Thomas Mauch

Thomas (Jahrgang 1970) ärgert sich über nichts mehr als über komplizierte Dinge. Weil es immer auch einfach geht. Seine Ambition ist es, Dinge auf den Punkt zu bringen – sei es in der Arbeit als Trainer (Methodik/Didaktik, Bildungsmarketing) oder beim Schreiben (auf imgriff.com oder als Web-Texter unter mauchtext.com). Durch das tägliche Ringen um seine Produktivität hat er vor allem eines gelernt: Es gibt Best Practices, aber am Ende geht es nur auf die eigene Art. In Thomas’ Fall: Alle Tools und Methoden müssen einfach sein, Spaß machen – und wenn möglich gut aussehen. Man arbeitet ja auch mit dem Auge.

Thomas ist via Kontaktseite zu erreichen.

 

Alle 269 Artikel von Thomas Mauch auf imgriff.com:

Zeitmanagement:
Grosse Aufgaben rückwärts planen

Die Rückwärts-Planung ist ein simpler Trick, um grosse Aufgaben und Projekte realistisch zu planen.

Kurz vor Redaktionsschluss kriege ich den Artikel doch noch hin. War etwas stressig, weil ich zu spät begonnen habe, aber nun steht der Text, einigermassen rechtzeitig. Ich bin kurz davor, den «Publizieren»-Button zu drücken – da fällt mir ein, dass ich noch ein Artikelbild brauche und allenfalls die Rechte dazu einholen muss.

«Herkömmlich schlechte Planung» könnte man nun sagen. Allerdings finde ich es nicht immer ganz einfach, grössere Aufgaben von Beginn weg sauber zu planen, geschweige denn, an alles zu denken.

Ein simpler Trick um hier Abhilfe zu schaffen ist die Rückwärtsplanung. Man beginnt die Planung ausgehend vom Endergebnis, also: Wenn ich den Artikel am kommenden Montag veröffentlichen will, was muss ich dazu bereit haben?

Das ergibt eine Liste der Anforderungen beziehungsweise der dafür zu erledigenden Aufgaben. Diese Aufgaben kann ich auflisten und mit Zeitschätzungen versehen, die benötigte Zeit aufaddieren und erhalte so in etwa den gesamten Zeitbedarf für die Aufgabe. Die Aufgaben kann ich nun planen und in meinem Kalender verteilen – wobei es gilt, Pufferzeiten nicht zu vergessen.

Der Vorteil dieser einfachen Methode: Ich vergesse die vielen kleinen Dinge, die neben der «Hauptaufgabe» eines Vorhabens notwendig sind. Und ich stelle sie von Beginn weg in eine logische Reihenfolge, bemerke also, wenn Aufgaben voneinander abhängen.

Todoyu:
Webbasiertes Projektmanagement, selbst gehostet und kostenlos

Todoyu ist eine umfangreiche Open Source-Webapplikation für das Projektmanagement von kleineren und mittleren Unternehmen.

Todoyu bietet die gewohnten Features, die ein kollaboratives und verteiltes Projektmanagement ermöglichen. Mehrere Projekte, die dazugehörigen Aufgaben und Termine, verschiedene Projektmitglieder, einen Kalender, eine Dateiablage und verschiedene Kommunikationskanäle wie Kommentare, Chats etc.

Die Entwickler von Todoyu von der Schweizer Webagentur Snowflake stellen die gesamte Applikation zum Download zur Verfügung. Das Paket kann so auf einem eigenen Webserver installiert und betrieben werden – vorausgesetzt, die erforderliche technische Expertise ist vorhanden.

Wer nicht selber hosten will, kann Todoyu auch als «Software as a service» verwenden. Die Applikation wird in diesem Fall vom Anbieter betrieben. Abhängig vom gewünschten Speicherplatz beginnen die Kosten bei 39 US-Dollar pro Monat für eine Instanz mit 5 GB Speicherplatz.

Geplant ist, Todoyu in Zukunft mit zusätzlichen Erweiterungen auszustatten, kostenlos oder mit einem Preisschild. Eine Abrechnungs-Extensions ist bereits auf dem Markt, weitere sollen folgen.

Tool Time: Wir stellen Software-Tools und Webdienste aus dem Bereich Produktivität vor. Tipps gerne an tipps.imgriff (at) blogwerk.com.

Protocol.by:
Kommunikation auf allen Kanälen

Protocol.by ist ein Webservice, der meinen Kontaktpartnern anzeigt, wie sie mich am besten erreichen können.

Protocol.by will ein Problem lösen, das uns Twitter, Facebook, E-Mail und all die anderen Kommunikationskanäle gebracht haben: Ich möchte mich mit meiner Cousine in Verbindung setzen – welchen Kommunikationskanal bevorzugt sie? Auf welche Art und Weise erreiche ich sie am besten?

Wenn jemand ob dieser Herausforderung echten Leidensdruck verspürt, kann Protocol.by eine Lösung sein. Bei Protocol.by erstellt man ein persönliches Konto und wählt dort die Kanäle aus, auf denen man bevorzugterweise kontaktiert werden möchte. Also zuerst bitte per E-Mail versuchen, wenn das nicht klappt, dann anrufen, Facebook nur im äussersten Notfall. Den Link zu meinem Protocol.by-Profil, so die Idee, füge ich in meine E-Mail-Signatur ein. Damit ist jederzeit für jedermann und jederfrau nachvollziehbar, wie ich am besten zu erreichen bin. » weiterlesen

Die Zukunft der Arbeit:
The Freelance Revolution

In den USA manifestiert sich ein Trend mit Schlagworten wie «Freelance Revolution», «Gig Economy» oder «Freelance Nation»: Immer mehr Menschen haben den traditionellen Karriereweg aufgegeben und sind als Selbstvermarkter unterwegs.

Sie arbeiten für mehrere Auftraggeber, gehen verschiedenen Tätigkeiten nach und tun dies als Selbständige, Teilzeitangestellte oder temporär verpflichtete Arbeitnehmer. Aktuell verstärkt wird dieser Trend durch das Phänomen der «Jobless Recovery» in den USA. Unternehmen profitierten nach der Finanzkrise von einem milden Aufschwung, ohne dass die Zahl der Arbeitslosen sank. Entsprechend finden sich viele Arbeitnehmer unfreiwillig in in neuen Arbeitsformen wieder. Mehr und mehr suchen aber Menschen auch diese neue Selbständigkeit.

Das Unternehmen entscheidet nicht mehr für Dich
Lynda Gratton von der London Business School beschreibt im Economist die veränderte Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Jeder Arbeitnehmer müsse heute für sich selbst Verantwortung übernehmen – die Firma tut es nicht mehr. Die bisherige «Eltern-Kind»-Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter wird mehr und mehr zu einem «Wir stehen uns auf Augenhöhe gegenüber». » weiterlesen

Dinge geregelt kriegen:
Der Versuchung widerstehen können

Selbstkontrolle und eine «Can do»-Einstellung sind entscheidend für den beruflichen Erfolg. Wie man dazu kommt? Vernünftig essen, genug schlafen und nicht gehorsam sein.

Wieso gibt es Menschen, die mehr erledigt kriegen als andere? Rosabeth Moss Kanter, Professorin an der Harvard University und Buchautorin glaubt an die einfache Erklärung: Diese Leute tun immer etwas. Sie würden nie stehen bleiben, schreibt Kanter, sie würden die Initiative ergreifen und nicht warten, bis ihnen gesagt wird, was sie zu tun hätten.

Dahinter sieht sie vier grundlegende Prinzipien, die zu einer solchen Haltung verhelfen – nicht so sehr praktische Tipps als vielmehr Einstellungsfragen, die unternehmerisches Denken und Handeln ausmachen.

1. Kleine Erfolge zählen. Kanters Studien zeigen, dass die eigene Einschätzung, wie erfolgreich ein Vorhaben enden wird, darüber entscheidet, wieviel Bemühungen wir reinstecken. Rechnen wir mit einem am Ende gelungenen Projekt, arbeiten wir mehr dafür. Der Weg dahin ist gepflaster mit kleinen Erfolgen: Ein gelungenes Kundengespräch, eine innovative Lösung für ein Teilproblem – kleine Erfolge, die wir schätzen und auch ein wenig feiern müssen. » weiterlesen

ActiveInbox:
Aufgaben in Gmail unter Kontrolle

ActiveInbox ist eine Gmail-Erweiterung für Firefox und Chrome, mit der ich GTD bereits in meinem Posteingang umsetzen kann.

Nach der Installation nistet sich die Extension unauffällig in der Seitenleiste von Gmail ein. Dort, so das Versprechen, will ActiveInbox meinen Arbeitsablauf unterstützen. E-Mails enthalten oft Aufgaben oder Infos zu Projekten, seien aber schlecht strukturiert. ActiveInbox will Ordnung schaffen und leiht sich dafür David Allens GTD-Methode aus.

Öffne ich eine eingehende Mail, wird nach der Installation eine zusätzliche Reihe Buttons angezeigt. Damit kann ich die Mail zu einem Task umwandeln oder allenfalls via Label einem Projekt zuordnen. Über das Menukästchen auf der Seite habe ich rasch Zugriff auf alle anstehenden Aufgaben und kann meinen Posteingang um diese Mails erleichtern. » weiterlesen

iDoneThis.com:
Produktivitäts-Logbuch per E-Mail

iDoneThis ist ein kostenloser Webservice, mit dem ich täglich aufzeichne, was ich erledigt habe.

iDoneThis.com gesellt sich zu den verschiedenen Diensten, mit denen ich via E-Mail aufgefodert werde, über meine täglichen Aktivitäten Buch zu führen: The Birdy fragt mich jeden Tag, für was ich Geld ausgegeben habe, OhLife hilft mir dabei, regelmässig Tagebuch zu führen.

iDoneThis will helfen, mir täglich vor Augen zu führen, was ich erledigt habe – Things I got done, sozusagen. Die Funktionsweise ist bekannt: Jeden Tag um 20 Uhr erhalte ich eine E-Mail mit der Frage: Was hast Du heute erledigt? Ich schicke die E-Mail-Antwort zurück, iDoneThis trägt es in einen Kalender ein und ich kreiere mit der Zeit so ein «Produktivitäts-Logbuch». » weiterlesen

Stampler:
Tacker und Stempel in einem

Der Stampler ist ein Tacker, der gleichzeitig ein Stempel ist. Wieso nicht?

Der Bereich der Tacker hat in den letzten Jahren wenig Innovation gesehen – nicht mehr wegzudenken aus dem Alltag tut er still und bescheiden seinen Dienst. US-Designer Phil Jones hat sich nun den Tacker zur Brust genommen und um eine sinnvolle Funktion erweitert: Den Stempel.

Wer mit dem Stampler Blätter zusammenheftet, hinterlässt gleichzeitig ein fröhliches Smiley auf dem Papier. Das geht in einem Arbeitsgang, zusätzlicher Arbeitsaufwand oder Effizienzverluste sind also nicht zu erwarten. Vermutlich weniger zu empfehlen, wenn man häufig Eheurkunden oder Staatsverträge tackert, ansonsten aber sicher eine Bereicherung für jedes Büro.

Stampler
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Für knapp 20 Euro ist der Stampler bei discovery-24.de erhältlich.

Wochenend-Projekt:
Getting Things Done mit WordPress

imgriff.com-Leser Andreas Sturm hat sich seine Getting Things Done-Applikation selbst gebaut: Verblüffenderweise hat er dafür WordPress verwendet – ein Content Management System. Die Anleitung zum Nachbau hat er mitgeliefert.

In unserem Verlag arbeiten wir seit Jahren mit WordPress – wir publizieren Blogs damit. Ich weiss, wie stabil, vielseitig und einfach erweiterbar WordPress ist. Bloss wäre ich nicht auf die Idee gekommen, WordPress für das Aufgabenmanagement zu verwenden. Andreas zeigt, wie es funktioniert.

Aufgaben online verwalten, auf einem eigenen Server, mit ausgereifter und freier Software – und die Möglichkeit, ein Task Management nach der Getting Things Done-Methodik von David Allen abzubilden. Das waren die Anforderungen von Andreas an sein Tool. » weiterlesen

Smart Workers:
Die wichtigsten Lerninstrumente
für die Zukunft

Social Media und Web 2.0-Instrumente sind heute unverzichtbare Tools für das Lernen von Wissensarbeiter. Jane Hart stellt zum fünften Mal die Top 100 der Learning Tools zusammen.

Im geschäftlichen Umfeld wird der Einsatz von Social Media vor allem in zwei Feldern diskutiert: In der Unternehmenskommunikation und in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Das ist kein Zufall: Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Blogs stellen die Infrastruktur bereit, damit sich Menschen unterhalten können. Auf diesen Kanälen werden Gespräche geführt.

Gespräche sind auch die Grundbausteine von Märkten (dazu lesenswert: Das Clue Train Manifesto von 1999!). Unterhaltungen, Empfehlungen und Verhandlungen zwischen Menschen führen zu Transaktionen, zu Geschäftsabschlüssen in einem Markt. Kein Wunder, interessiert sich die Unternehmenskommunikation dafür, zu einem interessanten Gesprächspartner zu werden.

Gleichzeitig ist das Gespräch eine der ältesten Lern- und Lehrmethoden – schon Jesus hat diese Form sehr erfolgreich praktiziert. Heute geschieht vor allem in einem betrieblichen Umfeld ein Grossteil des Lernens in Gesprächen, on the job, am Kaffeeautomat, mit Vorgesetzten, Kollegen oder externen Partnern. Diese Gespräche finden mehr und mehr auch im Netz statt: Corinne hat hier die Schule der Zukunft beschrieben. (Was wir lernen müssen, beschreibt Stephen Downes hier.) » weiterlesen