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Bildung:
Joi Ito über formelles vs
informelles Lernen

Florian Steglich, 12. März 2010 um 19.21 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Internetunternehmer Joi Ito sinniert in seinem Blog über formelles und informelles Lernen: Seine Schwester steht mit ihrer akademischen Karriere für das formelle Lernen der Universität, Ito selbst hat sein Studium nicht beendet, sondern das, was er für das Gründen und Führen seiner Unternehmen «brauchte», im Netz, durch «Learning by doing» und von Mentoren gelernt – vor allem das letzte aber wohl ein Glück, das nicht jeder hat.

Lesenswert sind auch die Kommentare und Links unter Itos Artikel.

» Formal vs informal education (joi.ito.com)

Hier erscheint jeden Tag von Montag bis Freitag ein Link zu einem besonders lesenswerten Text rund ums Thema Produktivität. Viel Spaß bei der Lektüre!

Miriam Meckel:
«Das Leben muss als
Ganzes stimmen.»

Florian Steglich, 11. März 2010 um 15.12 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Miriam Meckel ist Medienwissenschaftlerin, Professorin an der HSG und Beraterin und war auch schon mal Staatssekretärin und Moderatorin einer eigenen Talkshow. Klingt nach Stress, und das war es auch – nach mehreren Warnsignalen (Hörsturz, Erinnerungslücken) erlitt Meckel irgendwann einen Zusammenbruch. Es folgte ein Klinikaufenthalt und ein Haufen «Neins» zu Verpflichtungen in «Jurys, Gremien, Beiräten».

Jüngst hat sie ein Buch über den Burnout geschrieben – «Brief an mein Leben» (Affiliate-Link) – und dazu dem Spiegel ein Interview gegeben. Dort sagt sie ganz richtig, dass eine Krise auch seine positiven Seiten hat:

«Jemand, der sich selber und seine eigenen Grenzen kennt, kann sich und seine Begabungen viel gezielter einsetzen.»

» Krisen: “Plop, plop, plop” (spiegel.de)

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VEGAZ-Methode:
5 Schritte zum spontanen Vortrag

Florian Steglich, 18. Februar 2010 um 18.04 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Es gibt bekanntlich nur zwei Typen von Situationen: Angenehme und unangenehme. Zu den unangenehmen gehört es, überraschend und unvorbereitet um einen Vortrag gebeten zu werden – zum Beispiel vom Chef in einem Meeting: «Bitte stellen Sie doch mal eben den Stand des Projekts vor.»

Jochen Mai hat dafür im Blog 30tausend.de eine gute «Kletterhilfe» gefunden: Fünf Schritte, die schon eine informative und strukturierte Rede ergeben, wenn man sich an ihnen entlang hangelt.

  • Vergangenheit – wie kam das Projekt zustande, wie fing es an?
  • Entwicklung – wie hat sich das Projekt seit dem Start entwickelt?
  • Gegenwart – wo stehen wir? Wo hakt es noch?
  • Andere – was sagen Andere zum Projekt? Welches Feedback gibt es?
  • Zukunft – wie geht’s weiter und wann? Was sind die nächsten Schritte, und was war noch gleich das Ziel?

Nach den Anfangsbuchstaben der fünf Schritte heißt diese Methode «VEGAZ-Methode». Erläuterung der einzelnen Schritte drüben bei Jochen:

» VEGAZ – In fünf Schritten zu einer spontanen Rede (karrierebibel.de, Foto: Flickr/Jasen Miller, CC-Lizenz)

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Studium:
Arbeiten und Lernen – in der Bibliothek oder zu Hause?

Camilla Kutzner, 16. Februar 2010 um 19.27 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Soll man lieber zu Hause arbeiten oder besser in der Bibliothek? Vielen meiner Kommilitonen galt die Bibliothek als ultimativer Ort des produktiven Arbeitens. Ich meine, dass unter Umständen durchaus das Gegenteil wahr sein kann, und dass die Frage, wo man besser arbeitet, möglicherweise komplexer ist.

Im Grunde kann das Arbeiten zu Hause nämlich sehr angenehm sein. Daheim ist es behaglich, ich kann entspannt arbeiten und mich dadurch auf kreative Impulse einlassen, die ich in der fokussierteren Atmosphäre einer Bibliothek nicht zulassen würde. Ich kann einfach Pausen machen oder, wenn mir danach ist, eben mal eine Tasse Tee kochen, schnell zwischendrin etwas essen oder zwei Minuten auf dem Balkon durchatmen. Allgemein kann ich zu Hause wesentlich eher meine Umgebung gestalten, wie ich sie haben will. In der Bibliothek kann ich nicht einfach die Heizung hochdrehen, wenn mir kalt ist, oder das Fenster aufmachen, wenn die Luft zu abgestanden ist.

Daheim bin ich jedoch potenziell einer Menge Störungen von außen ausgesetzt: Vom Paketboten, der das Paket für einen Nachbarn bei einem abgeben möchte, Mitbewohner oder Familienmitglieder, die einen “nur schnell mal” um Hilfe bitten, über Telemarketing-Anrufer bis zu Missionaren wollen eine ganze Menge Menschen etwas von einem, wenn man tagsüber zu Hause ist. Eventuell ist es zu Hause sogar allzu behaglich. Das beeinträchtigt gelegentlich meine Konzentration und Disziplin: Ich verliere dann gerne aus den Augen, was gerade wichtig ist, und verzettele mich. Vor allem aber: Ablenkungen, andere verlockende Tätigkeiten oder einfach Ausweichhandlungen (das Phänomen, dass die Wohnung nie so sauber ist wie vor einer Prüfung, ist wohlbekannt) sind daheim stets in Reichweite.

Deshalb ist die Bibliothek durchaus ein angenehmer Ort, wenn ich einmal konzentriert arbeiten will. » weiterlesen

Spiegelneuronen:
Warum Lachen ansteckend ist

Thomas Mauch, 14. Januar 2010 um 17.43 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Lächle und die Welt lächelt zurück. Das ist ein Sprichwort, dessen Wahrheit die Neurologen inzwischen bewiesen haben. Spiegelneuronen sind wesentlich mitverantwortlich für unser Verhalten. Ein paar Tipps und Gedanken zu Spiegelneuronen und der eigenen Produktivität.

Spiegelneuronen werden als Basis der intuitiven Empathie betrachtet. Beobachten wir einen Menschen bei einer Handlung, lösen diese Nervenzellen die gleichen Impulse aus, wie wenn wir selber die Handlung vornehmen würden. Sehr anschaulich erklärt das die Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura in diesem kurzen Video:

Etwas verkürzt gesagt sind Spiegelneuronen nichts anderes als die neurologische Erklärung für Sprichwörter wie «Wie man in den Wald ruft, so kommt es zurück». Entdeckt wurden sie zu Beginn der 1990er Jahre von Neurophysiologen um den italienischen Forscher Giacomo Rizzolatti. Anwendung findet dieses Wissen inzwischen in vielen Forschungsgebieten, etwa der Psychologie oder bei der Behandlung von Hirnschäden. Zeit, sich ein paar Gedanken über Spiegelneuronen und den Zusammenhang mit der persönlichen Arbeitsproduktivität zu machen:

» weiterlesen

Coworking:
Das Abendblatt über die Hamburger Coworking-Pläne

Florian Steglich, 21. Dezember 2009 um 11.10 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Coworking ist im Kommen. Weltweit gibt es schon mehrere hundert der flexiblen Büroräume, 30 davon in Deutschland (wer hätte das gedacht?). Das Hamburger Abendblatt hat über den allgemeinen Trend und die Pläne für einen Hamburger Coworking-Space im Besonderen geschrieben:

» Ein Arbeitsplatz für zwölf Euro (abendblatt.de)

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Studium:
Müssen Vorlesungen
immer langweilig sein?

Camilla Kutzner, 10. November 2009 um 18.44 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Die Erfahrung zeigt: Massenveranstaltungen in der Universität sind selten spannend. Ausnahmen beweisen aber, dass das nicht so sein muss. Erkenntnisse, die auch für Seminare im betrieblichen Rahmen oder für Vorträge gültig sind.

Im Lauf meines Studiums habe ich viele langweilige Lehrveranstaltungen besucht,‭ ‬aber auch einige brillante erleben dürfen.‭ Was macht eigentlich den Unterschied aus?‬ ‬Sind Vorlesungen immer langweilig und fesselnde Veranstaltungen nur als Kleingruppenseminar möglich‭? ‬Ich meine:‭ ‬Nein. Obwohl kleine Gruppen unbestreitbar Vorteile haben und nicht ersetzbar sind,‭ ‬haben sie die Möglichkeit,‭ ‬spannend und lehrreich zu sein,‭ ‬nicht für sich gepachtet.

Beide Veranstaltungen,‭ ‬die ich im Folgenden als Beispiele herausgreife,‭ ‬waren Massenveranstaltungen:‭ ‬eine Vorlesungsreihe über Operngeschichte und ein Germanistik-Hauptseminar mit über hundert Teilnehmern.‭ Das Modell Universitätsvorlesung dient mir dabei nur als Beispiel.‭ ‬Nur weniges,‭ ‬was ich hier erwähne,‭ ‬ist auf Universitäten begrenzt oder universitären Gepflogenheiten geschuldet,‭ ‬vieles ist übertragbar auf Seminare im betrieblichen Rahmen,‭ ‬auf Fortbildungen oder auch Präsentationen.

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37Signals:
So arbeitet Jason Fried

Florian Steglich, 3. November 2009 um 10.46 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Jason Fried ist einer der Gründer und Chefs von 37Signals, der Firma hinter Backpack & Co. Das Unternehmen ist bekannt für die entspannte Arbeitskultur: Man pflegt dort die Vier-Tage-Woche ohne Freitag und kümmert sich nicht um Stundenzahl und Anwesenheit, solange die anstehenden Aufgaben erledigt werden. Einblicke in seinen persönlichen Arbeitstag gibt der Chef in einem Artikel für das Magazin Inc.: Jason Fried über das Abbügeln von Nutzer-Vorschlägen einer- und das Ernstnehmen von Beschwerden andererseits, über die größtmögliche Vermeidung von Unterbrechungen, das Schreiben und Kommunizieren als Priorität, über Haferbrei zum Frühstück und sein Wochenendhaus in Wisconsin, neben dem er nächstes Jahr vielleicht ein paar Tausend Quadratmeter Mais anbauen will. Einfach, um zu sehen, ob er es kann.

» The Way I Work: Jason Fried of 37Signals (inc.com)

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Münchhausen-Syndrom:
Wenn Probleme um deren Lösung willen geschaffen werden

Florian Steglich, 28. Oktober 2009 um 10.45 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Der Management-Experte Nathan Bennett hat das «Münchhausen-Syndrom am Arbeitsplatz» identifiziert: So bezeichnet er das Verhalten von Mitarbeitern, die bewusst Probleme und Verzögerungen herbeiführen, um anschließend durch deren Überwindung punkten zu können. Bennett berichtet in seinem Artikel für den «Harvard Business Manager» etwa über den Angestellten eines amerikanischen Unternehmens, der als hervorragender Teammanager galt, weil er Streitigkeiten zwischen Kollegen behutsam beizulegen wusste – bis sich herausstellte, dass er die Konflikte selbst zu Anfang der Zusammenarbeit gesät hatte.

» Münchhausen im Büro (harvardbusinessmanager.de)

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Der Link am Mittag:
Die musikalische Pause

Thomas Mauch, 23. Oktober 2009 um 13.06 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Die ToneMatrix von André Michelle ist die ideale Art, um zwischendurch zu einer entspannten Pause zu kommen. Der Audio-Software-Entwickler veröffentlicht seine Versuche und Experimente auf seinem laboratory-Blog.

Also: Anklicken, komponieren, zuhören und sich vorkommen wie Philipp Glass (Disclaimer: Sieht harmlos aus, birgt aber Suchtpotenzial).

» ToneMatrix (lab.andre-michelle.com)

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