mir bestand das unter anderem aus einer Handvoll «TED Talks», den fast immer guten und oft ausgezeichneten Vortragsmitschnitten der TED-Konferenzen (hier ein paar besonders gute Beispiele). Am beeindruckendsten war die geniale Demonstration von Pranav Mistry, die sich jeder anschauen sollte, der sich dafür interessiert, wie wir in Zukunft mit der digitalen Welt um uns herum interagieren könnten:

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Neuro Enhancement:
Produktiv durch Pillen?

Thomas Mauch, 11. Januar 2010 um 16.26 Uhr , 9 Kommentare Kommentare

Wir machen imgriff.com dicht. Denn wieso mühen wir Autoren und Leser uns ab, wenn wir auch einfach leistungssteigernde Pillen einwerfen könnten? Angeblich machen die klüger, produktiver und glücklicher. Fakten und Meinungen zum Hirndoping für Wissensarbeiter.

Neuro Enhancement

Es tönt vielversprechend: Wirkstoffe wie Amphetamin, Methylphenidat oder Modafinil – entwickelt für verschiedene Krankheitsbilder wie etwa Narkolepsie – sollen die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern. Auch bei Gesunden – Neuro Enhancement also. Nun, wir imgriff.com-Autoren sind ja ständig der Produktivität auf der Spur, und in den Ohren eines Prokrastinierenden klingen solche Ideen sehr verlockend.

Nichts Genaues weiß man nicht

Doch schauen wir mal genauer hin: Nützt es wirklich etwas, wenn ich bei der Arbeit Ritalin oder Modafinil einwerfe? Eine erste Recherche bringt ernüchternde Resultate: Niemand weiß es. Im Netz oder im Gespräch mit Bekannten stoße ich auf zahlreiche anekdotische Belege für die Wirksamkeit. Offenbar ist es kein Problem, an einer Universität einen Studierenden zu finden, der regelmäßig Medikamente zur Leistungssteigerung schluckt und sich in einer Zeitschrift porträtieren lässt. Auch von Ärzten hört man Geschichten über leergeräumte Medikamentenschränke: Vor allem das eigene Personal soll sich dort bedienen.
 
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