Thomas Mauch

Thomas (Jahrgang 1970) ärgert sich über nichts mehr als über komplizierte Dinge. Weil es immer auch einfach geht. Seine Ambition ist es, Dinge auf den Punkt zu bringen – sei es in der Arbeit als Trainer (Methodik/Didaktik, Bildungsmarketing) oder beim Schreiben (auf imgriff.com oder als Web-Texter unter mauchtext.com). Durch das tägliche Ringen um seine Produktivität hat er vor allem eines gelernt: Es gibt Best Practices, aber am Ende geht es nur auf die eigene Art. In Thomas’ Fall: Alle Tools und Methoden müssen einfach sein, Spaß machen – und wenn möglich gut aussehen. Man arbeitet ja auch mit dem Auge.

Thomas ist via Kontaktseite zu erreichen.

 

Alle 269 Artikel von Thomas Mauch auf imgriff.com:

Intelligentes Lesen:
Drei Zeitschriften, das reicht!

Wer kennt es nicht, das schlechte Gewissen, wenn man Fachpublikationen oder Wirtschaftszeitungen stapelweise ungelesen entsorgt? Zu viele Informationen, zu wenig Zeit. Mein Lösungsvorschlag: Intelligentes Lesen. Also nicht alles, sondern nur das Relevante.

Hier möchte ich Euch deshalb meine drei Lieblingspublikationen vorstellen. Drei Zeitschriften, die sicherstellen, dass ich alles Notwendige in den Bereichen Wirtschaft, Management und Führung erfahre. Das Beste daran: Die dünnste Zeitschrift erscheint wöchentlich, die zweite monatlich und die dritte vierteljährlich.

Die Welt im Taschenformat: The Economist
The EconomistDu hättest am Freitag gerne einen Überblick über die Ereignisse der vergangenen Woche in Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und Technologie? Dazu Analysen und fundierte Meinungen und Einschätzungen? Das ganze bitte auf knappen 100 Seiten und trotzdem für die ganze Welt?

Dafür steht seit 160 Jahren der britische Economist. Die politische Berichterstattung deckt jede Woche alle Kontinente der Erde ab. Afrika erhält gleich viel Platz wie Asien oder Europa – dabei fällt auf, wie wenig etwa in Schweizer Zeitungen über afrikanische Länder geschrieben wird. Daneben enthält jede Ausgabe umfangreiche und fundierte Artikel zu Märkten, Währungen oder zur Wirtschaftspolitik. Neben Politik und Wirtschaft runden ein Wissenschafts- und ein Kulturteil jede Ausgabe ab.

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Kleine Helferlein:
Die Schreibunterlage

Wir alle lieben unsere schicken digitalen Tools. Häufig jedoch ist Papier unschlagbar: Die gute alte Schreibunterlage etwa kann es locker mit der ach so coolen Konkurrenz aufnehmen.

Mein Produktivitäts-Universum ist hochgerüstet: Evernote, Remember the Milk, RSS-Reader, Mail, iCal und andere arbeiten fein säuberlich integriert zusammen. Selbstverständlich auf allen Plattformen, vom iPhone zum Laptop, lokal und webbasiert, ortsunabhängig und kollaborativ sowieso: ein Netzwerk an Produktivitäts-Autobahnen. Aber ich habe auch noch einen Trampelpfad: meine Schreibunterlage. Wieso ich darauf nicht verzichten möchte – auch wenn sie weder Flash noch Javascript kann und sich schon gar nicht synchronisieren lässt:
Eine Schreibunterlage, für die Jüngeren unter uns, ist eine Art großer Schreibblock. In meinem Fall hat sie die Traummaße 42 x 60 cm (DIN A2) und kommt mit 50 Blättern. Man legt sie auf den Schreibtisch, dort wo der Chef die überteuerte, dafür antistatische Unterlage aus argentinischem Rindsleder liegen hat. Vielfach werden sie als Werbegeschenke abgegeben. Ich habe mich für das Angebot von Manufactum entschieden, eine Schreibunterlage mit geglättetem Naturpapier aus reinem Zellstoff, tintenfest und oberflächengeleimt, ideal für die Handbeschriftung, cremefarben mit einer Opazität von 90%, aus einer italienischen Papierfabrik. Konzeptionell betrachtet ist die Schreibunterlage das analoge Auffangbecken meiner Produktivitäts-Werkbank. Sie dient der kleinen Notiz als flüchtiger Speicher, so schnell wie möglich gelangen die bewahrenswerten Dinge dann in das passende (digitale) Tool.

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Haruki Murakami:
Wie der Autor läuft und arbeitet

Der japanische Autor Haruki Murakami hat ein Buch über das Laufen geschrieben – auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick handelt es sich um Betrachtungen seiner Arbeit, seines Schreibens und Lebens.

Haruki Murakami hat einen Produktivitäts-Ratgeber verfasst. Obwohl sich der japanische Literat (“Wilde Schafsjagd”, “Kafka am Strand”) vermutlich gegen diese Bezeichnung wehren würde.

What I talk about when I talk about running (Affiliate-Link) sind seine Memoiren als Läufer; Murakami betreibt den Sport seit 30 Jahren, hat 25 Marathons hinter sich. Ein Jahr lang, 2005/2006, hat er seine Gedanken zum Laufen aufgeschrieben.

Einordnen lässt sich dieses Lauftagebuch nicht: Eine Biographie ist es nicht, weil es nur einen kleinen Ausschnitt aus seinem Leben darstellt. Eine “Lauffibel” kann es auch nicht sein, dazu fehlen die Grundlagen, Trainingspläne oder medizinisches Wissen. Und ein herkömmlicher Produktivitäts-Ratgeber ist es – ehrlich gesagt – auch nicht: Der Autor gibt uns keine Checklisten, keine Tools, keine Take-aways und keine “In sieben Schritten zu …”-Versprechen.

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Web-Notizen für
Wegwerf-Gedanken

Die webbasierte Applikation “J.ot Down” will nicht viel: Man kann damit im Browser einfach und schnell eine Notiz erstellen. Programmierer David LeMieux hätte damit den Preis für das simpelste Notiz-Tool verdient.

J.ot Down lässt sich in ungefähr 10 Sekunden erlernen: Man öffnet die Seite unter der Adresse j.otdwon.com und schreibt seine Notiz. Sie wird automatisch gespeichert und erhält einen kryptischen Permalink. Diesen speichert man als Lesezeichen und schreibt weiter. Das war’s.

Über den Permalink ist die Notiz wieder erreichbar, kann weiter bearbeitet oder auch weitergegeben werden. Schön einfach also, aber: Braucht man so ein Tool überhaupt?

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Präsentations-Software:
Prezi ist besser als Powerpoint

Mit Prezi bringt das ungarische Startup Zui Labs eine neuartige Präsentationssoftware auf den Markt, die nichtlineare Präsentationen ermöglicht – und damit einen der größten Powerpoint-Nachteile hinter sich lässt.

Alles auf einen Blick: Die Präsentation als Leinwand

Das Prinzip hinter Prezi ist simpel – wenn man erstmal auf die Idee gekommen ist. Eine Präsentation wird als unbeschränkt große Leinwand verstanden, auf der alle Elemente angeordnet werden: Texte, Bilder, Grafiken, Videos oder Flash-Anwendungen. In einem zweiten Schritt legt der Anwender einen Pfad fest: Er bestimmt, in welcher Reihenfolge die einzelnen Elemente herangezoomt werden. Soweit, so gut – oder eben so Powerpoint. Beim Präsentieren bietet Prezi aber entscheidende Vorteile:

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Effizientes Arbeiten:
Macht Twitter produktiver?

Ist Twitter ein Produktivitätstool für Wissensarbeiter? Erste Erfahrungsberichte sind durchwachsen, deuten aber auf eine mögliche Anwendung hin: Twitter als Instrument für das persönliche Wissensmanagement.

Twitter, bereits drei Jahre alt, wird in der Businesswelt inzwischen ernst genommen. Experten propagieren Twitter als Instrument für das Marketing, zum Lernen, für die Jobsuche, zur Unterstützung von politischen Kampagnen und vielem mehr. Was aber bringt Twitter im Alltag des Wissensarbeiters und wie hilft es, produktiver und effizienter zu werden?

Informelles Lernen mit Twitter

Erste Erfahrungsberichte deuten auf milde, aber vorhandene Vorteile hin: Die Early Adopters nutzen Twitter zum persönlichen Wissensmanagement. Mandy Schiefner vom Center for Teaching and Learning der Universität Zürich war vor kurzem einige Monate mit privaten Projekten unterwegs. Während dieser Zeit nutzte sie Twitter und schreibt darüber:

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Ziele formulieren:
Wundern Sie sich mal wieder.

Gemeinsam Ziele zu finden und Leuten zu entlocken, was sie wirklich anders haben wollen, ist nicht immer einfach. Mit der “Wunderfrage”, einer einfachen Coaching-Methode, kommt man schnell zu guten Resultaten.

Man kennt das Ritual: Zu Beginn eines Meetings oder Workshops werden Erwartungen und Ziele abgefragt. Quälend schleppt sich die Runde durch gestelzte Formulierungen, gespickt mit Wörtern wie “effizient”, “zielorientiert” oder “nachhaltig”. Es kommt nichts Persönliches und wenig Konkretes – nichts, um wirklich damit zu arbeiten oder Ergebnisse daran zu messen.

Die “Wunderfrage” ist eine einfache Alternative, wenn man erfahren will, was die Leute wirklich als Ergebnis sehen möchten.

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Vereinfachtes Leben:
Minimal Office Furniture

Ein schlichter, aufs Nötige reduzierter Arbeitsplatz verhilft vielen Menschen zu mehr Konzentration. Hier möchte ich Euch meine persönliche Lösung zeigen.

Angeregt durch Ivans Text über das einfache Leben habe ich mich mal bei mir umgesehen. Vereinfachung ist seit einigen Jahren ein Thema für mich. Ich habe bemerkt, wie entlastend es ist, mich nur mit wenigen Dingen zu umgeben – insbesondere seit ich unsere letzte Fünf-Zimmer-Wohnung geräumt habe: Eine Mulde voll mit Dingen, die wir zwei Jahre nicht angerührt hatten …

Seither ist Vereinfachung meine Maxime, wenn es ums Einrichten geht. Darum möchte ich hier meine persönliche Lösung für den optimalen, vereinfachten und bezahlbaren Büro-Arbeitsplatz vorstellen:

Eiermann, Bill, Eames, Ikea: Mein Arbeitsplatz

Dazu ein paar Erläuterungen:

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Produktiv im Team:
Die obligatorische Kaffeepause

Kaffeepausen bei der Arbeit sind wichtig, sagen Betriebspsychologen und Ärzte. Meiner Erfahrung nach helfen sie vor allem auch dabei, ein Team produktiv und effizient zu machen.

Die Kaffeepause - ganz und gar keine Zeitverschwendung.

Die Kaffeepause - ganz und gar keine Zeitverschwendung.

Kosteneinsparungen und Effizienzpotenziale sind in vielen Firmen zur Zeit en vogue. Mein Beitrag dazu ist ein ganz humaner Vorschlag: Die obligatorische Team-Kaffeepause. Die nämlich ist ein häufig unterschätzter Kommunikationskanal und ein wirksames und kostengünstiges Instrument zur Teamentwicklung. Zwei Voraussetzungen sind dazu notwendig, die zunächst etwas anachronistisch anmuten.

Erstens: Die Kaffeepause ist für alle Teammitglieder obligatorisch. Einzig Krankheit oder wichtige Meetings werden als Entschuldigung für Abwesenheit akzeptiert. Und zweitens: Sie findet zu fixen Zeiten statt, vormittags und nachmittags. Ich weiß, in Zeiten von Starbucks und On-the-go-Warmhalte-Tassen wirkt das seltsam, es ist aber unabdingbar. Dafür erntet man zu Beginn schräge Blicke, teilweise müssen neue Teamkollegen extra dazu motiviert werden. Aber es lohnt sich und wird sich nach kurzer Zeit verselbständigen: Zum Start der obligatorischen Kaffeepause braucht es etwas Druck und Werbung, nach zwei Monaten wird sie nicht mehr wegzudenken sein.

Was darf von der Kaffeepause erwartet werden?

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