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Missverständnisse und andere Ungereimtheiten

Nicht ist so unproduktiv wie Missverständnisse. Wenn Menschen einander einfach nicht verstehen, kann keine gute Zusammenarbeit erfolgen. Was kann man dagegen tun?

«Ich habe Ihnen doch schon dreimal gesagt, dass Sie das Programm so und nicht anders einstellen müssen», entfährt es Kollege Wüterich zum Beispiel, wenn Kollege Schwervonbegriff zum vierten Mal die gleiche Frage stellt. Und er fragt sich: Warum versteht der mich bloß nicht?

Dieses noch relativ harmlose Beispiel zeigt: Missverständnisse können zu einem ernsten Problem werden. Dann nämlich, wenn aus dem Nicht-Verstehen Frust und schließlich eine handfeste Auseinandersetzung wird. Wenn der Geduldige, der das Programm wieder und wieder erklärt, schließlich die Nerven verliert und beleidigend wird, wird der Kritisierte von da an kein gutes Wort mehr über seinen Kollegen verlieren. An produktive Zusammenarbeit ist da nicht mehr zu denken.

Doch wie entstehen diese Situationen eigentlich? Und was kann man dagegen tun? Es gibt einige grundlegende Verhaltensmuster, die zu solchen Missverständissen führen können. Die häufigsten sind:

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Widerstände aus dem Weg räumen

Leider ist es nicht nur von uns selbst abhängig, ob wir alles so produktiv umsetzen können, wie wir es uns vorgenommen haben. Denn Chefs und Kollegen können uns das Leben manchmal ganz schön schwer machen. Ein paar Anregungen zum Umgang mit solchen Hürden.

Es gibt zwei Wege, mit Widerständen umzugehen, die einen daran hindern, seine Ziele zu erreichen und produktiv zu arbeiten: Die erste ist die Dampfwalzen-Methode, mit der Du alles platt machst, was sich Dir in den Weg stellt – erfordert ein großes Ego, starke Nerven und ist langfristig nicht besonders erfolgreich (außer Du bist der Chef oder unkündbar), weil Du damit Chefs und Kollegen vor den Kopf stößt. Das kann schnell nach hinten losgehen. Die andere Methode ist subtiler, erfordert aber auch rhetorisches Geschick.
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Der Link am Morgen:
Das Coworking-Wiki

Auf freelanceswitch.com ist vor ein paar Tagen ein recht knapp geratener Artikel zum Thema Coworking (grob: Eigentliche Einzelkämpfer mieten gemeinschaftlich Büroräume, gerne ergänzt mit Veranstaltungen u.ä.) erschienen, den ein Link zum mir bis dato unbekannten Coworking-Wiki aber deutlich aufwertete. In diesem Wiki werden unter anderem Coworking-Orte in aller Welt und einige Preisbeispiele gesammelt. Auf dass sich der Gedanke verbreite:

» coworking.pbwiki.com

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Hitzige Diskussionen entschärfen

Stell Dir vor, Du sitzt in einem Meeting, und alle reden hitzig drunter und drüber. Zeitverschwendung. Statt darauf zu hoffen, dass der Moderator eingreift, solltest Du an dieser Stelle besser selbst aktiv werden.

Ein Meeting, in dem nur engagiert, aber wenig konstruktiv gestritten wird, ist ärgerlich und wird in aller Regel nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Besser als still dabeizusitzen und zuzusehen, wie die Zeit verrinnt, ist es, elegant zu unterbrechen: Greife mit einigen Bemerkungen, die Du ganz beiläufig in den Raum wirfst, dem Moderator unter die Arme, und lenke so die Diskussion wieder in ruhigere Bahnen. Dadurch kommen die anderen Teilnehmer von selbst dazu, die Diskussion konstruktiv fortzusetzen. Dazu einige Beispiele:

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Wenn zwei sich streiten, ist das selten produktiv

Wo mehrere Menschen zusammenarbeiten, kann es schnell zu Konflikten kommen: Manchmal reicht es schon, dass man unterschiedlicher Meinung ist. Manchmal ist es einfach Antipathie. Und sehr häufig brechen bei Meinungsverschiedenheiten Konflikte auf, die schon länger schwelen.

Doch Streitereien und sinnlose Diskussionen verhindern produktives Arbeiten. Wenn in Meetings statt sachlicher Argumente persönliche Attacken ausgetauscht werden, verhindert das eine Lösung des Problems. Und wenn über Wochen hinweg Sticheleien die Büroatmosphäre vergiften, ist das nicht nur für die “Kontrahenten” unangenehm. Daher ist sinnvoll, mit Konflikten richtig umzugehen. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Konflikte sofort offen ausgetragen oder schnellstmöglich beigelegt werden. Mitunter ist das gar nicht möglich. Aber es gibt eine Reihe von Handlungsalternativen, die man in so einem Fall beherzigen kann.

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Entscheiden im Team

Sich alleine für oder gegen etwas zu entscheiden, das Für und Wider abzuwägen und schließlich die Entscheidung zu fällen, kann schon schwer genug sein. Wirklich mühsam wird es aber erst, wenn es gilt, gemeinsam mit anderen eine Entscheidung zu diskutieren und zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen.

Darum wird in vielen Firmen gar nicht erst versucht, Gruppenentscheidungen zu treffen. Nach der Devise “Viele Köche verderben den Brei” trifft meisten einer, in der Regel der Chef, die Entscheidung und stellt die anderen vor vollendete Tatsachen. Meetings, die der ideale Ort wären, Probleme auszudiskutieren, sind nicht selten reine Show-Veranstaltungen. Das eigentlich Wichtige wird hinter verschlossenen Türen gesagt.

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«Going solo»-Konferenz in Lausanne am 16. Mai

Stephanie Booth teilt mit, dass morgen Abend (Ende März) der Frühbuchertarif für ihre Konferenz «Going solo» ausläuft (noch 400 Franken, danach 600).

Stephanie ist eine ehemalige Lehrerin, die über das Bloggen zum Freelancen gekommen ist. Sie ist die Bloggerin der französischsprachigen Schweiz, und da sie bilingue ist, berät sie Schweizer und internationale Unternehmen zu Web-2.0-Themen.

Hier eine derzeit noch grobe Liste der Themen, die sich sehr interessant liest:

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Im Gehaltsgespräch:
Tipps und Tricks, um den Chef zu überzeugen

Auch wenn Du ein Erfolgstagebuch geführt, den richtigen Zeitpunkt für das Gespräch abgewartet und Dich auch sonst optimal vorbereitet hast: Ein Spaziergang ist ein Gehaltsgespräch nie. Denn kein Chef rückt gerne mehr Geld raus. Da braucht’s ein paar rethorische Tricks.

Manche Chefs lernen sogar per Seminar, Gehaltswünsche ihrer Mitarbeiter abzulehnen, und viele reagieren schon fast automatisch ablehnend. “Ich will mehr Geld!” – wenn Du so mit der Tür ins Haus fällst, hast Du ohnehin schon verloren. Der Chef schaltet dann sofort auf Widerstand. Besser: Bitte den Chef um ein Gespräch über Deine Weiterentwicklung und Perspektiven im Unternehmen: “Ich möchte mit Ihnen gerne über meine Entwicklung sprechen.” Wenn Du von Beginn an zeigst, dass Du für mehr Geld auch mehr leisten willst, ist der Chef gleich milder gestimmt. Wenn Du mit Aufzeichnungen belegen kannst, dass Du bisher schon viel geleistet hast, ist das ebenfalls gut.

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Der Link am Morgen:
Topless Meetings

Um ihre Meetings produktiver zu gestalten, führen die Mitarbeiter der amerikanischen Agentur Adaptive Path sie “topless” durch. Das meint natürlich nicht “oben ohne”, sondern “laptop-less”: Laptops, Blackberrys, iPhones sind am Konferenztisch verboten. Und siehe da: Die Teilnehmer schauen sich wieder ins Gesicht.
(P.S.: Hier bei imgriff.com haben wir schon mehrmals Tipps für bessere Meetings gegeben)

» Topless meetings for team focus? [43folders.com]

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Tipps für die Gehaltsverhandlung:
Mehr Geld für Leistung

Wer was leistet, soll auch was kriegen. Eigentlich. Denn leider ist gute Bezahlung heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Da hilft nur eines: Selbst ist der Mann – oder die Frau, je nachdem. Aber ein paar Dinge sollte man beachten, wenn man den Chef um mehr Gehalt bittet.

Erstmal: Vorbereitung ist alles! Schreib genau auf (zum Beispiel in einem “Erfolgstagebuch“), was Du alles für die Firma geleistet hast – je früher Du damit anfängst, desto besser. Am besten sind Zahlen, die das belegen. Und: Du musst Dir auch selbst klar machen, was Du wert bist. Am besten übst du die Gehaltsverhandlung zu Hause im Rollenspiel.

Dann ist es eine Frage des Timings: Der beste Zeitpunkt ist dann, wenn Du die besten Argumente hast, also etwa nach erfolgreichem Abschluss eines Projekts, oder wenn die letzte Gehaltserhöhung schon eine Weile zurück liegt. Aber auch bei guter Wirtschaftslage, wenn der Chef gut gelaunt aus dem Urlaub zurückkommt oder gerade selbst erfolgreich war, ist ein psychologisch guter Zeitpunkt. Wenn das nicht zutrifft, warte lieber noch ein wenig.

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